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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, May 19, 1905, Image 3

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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Schmiedeu.
Wagen - WerKftätte
80
HENRY HGNECK,
Hermann, lN.
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ftilii3n -ittcilcn. tut tut Ml b,wabt
Ailwaukee
.Selbstbinder
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Ar.W.ls.Wess
Arzt und Wundarzt,
ermann, - - - Mo.
Ccr oujcrt balle a,ea,enüber.
Sprechstunden:
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t'OllS MiltUll f.n'iSl,u ' n?'
II 1 Utll IJ Ull UB7blbUtl
U'UJijc tat '. ruii!tiitttudii bii ia, uno Dci
Ia4i mmii 1111'J (mn.
Das ulte Med.
Noman von Marie TierS,
(3. Fortsebung.)
nur. du Trvtzkopf, du Heuch
lcrin. keine lunle ist n:Kk. LiIe nicht
so un:er reinen grüne Weihnachts
tauin. Tu wirst noch seltsame Tin
ze erleben unter deinem grünen Weih'
NJifctvfrjum!
Wenn Wolf den Wunsch hatte, mit
ins Pfarrhaus genommen zu werden,
brauchte er sich nur dem alten Pa
stor selbst anzuschließen. Der war ohne
Arg und Falsch und hätte niemals be
griffen, warum man zu einem netten,
freundlichen Menschen nicht nett und
freundlich sein solle.
-o kam Wolf ohne Schwierigkeit
bis an den Weihnachtsdaum, uno UI
rich. notkgedrungen neben dem ältesten
tÄymnasiasten. ging hinterher. Heute
war ein Rutscher mit, und er hatte
keinen Vorwand, für die Pferde zu
sorgen. Außerdem fühlte er sich wie
verantwortlich für Wolfs leichlsiiini
ge; TKun.
Aber um den Weibnachisbaum war
jetzt die ganze Familie, tfls Menschen
t teilten sich in der einen tube, die
noch durch den Aufbau und die ttrip
pe in der l?de sedr beengt war. Ta
kannte Wolf allerdings nicht viel Un
heil anrichten.
Ach. Unbeil r!ch:et sich schneller an.
ols mancher denkt, und wenn '.Neu
f .icn und Wmcheiisiiiiimeii unk ein
treiser Ziich mit Geschenken sich wi
s.j'kn den )äger und sein eoleS Wild
drängen.
Wolf wußte, dasz Elfe, obwokl sie
drüben stand und mit ihrem unver
niedlichen Brurer Walter plauderte,
dennoch seiner stimme mit klopfen
dem enen lauschte und sie hören
loärde durch die grünen Zweige
und ihn sah, obwobl sie gar nicht in
der Richtung biite.
t?r svrach zu dem ge?ul?igen Pa
sior über sein Leben und Treiben und
richtete auch ein paar schöne Worte an
die Frau Pastor, die aber kalt und
verbinen dastand und Eisens Haltung
überwachte.
?as stachelte seinen Uebermuth.
Plötzlich ließ er den Pastor stehen,
ging um den Tisch herum und auf
t?lse zu. Fräulein Pärenwenber. wir
haben uns noch nicht einmal richtig
begrüßt. Was hat Ihnen denn der
Weihnachtsmann gebracht,' Ge,viß
mekr al-Z mir, denn mir wird jetzt die
Kandare stramm gezoaen, denken i
nur!'
?er Bruder Theologe trat verdutzt
inen kleinen schritt zurück und tu
sierte Wolf nicht eben freundlich. Ter
wart ein amiisirte Auge auf ihn.
Wahrscheinlich beehrte ihn dieser Die
uer des Herrn mit seiner hochehrwür
digen Verachtung ali einen Vertreter
profaner Weltlichkeit, einen Atzt der
untergeordneten Leiblichleit.
tflse war durch den Ueberfall so
verwirrt, wie Wolf es gewollt hatte.
Kilt ihre Steifheit und affektirte
Kühle gingen unter. Aber es blieb
ein siißesein süßes Tichbehaupien.
ein ÜJIäbchentrotz, wie er ohne jeden
fremden Einfluß ganz unmittelbar
au ibrem Herzen kam.
.Ties sind meine Geschenke. Herr
?oktor. Zehen 2ie sie an, wenn ie
mögen. Aber hier ist auch mein älte
fter Bruder, ie kennen einander wohl
noch nicht."
Ter Theologe trat heran und
machte eine ganz vernünftige Verbeu'
gung. (st war ein schöner Mensch
mit einem strengen Schnitt der Züge.
?!ur war er zu blaß und schien sür
seine Größe auch nicht die genügende
Brustweite zu babcn. i?r sagte ein
paar formelle 2?orke und erwies sich
darin zugänglicher, als Wolf ihn
tarirt batie.
Mit Elfe war dagegen nicht vie,
anzufangen. Fan zoei'elie idr Freund
daran, ob unter ihrem FesttazSkleiS
chen auch wirklich ikr Herz verloren
aeaan.ien war.
.ttomm. Wo!?", faei: Ulrich. .Ttr
Wagen steht draußen." Tiefer ewige
Ulrich! Wolf sah irrn wüthend an
Frau Pastor schien auch gleich sehr be
reit. ad:eu tu lagen, und Elle sag aus
als wäre idr so viel nickt daran gele
oen, cb er jetzt ainz oder nickt. Na.
wartet ihr ae! dachte er. Ich hole
mir schon mein Recht, euch allen zum
3tfe!
Am Abend dieses Tage? sagte Frau
Egier im Familienkreis: Was
meinst du. Karl, es gehört sich wohl,
daß wir einiial die Bärenwenders
einladen. Ich denke, übermorgen ist's
am besten, wenn der Pastor die Fest
arbeit b'.nter s-ck bat.
.Meinet regen", sagte Karl Ezgers.
Einen großen Kalbsbraten brauchst
du aber darum nicht zu nehmen. Le-
itrng".
Mein Gott, ick werde zwei t?n
ten schlachtn. Wie du dich jetzt plötz
!ch mit dem Geld anitellst. Mann.
Er sat, schuldbeladen aus. Ja. er
irußte. daß er sich anstellte, und dafz
r sich immer anstellen wurde, von
nun an bis ans Lebensende. Und
daß ibn das selbst plage, und daß
r ar.Me damit plagen würde, aber
.ß es die einzige Hilfe und Reaktion
leines allen zähen Bauernherzens
war. das an seinem gegen -.willen uno
l deizeuzanz verschleuderten (Leid
SmiilTöCol
Weinu. KierHaloon,
Im'
Ckklral Hilrl- Vkdiude,
a b l ar klsl tasje,
Vt Uedernakme 6t (Stidiäjit uoiiiftiit)
teil l'tji&et, tut. , ch, habe ich tti
,,! sdi fltosjen )o"ull) an bist
lieiruiiteit usw, ch untl)tt und lade b
jonbft meine Zar,ekiieud ein chrer
lUhictiibebail bei mir ,,u tauicii.
UogerKStaknftssr Finish
iZardl und ,,'N, d,n nufebubut uil
lI IlOUlUllllt,
I CtflUc! O Cl! G fti ach
KeicV uiigkdiiichl und ttortnet UAtT licht,
u da mun bin nliUUcu Uiüijiu
blutn (tütn lunu.
Macht Pint'nßbodk mit gart
mooft aozsehcn,
Cb njiflr(4tn obtc tiidtt.
Zst auch gut fttr ar,h,l,,FuKbt.
,rag sür tbüiitltin über Behandlung der
Zutzboden,
Jjubrizitt van der
LETKOIT WH1TE LEAD WORKS.
Uucis ivuszte, vag vie Unterhaltung
' auch ihn mittelbar anging. Dah Zei
' ten für ihn kommen würden, in denen
, er an der Knickrigkeit seines Alten
! schwer zu schleppen haben würde. In
denen er all den süßen Gewohnheiten
eines gutgeöten Daseins entsagen,
manche lustige Stunde würde sich ent
gehen lassen müssen. Aber heute
war noch sein Empfinden dafür
stumpf, von einem ganz andern Wind
bewegt.
Der Zukunft schenkte er überhaupt
jetzt keinen Gedanken. Was ging ihn
heute die Zukunft an? Wer konnte für
die Zukunft stehen? Schön und süß
war die Gegenwart und voller Zauber
das Leben der Stunde!
Ihm war ganz danach zumuthe.
aus dem Tag nach dem Fest einen kri
tischen Tag zu machen.
Endlich war es so m,it. Es hatte
von früh an heftig geweht, ein Thau
wind kain über die Felder und drohte
all der weißen Herrlichkeit den Unter
gang. Aon allen Bäumen tropfte ei,
uns als die alte, schmerfällige Pastor
kutsche aus Klähnen in den Hof ras
f rite, waren ihre Räder wie durch
Lehm gezogen und dasBerdeck bis oben
hin mit Schmutz bespritzt. Tem ge
öffneten Schlag entstiegen der Pastoe,
die Frau Pastorin. Walter, der Theo
loge.' Hans, der Gymnasiast un)
keiner so! st.
Wolf stand wie im Traum. Keiner
sonst ? !Z!ein. der Schlag fiel zu.
die Kutsche rumpelte davon.
Wo ist denn Ihr Töchterchen?"
fragte seine Mutter die Pastorin in
liebenswürdigem Gesellschaftston.
, EI e hat zu thun. Wir können
doch nickt das ganze Haus allein las- j
' . . - t
ten. sik wollte aucy gern ve, oen
Kindern bleiben." Dies sagte sie n
der Richtung gegen Wolf hin.
Ulrich stand dabei und grinste wie
ein schabenfroher Affe. Ordentlich
eine Wonne hatte der sonst so gutge
artete Kerl an Wolfs Gesicht oder viel
mehr an dem. was sich hinter diesem
Gesicht verbarg. Denn das Gesicht
selbst blickte nur kühl und halb spöt
tisch, an dem war leider gar nichts zu
sehen.
Wolf unterhielt sich denn auch wie
ein wohlerzogener Sterblicher. Aber
gegen Abend wurde sein Gesicht im
wer gelangweilter, er gähnte sogar ein
paarmal recht ungkivgen, und schließ
lich stand er auf und sagte, er oave
Kopfweh und wolle sich ein 'wenig
oben auf sein Sofa legen, um zur
morgigen Abreise wieder wohlauf zu
sein.
Mehr als ein vielsagendes, veim
lich triumphirendeS Lächeln folgte
ihm. als er hinausging. Die übrigen.
harmloser, wurden besorgt. Was fiel
ihn eigentlich ein?
Wolf ging auch nach oben, schlafen
konnte er jedoch lange nicht, da es ihn
ärgerte, das Elfe zu Haus? geblieben.
Schon früh erhob er sich wieder.
Der Sattel auf Vaters hellbrau
ner Reitstute war schnell ausgelegt;
der Knecht, ein dummer Junge von
siebzehn Jahren, sperrte Maul und
Augen auf. half ihm aber beim An
schnalle, öffnete ihm das Stallthor,
und hinein in Wind und Dunkelheit.
Nässe unten. Nasse um sich her. ging
der tolle Ritt.
Warte nur. mein Trotzkopf! Du
wirst dich noch wundern unter deinem
grünen Weihnachtsbaum!
Aber Elfe war heute gar kein
Trotzkopf. Es war nicht ihr Wunsch
und Wille, daß sie hier geblieben war.
Sie wußte ja, daß er morgen abreiste
und ihr dann wieder verloren ging auf
lange Jahre, vielleicht auf immer.
Sie hatte so sicher gehofft, er würde
doch noch einmal im Fest kommen,
aber statt seiner war die Einladung
erschienen.
Wie sie sich gefreut hatte, halb un
gewollt, halb unbewußt! Selig sah
plötzlich das ganze Leben sie wieder an.
Was würde sie anziehen? Ihr dun
kelblaiies mit den Spitzen? Oder gar
ihr weißes?
Aber nein, man putzt sich doch
nicht so heraus zu einer Winterfahrt
über Land. Doch freilich. Wolf
Eggeis würde das weiße am schon
sten finden so kannte sie ihn auch
schon.
Ach Unsinn. Unsinn. Mutter würde
ihr ja kommen! Schade. Aber das
dunkelblaue war auch sehr hübsch, und
man füblte sich sicherer darin, auf kei
nen Fall ausfallend.
Aber Mutter kam ihr noch ganz
anders. Als sie beide miteinander al
lein waren, sah sie die Tochter über
die Brille weg an mit diesen ftahlhar
ten Augen, die sie wieder wie auf Ar
ineslänge abhielten, und sagte, ohne
nur eine Sekunde mit Stricken inne
zuhalten, obwohl sie gerade bei Wal
ters Socken an dem Zuspitzen der
Hacke war: Du bist mit eingeladen.
Elfe. Aber da nun d.-ch Ferien sind,
denke ich. wir nehmen Hans mit. und
da ist die Kutsche voll. Die Kinder
sind dann auch ganz allein zu Hause."
Else wurde ganz kreideweiß. AIs
stürze ihr die Decke über dem Kopf
zusainmen. 'o war es ihr. Aber
sie fand weder zum Weinen, noch zum
Bitten den Muth diesen Augen gegen-
über.
Die Mutter sah diesen enormen
Eindruck, da ivurde ihr erst recht hol
lenangst. Um Gottes willen, so tief
saß c dem Mädchen schon? Das
war ja eine nette Entdeckung! Und
sie hatte sich am ersten Freitag schon so
beruhigt gefühlt und so stolz auf ihre
kleine, kühl, Elf gesehen. Herrgott
tmll C. Scliu
Hermann
MnAtt-HmitlUtck
von,
Schuch Bros.
liefe der ten ud ZVIartlstrak,
Herina, , , Vlo.
itjerjertigen ivloiminente. (Jtabjlciiif ujiu.
au (Scuiiit d iUatmet; ebeusall lim
sasjungen sür Araber der JaMnlitnpliil;.
itta in grke u,vahl fertiget '.'.'ioiiu.
nienl an Hand. Nur da beste Älnleiial
wird gebraucht. Preise niedrig und jjuirie.
dihet garantirt.
chchv,.
Achtung arati bod Vbtichtkr.
tUlenn ihr Obstbaum irgend einer 31 1.
jianzan ivolll, dann (simni zu un übt:
a,ick m eure Beslelluiigen, UiijeieBiiuni,
ant) Pjlanjen sind gm tjeiuachjen, tiäjiii,
und wurden in tacade lioiimi) g,jvgci,
so dasz sie besser gedeihen werden ai joldi
die ihr von auswari bezieht.
!j h o n i l Sl u r ) e t i,
iKIoollam, Hlo.
novll Ut0lldDt tio
i .i v.,.,...n itin! ia kana es ja g.u
nicht genug kalt Wasser geben, um es
darüber auszuschütten!
.Natürlich bleibst du zu Hause!"
rie sie aufgeregt. Und das merke
dir: dieser dumme einfältige Bursche,
dieser Wolf EggerS, dieser eingeoilde
Haary oiiuao,
te Lasse kommt mir nicht wieder in s ' daß et Eise inmitten der Zttnder
Haus! Und wenn du dich jetzt etwa schaar antreffen würde, ein paar ent
lächerlich machst mit verheulten Au-! zule:,3e Stünbchen voll verhaltener,
gen und muffigem Gethue, dann sage , stielenbei Seligkeit verleben, dünn
ich Bater und Walter bei Tisch deine j wieber nach Haus reiten uns der oer
ganze Albernheit an. Dann kannst j ehrten geschätzten Mama Bärenwenber
du zusehen, in welches Mauseloch du ins Gisicht einen schönen Gruß von
kriechst. So nun hebe mir mal ; (Ilse überbringen. Er wollte ja nach
die Masche auf, die mir herunterge- j her gar keine Heimlichkeit aus der Sa
fallen ist. Und dann geh in die ; che gemacht fttjen.
Küche und wiege die Fische ab. Ich ! Wun drohie der Faden seinen
höre eben den Jungen draußen kom-! Händen zu entgleiten. Es war hier
men." ! alle anders, als er gewollt hat:e.
Elfe hob die Masche ohne Sckwie- i Und Elfe so fassungslos, viel zu
rigkeit auf, ihre Hände zitterten kaum fassungslos sür solche gefährliche
mehr. Die Berzweiflunz machte sie
starr. Sie hielt sich den ganzen Bor
mittag über ohne verheulte Augen und
muffiges Gethue. Nur ein bißchen
blaß sah sie aus.
Aber als nun Mutter im Schwarz
seidenen aus der Schlafstube kam und
Bater und die Jungens in ihren gu
ten Röcken erschienen und sie Walter
noch den Schlips binden und seine be
dauernden Worte über ihr Zurück
bi'en mit nterschlucken mußte, als
die rumplige Kutsche vorfuhr, in der
so gut, o gut noch Platz geweten
wäre sHanö hätte sowieso schon lieber
auf dem Bock gesessen), da wollte ihr ;
doch ihr junges Herz beinah zerbrc-;
chen. Und als sie am Wagen stand
und der Mutter eine Decke über sie
Knie stöpsle, war es ihr einen raschen,
schrecklichen Augenblick lang, als haue
r . w:. itii.,11..
,e v,r luitrc.
Nun konnte sie weinen! Aber
nein, da waren ja die Kinder. Glocke
und Hammer sollte si: mit ihnen U'i?
Im. Das ist fein. Slsi. daß du hier
geblieben bist," sagte der siebenjährige
Fritzel.
Es wurde Abetd. Ter Kopf war
ihr wüst von dem Lärmen und Spie
len, die Augen heiß von den ungewein
ten Thränen. Ging denn der Tag
heute gar nicht zu Ende?
Sie faß auf dem Bettrand bei Fritz,
der ihr immer noch am meisten zu
erzählen halte. Sein' Gedanken lie
fen immer seinen Worten voraus,
dann mühte sich der kleine Mund, und
er sah aus wie ein schnappendes Fisch
chen. Hör mal, Elfi, wenn nu alle, alle,
alle Ztuischen aus der ganzen, ganzen
Welt
Draußen ging die HauSglock
Ein
rascher Schritt vom Flur her
Else horchte aus. Etwas wie ein
Blitz, wie eine unmögliche Ahnung
durchzuckte ihren Körper. Wer war
das? So ging doch kein Bauer
Sie riß Fritzchens Hände von ihren.
Hals ab, stürzt nach vorn. Im
Ylur !
brannte eine kleine, qualmende Ku
chenlampk. Im Havelock nein, sie
träumte doch nur
Guten Abend." sagte Wolf Eggers
ganz ruhig. Sie erlauben, daß icd
den nassen Mantel abnehme? Es war
drüben in Holzhagen nämlich etwas
langweilig. Da dachte ich aber ie
sind ja sehr freundlich "
Er hatte den Mantel schon abge
streift, und Elfe, halb bewußtlos,
kaum wissend, was sie that, und was
geschah, nahm ihn aus seinen Händen
und hing ihn an den Ständer. Sie
zitterte.
Was wollen Sie hier nur?"
fragte sie, noch immer wie im halben
Traum.
.Sie sehen. Fräulein Else". sagte
Wolf geradezu. Ihnen nebenbei adieu
sagen."
Ach so mir adieu sagen." Plötz
lich schien ihr alles ganz richtig un?
in der Ordnung und über alles Be
greifen hinaus schön.
Ich werde Ihnen Thee machen,
es ist so schlechtes Wetter draußen.
Sie sind doch nicht zu Fuß gekom
men?" Nein, ich bin geritten. Das
Pferd habe ich gleich in Ihren leeren
Pserdestall gestellt, wir haben ja heute
ein bißchen Baumchen verwechseln gc
spielt." Wie seine Augen lachten und sein
Mund! Welche Frische, welche spie
lende Kraft sein Wesen ausströmte!
Sie sah ihn an und wußte nicht, wie
ihre ganze Erscheinung eine einzige
schrankenlose, jubelnde Bewunderung
war.
Da rührte e ihn wie ein Sckreck.
Ei war hier ja so süß, so gefähr
lich. So viel galt er ihr? Hatte er dann
so kommen dürfen, wie er kam?
Sie ging ihm voran durckS Eßiiin
mer. Dort standen die Ueberreste vom
Abendessen der Kinder. Es sieht
hier noch so wild auS". sagte sie ent
schuldigend. Ick hatte keine Zeit zum
Ausräumen, ffritzchen
Da tönte schon von fern und dumpf,
ober deutlich sein wüthendes Gebrüll.
Else Elseee
Ach. er weckt ja die andern auf!"
rief sie ganz erschreckt. Ich muß
bin
Umgedreht und fort war sie. Das
Gebrüll verstummte.
Wolf stand am Tisch mit den Ne
sten. das stille, gelbe Licht einer Pe
treumhängelampe erfüllte den Raum.
Vor den Fenstern stand die schwarze
Nackt.
Wie m' sich plötzlich vorkam! Wie
ein Einbrecher! Hatte er denn wäh
nd der ganzen tollen Reiterei kei
nen Gedanken daran gehabt. ba er
BillktteiMöxilijitlitt
OB-
A. GUENTHER
ii f ajilU. nb Hi ttiafec u tslifeiitn
tuliiii tjulilaitiamt,
Hermann, Mi
iVbttt lag tl4il tütifc. und t&ma uttob, fluax'
luilcll Ullb anbect t)udB(tl. (ftKilfjlii llcllfTOU
Itunbi), fcLlliuajU. uiilcittn aliti. u it)i MUia
4Ki.an. vnititklltkuchist eint Dpkziullkül
Je ta iuabnb oct juinnajaiu.
I Jluuciu iucioih tiif aUi tuen taliiiiitcl,
Eugen Nasse
)?0inrirt' ml'i't(lB XiiualiSiiiin n
6tfUllll. Busrnimiu.
litilt Cljtn. I41lll Dictier i,nb titinen iiiru. unt
CiNtgluUt Otiuiliu! tUllcn UI uHUOiulKUxl
ftatlluuttill, utuilb OlUlg
l'eil) - SiaW
00.
FritzOchsner,
, ü, rirmlli, in.
II" V'H. u)crub Asib, IIDlII in tat'
ttmittu litte mm
ilsr um it)tiii !ttllf Lungen könnte?
Unc jetzt? Was weitet i Traute
er sich zu, in diesem wun:eiiamen
2ete.aie:e den iopf kühl zu behal
ten? Er wußte es jetzt: er hatte so ein
verschlrommenes Bild davon gehabt,
tunke.
Wäre es jetzt nicht das Bette, hin
aus und aufs Pfers. ehe sie loieer
kam? Es wäre zwar die Krönung sei
nes albernsten Streich?, den er je be
gangen halte, aber von zwei Uebeln
dock das geringste.
Ta aber kam Else schon zurück, und
er sah es staunend als eine an
dere, die sie gegangen war. Noch
lag eine leise, bange Schamröike auf
ihrem Gesicht von der Lüge, die sie
ihrem Brüderchen aufgebunden haue:
da sei ein fremder Mann, der P'.'a
sprechen wolle, und den sie andören
müsst. Aber dieser bewußten Liie
-egenüber und der Gewiß! : it.
uge vielleicht noch mehr als eiuiiia.,
sogar den Eitern gegenüber, vertreten
z müssen, war ihr befangener, ':e
täubter, wie unizauberier Z'mn oli'L
lich wieder klar geworden.
Dieter Besuch war nichts, iilscr da
sie sich freuen durfte!
I Und als sie jetzt wieder vor ''n
: stand uns von neuem ihr armes, jun
i cieZ Hers festhallen mußte, baß es
! ihm nicht entgegenflog, da fühlte ste
; mit Ergehen: ja, spielende Kra't ging
j von ihm aus. eine Kraft, sie mit 'Men
scheu und Schicksalen spielt.
! Sie fand dem gegenüber plötzlich
j den Ton für ihn.
Sie haben mir adieu sa.'en wollen.
! Herr Doüor. Ich danke Ihnen recht
i fchlm. es thut mir leid, daß Sie ü'lch
, L:;:d und Wetter taut hatten. V!?hen
. Sie also wohl, viel Glück!"
Er t'al, sie verdutzt an, all ''ein hel
ler. leichter Frohsinn kam ihm wrück.
Sie gab ihm den Abschied, ihren oer
heißenen Thee hatte sie wohl ganz
s rn,u,ie. Cd vielmehr verafien
ii
cie war hoch nier: ir
san.los und wehrlos, wie er erst ge
Kch: hatte.
Er nahm ihrHänX'Vn, .k- ii.i: :h .
d e '.'!;i:ii'!M beenden?, en:i' v,en''ireck
te. W.,h:hastig. es war gant kühl!
Er f.:i:te c und das anbete da;,! un?
JtL-.i Elfe sanft, aber fest vom prosai
schen Entlieh tort ans die sck,oell.' zu
da dunklen Weihnachtsstule, 'Um in
einer Ecke leuchtete das Transparent
bei Krippe.
Ihm ward plötzlich still uns selig
ms Herz, Er fühlte etwa? oon Sem
, Weben eines reinen Mädchenlelens.
nt f.v; man nicht einbricht na? Laune
, iiiiS ,!!'!, Spaß. Diese dunkle eih
, liachtvitiibf mit dem bellen Punkt der
alte, lieben Ehristgeschichte nah,,! fein
stiirmi'che? Herz gefangen, und mit
zarten Lippen berührte er ihre Hänse.
I eine nach der andern,
j Seien Sie mir nicht bö'e", sagte
er, ich a.che jetzt."
i Bor seinem Ton. der ihr zum Her
, zen drang wie nichts andere? im
ganzen iein viz zu Dieser tunor.
: sank all idr kühler Stolz hilflos zu
i sammen. Thränen füllten ihre An
gen. Wie dah ich dich lieb -- wie
'. hab ick dich lieb stammelte ihre
junge Seele.
Er sah ihr noch einmal lange ins
Gesicht, drückte ihre Hände und ging.
! Draußen stie, to" ein heftiger,
lauer Wind entgegen, schwer ding der
nasse Mantel um seine Schultern,
Er holte sein Pferd au? Sem stock
dunklen Stall und ritt langsam aus
dem Dorf in die finsteren Felder bin
ei. Nur rechts und links blinkte der
' noch ungeteilte Schnee.
Er hatte sich diesen Eiiibrnch an
ders gedacht. Lustiger, prickelnder, mit
heißem Kopf dann heimiustürmen von
einer tollen, abenteuerlichen Minne
fahrt.
j Nun war sie Siegerin geblieben, die
i kleine, stolze, feine Seele.. Nun stand
er vor der großen Frage: alle? vdcr
nichts!
Else blieb zurück, mit überoollem
Herzen. Aber es war nicht Glück al
lein, das darinnen strömte. Eine dunk
le, tastende Unruhe war über ihr. Ist
alles so. wie ich's fühle oder ist es
anders? War der Himmel hier im
Raum oder nur ein Trugbild, das
mich narrte?
Bis zur Seelenangst stieg dies Fra-
aen. Ein trauriges, banges la'ten
! nach der Seele, nach dem Wesen des
Mannes, den sie liebte und nicht
kannte
j In der dunklen Weihnachtsstude
stanv ne am rentier, ven ganzen, gan
jen Abend. Sie wußte nicht einmal,
wie die Zeit verstrich, und wie die
Thränen ihr unablässig über das Ge
sicht rannen.
Glück und Angst, miteinander ver
strickt, unzertrennlich, unentwirr
bar. AI die Eltern zurückkamen,
brauchte pe nicht zu lilyn, ti mt
Don-t Be Fjoledp
liki (Im ,,, lfll
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cim Ca . MWimo, Wl. I.
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Knark ci:l ach p::":. ;c.
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ROBERT WALKER.
ItchtmaiU . i5"ckiiwv?l.
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Brloxjl eiftlttM. !. etBumbl ta
iVi b CrtliH bb Ktiifi enltHMi M
bttl II.
(fdit mit etcmcl C. C. C. Nie,! i Misse
Herlauft, tutet ei vordem Händler, In
Kill ebenso gutes" w verkaose luchl.
schon alles entdeckt. Karl Eggers war
doch noch einmal in seinen Stall ge
gangen und hatte sofort das Fehlen
seines Reitpferde bemerkt. Zu glei
chet Zeit hatte sich Frau EZgers ge
änzstigt, daß ihr Sohn gar nicht wie
dertam und auf ihr Klopfen und Ru
fen keine Antwort gab. Nun paßte
unglücklicherweise der Schlüssel ei
ner andern Thür zu der seinen, und
so kam seine ganze Spitzbüberei ans
Licht.
Ulrich war oben mit der Mutter.
Als er den leeren Raum sah. entfahr
es ihm ungewollt auf eine blitzähnliche
Eingebung: Er ist in Klähnen. da
raus will ick schwören!"
Was sagst du?" rief Frau Eg
gtr.
Da hielt UIr:ch nicht mehr an sich.
In dem Schein des flackernden Lichts,
das seine Mutter trug, sah er wilb
aus, beinah unheimlich. Sein rothes
Haar, in vas er sich neroö:- hineinze
fahren war. stand in die Hhe.
Er stellt der Else von Pastors
nach!" rief er außer sich. Sie ist
ein unerfahrenes Ding, uns er. bei
Gott, er nimmt' nicht ern't. Mut-
ter. mit allem, was du über ihn oer -
mag'!, halte ihn hier vom Leichtsinn
zurück!"
.llliein jitmntel. Ulrick. wie ou
mich erschreckst!" klagte Frau Eggers.
Erstens baben wir noch gar keine
Beweise uns Sann es wäre ja ein
toller Streich von dem Jungen, aber
so darum in Aufregung zu gerathen!
Ein jebes MäSchen muß Doch für sich
, u
I Ml an bb I I.
IW
CAUfJY OATMABTKJ.
5iwMm
. .... .., m-?'
einzustehen wissen. Mein besorgter beglückenden Einfluß der Selbständig
Sohn, es scheint mir beinah als ob ' jf(t.
seine sittliche Entrüstung nicht so ganz
sachlich wäre "
Ulrich starrte auf seine lächelnde I
Mutter. Sein Gesicht färbte sich blut
roth, seine Adern schwollen an. War
er Senn dazu verdammt, ewig und
ewig diese alberne, sinnlose, releidi
gen Antwort ins Gesicht get'chleu
den zu bekommen? Diesen stets be
reiten Verdacht, der ihn mundtodt,
thatenlos, der ihn zu einer Null mach
te.' ?er ihm da! Recht jese? unbefan
zenen Btobachtens nahm, sogar vor
Ser eiaenen Mutter?
.Nun. nun " sagte diese ganz er-
schreckt 2iek nur nicht gleich so böse
au?, Ulrick. du verstehst, weiß Gott.
an keinen Spaß."
Er gab keine Antwort mehr. Er
wiüisie sich uns ging mit feinen t'chwe
re:t Stiefeln wuchtig die Treppe hin
unt.r, Frau Eagers nahm die ganze Sa
che nickt schwer, sie mackie ihr sogar
ein bif,cken Vergnügen. Als sie her
n :ei!ax, sah sie ganz harmlos au?
un'.' reseie davon, daß Wolf sich wohl
sei,: Kppk.vek verrcite. Aber an dem
Gestüt der Pastorin merkte sie. Saß
auch in ihr ein höser Versackt wühlte.
Ji ue ,ileickmü:!igett Ziioe waren I eiß
uns trugt. Kaum hatte sie sich so
lve i u Ser Gewalt, ihre Gedanken
nie! t aassufrrecken.
' Ick a'anbe. Adolf, wir fahren
jetz: gleich", sagte sie. Ich bahe
solüe Unruke, und mir ist recht
schlecht "
Aht? Frau Pastor! Unsere En
ten! ?er Tisch ist schon gedeckt "
Es thut mir leid. Frau Eggers.
aber mir ist zum Umfallen schlecht."
Da ivnete sich die Tkür. und Wolf
stand Sa, t,r merkte sotort an Sem
allseitigen Geschrei, da; ihn em
pfina. woher der Wind blies, aber et
blieb ganz kalt und sicher. Er gab
ruhig zu. Saß er über die Feldern ge
ritten fei und auch in Kläbnen sorge
sprocken habe. Aber die Kinder wa
ren schon zu Bett, da bin ich gleich
wieder umgekehrt."
Er sprach etwas müde und sah ab
gespannt aus. Sogar die scharfäu
gige Frau Pastor Bärenwender fühlte
ihre stärkste Unrube vergehen. Eine n
flotten Abenteurer sah er deute wirk
lich nicht äbnlich. Sie ließ sich n in
doch bereit finden, sich zu den Enten
nieserzusetzen.
Vielleicht bat sie ihn abgetru i-pü!"
Sackte sie während des Sckmaufts.
mit einer unsäglichen Befriedigung im
Busen.
Aber als die Wochen ins Land gin
gen. wollte ikr dock wieber ein bi'Z
cken bange um ihre Elfe werden. Lie
der Goit. was das heutzutage für
Noth mit den jungen MäSels war!
Sie hatte zu ihrer Zeit sich nicht so
angestellt. Ganz vergnügt hatte sie
sich von Adolf Väreniiendir die Eour
machen und von ihren Freundinneen
necken lassen, idn tüchtig ausgelacht
und ein bißchen geguält und. als es
so weit war. gerührt und bewegt ihr
.Ja" gesagt. An schlaflose Nächte
konnte sie sich aus der Zeit nicht mehr
recht zurückerinnern.
Aber Elscken. das dumme Ding,
fad ihr doch ein bißchen verdächtig
nach schlaflosen Nächten aus. Sonst
gab sie sich ja Mühe, daß man ibr
nichts anmerken solle, und bildete sich
auch wahrscheinlich ein. daß ihr dies
gelinge. Aber auch Walter war in
den Weihnacktsferien etwas aufgefal
len. Er hielt sehr viel von seiner
Schwester, und seinen Einfluß auf die
Mutter benutzte er von jeher dazu,
Else ein biScken im Haushalt zu ent
laite oder ihr ein Vergnügen zu ver
schassen. Wolf Eggers konnte er auch
je länger je weniger leiden, und vor
seiner Abreise, so wenig er sich sonst
aussprach. hatte er zu seiner Mutter
gesagt: Mutter, beschützt mir unser
lleineS La, tu vor di'ii Wolf." Da
wollte ihr schon ohnehin gar nicht aut
dem Kops. ; , --
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VH,telkjWkZ
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CHAS. GERMANN,
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jeden Freitag und Lamslaz,
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Silber, Aiant fc tUoetl tirain lio. hat un
icre Produlie in Hermann,
allsgeb, Äianager.
' Sie 'tonnte überhaupt nil'brzre!
fen, wie man sich um nutzlose Gesuhlt
o haben konnte. Gab sich Ler Bengel
etwa Mühe um sie? Schrie! er ibr
ein einziges Mal? So etwas märe
unfehlbar hier aus dem Land heraus
gekommen. Sie war schließlich eine praktische
Frau und sah alle Lebenkverhältni"!
im praktischen Licht. Wenn es sich
um reell Absichten gehandelt hätte,
wäre ja noch mit ihr zu sprechen ge
wesen. Sie hätte dann eben gesagt:
Elsinz. ein Windhimd ist er uns
bleibt er. Du wirst ihm die Zügel
hübsch anziehen müssen und ein Au,ie
darauf haben, daß er solide blei'.:.
Aber immerhin, r ist ein gescheiter
Kerl und wird' zu etwas bringen. Er
kann dir eint gute öristenz bieten, uns
das ist nicht zu verachten in diesen
unsicheren Zeiten.
Ader so standen die Dinge ja gar
nicht. Und wenn sie es nicht gewußt
hätte alt lebenskluge Frau, hätte
sie es ihr Eist schon an der Nasen
spitze angesehen, dafz sie nicht so stan
den.
1 jn dieser Zelt mußte Wolf Eggers
i a:ä atmtt Kerl und junger Toktor
!sjch um sein Stückchen Brot schinden.
Er würbe aber besser mit dem Ver-
zicht und den Beengungen fertig, als
er am Anfang gedacht hatte. E?
war darum, weil er alle die Reize jetzt
nicht mehr brauchte, weil seine Seele
und fein Leben voll waren. Uedersies
empfand er schon den stärkenden und
Trotzdem, wenn er in die Zukun't
schaute, wollte er sich Else noch nickt
als sein Weib vorstellen. Es war. als
müsse er sie um ihretwillen davor be
hüten. Ihn wanselle das Mitleid für
sie an. wenn .er diesem Gesanken
Raum gab.
So wie er jetzt war, so konnte er
die Frauen nur leiden machen, uns
jede Glücksftunde. die er ihnen gab.
mußten sie ihm bitter bezahlen. Er
wußte das und konnte es nicht än
dein.
Noch stand er. wie ein Knabe vor
einem wilden D'erö ttebt. vor ser
scheinbaren Regellosigkeit und Härte
, menschlicher Beziehungen, ohne den
rei'en Blick für die große Ergänzung
und Gerechtigkeit in ihnen
sie i?n
Lehens
allein zur Beherrschung des
führen konnte.
Noch mußte er nickt, daß. wenn
Gott die eine Tasche voll Glück und
Gnaden steckt, sie auszuschütten im
Dahinichreitkn, dann die andere mit
Lei? und Unheil füllt, des edlen
Gleichgewichts halber. Und daß.
wen er leerer läßt, auch unbefchwer
ter und unbeschwerender durch Leben
zieht. .
Äolf war ein ungeduldiger Kopi.
gewißlich. Vielleicht hätte er ein
Ende gemacht, so oder so. wenn da?
tägliche Leben ihm wie bisher ans
Rollen gelaufen wäre. Aber die
Sorgen und die Arbeit brachten idm
schon ganz von selbst das Warten
bei.
Sein Beruf interessirte ihn, und
wenn er auch noch immer nicht viel
gewissenhafter war als zuvor, so war
er dock scharf- un? fchnelldenken?. Er
arbeitete
viel und ausdauernd, er
hatte jetzt seine erste ernstere Lebens-
Periode.
Was aber sein armes, kleines Mäd
chen anfing. Saä'nten im einsamen
Dorf, ohne fühlbare Verbindung mit
ihm. ohne tbeilnebmen zu können an
dem Gang feiner Entwicklung und fei
ner Gedanken -- daran dachte er nicht
in feinem Iticklen Herzen.
,
Maiglöckchen blähten im Pastor?
garten, da kam och einmal ein Tag
wie eitel Sonne- nd Wonnerausch in
El'e? Dasein.
Und nun an einem Alltag, einem
Gartenarbeitstag sogar, da
der dies
viertel Mensch ron der Brust bis zu
den Fußen in ?inr schauerlichen Sack
schürze steckte nd die Hände voll
schwarzer Erre klebten, da lein Herz
schlag ibr vorausgesagt halte, was sich
nadle da 'tan? er er an den
sie dachte bei Tag und bei Nacht, ob
sie wvllte oder nicht, er. der Liebe.
Böse, der einzige unter allen Men
schen er iian? vor idr. Im
Garten, zwischen den jungen Eren
beeten und er kam nock näher. ge
rade auf ihre frisckgelegten Rabatten
zu.
.Herrgott!" Sie hatte aufschreien
müssen, sie kniete auf der feuchten
Erde, und die Haare waren ihr zer
zaust.
Aber treten Sie doch nicht auf mei
ne Blumen!"
Wo werd ich denn!"
Er that's aber doch. Sie sah's
schon gar nicht mehr. Sie war ausze
standen.
Blauer Himmel droben, siehst du,
wa unter dir geschieht?
Wo kommen Sie nur her?"
.Staatsstreich!" Seine Augen
sprangen vor Luft. Wie schön er war!
Ach schön gar kein Wort! Wie
ein Sott war er. ihr Gott!
(Fortsetzung folgt.)
Entgegenkommend.
Mutter (nach dem Haulball) Als
es ist noch immer nichts mit dem As
sefsorz mir scheint, du bist den zu wt.
mg tnkgegknkommenV' Tochter:
I Zlber Mama, zehnmal bi ich ihm aus
dem dunklen ftlur begegnet, wt tau.
ich, W, nicht Ujwil"
&IGGS9 PODLTSY POWDED
Ist
j 5" allen Apotheken
'ItuCXXJ
F
SWSm
j$B?
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li!l3 Dropp s VrauereiM)
MlKiis .BMingWliseiiitiit.
Ergründet
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iiraanr, tiuilrn, C'tiultungta. asjtljning uai alle tjabbcsmtiiti
'! Cilp
!'-.: i:i lititiiefUid). Cts
i i , u n c st a n g e n
5 r e
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Schiffs
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.U-S mv' al ?ur aiulen-unb Zwiiche
V 'r,j:2i2' dicke. Pasiagieicn via New Zivrk vderBal
' tiniore von uns nach irgend einem CrU
Eiiri pa zu bt iii ersiiiedrigin preisen zu baben. Wer gehörige au
ix stiten veititatb l rreinkoniitien lassen will, wirds in seilten. Inte
si,, finden, in unttrer Lfiice vorzusprechen
--g"r
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V A . A. ; li 9Cm
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V. . . V I t,., mSil.. V..fl-ir.i(llM ? -
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tU yTt Uvl-fpiUi. iMfi-stipatloU. hllKlalCh,
livTtUiv) lii'iiK'v JTH.-a:iaf ai'lruLstw lfm
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da, beste und billigste Mittel gege
EtßögelkrMtittil.
lle Medizin und nicht " ,
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Stoffen vermengt um ei
grohr, xemet zu wache
und Stores zu haben.
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Zu Jederzeit in bei
bigen Quantitäten.
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Nsrd'Deutfcher It6
ITvir iYrf unö Bremen.
lleu.' IJeif und i'altiniore.
kiamburgZmerican l'iuic
lau' ttsndsn,
ans u. Hamburg.
Amerika v. !td Star Cini
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Üiretvocl und Antwerpen.
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wöchentlich zu f2.Ü0 per Jahr M
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Ligent. 6: derausaeder,
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aller 11. t, in englischer und
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