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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, February 07, 1890, Image 2

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ermnnerVoIKsb!äU.
Baterad rntthPotOmctHrmaPB, Ho. , nd
dmlttdlorUnmiaioo Utrougb th ioUe m
cond-elasa rate
Eine Parallele.
Unter diesem Titel schreibt unser alter
Pionier Gert. Goebel in der Westl. Post :
Man würde sehr irren, wenn man
glauben wollte, daß die. Versuche der
Finsterlinge, das Volk zu verdummen
und zu tyrannisiren, sich nicht weiter
erstreckten als über das Gebiet der Ver.
Staaten.
Auch in dem hochcivilisirten Deutsch
land, welches unzahlige nam-
hafte Gelehrte und gründlich gebil
dete Forscher aus ollen Gcbieten der
Wissenschaften auszuweisen hat, in einem
Lande, welches weltberühmt ist durch
seine vortrefflichen Schulen, von dcmEle-
mentaruntcrricht au durch alle Grade
des Wissens bis zu den Universitäten,
deren guur Ruf so wohl begründet und
so weit gearbeitet ist, daß sie von Lernbe
gierigen aller Nationen besucht werden
und zwar nicht zum wenigsten von Amc
rikanern, in einem Lande, in welchem
polytechnische Justilulc, Ackerbau- und
Forstschulen in üppiger Alüthe stehen
und !io gründliches Wissen und inrnb
häiigi.'S 'lbstdei'k'.'n auf jede 2Lcise
gefördeil wild; selbst in einem solchen
Lande l'i'd die Mucker, trotz aller un
übcrlviüdlich scheinenden Hemmnisse,
denllo.1i unermüdlich bestrebt, das Äoll
in die Finsterniß früherer Jahrhunderte
zurückzuführen, denn d'.qe llommcllidcn
Heuchler wollen vom Volke gefütte:t
werden und .zum v sehr reichlich, und zu
dicseü, Zweck muß cS dumm gemacht
werden, damit es nicht sthen lernt wie
es lctcogeii U'iid.
(LiteleZ Bemühen! die Geschichte
aller Seiten leyrt un, daß die Auftlä
rung, ebenso nnc die Sonnenstrahlen,
auch durch die tleinsten Ritzen dringt,
denn sonst wurde die schauderhafte gci
stige Fliislcrniß des Mittelalters nicht
durch den hellen Tag verdrängt worden
sein.
Sehr interessante, aber keineswegs er
sreulichc Miitheilungcn über die persidcn
Umtriebe dieser Feinde jeder Aufklärung
erhielten wir oor cinigcrZeit durch einen
Jugendfreund, dessen Bericht um so
mehr Bertraneu verdient, weil er selbst
ein Geistlicher in riner hohen Stellung
ist (er ist General-Superintendent und
Hosprediger :u einer Residenzstadt Thü
ringcns.) Tiejer Freund, der auch nicht die
kleinste Faser von einem Mucker am
Leibe hat, lst ein durch und durch wissen
schafttich gcb'loeler Mann und ist in sei
nen rellglösen Anschauungen höchst libe
ral Uni. tolerant uns seine persönliche
Ehrenhaftigkeit hat ihm die Hochachtung
Aller erworven, die mit i)m in Berüh
rung kommen.
Tiefer Freund schreibt, nachdem er
seiner Genug: huung über die Einigkeit
Tentschlanoo Ausdruck verliehen hat,
Wie folgt:
Wir sind noch nicht am Ziel und es
wird noch mancher Kampf zu bestehen
und selbst mancher ini.crrFeiud zu über
winden sein. Unsere Partelen stehen
sich wvhl ebenso schroff einander gegen
über als die Eaeigeil, lvic wir anch wie
der ans Trinem Bourbonen-Arlikel er-
sehen baden, ab, r uns schadet ein Elc-!
ment, das in Ameril.r kaum bekannt ist
und das dort vielleicht gar nicht auskom
men lv.i'ite ( l;icv ist unser Frcnnd im
Irrthum), nämlich die Macht der den
trumSpartei, der (iinstuß des Ullramon
tanismus. st es schon höchst bedenk
lich. wie dieser im politischen Leben
stemmt lind stört, so wird seine Wirk
samkcit noch viel gefährlicher, weil sie
unsere ganze lLlllturenlivicklung bedroht
und die geistigen und sittlichen Errun
gcnschaflcn unseres Volkes auS vcrgan
gencn Jahrhunderten zn zerstören, die
Absicht hat.
Daß ein Janssen die klarsten, wie
mau meinte, die unerschütterlichsten
Thatsachen der Grschlchte leugnet, um
gestaltet, verhüllt bis Alles in sein Sy
stcm paßt, daß ein Jesuit in Freiburg
unseren Gölhe in seiner Bedeutung her
absetzt und seine Werke corrigirt; daß
überhaupt unsere classijche Lltcratnr in
jesuitisch rcvidirtcn Ausgaben demVolke
dargeboten wird; ja daß jetzt Reise
Handbücher in jesuitischem Sinne bear
teilet werden wer hatte das Alles in
Deutschland für möglich halten sollen ;
Und doch müssen wir Solches erleben,
und das geschieht nach einem schlau ge
faßten Plan der mit allem Eifer und
nach allen Seiten hinauszuführen, ver
sucht wird und unserer nationalen Ein
jgung und unserer Volksbildung Ge
sqhr bringt. Wohl tritt man diesen
Bestrebungen- von vielen Seilen kräftig
entgegen und ich habe auch dasZutrauen,
daß das Gute und Wahre sich doch end
lich gelten!) machen muß, a'oer das Ziel
wird sich so bald nicht zeigen."
Diese Alt uno Weise, sür den Rück
schritt Propaganda zn machen, ist viel
gefährlicher für die Zukunft der heran
wachsenden Generation, als das wüste
Geschrei und die empörenden Mißhand
lungen des Volkes von Seiten der Tcm
pcrenzlcr und Mucker in den Ver. Staa
ten. Turch jene Geschichlssaljchungctt und
Entstellungen der classischen Literatur
werden die UrZhcilsloscn verwirrt und
der Jugend werden Betrug und Lüge
als pvsitivcWahrhelten eingeimpft. ES
ist uicht zil leugnen, daß diese Indivi
duen, welche die absichllichc Eorlumpi
rung histoiijchcr Thatsachen und die
willkürliche Verunstaltung bedeutender
classischer Werke, betriebe tm Besitz
nicht unbedeutender "Kenntälsse sein
müssen, aber daS ändert nichts an der
Sache.
Durch Verbole in gesetzlicher Form ,st
diesem' culturfcind liehen Treiben nicht
leicht bcizukommcn, wohl aber durch die
ernsten Mabnungcn solcherSchriftstcller,
deren Begabung und Ehrenhaftigkeit
über allen Zweifel erhaben ist und welche
im Stande sind, die Haltlosigkeiten sol
cher versuchten Fälschungen klar nachzu
weisen und übrigens ist auch die classi
sche Literatur Deutschlands viel zu reich
haltig und ihre Wirkung auf das Volk
zn allgemein verbreitet, um von diesen
Vcrdummungs-Aposteln vernichtet wer
den zu können, denn roo sie an einer
Stelle das Licht avszeblasen zn haben
glanben, leuchtet es an einem Dutzend
anderer Stellen wieder auf.
Ein Temperenzunfug, wie er vorzüg-
lich in Kansas und Iowa an derTages-
Ordnung ist, ist in Deutschland unmög
lich. Man denke nur an die unzähligen
Brauereien, welche in allen Städten und
Städtchen des deutschen Reiches in Be-
trieb sind und man erwäge ferner, daß
am Rhein, am Neckar, am unteren Main
und seit 1371 auch an der Mostl die
Existenz maulender von Familien von
dem Ertrag ihrer Weinberge abhängt
und l'.',an bedenke, daß. trotzdem Wc u
und Bier das tägliche G, tränke der gau-
zcn Bevölkerung ist, dennoch Trunken
bolde eine seltene Erscheinung sind und
daß man dort nicht, wie es in den Pro-hibilionS-Slaaten
keine Seltenheit ist,
bei dem geringsten Anlaß nach dem 3ic-
volv.r oder dem Messer greift.
Wenn es in Deutschland eme Regie
rung magen würde, die Brauereien und
die Wc.nsellcr schließen zu wollen, noch
dazu, ohüe di" Besitzer dieser Betriebs
zweige jür ihre ruinirten Geschäfte ct
sä.'igrn zu wellen, so würde die Ent
rüstnng der garzen Bevölkerung wie ein
Orkan dahinbrausen, der mit allen
Bajonetten nicht t beschwich
tigen wäre, und da uiiic Mili-
tir, vom General bis zum jüugstcu
Tambour herab, würde den Gehorsam
verweigern, aber hier in unseren P:o-Hibitions-Staaten
dürfen ein paar Im.
täte Polizeilümmel die Bürger, die im
Verdacht stehen, irgend ein geistiges Ge
trank im Hause za haben, mißhandeln
und ihre persönlichen Rechte mit Füßen
treten.
Die Jesuiten und die Mucker a Ia
Stocke? und Konsorten sind viel zu ge
scheut und zu schlau, um in solcher bru
talen Weise', ihr der Cultur und Auf
klärung feindliches Ziel erreichen zu
wollen, sie sind nicht so dumm, wie un-
sere Temperenzler u id Mucker, die eine
intelligente Bevölkerung erst ii;s Gesicht
schlagen, um sie nachher zu ihrem Blöd
sinn bekehren nnd ihrer unveräußerlichen
Rechte berauben zu können.
In Teutschland können die Feinde
der Aufklärung nur durch höhere Jntelli-
genz, durch den unwiderlegbaren Hin
weis auf unumstößliche historische That
sachen und durch die gesunde Vernunft
erfolgreich bekämpft werden, aber diese
Mittel wirken, wenn auch sicher, doch
nur langsam: hier in den Ver. Staaten
m iß die Bekämpfung der Finsterlinge in
einem schnelleren Tempo verlausen.
Einem Stier das Einmaleins begreif
lich machen zn wollen, wäre eine ganz
vergebliche Mühe, weil er eben weder
einen Zahlenbegrifs noch Verminst hat
nnd ebensowenig ist anch den Fanatikern
nlit Bcrnunstgründcn bcizukommcn, weil
sie diese Begabung aller normalen Men
schenkinder nicht haben. Dieses Gcsin
dcl kann nur dadurch unschädlich sür
das Gemeinwohl gemacht werden, daß
man ihnen ihre politische Macht nimmt,
denn nur durch diese können sie den
Kopf über Wasser halten.
An feilen und charakterlosen Hand
werlspolitikern fehlt es in diesem Lande
leider nicht- Diese Gesellen, denen
Ueberzeugungstrenc und Ehrgefühl nie
mals im Wege stehen, sind die einzige
Stütze und Hülfe der Finsterlinge, denn
ihr Toben nnd ihr unsimiiges Ge
plärr bringt keinen einzigen vcrstän
digcn Menschen auf ihre Seite.
Diese fragwürdigen Politiker sind zwar
zu jcrcm Dienst bereit, ohne darnach
zu fragen, ob das Verlangen, welches
an sie gestellt wird, recht oder unrecht,
vernünftig oder unvernünftig ist,aber
man kann sich nur so lange auf ihre
Treue vcrlaßen, als sie gut bezahlt wer
den ; diese Zahlung kömmt aber nicht auö
den Taschen der Mucker und Temper
enzler, sondern auS den Staatskassen,
welche die Steuerzahler gefüllt haben,
also besolden die steuerzahlenden Bürger
in der That Diejenigen, welche sie ihrer
Rechte berauben wollen.
AuS dem Obigen geht klar hervor, daß
Politiker dieses Kalibers fern von den
Legislaturen gehalten werden muffen,
daö ist aber nur dann möglich, wcnn
alle verständigen uid selbstbewußten
Bürger einig sind irCü il.rer vollen
Bürgerpflicht Genüge leisten.
In Deutschland kaun den Finsterlitt'
gen nur durch die energischen Bestrebun'
geu der höheren Intelligenz Schach ge
boten werden, in unserer Republik muß
es der Stimmzettel thun.
Q&innncfs Eatawla isunüberlre stich
Versucht denselben in srli.rm Scloon.
Dacher l
Sodine
Eine neue Erfindung zur Herilkklung tinti
.isscrdichle und fcucrfrittu HelidachlS. schön
billig und dauerhaft.
Zat Mailrial ii zu huben bei
XV M. C. BOEING.
No. 35 Oft Jrenlstraßt,
Hermann, Mo.
Amerikanisches Alltrl,
StaatSminifterSlaine,
selbst ein Freund der Musik, hat sich von
Baltimore ein Knabe'sches Klavier erster
Klasse, einen prachtvollen Flügel auS
Nosenholz, kommen lassen, und derselbe
ziert bereits einen ' Salon des Red
House", der Blaine'schen Wohnung z
Wasbinaton.
JnDenver lebte eine 00jährige
Wittwe mit einem 25 Jahre alten Sohne
und einer 15jährigen taubstummen
Tochter, die vor eurem Jahre von
Cheyenne dcrtbin gekommen, sehr zu
rückgezogen. Seit ein paar Tagen war
keines der Familienglieder gesehen wor
den. Heute ließ der Hausherr die Thü
ren der Wohnung erbrecken, worin sich
ein grauenhafter Anblick bot. Im ersten
Zimmer lag die Frau neben ihrem Bette
t:b: auf dem Boden, das Gesicht von
Ratten ganz zerfressen. In einem an
dern Zimmer lag der total betrunkene
Sohn ; er war unfähig, nur ein Wort
zu sprechen und wurde nach der Polizei
station gebracht. Die Frau soll 520,000
in der crs:e,r Nationalbank angelegt ha
ben. Die Familie kam aus Texas nach
Lbevcnue; dort wurde ein Sohn in oe
beimnißvoller Weise ermordet. Die
ImW ?o5tr soll über diesen
Mord Ausludst geben können, aber ihr
Geheimniß streng bewahren.
Da) e r st e Magazin, das je in
Amerika erschien, wurde ,m Januar 1741
von Benjami.r Fra ellin zu Philadelphia
unter dein Titel : L'lio General Ma
gazine Mid Jlstotical Chroniciefor
all tho liritish Plantations in Ame
rika" gegründet. Das Magazin erschien
sechs Monate lang, ging daan aber au
Mangel an Unterstützung ein.
Der Druckfehlerteufel. Ei
nem Berichte der A. Staatszeitung"
zufolge bekleidet Herr Charles öl. Fltet
das Amt eines Schmatzmeisters
der N. A. Comr.rereial Company".
Wenn letztere ein Damenelub wäre,
könnte man es eher verstehen, daß sie ei
nen Schmatzmeister besitzt, der Meister
ist im Abschmatzen. Aber unter Man
nern hat es doch keinen vernünftigen
Zweck.
Aus San Francisco schreibt
man vom 16. d. M.: Karl Forme?, einst
der größte Bassist der Welt, starb gestern
in dieser Stadt. Er sang noch gestern
Abend im Bijou Opernhause in der Oper
Der Barbier von Sevilla" und ver
kühlte sich hierbei so stark, daß er nach
der Vorstellung sofort zu Bette gehen
mußte. Formes hat die letzten Jahre
hier Musikunterricht ertheilt.
Der ursprüngliche Pranger
und Prügklpfosten in Philadelphia stand
in der Mitte der Market Str., zwischen
der Front ud Zweiten. Später, um
das Jahr 1705, wurden diese Institute"
nach der Mitte der Market dicht unter
halb der Dritten verlegt. Im Jahr
1729 verstieg sich ein Dichterling zu der
Leistung, den Pranger und Prügel
Pfosten in Bradford's Mercaiy" in
Versen zu besingen.
Jetzt sieht der A berglaube
auch Elsenbahn-Gesenster. Ein Gespenst
so behaupten der Lokomotivführer und
der Heizer eines täglich um halb 7 Uhr
Abends von Lincoln in Nebraska abfah
renden Zuges soll diesen Bahnzug
zwiscben Elkhorn und Fremont in ge
nanntem Staate begleiten. Der Heizer
Henry Eonley will das unheimliche We
sen, das schattenhaft neben der Lokcmo
tive dahinschwebe, zuerst bemerkt hab,n,
und es setzte ihn so in Angst, daß er seine
Stelle niederlegte. Auch andere Zugbe
dienstete wollen das Gespenst gesehen ha
bcn und glauben, daß eö der Geist eines
von dem Zuge getödteten Mannes sei.
Buffalo JoneS" aus Garden
City in Kansas hat von Geo. Benson in
Maniteba wieder 34 Büffel gekauft und
ist mit ibnen eben unterwegs nach seiner
Büssel-Farm. Benson behauptet, er
habe die ganze eeroe ikrvirgezucyiei uno
sämmtliche 24 Stück seien Nachkommen
eines jungen Paares, das er vor 10 Iah
ren aefanaen habe. Jones zweifelt je-
doch an der Wahrheit dieser Behauptung ;
er ist vielmehr der Ansicht, daß in dem
kanadischen Stony - Mountain - luvtet
noch ziemlich viele Büffel Hausen, und
daß Benson seine Heerde dort nach und
nach eingefangcn bat. Die 'utfel koste
ten 300 ras 5iu. EZ war ein
schwere Arbeit, sie .'.ach der Bahn zu
bringen, da sie außerirdcntlich scheu sind
und bei dem geringsten Anlaß durch
ainaen. Jones liefert fast allen Mena-
aerien der Welt Büffel ; auch Buffalo
Bill bezieht feinen Bedarf von ihm. Hie
und da schlachtet c? eiiicn jungen und
saftigen Büffel, dessen Fleisch dann m?g'
liehst theuer zum Braten verkauft wird.
Eine peinliche Ueberra
s ch u n g wurde kürzlich den Bewohnern
einer in Baily in Bcrrs County in
Pennsrzlvaaien gelegenen und von dem
55esuiten-Orden aehöriacn Farm ;u Theil.
Als nämlich ein dort überwinternder
Landstreicher i
gelegenen v
rn erncm neben der ucye
gelegenen ZZanme mit dem crilemern
von Baumstämmen beschäftigt war, ver
nahm er plötzlich ein unheimliches Ji
schen, gefolgt von einem klappernden
Geräusch, und ehe er noch wußte, wie
ihm geschah, krochen zwei etwa 3 Fuß
lange Klapperschlangen aus einem der
Baumstumpfen hervor u. d schlüpften
durch die offenstehende Thüre in die
Küche, wo sie sich z'.:sa:nmenrine.elten und
durch ihr drohendes Klappern die um den
Ofen herumsikcnde Farniersamilie in
furchtbaren Schrecken versehen. Einem
beherzten Sohne oes Farmers Bennett
gelang es indessen, die gefährlichen
Thiere mit Bcilhicben zu todten, ehe
sie irgend welchen Schaden anrichten
konnten. Ohne Zweifel hatten die
Echlangen, welche in jene.' G'gend noch
sehr zail-.eich sind, sich in den Baum
stum?s zum Winterschlaf verkrochen und
waren in dem erwärmten Raume, in
welchem asHolz,ausgeschi.h'et war. wie
der erwach-.
i
.
dr beste für iebt Bodenart und
Ilimaverbältniffe. indem r im
L.
zioroen gkjogcn ii.
39 Vattttt rsckider
früher GmüsTamn
portofrei Sl.OO.
33 Vadett schöner Blumen
anten portofrei l.OO.
Mein Teutscher üataloa wird
Jedem der dasiir schnitt, gern
zugesandt. Die bedeutend
deutsch Samenhandlung in
SSSSä3dSr"'W.v.
Ä
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T
m k
-et-'
i
tvffeln. Alee, Sra. und ?uttrpflan,eSnen in
röüesler vorratd Bon Aas. Sei. Br.rm mar.
wwkQinn jut jiatoiOff.
MAAMMWWU
S.
äyv&u iuwmxiiu
- r, ; . mtibKtferi. '
Set fingen.' Ende Septemkn
wurde der Bauer Peter Renz als Leiche
aus dem Neckar gezogen und man nahm
damals an, derselbe sei i der Dunkel
heit in'S Wasser gefallen und ertrunken.
Nun aber scheint der Fall eine andere
Wendung zu nehmen. Ein in Ludwig
bürg wegen Fahnenflucht in Hast befind
licher Soldat, aus Swttgart gebürtig,
hat angegeben, daß er am Sonntag den
29. September mit dem Bauern Renz
in Streit gerathen sei und denselben bet
diesem Anlasse in den Neckar geworfen
habe.
Ebersbach a, F. Ueber dem
Schicksal der hiesigen Kunstmühle scheint
ein eigener Unstern zu walten. Inner
halb 30 Jahren wechselten auf derselben
8 Besitzer, welche sämmtlich mit Konkurs
endigten ; einmal ist das Anwesen auch
abgebrannt. Der gegenwärtige Eigen
thümer, welcher erst seit ca. 3 Jahren
hrer ist, hat ebenfalls ganz unerwartet
den Konkurs angemeldet.
Münsingen. In einer gemein
schaftlichen Sitzung der bürgerlichen Kol
legien wurde einstimmig beschlossen, der
Regierung die Kosten für die Vorarbeiten
und die Bodenerwervung zum aynoau
anzubieten und dieselbe um schleunigste
Inangriffnahme dr Bahnstrecke Klein
engstingen Münsingen zu ersuchen.
Sa lg au. Die bürgerucoen oue
aien haben die Ausführung einer Was.
serversorgung mit einem Gesammtauf,
wand von 30.000 VR. einstimmig aeneh'
miat. Die Gemeinde hat zu diesem Be
Huf Quellen bei Bogenweiler erworben.
Tuttlingen. Wegen fortgesetzter
Diebstähle von Gels aus der Kasse der
Firma Jetter und Schcerer tourde der im
Geschäft angestellte Kommis Gustav
Adolf Nenz verhaftet.
lsk.tl,rig.
Straßburg. Die Leiche deZ vor
einigen Jahren von den Anarchisten Kam
merer und Stellmacher beim Pulver
thurm am Spitalthor ermordeten Sol
daten Adels vom Rheinischen Infanterie
Regiment No. 25 wurde vor Kurzem mrt
allen militärischen Ehren vom St. Ur-k,n-
um Mlitär.5?rledbofe überführt
Buchsweiler. Die Eisenba.hn
strecke von hier nach Jngwerier rn vre,er
Tage dem Betrieb übergeben worden.
Schleithal. Schon längst ,st ver
N,ubau eine Slbulbause von der
Oberbehörde als dringende Nothwendig-
.:i tnX Vipv sifontrtnfoefcebördf.
4111 iiiitiwi v v. " - - - 7
ur Ausiubruna emvsohlen worden.
Trotzdem hat die Mehrzahl der HSchstbe,
foiirtn und des KemeinderatbS die Mit
tel dazu nicht bewilligt, so daß die R
i,kna aenölbiat war. den Gememve
rath aufzulösen und eine außerordentliche
vommiflwn einzulegen.
cstrtch.
Wien. In einem kleinen Gasthofe
vor der Favoritenlinie hat ein junger
Italiener, Namens Vinzenz Morelli,
- . . . m iii.. tr
eine angevucve junge isamn, e;c
ährige Emma Ferletti, und dann sich
elbtt durch Revolverschüsse getödtet.
Mißlicher VermSgenSverhältnrsse wegen,
machte der Tuchhändler I. Thieber sei
nem Leben auf gleiche Weise ein Ende
Freiwald au. In Setzdorf fand
man in den Kalksteinbrüchen des Stefan
Feit eine noch ganz jungfräuliche Trop
steinhöle mit herabhängenden und auf
strebenden Gebilden.
Laib ach. Auf dem Platz vor der
Landwehrkaserne wurde benn Exerzieren
der Gefreite Jgnaz Bertnil von einem
Landweyrmann, ver vergeben yarrc, eure
scharfe Patrone aus dem ause zu enr
fernen, erschossen.
Gran. Als in Kesztölcz die Leiche
deö plötzlich gestorbenen Pfarrers Gas,
varik nacb bier überführt werden sollte,
n,idersekte sich dem Vorbaben das Volk,
da der Aberglaube herrscht, wonach die
Ernte vernichtet wird, wo ein Leichenzug
tühr Die Revolte konnte nur mrt
Aufwand einer größeren bewaffneten
Macht überwältigt werden.
TemeSvar. Die Anklaae gegen
den Lottosälicher Farkas lautet auf Be
trug, gegen die Beamten Szobovics und
Nüsvök. Friseur Qeraat und Frau Tel
kessv auf Mithilfe. Der gegen FarkaS
zu nachsichtig" gewesene tÄesüngnrß.Jn
spektor Adam wurde pensionirt.
echwti,.
Bern. In der Stadt Bern ist die
MnKnunasnotb :ur drinaendsten Tiaes-
frage geworden. Der Gemeinderath hat ,
durch die Organe d:r städtischen Poltzet
Nachforschung baltcn lassen nach verfüg
baren Räumlichkeiten, die nöthigenfalls
zu Wobnungen eingerichtet werden könn
ten. DaZ Resultat dieser Eti-iuete ist,
daß nur mit beträchtlichen Einrich
tungökosten etwa sechs Familie unter
gebracht werden könnten. '
Baselland. Liestal bemüht sich
um eine Wasserversorgung und hat dafür
100,000 Fr. ausgeworfen. ä)ie ueuen
sind in den letzten Wochen unterhalb deS
Dorfes Höllstein gesaßt worden. Da sich
aber die Annahme geltend macht, daß die
Quellen ihr Wasser aus dem Höllstein
Dorfbach beziehen, so soll demnächst eine
qroße Wasierprobe stattfinden, indem daS
Bachwasser mit Fluorescin gefärbt und
hierauf der Einfluß ccS Farbstoffe auf
das Quellwasser konsttirt wird.
W a a d t. In Kevey geht man mit
dem Gedanken um, zwischen VeveY und
La Tour de Peilz tinen großen Hafen
anzulegen. Nack, dem vorliegenden
Plane würde ein Hafendamm sich in ei
nem flachen Kreisdogen nach Osten er
strecken. Zürich. Die Kosten der elektrischen
Beleuchtung Zürichs werden auf 1,327,
374 Fr. berechnet. -
T o s t l u n d. Hier wird von Ostern
nächsten Jahres an auch im Religionö
unterricht in der Schule die deutsche
S-re an Steu'r. der dänischen trete,
ii de n die Regierung eine dahin lautend
Petition, die von dn Mehrzahl der Schul
nteressenten unterzeichnet war, gen eh
m gt bV.
DR. H. A. HIB3ARD,
Zahnvzt
Office im Wank-Gebäude,
IlFRMANN, AI0.
(iia voll fläadislcS Gebiß 5I0.V0.
Züid) ufj'i tttx Zclnkß atgrbrochkne
Zähne lonnkn zu ihrer nalürlichkn gorm auf,
gebaut werken.
Bauholz !
Ich bade soeben an der Sdt der Front und
Markisiraße. in Lema v, eine neue Bcuholj
handiuna rirffiiet und treibe durch mäßige
Preise und reelle T'ediegunq, die Gunst
eS Pildliknm? zu ererb,n suchen.
Schindeln, '.'aden. Thüren. Fenster,
Flooru'.g und üic.haupt alle Arten
Baumöl', gut n.d billig.
Sprecht vrrnd lkrt'i i,?r Pieisk kenne.
I
ftbS2 89
Hermann, Vlt
etttKtti.
Köln. Im tiefen Wallgraben am
Sachen Thrr wurde em Liebespaar,
dai dort verbotene Wege gewandelt,
schwer vetletzt aufgefunden. . Der junge
Mann, ein Kaufmann aus Nürnberg,
ist dem 'erlittenen schadetvrucy nn
städtischen ! Krankenhause erlegen, daS
Mädchen,' ein Dienstmädchen auS So
lingen, hat einen Belke.rvrucy erruren.
Aachen. In dem Prozeß, welchen
mehrere angrenzend; Gemeinden, speziell
Haaren, gegen die Städe Aachen-Burt
scheid wegen Verunreinigung der
.Wurm" ange rrengr rauen n
f r ... r ? au 1
erne untiqjeioung erjergi, ju
Gunsten der Kläger ausgefallen. Burt
scheid will nrn auf einem dazu neuange
kauftn Terrain bebuf, Reinigung deS
Baches ine Masserkläranstalt" errich-
ten.'
Elberfeld. Die Gendärmerle,
welche zur Aufrechterhaltung der serv
nung am Landgerichtsgebäudt während
des Sozialistengeseöes hierher beordert
war, ist zum weitaus größten Theil in
ihre Standquartiere wieder entlassen
worden.
Gaugelt. In d?r Nähe von Wehr
wurden letzthin 8 -'J Soldaten gesehen,
die dort über die Grenze setzten. Es sol-
len Deserteure v.n ixll. ompagnre
des C . Regiments g weien lein, von
dem 10 Ma in vsn einer Korporalschaft
gleichzeitig de'ert.rt w. s llen.
Vrovi'i Z Vt'il:n.
B u n zl a u. Der Allsstand d
Tö,fergesellen geht seinem Ende entge
gen. Ein großer Theil der Gesellen hat
die Wiedera-lfnahme der Arbeit beschloß
sen.
D itteröbach. Die neue katho
lische Kirche wurde von dem Domkapitu
lar Dr. Franz axi BreSlau feierlich ein
geweiht. . Görlitz. Beim Abschachten von
Sand in der Rothenbrgec Straße wur
den die Fundamente des früheren Hoch-
'cerickts aufgedeckt, sowie auf der ehema-
nvn-i!ii. t:. ii .t -.ri w.r.rcri.
Itgeniuarjiaii: o.c utöiii:nei'ct m:t.,i
Gerichteten, der Ketten und des Gal
gens. G r o t t k a u. D.'r Bau der Eisen
bahnstrecke Grcttkan Strehlen wird im
Januar beginnen. '
Königs Hütte.' In Klimsawrese
hat ein Fleischermeister in der Trunken
heit seine Frau erschlagen; er wurde
alsbald verhaftet.
Laurabüt tc. Der seit vier Wo
chen vermißte Kaufmann Mannaberg ist
im Teich des Hüttenwerkes, mit Steinen
beschwert, aufgefunden worden. Anfchei
nend liegt ein Aervremen vor.
Löwenberg. J i unserem Kreise
kommen jetzt so viele ländliche Besibun
gen zum nothwendigen und freiwilligen
Verkaufe, irie fasi nie mvor. Der
Hauptgrund zu dieser Erscheinung liegt
wahrscheinlich in der schlechten Getreide
und Kartorzelemle.
Vrovi, k!,öw a-,Hiftei.
A l t o n a. Der General der Heils,
armee" war hier letzthin anwesend, um zu
versuchen, dieie b: auch vier einzuführen.
dock, soll dieser Vlan nacb den bier ae-
sammelten Erfahrungen aufgegeben sein.
Kiel. Am Ka al wurde die Leiche
eines Kanalarbeiters aus der Baracke
Landwehr mit zwei Stichwunden aufge-
funoen ; auen üu'zelcyen nacy rregr yrer
Meuchelmord vor.
N e u m ü n st e r. Die Herren von der
Direktion der westholsteinischenEisenbahn
haben sich nach Berlin begeben, um beim
Eiscnbahnminister v. M.hbach wegen
. . , i l , ft ft
der eruaakllcvug oiejer aon voriieuig
zu werden.
U k. Wie unlängst die JriedenSeiche"
ist setzt auch die riedenslinde von
ruchloser Hand zerstört worden. I i letz-
ter Zeit war in der Gemeinde um rein
deutschen Schulunterricht petitionirt wor
den, auch sind Beiträge zur Anschauung
einer Schulfahne gesammelt.
Provinz Oestsale.
Arnsberg. In Neheim '.e
Leiche eine? kürzlich verstorbenen Virths
wieder ausaeqrade.i worden, da man
seine Frau im verdachte hat ihn vergiftet
zu haben, um sich im Best!) der hohen
Le'enS.-esicherungösu!nmezu ;:;m. Auch
die Leiche des erten irl;c:-;at'eii der betr.
Frau soll au?gezrav'. werden.
Bielefeld. Der berüchtigte Ein
brechcr Kreutzman'', welcher vor einiger
Zeit aus dem La,td,p -rlchts Gefängnisse
ausgebrochen war, ist in Hanburg ver-
ha tet woid.m.
Dortmund. ('). :fte;i den Millionär
und Stadtvrro deiir Ä),nke ist eine
Untcrluchna wea.-.r jahrelang sortge
setzter Steucrhinter,ziehnnzkn eingeleitet
worden.
S ch a l ck e. Bci einer Kindtauffeier
wurde der Berginziin Franz Student aus
epe von einem Iestthcilnehmer er
schlagen.
Mitten. Der Maschinenwärter Pe
ter Bahr in Pommern feierte letzter Tage
seine Hochzeit, am folgenden Tage die
Geburt eines Sohnes uns am Abend des
gleichen TazeS wurde er von seinem
Schwiegervater Friedrich Backhaus er-
stechen.
ttiSltntut.
Schwerin. Der WaisengerichtS
sekretär Karl Jahr beging kürzlich sein
SOjahriges Amtsubiläum. Nicht nur
von den Mitgliedern des Magistrat und
dem Beamten-Personal wurde der Jubi
lar beglückwünscht, auch die verschieden
sten städtischen Berufslreise, mit welchen
er während seiner langjährigen amtlichen
Thätigkeit in Berührn g gekommen ist,
gedachten seines Ehcentages. Von
Groseherzog wuroe ihni die silberne Ver
dienstmcdaille verliehen.
Neustrelitz. Ter Kammer-Unter
offizier Sergeant Kiple von der 8. Kom
pagnie des hier garaisonirenden Batail
lons wurde dieser Tage erhängt auf dem
Boden der Kaserr.e aufgefunden. Ueber
die Motive de, Selb'tmordi ist bis jetzt
Näheres nicht bekan t.
Tic neue
U&iQXk NliljMl.schilll
mit all ihren neucstk Perbessernrg'u tü die
beste Nähmaschine im Markte und 'dadet s,b,
daurthait und billia. Wer seiner ZZrav ri,
Atdeii rrkeichier.1 w,U der kaufe ihr cine Uicn
?,'öhmachine, die ur zu baden ist bei
BlVL33CLr,
lljanSl V e rgcr, N
z-M
'
- !VÄÄ
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-n" -OM
-
Gemeinnütziges
k i - t b e O.. Ein seir woblfciles
und nützliche? Getränk bei Erkältungen,
Mebern und zreyenven cymerzen in vrn
(Sliedern ist der Kkienthce. Denselben
stellt man in folgender Weise her. Man
bringt lütter Wazier ur.o ti;t yano
voll Wenenkleie aus Feuer und läfet
diese Mischung eine Halde Ctu de lang
lochen. Alsdann feiye man ire vurcy ein
lementi Tucb und trinke Ns entweder
ohne allen Zusatz oder versüße sie zuvor
mit Zucker oder Honig. Dieser Thee ist
auch allen Dene i zu empfehlen, welche
an Verstopfung leiden.
flut Verhütung be
Kessel st eines legt man ein
Stück Zink in den effei, over
man reibt die Kesielwä de im Innern
sorakältia mit autem Theer ein. De
Haen setzt dem Wasier, bevor es in den
Kessel gelangt, vhlcdarnn:o u ig in ge
nügender Menge zu und fügt dann unter
sortwäyrenvem umruyre.iarrmira) y,n
u, bis man bemerkt, raz ver cieoer
thlaa sich rusammenballt. d. b.bis derselbe
nck tuntr Rube als deutlich wabrnehm
bare Flocken in der sich klärenden Flüs-
sigkeit schwimmt und nq razcy zu Vvoen
setzt. Hierdurch werden in einer Ope
ration kohlensaurer Kalk und Gyps ab-
geschieden.
Ein Sverikikum aeaen Husten
ift ein Thee von Haerstroh, der sich selbst
in der ärmsten Hü'te beschaffen läßt.
Derselbe wird folaendermaen hergestellt:
Man schneidet das trockene und reine
Stroh von gemeinem $2&',tx tAvena
Sativs) zu Hicksel und kocht diesen in
etwas Wasser ab. V biuet sicy em
bräunlicher Thee, dessen Farbe etiraS
beller 'aussteht, als die. des schwarzen
KaffeeS. Sezt man etwa; Zuaer zu, o
wird der fade Geschmack dcsf.lden ve'ei
tigt. Der lästigste Husten wird durch die
ses einfache Mittel, wenn n,an Morgens
und Abends eine Obertasse voll trinkt,
oft fchsn in 3 bis 4 Tagen geheilt. Die
ser Thee hat auß:rdem den Vorzug vor
anderen Heilmitteln, ras er m jeoem
Alter wohlthuend wirkt; selbst gegen den
Kehlkopfs- und Rachenkatarrh.
Alumendüfte gegen Schwind-
sucht. Man hat neuecdings in Ersah
ritna aebrackt. da der Woblaeruch der
Blumen und die aus denselben destillier-
ten Parfüms einen gefunvyeltsforvernven
föinftu&auf dui N'.enlchlichen Organismus
ausüben nnd als cin nicht zu verachten
des therapeutisches Mittel zu betrachten
sind. Dr. Ungerer behauptet, daß der
Aufenthalt in einer blu:nei'rnfterfüllten
Atmofphäre einen Schui; .n Lunaen
krankheiten gewahre und sogar die Wenn
entwickelung einer schon in den ersten
Stadien vorhanden e,i Lungenschwind
sucht verhindere. Als Beweis dieser Be
hauptung weist der genannte Arzt auf
die Thatsache hin, daß in dem französt
schen Departement La Grasse, woselbst
die Herstellung von Blumeiiparfümerien
ein Hauptbeschäftigungszweig der Be
völkerung ist, die Lungenschwindsucht
selten oder nie voreommt, . Dank der mit
dem Dufte der Blumendestillakionen er
füllten Atmosphäre.
Da Soxhietische Versah
ren Milch, so zu behandeln, daß sie tage
lang ohne wesentliche Veränderung für
Auge, Geschmack und Geruch aufbewahrt
werden kann, besteht in einer Kochung
der Milch während längerer Zeit, wo
durch die Gährungserreger getödtet wer
den. Dann wild auf das Peinlichste
jeder Zutritt von Lust und damit des
Milchstäbchenpilzes (baotsrium lacti
curn) verhindert. Die Anwendung so
behandelter Milch ist nicht empfehlen
werth. Denn dieses Verfahren verhin
dert wohl vorzeitige Währung der Milch,
bringt sie damit aber in eii.en Zustand,
welcher sie schwer verdaulich macht. Es
ist der besseren Verdaulichkeit wegen in
diesen Blättern schon wi.dnholt empfoh
len worden, die Milch an die Kinder
roh und nicht gekocht zu verabreichen.
Nur sollte man sich Ueberzeugung da
von zu verschaffen suchen, daß die ge
lauste Milch von gesundem Vieh her
rührt. Das sogenannte Anlaufen
silberner unv plattirter Gegenstände
wird vergütet, wenn man die Sachen
mit einem dünnen Anstriche von Collo
ium versieht. DaZ Collodium ist in
Alkohol zu lösen, jedoch mi beim erst
maligen Bestreichen der Ucberz lg gleich
in der gewünschten Stärke aufgetragen
werden, weil beim nochmaligen Ueoer
streichen gewöhnlich Flecke und kleine
Bläschen entstehen.
So behandelte Gegenstände behalten,
wenn sie sonst nicht im Gebratch sind,
Jahre lang ihren reinen Metalglanz.
Sehr vortheilhaft ist dieses Verfahren
namentlich bei Denkmünze ?, Punfchgefä
ßen,Talaufsätzen u.dgl., welche nie over
nur selten in Gebrauch genommen wer
den, aber in Glasschränken oder offen
stets zur Ansicht stehen, und welche durch
öfteres Putzen viel von ihrer urfprüng
lichen Schönheit verlieren. Der Kollo-dium-Anstrich
kann übrigens zu jeder
Zeit entfernt werden, indem man den
betreffende., Artikel in heißes Wasser
eintaucht. In New?)ork und London
sind in den größeren Etablissement all
Silberartige!, welche i i den Schaufen
stern ausliegen, auf folche. Weife ge
schützt. Furchtbare Wirkung.
Vor den Gerichten zu C . . in Süd
carolina spielte ein Ehescheidungsprozeß.
Als Beweismittel hatte der Ehemann
beimlich eine Gardinenpredigt seiner
F.au durch einen Edison'schen Phono
graphen aufgenommen und ließ dies
nun vor den Richtern wiederholen. Die
Wirkllnz war außerordentlich : Richte
und Zuhörer stürmten aus dem Saal,
der Gerichtsschreiber siel in Ohnmacht
und cin olyeidiener, dessen Hochzeit in
den nächsten Tagen beoorstand, macht
einen Selbstmordversuch.
Christian Lcibach
chtthmacher,
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lU ich zur kurnriiau. segr Vaaentetde
und DetelUit eingm,. Ich kamt diefel
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Vri, Jtl 5 Juni, 188 '
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den und tat., ich haltt Mtt a Dr. na.
Atnig' Hd Trips t Hanse, da
sie in derarktg gällnt i ttc ftt)lbt ttti
tel sind nnd kann ich diese nur kaxfcyl.
W. Lindi,.
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Vt Hipe, ich., Z ffet
Lo? 14 Zahre litt iö einem scher Vka
enleede und ,lauvte sa),n ich wäre de Tod
ade. Da er ich ,uftlltg D,. ,
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brauchte 6 Flasche und wurde ollftindig alt
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Bremen nnd New York.
Ii'e beröhmttn Schnelldampfer .
.ller. Tr&ve, Saal, Erns, EiJ
Werra, Fulda, Lhn,Elbe.
Sonnabends und Mittwochs rc?.
Bremen.
Sonnabend? und Mittwochs räch
New York.
lkkr beauea kür Reisende, fr
lege nnd o Bremen ans ka,
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l.v. rS.tk....t4i4 nnh nr TTI ikiktt.
lu n irv, f... " .
Die Schaelldamxfer de Nordd tsche
in mit deioueerex Verua"
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