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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, May 14, 1897, Image 3

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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ülü. (t'.XT. :r.:-. 'o.
Argusangen.!
Noman von Paul Oskar Höcker.
(9. Fortsetzung.)
.Glücklich vereint. Vor längere?
Keife dankbare Abschiedsgrüße. Fe
licia." Dietrich Kleist laS die Depesche und
Nichte sie den Anderen.
.Sie muh sich sehr sicher fühlen!"
meinte Stanway.
Der Commissar schüttelte den Kops.
.Sie stehen dicht vor der Flucht auZ
Europa. Vermuthlich ist ein Übersee!
sches Land ihr Ziel, von dem aus sie
nach ihrer Heimath nie wieder zurück
zukehren gedenken."
So heißt es eilen, sie einzuholen!"
rief der Amerikaner. .Denn wenn sie
erst fremden Boden unter den Füßen
baben, ift ihre Festnahme bei weitem
schwieriger."
.Jedenfalls werde ich heute noch
einen VerhaftZbefehl zu erwirken su
chen." Die beiden (Kriminalisten verließen
das Ehepaar ohne langen Abschied.
Weinde! begab sich spornstreichs zum
Landrichter Fresentus, während Stan
way sich in's Bureau der englischen
Dampfschiffs . Gesellschaft verfügte.
ch
Sonnabend, IG. März, gelangten
an Äord des Salondampfers .The
Solent" zwei elegant auftretende Ver
qnügungsreisende zur Rhede von
Portsmouth. Niemand keiner der
auch ob ihrer Findigkeit so berühmten
englischen Constablers und Deteetivs
hätte in dem vornehm equipirtenPaare
die beiden Hamburger Kriminalisten
wiedererkannt.
Mr. Stanway hatte das Air eineö
richtigen Globe-Trotter"; Weindel
aber konnte mit seinem wettergebräun
trn Teint, dem kräftigen, martialischen
Schnurrbart sehr wohl für einen deut
schen activen Hauptmann oder Ritt
meister aus Urlaub gelten.
Da der Criminalcommissarius
Portöinouth noch nicht kannte, so kam
ihm die sachkundige Führung des weit
gereisten Amerikaners sehr zu statten.
ist nicht anzunehmen." sagte
Mr. Stanway zu seinem Begleiter,
.daß das iunae Paar sich nach der
Landung in Portsmouth in der Stadt !
selbst aufgehalten haben sollte. Ports- '
mouth bietet gewöhnlichen Besuchern
nicht viel, es ist entschieden nur Kriegs
Hafen. Nun. und für die königlichen
Schiffswerften in Porthea. die 'Forts
von Gosport und die in'A Meer vor
eschobenen. auf Sandbänken errichte-
en Panzerthürme, die d!n Hafenein-
oang vertheidigen, durften die Herr
schasten wohl ebensowenig Interesse ge
habt haben. Ich nehme vielmehr an,
daß sie sich sofort nach der Landung
am Mittwoch nach Southsea begeben
haben."
Southsea ist eine südöstliche Vor
stadt von Portsmouth und gilt als
sehr beliebter Badeort?"
Ganz richtig. Herr (Xommiffar.
lind es erscheint mir am Wahlschein
lichsten.daß das Paar dort seine Trau
ung bat vollziehen lassen."
Nicht auf der Insel Wight?"
Stanway schüttelte den 5iopf. ..Die
Ueberfahrt der The Solent" soll sehr
stürmisch gewesen sein. Felicia Veyer
mag nicht wenig unter der Seekrank
heit gelitten haben. ES wäre also ganz
natürlich, wenn die junge Dame zu
nächst eine unüberwindliche Abneigung
gegen eine erneute, wenn auch noch so
kurze Seefahrt geäußert hätte. Das
nahe gelegene Southsea mag dem
Paare damals als besonders be
quem erreichbar verlockend erschie
nen sein.zumal der weltberühmte Win
tergarten des Bades ihnen dort zur
festlichen Begehung der Hochzeit zur
Verfügung stand."
Gegen die Ausführungen des Ame
rkkaners wußte Weindel nichts einzu
wenden. Das Paar fuhr mit der Vor
ortbahn also zunächst nach Southsea
und suchte dort das luxuriöse Bade
Hotel auf. Nach kurzem Aufenthalt
hatten sie alles Wissenswerthe erfah
ren. Felicia Veyer hatte den Wintergar
ten von Southsea schon als jungeFrau
besucht da ihre Trauung mit dem
Director Hüttl sofort nach' der Lan
dung in der St. Thomaskirchc stattge
funden Katte. Das junge Ehepaar
batte sich in Southsea aber nur bis
Mittag aufgehalten. Nach denl Früh
stück, das es in der Glasveranda des
Badehotels eingenommen, war es auf
dem direktesten Wege nach der Insel
Wight gefahren, indem es Wahlschein
lich die Dampffähre von Portsmouth
benutzte, die zur anderen Seite des Ha
fens. nach Gosport, der Zwcigstation
für Southampton. führt. In GoZ
Port fand es jede stunde Anschluß
mit der Bahn nach Alverstoke. von wo
aus die kürzeste Dampfschiffsoerbin
dung mit der Insel Wight stattfindet.
Die beiden Criminalisten nahmen
diese Tour und landeten schon Nach
mittags in Ryde. einem Hc:uptbadeort
der Insel.
Es fragte sich nun. ob das Paar sich
von Ryde aus westlich nach der Haupt
ftcidt Newpori begeben und von dort
vielleicht einen Ausflug nach dem viel
besuchten Badeorte Eowes unternonl
men habe, um sich daselbst Osborne,
den prächtigen Landsitz der Königin
Victoria, anzusehen, oder ob es etwa
den 2lufenthalt in einem der südlichen
romantisch an der malerischen Felsen
kllste gelegenen kleineren Badeorte vor
gezogen habe.
Auch hier zeigte sich Stanway als
Menschenkenner und namentlich als
Kenner der deutschen Charakter-Eigen-thümlichkeiten.
Ihre Landsleute." sagte er lächelnd
zu .Weindel. haben von Alters her
einen geradezu überraschenden, sehn
süchtigen Drang nach den weichen, üp
pigen Reizen südlicher Gegenden. Ich
glaube nicht fehlzugehen, wenn ich die
Vermuthung ausspreche, daß auch
Hüttl und seine junge Frau größeres
Interesse für den romantischen und im
Klima fast an Italien erinnernden
Süden der Insel gehabt haben mögen,
als für die mehr äußerliche, fast welt
städtische Pracht von Cowes."
Die beiden Herren entschlossen sich
daraufhin. Kon' Ryde aus zunächst die
Eisenbahn nach Brading zu benutzen.
Von hier aus unternahmen sie den von
dem Deutschen bevorzugten Ausflug
nach den Culver Cliffs" im Osten der
Jnsel.den sehenswerthen Kreidehügeln,
die in oft imposanter Höhe quer durch
das Eiland einem Walle gleich sich bis
zum äußersten Westrand der Insel, zu
den zackigen.von den Meereswogen 5er
nagten Needles". hinziehen.
In dem noch südlicher gelegenen
Sandz?untde.cUen die .Cimmalisten
die erste Spur der Flüchtlinge. Die
Sorglosigkeit, mit der sie reisten, zeigte
sich schern darin, daß sie sich nicht ein
mal emes fremden Namens bedienten.
Nun war kein Zweifel mehr, daß
eZ den Argusaugen der Verfolger ge
lingm werde, auch bald das verbreche
Tische Paar selbst ausfindig zu machen.
Ihr nächstes Ziel war der Seebads,
crt Ventnor. Da die .Saison" noch
nicht begonnen hatte, war es eine
verhältnißmäßig geringe Arbeit, die
Fremdenbücher der Hotels durchzuse
hen. Im Palace . Hotel erfuhren sie denn
auch alsbald von dem Secretär. daß
das junge, deutsche Hochzeitspaar, von
einer Partie nach dem Boniface-Dower
kommend, dem vielbestiegenen, höchsten
Punkt der den Süden der Insel ein
nehmenden Hügelreihe, zwei Tage hier
zugebracht, dann aber nach dem unfern
elegenen St. Lawrence weitergezogen
Sofort machten sich die beiden Ver.
folger dahin auf.
Die Flüchtlinge hatten sich in der
That das hübscheste Fleckchen auf der
ganzen Jnfel ausgesucht. Durch sein
mildes und gesundes Klima genießt
der südliche Theil von Wight.der durch
die steilen Felsmauern gegen kalte
Winde vollkommen geschützt ist. einen
Weltruf.
Hier in Lawrence aber schien's schon
eradezu Sommer zu sein. Myrthen.
xuchsten. Vcrbenen und andere eroti-
che Pflanzen wuchsen hier im Freien,
ine Ueppigkeit derVcaetation berrscbte
an dem pittoresken Gestade wie an der
Riviera. am Golf von Neapel oder auf
Sicilien.
Das Badeleben befand sich noch in
der ersten Entwickelung. Dennoch fan
den schon häufia Concerte und Re
unions statt. Auch am Strande ent
faltete sich ein buntes, elegantes Bild.
Es ist ntcbt Art der Engländer, sich
an Fremde leicht anzuschließen. Das
junge Hüttl'sche Ehepaar blieb also
mehrere Tage lang vollkommen unbe
lästigt. Stanway und Weindel mußten, um
nicht von vornberein Verdacht zu er
wecken, die Annäherung sehr vorsichtig
vornehmen; und zwar schlug der Ame
rikaner vor. daß sich der Criminal
Eommissarius ihnen als Laidsmann
vorstellen und sie aushorchen soll-,
während er. Stanway. sie in unver
bachtiger Weise von weitem auf'ö Korn
nehmen wolle.
Zu diesem Behufe trennten sich die
beiden Genossen. Stanway bezog ein
bescheidenes 5zotel. während Weindel
sich im Ezcelsior - Pala" einquar
tierte. Beim Lunch.der in der Glasveranda
des am Strand mit entzückender Aus
ficht auf die Felsenschroffen der Ab
hänge gelegenen Hotels genommen
wurde, wußte sich Weindel in der Näbe
der beiden Deutschen zu placiren. Mit
Argusaugen musterte er das Paar
sofort aber eine harmlose Miene auf
setzend, wenn ihn ein Blick der nach
außen hin sich ganz unbefangen geben
den Menschen streifte.
Er suchte völlig unausfällig die Ve
kanntschaft der beiden Landsleute bei
Tisch und stellte sich als preußischer
Jnfankerie-Officier vor.
Felicia Beyer schien große Freude
über die Begegnung mit einem Deut
schen zu empfinden oder legte sie
wenigstens sichtbar an den Tag. Als
man nach der Mahlzeit noch gemein
sam ercn kleinen Spaziergang am
Strand machte, plauderte die junge
Frau anscheinend ganz sorglos mit
dem Landsmann, schilderte auch
als man auf die ..Stockigkeit" dcrEna
länder. ihren haarsträubenden Egois
mus und die Dreistigkeit ihres Austre
t?ns Ausländern gegenüber zu sprechen
kam in fast humoristischer Weise
manche Begegnungen auf der Reise.
Wie cs mich freut. Landsleute hier
auf Wight zu finden!" sagte der Com
missarius mit gemachte? Herzlichkeit.
Ich besuche dieInsel zum ersten Male.
Um so wcrthvollcr ist es für mich. Ge
sellschaft zu finden. Ich hätte Wohl
wenn eS nicht zu unbescheiden ist
die Bitte, mich auf einigen Particen an
Sie anschließen zu dürfen."
Felicia war damit einverstanden; da
'ie Anfrage dircct an sie gerichtet war,
'0 erwiderte sie höflich, daß es ihr und
'.hrem Gatten ein Vergnügen sein
Toürde, die Particen in seiner Gesell
schaft auszuführen. Sie warf dabei
ihrem Manne einen lächelnden, fast
schelmischen Blick zu. zuckte aber sicht
lich zusammen, als sie die finstere
Miene wahrnahm, die Theo Hüttl aus
setzte.
Gleich darauf verabschiedete sich der
Dircctor von dem Landsmann unter
einem nichtigen Aorwand. Ftticia
folgte ihre!n Gatten ein wenig bestürzt.
Weindel sah das Paar, das sich nach
dem Hotelpark verfügte, in lebhaftem,
geheimnißvollem Gespräch miteinander
die jungen, im ersten Grün sprossenden
Parkanlagen durchschreiten. Nach der
deutlichen Abweisung mußte er nun
eine weitere Begegnung bis zum Diner
verschieben.
Aber zum Aerger des Commissarius
ließ sich das junge Paar im großen
Speisesaal nicht blicken. Und als
Weindel, der das lange und theure
Menu ohne jeden Appetit über sich er
gehen ließ, einen Kellner nach seinen
Landsleuten fragte, ward ihm zur
Antwort, daß die Deutschen einen
Ausflug im Segelboot nach Ventnor
unternommen und die Absicht geäußert
hätten, von jetzt an sich die Mahlzeiten
& p;irt in ihrer Cottage serviren zu
lassen.
Das war auffällig. Sofort suchte
Weindel seinen Genossen auf. um ihm
seine Erlebnisse mitzutheilen.
Das Paar berieth die nächsten
Schritte. Stanway erklärte sich be
reit, sein Hotel zu verlassen und nach
dem Excelsior Palace zu ziehen, und
zwar wollte er eö so einrichten, daß
man ihm die kleine Wohnung anwies,
die Wand an Wand mit derjenigen des
jungen Ehepaares lag. Die Terrasse,
die den beiden Wohnungen gemeinsam
zugehörte, war sogar nur durch eine
Wellblechwand lediglich gegen Sicht
abgetheilt.
Als Hüttl und Frau gegen neun
Uhr Abends von ihrer Partie zurück
kehrten und eine Mahlzeit in dem an
die Terrasse stoßenden Wohnzimmer
einnahmen, lagen Mr. Stanway und
der Commissär in der Nachbarwoh
nung schon auf der Lauer.
Felicia sprach auch jetzt, wo sie sich
unbeobachtet glaubte, also keine Ko
mödie zu spielen brauchte, immer in
einem frischen, natürlichen Ton. Die
Lauscher vernahmen zwar nicht alles,
was drüben gesprochen wurde; dennoch
gaben ihnen einige zufällig aufgefan
gene GesprächsMendungen genug Stoff
zum ?kacyoenren.
Felicia hatte während der Mahlzeit
ihren Gatten wegen seiner Ungeschick
lichkeit tm Tranchiren in scherzhafter
Weise ausgezankt. Hüttl erwiderte
darauf irgend etwas Unverständliches.
.Ja, ja. Deine böse Wunde, mein
armer Liebling!" hörte man die jung
Frau sodann wörtlich saaen. .Aber
reich' mir Deinen Teller Herüber.Theo,
ich kann'S nicht mit ansehen, wie Du
Dich quälst."
Man hörte darauf den Gatten sei
ner jungen Frau danken es wurden
Küsse gewechselt und das Mahl
ging weiter.
.Vielleicht ist eS nöthig, den Ver
band zu erneuern, Theo!" nahm je
licia nach einer Weile das Gespräch
wieder auf.
Aber es ift doch nur eine so kleine,
nebensächliche Verletzung. Verlieren
wir doch nicht die Zeit damit."
Er schien ordentlich brummig zu
werden und seine junge Frau schalt
ihn launig deshalb aus.
Zwei Kellner traten nebenan ein.
um abzutragen und den Thee zu brin
gen. Währenddessen sprach das Ehe
paar nur über Gleichgiltiges.
Hatten Sie denn bei Tisch nicht
auf die Hände der Beiden geachtet?"
flüsterte Stanway dem Commissarius
zu.
Weindel schüttelte ärgerlich den
Kopf. Ich habe leider nur die junge
Frau daraufhin beobachtet. Die Ver
wundung des Directors ist jedenfalls
von hoher Bedeutung für uns."
Haben Sie aber das Haar derFrau
Hüttl mit der von uns aufbewahrten
Probe verglichen?"
Es stimmt ganjj genau mit derProbe
liberein. Für mich ezistirt kein Zwei
fel mehr, daß die langen Frauenhaare,
die wir an den Knöpsen Ihres Pale
tots fanden, von ihr stammen. Ich
habe dieses eigenthümlich warmeBlond
nur noch einmal und zwar bei
Veyer gesehen."
Hören Sie. Weindel!" unterbrach
ihn der Amerikaner gedämpft. Die
Kellner sind gegangen man spricht
jetzt über Sie!"
Aufmerksam lauschten sie.
Felicia schien sich an den kleinen Ka
min gesetzt zu haben; man hörte das
Knarren des Bambus - Schaukel
stuhls, in dem sie sich wiegte. Theo
war an die Terrassenibür getreten, de
ren obere Scheibe er öffnete.
Wie lind die Nacht ist!" hörte nian
ihn fagen.
Die junge Frau wandte sich, im
Schaukeln innehaltend, nach ihm um.
.Ob wir noch eine Promenade unter
nehmen?" Jetzt so spät am Abend? Wir
haben nicht einmal Mondschein."
O gewiß. Liebling!" rief Felicia.
Der Mond geht nur etwas später
auf. Und erinnere Dich doch, daß wir
in der Nacht vor der Abreise sogar in
totaler Finsterniß uns zurechtfanden.
Die Parkanlagen sind hier aber so
glänzend erleuchtet. . ."
Um so schlimmer!" warf Theo ein.
.Dann wird man wieder von zudring
lichcn Reisenden belästigt."
Ach, Du sprichst von dem Officier?
Ist er Dir wirklich so unsympathisch?"
Theo bejahte.
.Wirst aber doch nicht eifersüchtig
werden?"
Beide lachten. Nach einer Weile
fuhr der Director fort:
Kannst Du mir's verübeln, daß ich
die ersten paar Wochen nach der
langen Trennung, dem sehnsuchtörol
len Warten und all' der Angst der letz
ten Zeit in aller Ruhe mit Dir ver
leben will? Es wird schon das Best:
sein, wir führen unsern Plan von neu
lich doch noch aus."
Du meinst die Reise nach Schott
land?"
Und vielleicht sogar noch wei
ter." Weindel sah den Amerikaner bedcu
tungsvoll an.
.Und das alles nur wegen dieses
einzigen, überflüssigen Deutschen, den
wir noch nie im Leben gesehen und
später vielleicht nie wieder sehen wer
den?" Ich habe zufällig herausbekommen,
daß er aus Hamburg stammt; ich mag
mich nicht über alle möglichen lokalen
Angelegenheiten mit den Leuten unter
halten sie interessiren mich nun ein
mal nicht."
Da es Felicia zu frösteln begann,
schloß Theo die Fenster. Die beiden
Horcher vernahmen von da an nur
noch das Geräusch der Stimmen, ohne
ein Wort verstehen zu können. Sie gä
ben daher ihren Beobachtungsposten
auf. Leise verliehen sie die Wohnung.
Im Park promenirend. tauschten sie
ihre Ansichten aus.
. . . Anderen Tages war dem Com
missarius eine Begegnung mit dem
Ehepaar glatt abgeschnitten, denn die
jungen Leute hatten schon in aller
Frühe bei Sonnenaufgang die
Cottage verlassen.
Mißmuthig stellten die Beiden nun
Nachforschungen an. Niemand wußte
ihnen zu sagen, wohin sich die Deut
schen begeben hatten. Man erfuhr nur.
daß sie sich einen Wagen für den gan
zen Taa, hatten geben lassen.
Es ist möglich, daß sie eine Küsten
fahrt nach Farmouth ausführen wol
len!" meinte der Commissär. Dadurch
verlieren wir aber wiederum einen
Tag!"
Sie glauben nicht, daß das Pär
chen Verdacht geschöpft haben und ver
suchen könnte, zu entfliehen?"
Sie haben ihr Gepäck im Hotel zu
rückgelassen." Vielleicht um ihre Verfolger irre
zu führen."
Weindel lief aufgeregt durch Mr.
Stanway's Zimmer, in dem diese Un
terredung stattfand. Wenn sie nach
Farmouth kämen oder über Newport
nach Cowes dann wäre ihre Spur
für uns unauffindbar."
.Ich halte es unter diesen Umstän
den sür das Sicherste, daß wir dieVer
folgung getrennt aufnehmen."
Sofort beriethen sie das Weitere,
verabredeten das nächste Rendezvous
und machten sich marschfertig. Stan
way übernahm es. die Fährte der
Flüchtlinge durch das Innere der
Insel zu verfolgen Weindel, der ein
guter Reiter war. ließ sich ein Mieths
Pferd satteln und erklärte, die Küsten
straße nach Farmouth nehmen zu
wollen.
Es war ein herrlicher Morgen. Der
Ritt auf der gut angelegten Kunst
straße mit der prächtigen Aussicht links
uber's Meer, rechts über die malerisch
zerklüfteten Felsenschroffen war ein
wahres Vergnügen. Der Commissär
war aber nicht romantisch genug an
gelegt, als daß ihn diese Naturschön
heiten heute, sonderlich erbaut hätten.
Jyn veroroy vte Zellverschwenvung
und der geringe Fortschritt seines ge
Heimen Auftrages.
Ueber Chale. Grange. Brook und
Campan. wo er nur kleinere Rasten
machte, gelangte er endlich nach
einem Ritt von mehr als drei deutschen
Meilen bis nach dem entzückend un
weit den Needles" gelegenen Badeort
Freshwater.
Unterwegs hatte er auf verschiedene
Anfragen seine Vermuthung bestätigt
gefunden, daß das deutsche Hochzeits
paar die Küstenfahrt nach Freshwater
ausgeführt hatte.
Eine Sport - Vereinigung hielt auf
dem Lawntennis - Platz vor dem
Badehotel daselbst gerade ein Sportfest
ab. Richtig traf der Commissär auch
die beiden Deutschen dort unter den
Zuschauern.
Theo Hüttl war diesmal noch zuge
knöpfter und frostiger als neulich.
Weindel stellte sich aber dickfellig und
ließ sich so leicht nicht wieder abweisen.
Er simulirte eine herzliche Freude ob
dieses unvcrmutheten Wiedersehens
und setzte voraus, daß man gemeinsam
den Lunch einnehmen werde.
Schade." sagte er. als Hüttl seiner
Frau unter Augenzwinkern nahe legte,
zu refusiren, daß mir das Vergnügen
nicht noch öfter zu Theil werden wird.
Allein ich muß heute Abend nach
Deutschland zurück, schneller als ich
dachte. Mein Regiment hat einen
neuen Commandeur erhalten, wie ich
aus der Zeitung ersah, und ich will
daher um den geplanten Nachurlaub
lieber nicht einkommen!"
Theo Hüttl athmete sichtlich erleich
tert auf. Sie wollen nach Deutsch
land zurück?" fragte er überrascht.
Ja. aus diesem Grunde mußte ich
mir heute doch noch schnell das elegante
Bad Freshwater ansehen."
Ich finde, ein englisches Modebad
gleicht dem anderen!" nahm Felicia
harmlos auf.
,.O, dann sind Sie doch wohl noch
nicht Kennerin aöf diesem Gebiet. Sie
sind wohl auch erst kurze Zeit hier,
meine Gnädige?"
Felicia sah ihren Gatten, der schon
wieder nervös wurde, lächelnd an.
Dienstag, zwölften März. Vormit
tags acht Uhr dreißig Minuten!"
,.O. dann hatten Sie vielleicht noch
gerade von der großen Angelegenheit
gehört, die ganz Hamburg in Aufre
gung versetzt hat "
Sie verzeihen, Herr Hauptmann,
daß wir uns nun zurückziehen!" fiel
ihm Hüttl mit auffallender Schärfe
in's Wort.
Ja wir haben bereits das Früh
stück bestellt!" sagte Felicia, der die
deutlich zur Schau getragene Abnei
gung gegen den Landsmann wohl doch
nicht canz correct erscheinen mochte.
Verzclhen Sie vielmals. Herr Haupt
mann!" Sie sagte das recht liebens
würdig und sah ihn dabei etwas ver
wirrt an.
O, wenn Sie nichts dagegen haben,
leiste ich Ihnen Gesellschaft. Man hat
für Sie bereits gedeckt? Ah. der
reifende Tisch da drüben?" Ohne eine
Aufforderung abzuwarten, reichte er
der jungen Frau den Arm und führte
sie nach einem appetitlich hergerichteten
Frübstückstisch.
finsteren Angesichts folgte der Di
rector. Als nun der Oberkellner her
zukam, gab Weindel kurz Befehl, ein
drittes Gedeck für ihn auszulegen.
Die Stimmung war eine so gereizte,
daß es Felicia vorzog unter dem
Vorwande. sich etwas aus dein Wagcn
holen zu wollen bis zum Beginn der
Mahlzeit sich zurückzuziehen.
Weindel that so. als ob er von der
Verstimmung nichts merke. Er spielte
sich als den jovialen Schwerenöther
auf, der nie um ein Gesprächsthema
verlegen ist. Da Hüttl auf seine Re
den verletzend wenig einging, zog der
Commissär plötzlich eine Zeitung aus
der Tasche, um über Hamburger Neu
igkeiten zu plaudern.
Der Commissär verwandte keinen
Blick von der Miene seinesGcgenüberö,
der die Zeitung mit brennenden, ängst
lichen, starren Augen verfolgte.
Hierin las ich nämlich die Besörde
rung meines Obersten zum General
major," plauderte der vermeintliche
Hauptmann, und gleichzeitig erhielt
ich Kenntniß von der allerneuesten
Sensation Hamburgs."
Und die ist?" fragte Hüttl
mit seltsam gepreßter Stimme.
Ein Einbruch bei einem Herrn
Beyer in den Großen Bleichen."
Dem Director wich alles Blut aus
den Wangen. Unsicher sah er sich nach
dem Eingang um. Doch sofort schien
er sich wieder gefaßt zu haben. Ein
Einbruch pflegte aber doch sonst nicht
die guten Hamburger aus dem Häus
chcn zu bringen?" fragte er leichthin.
.,O. dieser Einbruch hat aber ganz
besonders viel von sich reden gemacht
denn der unglückliche Beyer ist da
bei um's Leven gekommen."
Diesen kleinen Satz hatte der Com
missar scharf betont, ohne die Miene
des Directors auchnur eine Sekunde
unbeobachtet zu lanen. Die Wirkung
seiner Rede war eine überraschende.
Theo Hüttl fuhr bei den letzten drei
Worten halb empor er war leichen
blaß geworden und gleich darauf
schoß ihm eine Blutwelle in's Antlitz.
.Beyer todt! Nicht ,möglich!"
murmelte er vor sich hin.
5!annten Sie denn den Unglückli
chen?" Hüttl wollte erst ausweichend ant
Worten. Dann nickte er aber und sagte
verwirrt: Jz er er war bei der
Gesellschaft versichert, die ich vertrete.
Todt hm. hm, hm."
Sagten Sie mir nicht neulich, daß
Sie Director der Hammonia" sind
in Berlin? Dort also war Veyer ver
sichert?" Ja. deswegen bin ich eben eini
germaßen betroffen!" sagte Hüttl.
Es war klar, daß er seine Erregung
entschuldigen wollte. ES bandelt sich
doch auch bestimmt um diesen Herrn
Fritz Beyer. den Mitinhab-r der Firma
Argus" in Hamburg?"
..Um eben den!" sagte der Commis
sär ernst und bestimmt.
Hüttl s Verwirrung war noch im
mer nicht gewichen. Sie eh
sehen mich so ich weiß nicht so
forschend an. Herr Hauptmann."
Ich war allerdings erstaunt über
Ihre Bestürzung, Herr Director. Ich
mußte zuerst glauben, es handle sich
um einen naben Verwandten von Jh
nen." Nun. Sie können sich denken."
sagte Theo Hüttl ein wenig gefaßter,
daß ein so furchtbarer Fall einem
harmlosen Vergnügungsreisenden im
merhin zu denken gibt. Hat man denn
die Mörder eingefangen?"
. .Neinleider.noc nichts Lelen.Ske
nur vie Bekanntmachung der Hambur
ger Polizei. Denken Sie. man setzt
ewe hohe Belohnung auf die Ermitte
lung des Thäters aus." '
Der Director sah sich immer häufi
ger und immer unruhiger nach der
Thür um. .Wo meine Frau nur blei
ben mag?" sagte er abbrechend. Er
hatte die Zeitung zur Hand genommen,
fächelte sich damit Luft zu. wagte aber
ersichtlich nicht, einen Blick hinein zu
werfen.
.Ihre Frau Gemahlin wird sich
wohl gleichfalls ganz besonders dafür
interessiren; meinen Sie nicht auch?"
.Meine Frau? O, daS eh
glaube ich kaum."
.Aber als echtes Hamburger Kind.
Ihrer Aussprache nach hätte ich we
niastenS darauf geschworen, daß sie
zwischen Elbe und Alster daS Licht l5er
Welt erblickt hat."
Hüttl hatte sich mit zitternder Hand
ein Glas Wein eingeschänkt. Er nippte
hastig daran. Dann sah er sich wieder
angstvoll nach der Thür um.
.Sie müssen nämlich wissen, daß
meine Frau ein wenig hm, wie soll
ich sagen, an Neurose leidet Herz
beklemmungen auch Nerven. Ich
bin deshalb hierher in die Einsamkeit
mit ihr gezogen. Sie ift nicht gerade
furchtsam aber solche Nachrichten
erschüttern sie. versetzen sie in Angst
und Aufregung...."
.Hm, trotzdem ihr der Erschlagene
in diesem Falle doch wohl gänzlich
fremd war?
Hüttl stieß mit dem in seiner Hand
zitternden Glas an den Teller. Er
zeigte sich plötzlich sehr ungeschickt, fast
linkisch.
.Gänzlich fremd kann man wohl
nicht sagen. Aber immerhin. . . . Hm,
ich glaube mich nämlich zu erinnern,
daß dieser Beyer mit meiner Frau so
gar entfernt verwandt war."
.Nicht möglich!" rief der Commissär
überrascht, immer durchbohrender den
Zitternden anstarrend.
Der Director wischte sich den
Schweiß von der Stirn. .Gott, es
war ja nur ein ganz entfernter Ver
wandte? der Herr Beyer und
zudem hieß es, so viel ich mich ent
sinne, er sei ein hehe ein
Sumpfhuhn" gewesen aber Sie
können sich denken, daß diese Nachricht
doch immerhin mit einiger Aufregung
für meine Gattin verknüpft wäre.
Man ist nun einmal zum Vergnügen
auf der Reise und die Gesundheit
meiner Frau geht mir über alles, so
schmerzlich mir auch diese schreckliche
Nachricht ist."
.Ich verstehe vollkommen."
Und dann würden Sie mir einen
Dienst erweisen, Herr Hauptmann,
wenn Sie meiner Gattin von der be
trübenden Affaire nichts sagen woll
ten." Wenn Sie e3 wünschen kein
Wort."
.Stecken Sie auch, bitte, die Zeitung
fort! Da kommt meine Frau!"
Felicia, die gleichzeitig mit den die
Austern servirenden Kellnern eintrat
sie war thatsächlich in ein Pelz
jaquet geschlüpft, das sie sich aus dem
Wagen geholt hatte fand die beiden
Herren in einer sehr lebhaften Unter
Haltung über irgend eine Reise Ange
legenheit. Theo schien sich mit dem
dcutschenHauptmanne beinahe befreun
det zu haben; denn er lachte, freilich
etwas gezwungen, über all' die humo
ristischen Bemerkungen deS bisher
kaum geduldeten Fremden.
Auch Felicia suchte die bisherige
schlechte Behandlung durch etwas ge
steigerte Liebenswürdigkeit wettzuma
chen. Sie war sichtlich erfreut, ihren
Gatten wieder bei auter Laune u
sehen.
Während der Mahlzeit beobachtete
der Commissär aufmerksam die Eß-'
weise seines Gegenübers. Als Hüttl
nämlich die Handschuhe ausgezogen
hatte, bemerkte Weindel den Verband,
den er an der rechten Hand, und zwar
von der Innenfläche über Ballen und
Daumenwurzel weg. trug. Auf die
Frage des scheinbar theilnehmenden
Fremden antwortete der Director nur
flüchtig und ausweichend. Weindel
sah aber, daß ihm plötzlich wieder das
Vlut in's Gesicht stieg. Auch Felicia
war etwas verlegen, als die Rede auf
die Verwundung ihreS Gatten kam.
Sie nahm ihrem Manne daS Geschäft
des Geflügelzerlegens ab und unter,
hielt, als daS Gefpräch der Herren in'ö
Stocken kam. die kleine Gesellschaft
ganz allein.
Weindel bemerkte mit Staunen, wie
klein und elegant und dabei wie sorg
fältig gepflegt die Hände seines Ge
genübers waren. Man sah solch'
schlanke, spitz zulaufende Finger sonst
nur bei Damen. Freilich war die
aanze Figur Hüttl's nicht derb und
übermäßig kräftig. Er besaß eine
schlanke, jugendlich elastische Gestalt,
sehnig, aber ohne Fettansak. und war
ti;tr zvenig über Mittelgroße. Immer
wieder l.nkten sich Weidel's Blicke zu
seinen Händen hin und so oft er die
schmalen, festen Finger des jungen
Mannes in's Auge faßte, erschien vor
ihm die seitens des Gerichts angefer
tigte Zeichnung jener blutigen Finger
abdrücke am Geländer und an der
Hausflurwand deS HauseS Große
Bleichen 11c.
Nach dem Frühstück unternahm man
:iu dritt in einem Freshwater'fchen Ge
ährt einen Ausflug nach den
Needles". Der deutsche Hauptmann
wich dem jungen Ehepaare nicht von
der Seite. Selbst Felicia ward die
Aufdringlichkeit des gar zu cordialen
Fremden schließlich lästig.
Die jungen Leute athmeten erleich
tert auf. als sie endlich wieder in ihrem
Wagen saßen, der sie nach dem Excel
sior - Palace zurückbringen sollte. Da
der Reisegenosse sein Reitpferd Sestei
gen muhte, so waren sie doch nicht fort
gesetzt auf die Unterhaltung mit ihm
angewiesen. Ueberall aber, wo Sta
tion gemacht wurde, fand sich auch der
Deutsche wieder ein.
(Fortsetzung folgt.)
Für den Hopfen hat man eine
neue Verwendung entdeckt. Wenn man
der Salzlake, in. der Speck und Schin
ken einaesalzen werden, Hopfen bei
mengt, so erhöht dies den guten Ge
schmück jener Fleischwaaren und be
wirkt, daß dieselben sich lange Zeit gut
erhalten.
Die süönste Insekten-
s a m m l u n g Europas ist zur Zeit in
Brüssel ausgestellt unv vernssl vle
Kerbthiere deS Kongobeckens. Sie um
saüt gegen 10,00 Arten und über
100.000 Insekten und Schmetterlinge.
Seit fünf Jahren ist fürdieSarnm
tun acarbeiter worden.
Frei versandt an Männer.
Cm Kanu is Michigsn catdeckt th
bemkrkeruüvctthcs Heilmittel ßz
Verlust von Krest.
proben werden frei an alle versandt,
die darum schreiben.
Carl I. Walker, von Kaiamazoo. Mich., hat nach
einem jahrelangen Lamrfe gegen die seelischen nd
körperlichen Leüie von verlorener Mannbarkeit dat
richtige Slttitel gefunden, welche da Letdea hetit.
Sr bcwadrt das SedeiAnig sorgfältig! atet er tft
willig, eine Prrbe der Medizin allen Manner zu s.
den. die an irgend einer For?. geschlechtlicher Schwache
leiden, ali Zitge rvn jugendlicher Unwislenheit. reit
vorzeitigen 2'eUust des Gedächtnisses und der rast,
schwachem Rüctcn, Aranipikiteibruch und AuZzehrung
Ta beilMttteldZteint be'onder angevehm Wirkung
von Wärme und scheint uiiniNieldar zi wiilea, indem
e die verlangte Krait und eine i?ntwirk'.ung edt. wie
sie nur gtwünscht wtro. TaZ Mittel heilte uilr.Wal
ker vollständig von all den Uebeln und beiden, die von
jabrekangem Mißbrauch der natürlich siftgescyten
Funktionen liertül,, und U'li in zrdem ixaüe'adlolrt
zuverlässig sein.
Eine Bute n r.Vavl Walker. asoiiicTemPle
Kalamazoo.Vüch.. bet der t ar.gkven. das; Sie eine
Prebe seines Z,'ktlMllie!s sur .läiiner irslnsiden. wird
sofort erfüllt, und keine ivrigiitiing irgend lrrlcher Art
wird von ihm gefordert Nrden. Er bat e grosieS
-!eresse daian. datz die ftuute ten diesem grogarti
gn Lcilm,ttrl vrrvrcitct wird, und er versendet Mit
orfatt die Prodc fichrr vcr!1,-qrlt in cinem durchaus
einsachcn Packet, fodag der Sit'psaüLki kc'.ne ffurcht
vor Uute.iiitiiiltitn: vdcr iftkaiuiiii tvt-sn zu tjalVn
(na.i&t.
cjer wcrdcil gtbeten, rljiie Bcrzg zu schreiben.
Dr. Forney's
berühmte
H c i t ttt i t t L l
Alpenkritiitcr, Hrllöi und audcre Medizinen find be
der Unlerzcichiiilen. aU:i!Zk!i Agent,!, für riin!in
zu haben.
Frau Auguste Lessel.
Office der
HkriWZttl-Zröke
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klkphgüe l5c.
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?li daZ Pudllkiin, t o SaSconade Covntlz Z
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neu Ziniincr u'iö ist im Taiiiki, und Her zugZng
lich. All? Ti'pc'ie kiiunen ctiiic Sprung durch
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FRITZ OCHSNER.
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Hit 3. U. SchiZertirake.
Herinaan, Leo.
Tik besten SZerne. Cigarren und WniLkeyS fin
det man i)ttt. garnier werben es zu tdrern Vortdeil,
finden idreri Bedarf an ilLkit k? bet uns zu Zausen.
egrlbahn usw. zur Unlerlaltunz der Easte.
John Reiff's
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Marktsiratze. Heran. CTu).
Starwer werden tn meinem safttati8 stets gut
( Potti finden und zwar ju billigen rjtl. Eden.
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(Eliten Rlasse
Reparirt: lÄf w s .
Hleist Mesier und Scheu, n?w. nd
besorgt alle derartigen Arbeite zur Zusrreenk'tder
uttraggeder. gut uud blllis. V 1
Haararbeit. -
Unterzeichnete besorgt deS lecttkn rvn
SSmen. .raarketten. Blumen uud ük e Haupt
l)r Ä"" H"r.beiten li.n stlizch unr
Iran JohnLeilcch. ;
SemiM Aar
& R. KlIKffiEE
. Fabrikant ton V
9
Mhl, Kleie, SMcss u. s. w
V ilut all Svrl, rSetntbe, als .
wcizen, Roggen, Aon. u. s. w.
wird der tMtt ütntiinnii r,, .
werde proinvt bewrgt.tz " ' ""b"
GVS. HALUMi:
COLfflflNN & HflEFFJlER,
(Nachfolger von John Haid.)
Markthaus, - lzer,nann, AIs.
Hattenkrts ,n and. srtsch? Fleisch aer ?r. so
wie alle orten Wurst und ger.'ichtr, f.iecl . .Iun
den werden bei uv.S stets aus da ffrcundlichf e bektcn t
werden.
13" Iür Lchlachiviki, zahlen w,r stels dca livchfic
Maritprcls
Bauholz.
Ich lzad an der Scke der lten und KailS
stratze. i Hermcnn. eine neu ä'auboluanl lünq er
offnct und wcrc.e ditich idstie i;rc;i ui;t olle ft:e
dieuung. die Ötinst des Publikum zu etivetten stiiini.
Schindeln, Laden, Thüren, Zensier
iZaul)clz imb uderlzauxt alle llv
len i?auhoIj gut und billig.
kSpkecht dor und lernt mciue Picift 'ciiiicu,
WM. KLENK-
Hkaiiiann.
Ma
Zlhlüieüe - Wtt'Wtic
JOHN I El BACH,
Fronlstrabe, uiitcrl)iilb;sttopp'ö Brauerei,
Herviann, .... 51; u.
fi s P.tlini i,hMTl-..'llrn hii, 1-H 1 .i., . q l. . .
den, PflugschSrlen. üi'iivionirparuniicn iiltu. irnt.u
v,v.t, ,K ..
. 111 im'Jm lUliH
liest sur tk'vod' Sei! rindernfd xr,ien,ai?:iiiei!.
sl'wie Niikiti,,iit nNl L-ttvt.'N 1H,-?M-1rt,, ..i.- ,..
Wogen und Pflugs werden ans da! P,'i!!,-iik vergeb
Blilkerel nnii k'südilsrci
ton."
A. GUENTHER.
Scke Schiller und ,'llc Elroi,e in, srüheren (Jen
ttal ix.lciöcliiutt
Hermann,
Mo.
Irden lag frisches sßXft und Sel,wtrzkt,i. flii.1 e
li'rikii nd anderes ä'ailwcrl. ii ueiiNü t .r'lu.t
iiandn. üdfru-!-te, liinniiten tijiu. j si r nuru
Ptkllcil. Hocheitikuchen eine Speziütilai .
MfstilNi-fTli Mal!ztlcn. gulec la!?er f.',r. wer.
it.stUUt.kttz den zu jkker stunde seit,., n
f'.ihr, ich ftlte! frisrne Sluskcr. alle äLuriie.
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zÄtistern werden auf alle Arte zibt-ui!..'t.C3
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schert verschicken. Dies! arotze Buch. verich vd-r
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