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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, March 10, 1905, Image 3

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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Schmieden.
Wagen - Werkstätte
vS.Don-
HENRY H9NBGK,
tfermann,
Mo.
6(IblatmaJ)ie PNlig, XOigtn unb ujgiel
'eliriitaiijiii itiiueii. itni tut Ute biiuamtii
Allwankee
Selbstbinder
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hin Maschinkn aller Art.
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grzi u ii ö Wundarzt,
H ermann, - - - Mo.
cv oti,v.vt l)alt gegenüber.
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u'tmj' hf murin(ieud)t Im tag unl titi
ttach, uiuiiipl a i'g fuiut.
ttiitcr Hai!) !
S-utttorctc rinn ft. du IMcffnf. 9Ititoritcrte
Bearbeiltiiiii mit H. Zilcdheim.
ifrnu von Valom. 28 Jahre, mit
blonden-Haaten, die glänzen wie reife
fictiiäfjren, auf Venen der Tonnen
schein liegt, äiiszersl elegant, was noch
wenijier ihrer sclir f.'in.'N Toilette, als
ihrer angelwieuen Grazie juiufchKi
den ist. Ganz auffallend schöne &c
sich!s,,i!ie, die jetzt allerdings w hefti
gein orn verirrt sind.
Frau von ilroilieii, vielleicht eben so
alt, groß, niager, von ectiqen Bewe
guncn init schuialen. zusammenfle
Zniffeiicii Lippen, ohne jeden Liebreiz,
den Frau von Äalom in so reichem
Mctht desitzt.
Tie Scene spielt sich bei letztem in
ihrem entzückenden Äoudoir ab.
1. Scene.
Frau von Kroi'ieu: Nun. nun. . .
meine Liebste, mecv, Sie sich nicht
so furclitbar, Sie schaden sich damit
und vor allen Xingeii überlegen Sie;
reiflich.
bevor Sie eine öntschlufz!
fasse,,!.
(jrraii aiom: y.ide nicyis wei-
1. ... !: . 1 :i. w. r.t..i
iti luxuviuii;. . . iai loerve Uu.i
Herrn von ifittf schreiben und ihn bit
ten, jemand ander- seine Huldigungen
darziidringen!. . . es ist ja unerhört!
Aor drei Zagen erst hat er mich hier
an derselben Sielle beschworen, mei
nem Wittiveitthiim zu entsagen und
ihm mein Jawort zu gebe, iind ge
stern ist er in Tamengcjellschaft ver
reist!" Frau von .roilieu: ?aö spricht
ja allerdings gegen ihn, ich gebe zu;
sll'' 1
zr outvni: ;a givi 9 icin
f..aler'!. ... es war eine iunae und
2 hübsche Tarne. . . Sie haben mir das
selbst gesagt! "
Frau von Kroilieu: Ich bin kurz
.sichtig. . ."
Frau von Valom: ffine elegante
,,z Erscheinung, wie Sie auch sagten,
und Herr von Estef war ganz beflis
senk Aufmerksamkeit. . . er trug ihre
M2ache und den kleinen
ht Hund. . .
Sdjofj'-i
Frau von Kroilieu: Ja, den Hund
habe ich ganz genau gesehen. .
i rau von Aalorn: Nun also!. . .
wenn ein Äiann, der wie Herr von
.? (5 lief zur beiken Gesellschaft gehört und
i 5iaoallerieofsi,zier ist, den Scbosihund
einer Tarne trägt, so ivill er ihr gefal
M! ten. . . das liegt doch auf der Hand!"
(.;'? Frau von Kroilieu: Ja, gewifz, ge
wifz. . . aber, denken Sie sich doch mal
an meine Stelle,. . . der Zufall hat es
i gewollt, d.ifz ich gerade auf dem Lahn-
Hof ankomme, als Herr von Estef ab
P fahren will. . ."
f Frau von Valom: In Tamenge
sellscliaft!. . . Warum hat er mir denn
i4 nicht von seiner geplanten Reise ge-
agi . .
j Frau vcn ttroilieu: rr
braucht
Ihnen docl, nirtit über seine Hand
lunglii Rechenschaft abzulegen!. . .
Sie sind ja noch nicht einmal seine
y . Braut. . . . oder irre ich mich?. . ."
Fra von Valom: Nein!. . . .
glücklicherweise noch nicht!. ... Ich
'iahe ihm zwar halb und halb Hoff-
ing gemacht, das; ich wahrscheinlich
d. . ."
,rau von Kroilieu: Nun also!. . .
,e sind demnach doch nicht gebunden,
nd Ihr Herz hat gar nichts dabei
1 1 jU IN'.IN. . . denn -,k haven doch leine
l HerzenZncigitna für Herrn von
z Estef?....
n;? Frau von Valom: Ich hasse Herrn
kvon Estef!. . . Ich verabscheue ihn!. . .
soll ich Ihnen einen Beweis dafür ge
tben?. . . Ich werde ihm sein Bild
zurückschicken und meins wiederverlan
gen!" t Frau von Kroilieu: 0! Sie hatten
ir sich schon Ihre Photographien gege-
öbcn?.-. (für sich) die höchste Zeit i
k. plso. '
? , Frau von V,ilo,n: Einfach gesell
sschaftliche Höflichkeit, weiter nichts
V l. ." sie zieht die Sckicblade eines klei
. Ken Schreibtisches auf, nachdem sie den
Schlüssel aus ihrem Portemonnaie
74 genommen hat, hier ist die Photoara-
V phie!"
f i Frau von Nroilieu betrachtet sie
. aufmerksam: Ja, das ist er. . . viel
r leicht ein bifichen geschmeichelt. . . das
; wachen die Photographen ja immer.
V t - . - t tr Tl p p w rr
so hat Herr von Estef ouf dem Bilde j
kine ganz gerade Nase, während sie in 1
Wirklichkeit etwas schief ist!. . . Und
Vit Augen!. . . Sind Ihnen seine Au-1
sie
man
en nicht aufgefallen?
, Frau von Valom, zögernd: Ja. 1
lrnchmal ... ich fand ihren Ausdruck :
? sehr weich. . .
',! F. 'au von Krolieu: Und falsch! ge
!!rade solche Augen, wie sie z einem
Manne p,,',en. der d.'N chofznund ei-!
n?r Tarne tragt, wal-rend er einer an-
dyn den Hof macht!
ftrau ton Valom:
Ja. Sie haben
das jetzt auch
i cht.
Krtift"
Mir fällt
I' Frau von Kroilieu. noch immer mit
dfnj Bild in der Hand, während sie
ei leliackitet: Und wie eitel und
selvfibewußt er dasteht!. . . als wenn
er sagen wollte: Seht nur, wie schön
ich bin!". . . . und dann die auf die
c-e'temmte Faust!. . . und eine
!Fer.;,i":e in der andern!. . . Sein
S'i'.t !i'i! ein'r Reitreitfk in der
Z'irid an eine txwt l geben, die man
K,uz ;::; ist al'erdinas vielsa
gend'.. . . ,uf, als wenn man ihr
?rstkdeil geben will: Mit mir
fcTtet par,ren. . . oder ti fegi
VwUNQZZSi
Wein u. Gier Saloon,
Im
frntnt$ittl- Miie,
an d!VI ak ktst rake,
Bei Uebernahme dk Vklchäslks Domfrihfc
reu Bester, iirn. J. och, hak, ich d
ol,i,el,i Kliern flrojjrn Uorrulb an befltn
getrauten uio. noch ((mehrt und Iae
sauber meint 2ui,itcnbe ein ihr
!h)l)ietibtOiU bei mitu taufen.
sgers Sta.nflssr Finish
girdt und ' but gutzbd, Mit
t un Knrwnbiiiig
ln 4(0ac! O Mein 0(1! 6 (In ch!
Lochl ang'bilichl und frotfnel utxt acht,
I daß man den nta) iitn DMtjtn
ttuott gilKn (anu.
Macht Vink'vßbodkll mit gard-
mooD auzikhk,
Cd iigr(ttid)(n oder nitit.
Zft auch gut f Öt qarthIj,FKbn.
ZragI für !Uch!ei über Behandlung der
Zufjbode.
Fabriziri von der
detroit white lead works.
muß ganz roh fein!. . .Keine Colva-,
ten hassen ihn gewiß."
Frau von Aalorn: I nein; mir ;
ist triählt worden, daß sie ihn vergöl
tern." !
Frau von Kroilieu: Na ja, er im
ponlrt ihnen eben mit der Peitsche in
der Hand. . . seine Frau wird schon ,
mal sicher nicht glücklich!" j
Frau von Valom: Ich werde dem!
Schicksal nicht ausgesetzt sein!"
Frau von Kroilicu: Liebste. tu
denken Sie, daß ich Sie nicht beern
flusse!. . . Ganz im Geze riheil. ich j
nehme. . . diesen Herrn noch in Schutz
. . . von allem bin ich aber Ihre
Freundin, Ihre treu erge'.ene Freun
bin!. . . Was hitie ich denn auch wohl
sonst für ein Interesse daran. Sie von
einer Heiraih mit Herrn lisief abzu ,
halten, wenn es Ihnen wünschet!
werth wäre?. . . Ja, wenn Herr von
Estef alle Eigenschaften Hütte, um '.
st glücklich zu machen, dann wäre
ich die erste!. . . aber so . . . überlkgen
Sie reiklick, ick babe es mir für meine
glicht gehakten. Sie aufmerksam zu
macl,tn . . Wissen Sie was! Fragen
I ttrnn hnn Tirtrnsir
mit der
finÖ 31, ja r0 bcfrtund.t!
1 ' I . .
Frau von Valom: Was denken
Sie nur: Die hat mir ja gerade Herrn
von Estef zugeführt und ist für die
Heirath. ... die wird doch nur Herrn
von Estef das Wort reden. ... ich
brauch' auch gar keinen weiteren
Rath: Ihre Ansicht genügt mir voll
ständig!" Frau von Kroilieu: O! Ich slbe
aber keinen ... Sie müssen das allein
entscheiden. . .
Frau von Valom: Gewch. treueste
Seele, ich entscheide auch ganz allein!
Ein Mann, der heimlich mit einer
Frau und ihrem Schoszhund eine Reift
macht!. . . Passen Sie nur auf!" Sie
geht an ihren Schreibtisch, und die
Feder fliegt nur so über den Briefbo
gen. den sie genommen hat. Eine
ziemlich lange Pause.
Frau von Kroilieu: Wenn Sie ihm
wirtlich schreiben, dann schreiben Sie
nhrr Wntfirfi nirfif imifrsiMi K?N
len: halbe MaKrezeln sind die aller:
schlim,,ten!"
Frau von Valom: Bitte lesen Sie
selbst." Reicht Frau von Kroilieu
das Briefblatt, dieselbe lieft laut:
Herrn von Estef. Ich weiß alle?
Sie hiben mein Vertrauen auf da:
schmählichste mißbraucht und mir halb
und halb das Jawort" entlockt. Ick
nehme dasselbe zurück.und zwar inJH
rein eigenen Interesse und weil ich
mir selbst schuldig bin.
Wenn ich mein Wort hielte un
Ihre Frau würde, wäre Ihnen jede,
Zwang bei etwaigen Asflüg.'n, die
Sie in ang'nehmer Begleitung ma
chn wollen, doch nur höchst lästig. . .
Sie scheinen auch gern Schoßhündchen
zu tragen, und ich habe derartige
Thiere nie leiden können und werde
sie auch nicht um mich dulden. . . ick
ersuche Sie also von jetzt ab an mich
nur wie an eine ganz Fernstehende zu
denken und mich zu vergessen. Es
wird Ihnen das ja nirM schwer wer
den, denn an Trost wird es Ihnen ja
nicht fehlen. Für mich ist die ganze
Angelegenheit schon erledigt. Einlie
gend finden Sie Ihre Photographie.
Ich hoffe, daß Sie als Mann von
Ehre keinen Augenblick zögern wer
den, mir sofort mein Bild zurückzu
schicken. Ich wünsche aber keine weite
ren Erörterungen; dieselben wären
ganz überflüssig.
Earmela von Balom."
Frau von Kroilieu, in befriedigtem
Ton: Ein bißchen sehr scharf, aber
doch gut!"
Frau von Volom, die nervös aufge
standen und geklingelt hat, zur Jung'
fer gewendet, die sich melaet: Juliette!
Tragen Sie diesen Brief sofort selbst
nach der Post!. . . . aber sofort, ver
stehen Sie!. . . Ich weiß, wie zerstreut
Sie sind, wenn Sie es nicht gleich
thun, vergessen Sie es nachher, und
die Sache ist sehr wichtig und eilig!"
Juliette: Gnädige Frau können
unbesorgt sein: in fünf Zumuten stZI
der Brief im tasten." Sie schiebt den
Brief in ihre Schürzentasche und geht
hinaus.
Frau von Valom: Herr von Estef
wird ihn finden, wenn er von seiner
berühmten Reise zurückkommt!. . .
, und damit ist die Sache für mich ab-
gethan
Frau von Kroilieu: Und ich muß
jetzt gehen. . . ich habe noch viel zu
sorgen. . . . denken Sie auch an daS,
was ich Ihnen gesagt haben. . . Sie
selbst haben den entscheidenden Schritt
wollt . . ."
Frau von Balom: Ich freue mich
darüber. . . bin glucklich, so und nicht
anders gehandelt zu ffaben. . . es ist
mir gerade, als fielen Ftsseln von mir
ab. Adieu. Liebe! Gute!. . . Für den
Freundschaftsdienst werde ich Ihnen
stets dankbar sein. . ."
Frau von Kroilieu geht. Frau von
Valom bleibt einen Augenblick unbe
weglich mitten im Zimmer stehen,
dann schlagt sie plötzlich die Hände
vors Gesicht und sinkt weinend in den
Lehnstuhl.
2. Secene.
Am nächsten Tage weint Frau von
Balom nicht mehr, aber sie liegt blaß
mit geratheten Augenlidern auf der
Chaiselongue und sinnt vor sich hin.
als ihr Faru von Dainber gemeldet
wird.
Diese ist eine kleine, rundliche, rosi-
ge. lustige Dame und kommt wie in
Wirbelwind tni Zimmer, wahrend sie
Iinll C. tmat.
Hermann
MrM'Maitmkc
Sebuch Bros.
M der 4,en nd lartlstrak,
Hermann, , , , , äJlo.
iverferiia DlonarnenK, Ikrabsteine usw.
w4 tArninl und tUlannsr; ebenfalls (in
Inffxngen fit riiber ober Za,iliepläe.
leta eine gr,e mahl fertiger Ulonu
menle an Hand. Ülur ba beste ÜLflolfrial
wird gebraucht. Preise niebri, und Quirle.
danhe garantirl.
Achtung armer unb CWichler
ÜUenn ihr Cbilbäurne irgend einer Ar.
fiaiijen wlli, bann Uiinnt zu uns aber
tick, eure ttejteumuie. Unsere ,'iuiiu
ji,b Pflaiijen sinb gut gmiadijcn, trninU
ub tvurven in tacoabe i ouiiii) gcj0jcn,
I ba sie besser ttrocijcii werben alo iotaic
die ihr von auaivart be,jiet,I.
Phoenix I urfern,
iLUooUmii, 'Mo.
novll (aacotuiDr lio
AIs ie Frau von Valom aus der
Chaiselongue sieht, stutzt sie und frag::,
Sind Sie krank, Liebste?" j
Frau von Valom. kalt und verki-
gen: Oh. es hrt nichts zu sagen, gnä- i
d!a? j?ran. ein bincken Miaräne. m:i-!
:cr nichts."
Fra von Damber. heiter: Nun,
das ist schön! Ich habe etwaö, um sie
zu verjagen!. . . Einen Brief. . . oder
vielmehr zwei Briefe!. . . einen von
Herrn von Estef!"
Frau von Balom: Ich würde Jh-1
nen sehr verpflichtet sein, gnädige ,
Frau, wenn Sie mir von Herrn von
Estef nichts mehr erzählen wollten!. . . :
Ich bedauere sehr. . . ich bedaure un
endlich, daß ich den. . . Herrn bei mir ,
habe ein- und ausgehen lassen!"
Frau von Tauber: Gnädige
Frau!" den Herrn!" . . . Nun! '
Was geht denn hier vor?. . . sind wir
schlecht; t Laune, liebstes Kind?. . . ;
Erklären Sie mir doch das ein biß- i
chen!"
Frau von Balom: Da ist gar
nicht viel zu erklären. . . ich verzichie ,
auf die Ehre. Frau von Estef zu wer
den. . . ich danke Ihnen sehr sllr das ,'
freundliche Interesse, das Sie mir en!
gegengebrachl haben, wünsche aber, die j
ganze Sache abzubrechen." !
Frau von Damber, vollständig rii !
hig: Schön! Das wäre also abg.'-'
macht!. . . Wollen Sie mir als Belo',-j
nung für das freundliche Jnteresie, ;
welches Sie doch anerkennen, einen ;
Dienst erweisen?" 1
Frau von Valom: Gewiß, gnädige j
Frau."
tfrau von amoer: mmer nern
gnädige Frau!" . . . nun, mir soll's
recht sein!. . . . Also, gnädige Fra,
da wir uns nun doch einmal so nen-!
nen. . . antworten Sie mir , offen j
und ehrlich auf eine Frage: wer ist!
feit. . . seit vorgestern bei Ihnen ge-
wesen?"
Frau von Valom. etwas verlegen:
Das weiß ich wirklich nicht mehr. . .
viel Besuch ist gekommen. . . .v:rr
Carlier, Frau Bertrand. . . Herr Pie-
val. . . wer denn noch?"
Frau von Tamber: Ja. wer denn
noch?. . . Ueberlezen Sie mal or,
dentlich!"
Frau von Valom: Frau Hubert. . .
und und . . .ja. . . .und noch Frau
von Kroilieu. . ."
Frau von Damber: Das genüg!!
Weiter will ich gar nichts wissen!. . .
Und die liebe Frau von Kroilieu hat
Ihnen eine ihrer kleinen Bosheiten
kinfiltrirt, die sie bei ihrem liebens
würdigen Charakter immer auf La
ger hat. und sicherlich hak sie, da es sich
um Herrn von Estef handelt, noch ei
nen ganz besonderen Tropfen Gift
hineingemischt!"
Frau von Valom: Frau von Kroi
lieu hat durchaus keinen Grund ge
gen. . . den Herrn, von dem ich spre
che. eingenommen zu sein. . . wenig
stens ist mir nichts Derartiges be
kannt." Frau von Damber: Daß S'
n!chts wissen, ist möglich: aber mir ii
etwas bekannt, und das macht eine
kleinen Unterschied!"
Frau von Valom: Frau von Kroi
lieu hat über Ihren Protege nicht
Schlechtes gesagt."
Frau vvn Damber: Dazu ist sie
viel zu klug! Sie hat es nur so ein
zurichten gewußt, daß Sie selbst über
. . . den Herrn aburtheilen; das v
ihre Taktik."
Frau von Valom: Und sie hat mir
ein Faktum, ein unleugbares Faktum
gesagt und weiter nichts!"
Frau von Tamber: Und worauf
beruht das?"
Frau von Valom: Ich habe ga
keinen Grund. Stillschweigen zu be
wahren: es ist sogar meine Pflicht.
Ihnen, liebe gnädige Frau, davon
Mittheilung zu machen. . ."
Frau von Damber für sich: Hoha,
sie sagt schon liel,'e"."
Frau , von Balom:. . . Und Ihnen
den Grund meiner Handlung zu ver
bergen." Sie betont jedes Wort:
Herr von Estef. der mir vor drei
Zagen die Ehre erwiesen hat, mir ei
nen Heirathsantrag zu machen, der
gesagt hat, daß er mich innig liebe, ist
am nächsten Tage in Damengesell
schaft verreist, was er mir natürlich
nicht mitgetheilt hat. denn die Dame,
mit der er verreist ist, ist jung, hübsch
nd er scheint sehr intim mit ihr zu
sein, da er ihre Reisetasche und. . .
ihren Schcßhund trug."
Frau von Damber. in größter Ge
mllthsruhe: Ja, das stimmt alles'
Frau von Kroilieu ist bei ihren Er
zählungen merkwürdigerweise einmal
genau bei der Wahrheit geblieben, oft
passirt ihr das ja nicht! Sie h.it nui
vergessen. Ihnen Namen zu nennen.
Ich will annehmen, daß sie dieselben
nicht gewußt hat. Der Hund, der
übrigens eine Hündin ist. heißt Fifi"
Aber da ist nebensächlich. Was die
Dame anbelangt, die übrigens wirk
lich jung und hübsch und elegant ist.
so ist sie allerdings sehr intim mi!
Herrn von Estef, aber Sie werder
zugeben, daß das ganz in der Ord
nung ist. wenn ich Ihnen sage. . . daß
sie. . . Herrn von Estefs Schwester
ist.'
Frau von Valom: Seine Schwe
s!er?" Frau "on Damber: Von Vater
nd Mutter Seite . . . also se
Schwester", wie da überhaupt nur
möglich ist!. . . Frau von Bayard lebt
in Eaen. was Ihnen Herr von Este!
vielleicht erzählt hat. und hat sich mit
Haniy Maas,
iB!lktttiiLlliitttr
a
A. GUENTHER
( tchilkr- und in Katze iul)trta
cuitm vo"!gioou.
Hermann,
9(1
3rtii Zag rlt4,t W,tf und chwarjbiod. nun
orten unb anbtitt tUadutil. (ibtnlaul tiliftajt
taut), tuitiuaju, ttuntaltn va. u tti uutai
V.;'n. tn4jtiutud)tn nai p,,tatttt
j 4tim ajll)rc.i0 Ost iJlintOjau.
f J.urtcu uio(u ant aat tuca (uMinlil,
EugenNasse
üeodrirf i1"C'hi ata,, a
..f wiiii. fludiiuuaHii.
iftill Sag,,,, tajltttl üjiittet und Cacnen 11,111 ant
iuigiuu ttnantgin ftrtitittn ut äumtotniHitoti
(uHiaggtWt, gut und tu g
l'CÜJ - 8tQll!
Oll.
FritzOchsner,
ci.iji, vicwauii, iiu.
If t. ant uat Aoiu, fintcl 1 01. l,el iuw
goatzo Himie ulm
ihm znlammen eine kleine Reile zu
uiiternehinen. die Ihnen rücksichtsvoll
verheimlicht worden ist. da Sie der
Beweggrund dazu waren. . ."
Frau von Valom: Ich . .
Frau von Tamber: Ja, Sie. . .
Herr von Es.ef hat einen aUe Onkel,
einen Obers! a. T.. der sehr reich und
Junggeselle ist und die Marotte hat.
dciß ein Offizier sich nicht verheirathm
dar'. Er ha! mm gedroht, seinen
Ncf'en zu enteilen, falls er daran
denken würde, eine Ehe einzugehen.
Herr von Estef bat feine Schwester,
die sehr viel Einfluß auf den allen
Herrn hat. mit ihm zusammen hin zu
sahren ui.b ihn umzustimmen. Tas
ist die ganze Geschichte. . . ich habe
nur noch hinzuzufügen, daß der alte
Onkel nachgegeben hat. als er sah. wie
sehr das Herz des Neffen im Spiel ist
und als er hörte, was seine Nichte
alles Gutes und Schönes über Sie zu
sagen wußte. . . was übrigens mir auf
Wahrheit beruhte. Tas 'ist das Ver
brechen, das Herr von Estef begangen
hat! . . . soll ich ihm nun noch von
Ihnen mittfeilen, daß alles zwischen
ih,ien aus ist und daß Sie auf den
Raih von Frau ocn Kroilieu nichts
mehr von ihm wissen wollen?"
Frau von Valom: Oh, Liebste, wie
glücklich bin ich!"
Frau von Tamber: Und er erst!
Na!. . . lesen Sie die beiden Briefe,
welche die Geschwister mir geschri:
ben. . . er vergöttert Sie einfach!"
Frau von Valom mit niedergeschla
genen Alicen: Ich habe ihn ja doch
auch lieb!"
Fra von Tamber: Das weiß ich.
und Sie passen sehr out zusammen!
Obo. Frau von Kroilieu!. . . Sie sind
zu dürr!. . ."
Frau von Balom: Was meinen
Sie?"
Frau von Tamber: Was jeder
ganz genau wi,iß, nur Sie nicht. . .
daß Frau von Kroilieu feil zwei Iah
ren nach Estef angelt, um ihm ihre
zaile dürre Peison zu eigen zu ae
:en. . . da mußten Sie doch entfernt
w.iden."
Frau ron Valom, erregt: Oh!
mein Gott. . . und mein Brief?"
Fra von Tamber: Welcher
Bri'f?"
Fra von Valom: In dem ich von
Este? mein Wort zurückfordere. . . sehr
schärf!. . . Ich habe ihm sogar sein
Bild zurückgcsckickt. . ."
Fra von Tamber: nun ihrerseits
crr:gi: O. 0, daZ ist allerdings
schlimm! Estef ist sehr empfindlich.
Mißtrauen in seine Handlungsweise
kann er nicht vertragen, derBrief kann
alles verderben!"
Frau von Valom klingelt heftig.
Die Jungfer erscheint.
Juliette. auf welches Postamt ha
ben Sie meinen B:ief getragen?"
Juliette: Welchen Brief meinen
gnädige Frau?"
Frau von Valom: Den ich Ihnen
gestern um 4 Uhr gegeben habe, um
ihn sofort in den Kasten zu stecken."
Jnlielte schreit auf: Ach Gott!
Ach Gott! Gnädige Frau. . . verzei
hcn mir gnädige Frau doch nur die?
mal noch!. . . ich habe den Brief in
der Tatche bebalten. . . h'er ist er!. . ."
Frau von Balom greift hastig nach
''ein Brief: Tem Himmel sei Tank!
. . . Sie sind eine treue Person, I
lietle! Ich lege Ihnen 2 Mark Lohn
zu!"
Jnlietie geht kopfschüttelnd hin
nis. ..Na nu? . . . Wie? die legt
mir zu, reil ich was vergessen ha
be5. . . das kann ich dann ja öfter
thun!"
Frau von Valom ruft Juliette zu
rück: Juliette, ich bitt' mir aber aus,
daß Sie nicht vergessen, daß ich für
Frau von Kroilieu nie zu Hause bin
, . . verstehen Sie wohl. . . nie zu
'Hause!. . . Vergessen Sie das nicht. . .
denn ich würde Sie nicht wie heute be
lehnen."
Unglaublich, der wahr!
Während des Manövers so er
zählt ein preußischer Offizier
komme ich eines Tages bei großer
Hitze im Quartier bei meinem Bauern
an und pralle entsetzt zurück ob der
unzähligen Fliegen, die in dem mir
zugewiesenen Zimmer schwirren.
Ums Hiimmelswillen. Michalek."
sage ick zu meinem braven Burschen
aus Polen, sofort Fliegen fangen!"
Ick höie ihn noch gerade Zu Be
fcll, Pan Leitnant!" stammeln und
cebe in den Krug, um den Durst zu
löschen.
Bei meiner Rückkehr tritt mir Mi
chalcck mit seinem Kochgeschirr (!) ent
gksen. Nanu, was soll denn das?"
Michaleck grinst: Fliggen, Pem
Leitnant. waren hier so kleine, hab
ich große im Pferdestall gefangen,
hirr. Pan Leitnant!" Dabei hebt er
den Kochgeschirrdeckel hoch, und . rrr
surrt mir ein Schock Pferdebrem
'en um die Ohren. Tableau!
Berlin besitzt 64 Speise,
anstallen, in denen eingestandenerma
ßen Pferdefleisch serviri wird; in wie
vielen andern Lokalen dasselbe ge
sckieht. davon schweigt des Sängers
Höflichkeit.
Eine prächtig romische
Tempekanlage würd bei Pola in
Jstrien freigelegt. Der Tempel ist
halbkreisförmig angelegt und hatte im
Mittelpunkt ein große Standbild.
Münzen des Claudius, dk man im
Schutt fand, vxis nf dk friiheKai
.Jllfc.,l:M i
Don'T He Fjoleo'
! k twiiiiru, rlrwl
rtocuf KovN -r.m tc
ft'iMto Wlt MwJiomi M4I
ru .'. f-Unliuirt, Wj.
liv i je:: well. Mir t.; '
nmik e t on ctu.b
fiM, SS 1HI1. ;.:. :'
In lulk. Atcepe rubot
tat. Atk ymf ilnfg ..
,1
ROBERT WALKER.
Lkchtttmml! ifl'TiiiitfrlliiiaT,
ifMia.
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4it rfttnltd, inntlt. wt atltiM
tttlx ,ü BirtiiW au mal ch,,, m
ailitiillM
UiM - ,,,, ,,,
U-dit mit Stempel C. C. C. Nlki in Mafien
Dcrkanft. flutet 4 ot dem Hmidln, trt
was ebenso (ittt" au bertuolra sucht.
Vergmanne! en.
Iizw vrnAutk Woef.
Ncch ist es ganz finster. Die dike.
schwarze Luft, die über den Straßen
ruht, wird noch durch keinen Lärm er-1
schüttert. Die Häuser scheinen zu'
schlafen.
Nur vereinzelt flammt hie und da
ei Licht auf, bald roterer ein neues
uns bald wieder eins. Das sind die
Häuser, die von den Bergarbeitern be
wohnt werden. Bor Tagesanbruch
erh.'ben sie sich und schlüpfen in die
Kleidung von der gevöhnlich behaup
tet wird, daß sie eine schmucke B?g
Werkstracht" fei. In Wirklichkeit je- !
doch hat die Tracht, noch weniger ha !
ben die Träger das geringste mit ,
schmuck" gemein.
Eine englischlederne Hose, eine
Jo?pe. die zwei Reihen' Knöpfe auf-
rceiit, um den HakS ein dickes Tuch, t
auf dem Kopf eine Mütze mit einem j
ziemlich breiten Schirm, so ausgerü !
stet, schreiten sie zur Arbeit. Hohe !
Stiefel, die wasserundurchlässig sein !
sollen, ein -tab und eine Grubenla
terne vollenden die Uniform.
Ehe der Bergmann das Haus ver
läßt, nimmt er von Weib und Kin
dein zärtlich Abschied, gilt es doch eine
Fahrt, von der er nicht weiß, ob er die
Gesichter seiner Lieben jemals wieder
schauen darf.
Der Bergarbeiter ist kein Durch
schnittsmensch. wenigsiens nickt in den
meisten Fällen. Das e vize Schweben
zwischen Leben und Tod. das ewige
Le'.'en ohne Licht, ohne Sonne, hat
ihn zu einem ganz besonderen Schlag
gemacht, und je nach seiner Tempera
menlsanlage hat sein Charakter sich
zur ausgesprochensten Individualität
entwickelt.
In den verschiedenen Schachten sin
den wir die verschiedensten Typen.
Uebermiegend ist der des schweigsa
men, vorsichtigen Mannes, der mit
Fleiß seine Arbeit thut, und über des
sen Gesicht ost tagsüler kein Lächeln
huscht. Seine ganze Arbeitskraft
concentrirt er auf fein Werk, denn er
hat Weib und Kind zu Haus, denen
er der Ernäher ist, mit seinem schwer
erarbeiteten Lohne. Gewöhnlich ist er
sehr fromm, sehr gotlesgläubiz, und
der Gedanke, daß seine Angehörigen
für ihn den Schutz der heiligen Maria
anrufen, erhöht seine Ruhe, die wir st
sehr an ihm bewundern.
Toch auch lachenden, fröhlichen Ge
seilen können wir da unten beg'gnen,
jungen Menschen, aus deren schwar
zen Gesichtern die Augen leuchten und
die ZLdne blitzen. Tas sind die
Freien, die Unabhängigen, auf deren
-Rückkehr weder ein ältes Mütterlein.
noch ein junges Weid oder ein klei
neZ Kind wartet. Das sind die Wag
halsigen. die weder den Tod noch den
Teufel, weder die schlagenden Wetter
ncch das Reißen des Förderseils fürcht
ten.
Mit fröhlichen Gesichtern steigen sie
in den Förderkorb, der si in die Kru
be bringt, und hoffnungsfrch klingt
ihr Glückauf", das sie den Kameraden
zusenden.
Man möchte es kaum für möglich
halten, aus welchen Volksklassen und
Berufsarten der Bergarbeitersland sich
zusammenseht.
Neben dem Arbeiter, der aus Nei
gung" den Beruf ergriffen hat, tön
nen wir ehemalige Lehrer. Bankdeam.
te, ja sogar hin und wieder ehemalige
Aerzte und Offiziere hier treffen, de
nen die Tracht und die Arbeit noch
nicht den Stempel, den ihr früherer
Beruf ihnen aufgedrückt, genommen
hat.
Freilich, nur so lange sie sich noch
auf der Erdoberfläche befinden. Hc
ben sie erst in dem Förderkorb, der et
wa immer zwanzig Personen faßt.
Platz genommen, und sind sie mit der
rasenden Geschwindigkeit in die Tiefe
befördert worden, dann ist jeder Un
terschied verwischt.
Tas Rasseln. Poltern ud Rat
tern der Maschinen singt ihnen
allen das gleiche Lied, das ewig nie
derrieselnde Wasser macht dazu die
monotone Begleitung. Und wie auc
nebelhaft weiter Ferne hören sie übe:
sich die Töne des pulsirenden Lebens,
hören sie zuweilen, wenn es still wirk
im Schacht, die Straßenbahnen über
ihren Häuptern dahinsausen.
Zur Mittagspause versammeln sr
sich alle, um in fliegender Hast ihr.
Mahlzeit tinzunehiren, zu der sie ge
wöhnlich dünnen Milchkaffee als ein
ziges Get'nk genießen. Er dient ih;
nen zum Loschen des Durstes, er dient
ihrien zur Auffrischung der ermatteten
Nerven, denn so lange der Bergmann
im Schacht arbeitet, ist ihm der Ge
miß des Alkohols untersagt, und seine
eigene Vernunft verbietet ei ihm
gleichfalls. Ein Schluck zu viel, ein
einziger Schluck, dir seine Sinne nur
ganz wenig umflort, und sein Leben
steht auf dem Spiel. Denn es erfor
dert die völlige Concentration aller
Sinne und Gedanken, wenn man in
den heißen, niederen Gängen, in de
nen man sich nur gebückt oder krie
chend vorwart bewegen kann, seine
Arbeit verrichten will. JedenAugenblick
muß man still halten, denn da pol
ternde Rollen kündigt an. daß in
Zug. der au mehreren Wagen besteht,
vorübersauft, und wäre der Tod.
wenn man ihm nicht rechtzeitig au
wstchen würd.
Dr Tod lauk-t in dn .Stnbe'.
in denen man sich nur liegend or
wartkbewegen kann. In der idat.
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3ftV Xait)at, Alanager,
gen. so lonvervar es auoz klingen muu..
Durch fchlanqenartize Krümmungen
des Körpers kommt man ruck,vese vor
wärt, bi ran sich endlich wieder
aufricken tc. in.
Der Ira :t dem Berzmanne
ncch a- ", wenn cr sich zum Schluß des
Tages ;n den ? örderkorb begibt, um
wieder an das Tageslicht, sozusa
ge r z i lo Ti:e.i.
N r ei ik e nziae Sekunde Berspä
tung. ein ungeschickler Sprung, und
er bl H ;e schü et er! liegen, ' seine
Augen seh:,, da? Licht der Sonne nie
mehr, er tan nicht mehr hosfen, das
L'cht der Sonne noch einmal zu se
h:n.
Tenn in Wirklichkeit vergehen oft
Monate, ofin rast den Bergmann ein
S.rahl de! Ta-:k!'chtes trifft. Früh,
wenn er eintr.'rt, kann er noch die
Sterne on .s in el sehen, Abends,
wenn er kr Ob r'lLche der Erde wie
der betriit. i 4i si die schwarze Nackt.
Sie werder m ' ht einwerfen: Ja,
es gibt dc tf'? eine Tag- und eine
Nachtschicht d. b ein Tbeil der Ar
b'i'er arbei: t Tage, der andere in
d r Nacht. - id esen ist es doch wobl
veraönnt. l'.t Z:nnt einmal zu se
tz n?"
Nein, auch '. ie sehen die Sonne
nickt, denn sobald sie den Schacht ver
lassen und ihr Reinigungsbad genom
men haben, eilen sie nach Hause, um
sich zu Bett zu legen und ihre Ruhe
b's auf den letzten Augenblick auszu
kosten. Und am Sonntag?"
A? Sonntag thun sie alle dasselbe,
d'r Ael'e"e und der Jüngste, der Lu
stiafie. der Ernsteste, sie alle schla
sen! Werthvoll art,samlg.
Tie bedeutendste englische Freimar
kensairmlung ist die unter dem Namen
der Tapping Sammlung bekannte,
die zu den Sammlungen des Briti
scken Museums oehört. Sie zählt über
100.000 Marken, soll an Werth und
Vollständigkeit die dritte der Welt sein
und wurde ursprünglich von dem der
storbenen Thomas Kev Tepling. dem
langjährigen konservativen Abgeord
neten für den Bezirk Harborough in
Leicestershire. zusammengestellt. Er
hatte sie begonnen, als er zehn Jahre
alt und als es verhältnißmäßig in
fach war. die Marken der Welt zu
übersehen und zusammen zu stellen,
und dann hatte er sein ganzes Leben
lang mit zähem Eifer daran gearbei
!et. die Sammlung vollständig zu ma
chen und zu halten. Heute wird sie
nach dem Marktpreise der darin ent
haltenen Marken auf 100,000 Pfund
Sterling schätzt.
Tr Beaehrungs- und Aneignung
trieb der Markensammler und jäger
muß ganz bedenklich groß sein, denn
die Muscumsbehörden haben es für
nothwendig erachtet, die Auilageka
sien. die die Zaplingsche Sammlung
enlballen. stets unter die Obhut von
zwei besonderen Wächtern zu stellen.
Sie stehen in der Mitte de Raumes,
iw als "Tbe King Cibtaro" (des
Königs Bibliothek) bekannt ist. Doch
selbst damit sind di Vorfichtsmaßre
geln der Eonservatoren nicht erschöpft
Gewesen. Vieln-hr sind gewisse be
sondere Werthstücke, von denen jede
einzelne Marke einen Sammelnxrth
vcn Hunderten von Pfunden darstellt,
für sich in inem Kassenschrank in den
inneren Räumen de Museum deson
der untergebracht morden. Die dort
vereinigte kleine Auswahl unter den
Schätzen der Sammlung. woruntr
besonder gewiss Marken von Mau
rilius. Britisch Guiana und Hawai
geschätzt werden, wird al Sehens
Würdigkeit für sich betrachtet und ist
auf besondere! Gesuch zugänglich.
tf . chinesisch VrilIrD,
Die Söhne de Himmlischen"
Reichs scheinen alles andri machen Z'i
müssen, wie alle übrigen Böller. Viel
leicht nirgends tritt da so augenfäl
lig zu Tage wie bei einer öffentlichen
Versteigerui'g. Für jedn Fremden
ist eine solche ein höchst merkwürdiges
Schauspiel. Es ist ein ruhiger, fast
feierlicher Vorgang, bei dem die ganze
Zit über tie tiefst Stille herrscht.
Wie auffallend unterscheidet sich da
von dem Lärm und dem Wirrwarr,
der bei uns jede Versteigerung zu be
gleiten pflegt! Der Auktionator lehnt
sich hier über einen kleinen Zähltisch
und zeigt fein Waaren schweigend
vor. Ebensowenig spricht der etwaige
Bieter ein Wort, sondern begiebt sich
nur zu dem Auktionator und gleitet
mit der Hand über dessen Aermel weg;
damit drückt er diesen mit einer Fin
gerspitz so oft, wi er für den kxlref
senden Gegenstand zu zahle gewillt
ist. Dann wiederholt der und jener
dasselbe, bis der, der den höchsten
Preii geboten hat. den betreffend
Gegenstand ausgehändigt erhält, ohn
daß dabei in Wort wechselt wird.
Nur der Auktionator und der erfolg
reich 9ic.ii kennen den zu zahlende
Prei. Daß bi diesem versah
leicht in persönlich Bevorzugung
vorkommen kan. liegt ja auf der
Hand, und sie wird auch thatsächlich
oft genug vorkomme.
Sachverständig. Richtn:
Erwiesenermaßen trank der Nnge
klagt sieben Liter Bier und will da
von total betrunken gewesen sei. . .
Wal sage Sie dazu, Herr Müllers"
Schöffe: Her, Richter, dat ist schwer
san? VW, ( 5
mGGS1 POD&SxtF FOWßEd
-5Sg
In allen Apotheken
Ar. I. CoVklkaii's Sustk -Syrnp.
Für K e n ch h u st e u
ft solchrr M ei.zig sichere,
Tausende legen gern Zeugmß
kraft gegen d,e,e betrübende Kiankde.
kriukik, Haste,, krUltnigk,. ZlktVkhaiS uzi illk tIakdkschlvn.,,
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der alten Heimath hereinkomme lasse will, wird i sei Jvu
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Xiiw Zork und Valtimor.
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ZLtw Ccrk, kondsn,
Danz u. harnburc.
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Üirxrrsol und Antwerpen.
Venaue vulkunft über Passag
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