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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, August 24, 1906, Image 2

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h,.
Der Cirmsretter.
Cia CitZkugemSIde voa Ada Hon Terz.
(44. Fortseßung.)
Breitenfeld war dann biö Mitter
acht in dem Caf6 geblieben, denn er
fühlt das Bedürfniß, unter Menschen
zu sein und einige Ruche zu erlangen,
eye er
ncs
', JUtÜ
no uoerreazneke en Äiano ctn
Vermögens., Er besaß : bedeutende
CiimmAM !m ... Tni(.MKl... I
C ?! i i. . . l
w-m..:v ... iivKujifm ,
!? nol5cnbiMu tfftn, 6et
welche Mitte er verfugen könne, da er
tlfll tl!4 kiK KAlikaa !.. I
"'w "" ,", umvci ciiiiy mm,
lU? iairIw ?l"ben und dem
Schicksa trotzen, oder die Flucht er
nrftftn (ntl TViilh tov. !
i"" wi h
.
. vlie'Mn ane oen Wagen
verlassen um sich dem Sekundanten'
ArcitenfeldS vorstellen zu lassen. Der
Doctor hatt, diese CerZmonie veraes.
sen. Sein Sekundant erinnerte ihn
flüchtig daran. Der Doctor nannte
also den Namen seines Freundes Lieu
, tenant O.
Äie,Äaffen sind bestimmt. Herr
' Lieutenant, sagte der Graf darauf.
Nennen Sie mir gefälligst den Ort
d.-s Rencontres. Mein Freund und
ich sind nicht ganz heimisch in dieser
. Gegend. ,
Ich dächte, wir wählten die Hasey
baide, sagte der Lieutnant zu Breiten
selb. I
Mir ganz recht, sagte dieser gleich.
giltig. fast verächtlich.
So haben Sie vielleicht die Giite,
unS vorauszufahren, um uns den Weg
zu zeigen, sagte Graf Hasselstein, Oder
w,.': -s. ... r 1 . l . cm.; . r i. r
wmytii W,r uti ccinung in, vag
tvir vorher einen Versuch zu einem
. Vergleich machten.
Nein, nein! antwortete Breitenfeld
kurz'. ,
f Auf dem Platze setoft. Herr Graf!
sagte der Lieutenant höflich. Wenn
Sie wünschen, sprechen wir dort darü
ber I
Graf Arnold verneigte sich leicht,
nahm neben Alfred Platz und die Wa
oen rollten die FriedrichsstraKe hin
' E, hatte . nach Mitternach einige '
Stunden lang sanft geregnet und der
September Morgen wa, so frisch, so
schön, so lieblich, daß eS ein wahrer
(Lräuel schien, gegen die Gesetze des
fn ,., 7zn. s K,,!,N lMnra.n
SBB
Msnus
binzuwerfen! Aber der Einzige, der
daran dachte und dessen Antlitz ernst
in diesen schonen Morgen hineinblickte,
war Graf Arnold, der alt genug ge
worden wär, um sowohl dl Nichtig
seit eines nutzlosen Daseins, als die
- . ... .. .
eveulung eines reiqen uno werryool
len LebenS würdigen zu können. AI
frh ttinr hm n Wthtt Nttund Q(
-7 y -
worden. Sollte er ihn verlieren, wie
Werner? Sollte er diese beiden iun
en Männer in der Blutve des
benS durch eiaene Schuld, untergehen
mit tim allein 111 NatKk ami. V.. ..e, re. .t , n:r,-r :
? li?AÄäi sj"a-. J STiSÄISK
.tvv imiu ncr ynn dir nrmTn iit i?n nti?rna I v . .
stn?. . st Uebersicht über den Verlauf der
Der Wagen' DreitenfeldS hielt an 'späteren Begebenheiten gewähren. -tinem
einsamen Punkt der Hasenhai ' , ' j -
de. weit hinter den Gasthäusern da , . e , . ,
selbst, nnd di. Herren stiegen au,. Die V-i" WA.?
Wagen fuhren in den Wald, um auf den Grasen Wildenau.
der Landstraße nicht etwa von zufällig Juei,,!, . m
oorbeireitenden Schutzleuten bemerkt Jm Sie nach der NamenSunter
zu werden. Der Lieutenant, der sich 1 dichj Briefe, sehen, so werden
schon öfter an diesem Orte befunden f einen neuen Beweis dafür erhal
zu haben schien, wählte ein Terrain itn: b Zuweilen auch die Todten
und schritt e, ab. Graf Arnold, nä auferstehen, Mr. HarnS den S,e
hrt. sich ihm. . . fa5e,,WI? lm ?lct0t? : 5?
.:n, !.,; ri Mf, ,,m au gesucht haben, und der Unterzeich.
'V-- a-- v
nicht von den Anderen gehört zu wer
den. ich .gestehe Ihnen offen, daß mir
die Ursache des Streites zwischen die
sen Herren keiner so ernsten Entschei
dung werth erscheint. Der Herr Bi
comte ha! in der ersten Hitze Aeuherun
gen gethan, die er vielleicht jetzt selbst
für übertrieben halt. Ich bemerke Jh
nen dabei, daß dieS meine eigene An
r.x.i m n n:..i. . . 1 w .!
iityi i i. xjif uin iüitmis oai oaru
der mit mir nicht gesprochen. Ich halte
eS deshalb für miin! Wicht. Sie zu
tot zu richten, ob er sich bereit finden
würd, , in, fftttsAuIbtannft nniun.fi.
men, falls sie gegeben würde!
Wie Sie wünschen, antwortete der
Offizier mit , der vollsten Ruhe, und
.wanvte stch zu Breitenfeld.
Ich habe das Wort Entschuldigung
rnommen. sagte dieser ohn die An
de seine, Freundes abzuwarten, mit
fi un fast rauher stimme. Bon
?ntsckuld?aun. k,,nn As iii N.k
m:
sem. nachdem der Herr Bicomte schr, t
lZ rme, Beleldigungen wiederholt
hat. Wenn ich einen Wunsch auwn
latl so ist ti .bei: Zwölf Schritte Di
siance eher weniger, als mehr!
. fceht wohn Z 5t.
T . . . I f - I - CVttt i P
vamti iagi ijko . ...orof
uinvio. y
Die Unterhandlung n.i' aus diese
Weise abgeschnitten. Der Offizier
prüfte die Pistolen, die Alfred mit sich ,
genommen; sie wurden geladen und!
die beiden Gegner nahmen unter den
gewöhnlichen Förmlichkeiten einander
gegenüber ihre Stellung ein. Al
fred mit ernstem aber ruhigen Gesicht.
Breitenfelb mit derselben Miene un
rerdrückier Wuih. nd'zualeick mit
dem höhnischen Lächeln gewissen iTri.
mphes., 'v-'
v Wegessen Sie nicht, was ich Ihnen
in Bezug auf jene Lame gesagt habe,
mein theurer Graf! wandte sich Al
fred an Arnold Hasselstein. Und im
pfangen Sie filr alle Fälle, meinen
Dank! Sollten Sie Werner wieder
sehen, so sagen Sie ihm, daß ich ihm
von ganzem Oerzen verzeihe:
Es wird nicht nöthig sein! erwided
te Gras Arnold mit einem erzwunge
nen vaqein.
Breitenfeld als der Beleidigte hatte
, V U
boshafte? Lächeln glitt llber sein
Gesicht. Dann erhob er sein Pistol.
. . ' L ' '
vkk Arm bewegte sich der VchuK
fiel - Alfred fließ einen ganz leisen
Schf aus versuchte sein Pistol zu
' ' ' "
trqeoen, icymantte und siel.
, Im nächsten Augenblicke hatten sich
Graf Arnold, der Offizier und der
r c iw . ... "j .
sremoe Arzr uoer ton geoeuat. Bas
...Blut strömte ihm aus der Achten
Brust. Auch Breitenfeld trat heran,
n m m - m,
Z !: I U !
?; ßfw ben! sagte
er mit eisiger alte. Sie werden Nie
mand mehr beleidigen. Die rechte
unge m verwundet sagte er dann
zu den Anderen. Geben Sie sich keine
Mühe, Herr College! Es wird zu
Ipal jcrni
Der Offizier warf einen strafen
den und finstern Blick auf den Svre.
cher und sagte dann zum Grafen Al
noio.
I Ich bedaure. das, die Wunde eine
r. t y ... . . . . . ....
1 ,cymere ik, uno, dag keine Versöh
, nung stattgefunden. Adieu, meine
, Herren!
Breitenfeld war bereits zu seinem
Wagen gegangen. Dorthin folgte ihm
der Offizier.
' Inzwischen knieten Arnold Hasse!
stein und der Arzt neben dem Wer
Mündeten. auS dessen Brust daS Blut
stromweise hervorquoll und der die
Augen geschlossen hatte. Der Arzt
war vemuyt, das Blut zu hemmen,
schüttelte aber den opf, als der Graf
lyn ieije berührte und fragend an
sah.
Die Kutscher wurden gerufen und
mit ihrer Hilfe truaen Sasselitein und
der Arzt den Verwundeten nach dem
nächsten Etablissement. Dort wurde
die Blutung freilich gestillt, und der
Arzt so . d Gewißheit, daß d.e
ff'V. rT?-"'
"ATi'
K. nd G r, f Arnold sah sich geno
SÄ,?l j" Transport nach der
Stadt unmöglich schien d obere
V VMlVU4Vil
55. : . ; " , :
, Die Genesen den. '
Wir würden, indem wir unsere Er
zählung ihrem End zuführen, genö,
t:-i r.:- .ti ' ... .
i v,i ir nerien zu mecq
seln und sprungweise von einer Grup
pe zur andern zu eilen. Um dies zu
vermeiden, lassen wir die handelnden
Personen selbst sprechen. Der In
halt und die Daten der folgenden
ausgewählten Briefe werden di klar
nete, find ein und dieselbe Person, und
wenn Sie, wie ich kaum zweifle, der
selbe Gras Ernst sind, der sich da
mals der diplomatischen Carriere
widmete) so sind wir alte Bekannte.
Doch hoffe ich. darüber mehr mit Jh
nen sprechen zu können, wenn ich die
Ehre habe. Sie persönlich zu sehen.
Leider wird die? bei einer Gekeaen
heit der Fall sein, die für mich eine
.c t,.,i,.. ' ... ', u
SKL- K
öj? 6n ? ! ll koxla:
e,i. m..:..,.?, V. . ' c. '
"""l""' u( flöi
dert hatte, weil er von ihm auf man
nigfaltige Weise verleumdet worden,
hat ihn zu Anfang eines Duells, das
heut vor acht Tagen stattfand, auf eine
7 'ZT'Lr, ZZZl
sast bardarische Weise nledergeschos
zweifle ich noch, da'b er sich je wieder
seinem Lager erheben werde.
, Ich glaube, .daß diese Mittheilung
...... v" ...... r
011 uno ugicjcg oerania ,
k, wird. mr fnfislih ra n v.
gh JhreS Besuches zu schenken. Der
0bet M U(l
ussprechen soll - meine Bekannt,
t saft mit einem Herrn, den der Bi
eornte- d'Argenteuil früher gekannt
mit j . t V
Hatte führte mich mit dem jungen
, Manne zuiammen. UND ich hatte Ge
legenheit. die Offenheit und Ehrlich
j keit seines Charakters kennen zu ler
nen. Die Theilnahme, die er für
FrZulein Lucie fühlte, die reine und
uneigennützige Liebe, die ihn an dies
jungt Dame segelte, interessirte mich,
und wir schlössen unS zu dem Zwecke
aneinander, jene Dame den Händen
des intrizuanten Doctor .' Breitenfeld
und meine Bruders zu entreißen. Ob
Sie die! Fräulein Lucie mittheilen
können und wollen, bleibt ganz Ihrem
eigenen Ermessen überlassen. Darf ich
U ' o if 4111 CIIICH CUJUH. 1X1 UilH J IUI I t f V . n c .. ' . 1 1 .K. i n
.... w... -n.,,v,, I ihiir innrrp in n r
jedoch eine Ansicht auSsprechen, so
wurde ich Sie baten, mit bie,er Mn
th?ilung zu A'gern. Stirbt der Bi
comte, so könnte man Lucie glauben
lassen, daß er abgereist und durch
mannigfache Hindernisse . gezwungen
sei, ihr fern zu bleiben. Tr5lt iiu
Aend- rung zum Bessern ein, so darf sie
lyn selbst m diesem Falle in langer,
langer Zeit nicht wiedersehen. ' . .
Das Beste ist wohl, wenn Sie. so
mir in Ber
mittheilen.
Adresse: Bic
loria-votei. Tix. arris. Wort er
fahren Sie auch genau m"ine jeki?-
Wohnung . in der Hasenhaide. Ich
bin etc.
Arnold. Graf von Hasselstein.
Berlin. 18. Septbr. 185
" n.
GrafWildenauandenSra
fen Hasse! stein.
Min werther Herr Graf!
Sie erinnern sich, welche Tbeilnäh
me ich zeigte, als Sie mir die Ge
schichte Ihres Neffen. deZ Grafen Wer.
ner. mittheilten, die Art, wie Sie ihn
kennen gelernt, seine Beziehunaen Zu
Alfred, sein Verschwinden.. Ich recht
fertige mein Interesse für ibn durch
die Achtung, die ich einst vor seiner
Mutter, dem vormaligen Fräuleitt
von Wertyelm. geyeat. ; sowie durcb
seine Beziehung zu Alfred. Damals
tonnte ich Ihnen die Wahrheit noch
"cht gestehen, denn iebes Ihrer Worte
t....:.i& .r. tf.i !. i-r
,o,r oki sur Jqreir
Neffen empfinden, und ich wollte die
große Unruhe. ,n der Sie bereits Al
fred's wegen schwebten, nicht durch die
Mithulunz vergrößem. bah sich Wer
n.-r in einer Lage befände, die derjen?
gen des Bicomte nicht unähnlich ser.
Jetzt habe ich das nicht mehr zu jürch
ten. Werner ist nach dem Ausspruch
o:z Arztes in der entschiedensten Bel
s.erung. Um Ihnen das zu sagen.
yaoe iq mit meinem Äriese bis b
gewartet. Nicht wahr, mein werther
ireuno, L?ie verzeihen mir auS diejem
Brünne mein JLgern
Ja. wahrend Derjenige,, der mir
nach Lucie der Liebste ist. unter Ihrer
Obhut mit dem Tode rang, lass der
Mann, an den die Sympathie Sie
mehr noch als die Verwandtschaft ket
iet, an einem schweren Nervenfieber in
dem Krankenfl meines Gutes. Am
Tage nach jener düstern Scene , auf
dem Havel See kam er hier an, ent
stellt, verkleidet, und suchte eine Be
schäftigung. Ich erkannt ihn sogleich;
aber ohne ihm dieS zu sagen,erfüllte ich
seinen Willen, denn seit langer Zeit
beschäftigte ich mich mit ihm und sei
nem Schicksal. Er ist der Sohn der
ersten von den beiden Frauen, die ich
in meinem Leben wahrhaft liebt ba
be! Noch an demselben Taae wurde
er krank, und als ei sich herausstellte.
daß die Krankheit einen gefährlichen
Verlauf nehmen werd, bat ich einen
jungen Arzt in Potsdam, zu mir her
überzukommen und sich ausschließlich
der Pflege bes Kranken zu widmen.
Bon Seiten dies! kenntnisreichen jun
gen tannes t t wm d ausovterndtte
Pflege zu theil geworden. Erst jetzt
ledoch, wie ich Ihnen gesagt, ist ine
ganz entschiedene Wendung zur Besse
rung eingetreten.
Ich freu mich von aamem fSrne.
Ihnen daS, was Si für Alfred ge
than. durch diese Mittheilung vergel-
ten zu können, denn ich sehe jetzt noch
di düstere Miene, daS sorgenvolle
Aug. mit welchem Sie von dem
Schicksal Werner'S sprachen. Er' ist
gerettet, und Si wissen, wo er ist.
Lassen Sie unS nun Alfred retten.
und wir werden Beide glücklich sein! ,
Leben E,e wobl. Lerr Grat Tia
habe nicht nöthig. Ihnen zu sagen, dah
ich über Werner eben so sehr wachen
werde, wie Sie eS mit Alfred thun.
Fahren Sie fort, mir täglich Berichte
uder den Zustand des Bicomte m schi
cken. ES ist mir eine aroke Erleicbte
rung. zu wissen, daß es nicht schling
wer mit ihn steht.
dqonruy. Zi. September 1855.
E. G. v. Wildenau.
;';'; in.
Alfred an Lücke.
Mein theure!, verehrtes Fräulein! "
nvilcy bat man meinen drmaenden
Bitten nachgegeben, mir ,:inea Tisch
uver mein Schmerzenslage: geschoben
und Feder und Papier gegeben. Ich
versuche zu schreiben es weroe. wie
es wolle! und mein erster Gedank
ist. Sie mit dem theuern Namen zu
nennen, den ich Ihnen einst geben
durfte. Man sagt mir. daß ich eS
noch darf, daß man mich nicht hindern
wird, an Sie zu denken, obgleich sie
jetzt eine Stellung einnehmen, die von
Ihrer früheren so sehr verschieden ist.
Ich freue mich von ganzem Herzen
darüber, ich freue mich um so mehr, da
ich hoffen darf. Sie einst wiederzu
sehen, an der Seite Ihres vortreff
lichen Vaters, den mir mein treuer
Freund und Pfleger, als einen der
besten und edelsten Männer schildert.
O diese unselige Kugel, wi: schr vrr
zögert sie mein Glück! Darf 'ch hcf.
fen. daß einige Worte von Ihnen in
meine Einsamkeit dringen werden, die
noch so lange, so lange währen soll?
- Ich fühle, daß ich nicht mehr schrei
ben darf. Mein Arzt steht mir gen.
über und beobachtet mich 'r be
merkt, daß mein Arm zittert. O
schreiben Sie mir! Leben Sie' wohl
!.Slück!ich. recht gMlich.
uc meine !Ui,mz,a,k lino sur
i u "
llr' e! .
55." I '
Alfchd.
. ciirn, zu. üctober 183i
, IV, ".T''.
m , u an crrfTb. : v
Mein theurer, unglücklicher Freund! '
r : . i ' viihuu)
i. A: 601 wir andj
xiv wenig, Zeilen, nur dennoch
ntapneit mich stet? an das Geschehene,
WiA ( &. ?" jf. . r i m '
.-7"'' vriri jo fest sino
letzt doch, bald wirb eS anders fein.
Man tröstet mich jeden Tag mit der
Versicherung, baß Ihre Heilung schnell
vrw?rtö schreite,, und jetzt, da ich
hif ?s,,Jk & w r - 7 . '
Z. oug tote leven. da ch
fyrt (Vwr-!ci , . ' !"
11 St 77 "j wieoerge,eyen habe.
ji luv iaj, vag tco auch ewe län
gere Trennunz ruhig ertragen kann
zürnen tote mir nicht llber diesen
Ausspruch, mein lieber Freund. Wenn
man rmano als verloren bck aat bzt
und oas that ich. denn ich gestehe
L . 1 r m m, u tj 1 '
ovi'tn, vag icy ,eivk ven Bersichcrun
gen meines BaterZ über rkr,n vn.
stand nicht aani Glaub sck,.
so kann man sich mit leichtem Herzen
V. . . . . U . . ... L I . ,
uns cennuna ruaen. oik mt k
aver ves ganzen Lebens veratt,
a , i. , ..... ...
nur eine kurze e t st. &rf,nn.
Si sich nur. ich bitte Sie darum, und
leien Sie überzeugt, daß keine, keine
tellung in der Welt, keine Verände.
rung meines Schick als mick di? rit
vcigcpen tanen wiro. tn der Sie mir
Ihre Freundschaft schenkten.
Mein Vater bat mir die Erlanknib
. IT.- . . rr j . . ' v-.-'
ertheilt. Ihnen so oft zu schreiben, als
ilfi Z tnlt. . W.x .. r. .
" wunujt un uaa roiro oji CtN,
qiuuoen öi' mir!
Leben Sie wohl, für. heule,
theurer Freund! ,
mein
t Schonen Sie sich nur. das ist mein
rinzigki uun,cy von Morgens bis
Abends. Und wenn kch Jahre lang
warten müßt?, ehe ich Sie sähe, es
wäre mir liebe?, als daß Sie nur den
kleinsten Nücksall erlitten.
Adieu, mein lieber Freund.' Papa
und Lisbcth lassen sich Ihnen empfeh
len!
Schö'nruh. den 22, October 1855.
', , Lucie.'
,S'rafWkkdenanrndenSra
, frnHasselstein.
Mein lieber Graf!
Dieser Brief bringt Ihnen eine
wichtige Nachricht Lassen Sie mich
umgeyeno Jyre Anrwott wissen.
Heute Morgen, als ich mit Lucie
plaudernd am Kaffeellsche faß und
Lisbeth erwartete, die trotz der Octo
berkühlc dennoch ihren Margrnfpazier
gang inrVark machte, trat sie plötzlich
schnell ein. Ihre Blicke richteten sich
ängstlich auf mich und d ich sah. daß
sie! mich frcrgen zu wollen schien, so er
hob ich mich, gin? ihr entgxa.. und
führte sie.-in mein Kabinet.
Werner hat soeben. daS Schloß ver
lassen, sagte sie sogleich zu mir.
, Erstaunt fragte ich, sie. ob sie ihn ge
sehen, woher sie eZ. wisse. Sie ant
wortete mir darauf, daß sie, durch den
Park gehend; dem Dränge nicht hab
widerstehen, können., nach dew Fenstern
dcS Krankensaales zu. sehen, um dort
etwas von- Werner zu udlickerc. Sie
habe sich daber hinter einem Tisch ver
borgen gehalten und plätzlich bemerkt,
daß ein Fenster schnell, geäffnet wor
den. und Werner, von: seurem Hund
gefolgt, hcrauLgcsprungm fei. Er
habe ein Päckchen unter dem Arme ge
tragen, . basselbe raahrscheinlich, mit
welchem er damals gekommen. So
gleich sei ihr der Gedanke aufgestiegen,
daß Werner da, - Schloß verlassen
wolle, und obgleich ich sie gebeten, sich
nicht mehr um ihn zu rummera. habe
sie dennoch gezlaubt. meinen Wunsch
verletzen zu müssen,da sie wohl bemerkt,
ein wie große? Interesse ich an ihm
nehme und daß es mir nicht gleichgiltig
sein werde wenn Wermr daS Schloß
ohne mein Wissen verlasse.
, Nachdem ich sie ein wenig- beruhigt,
indem ich ihr gesagt, daß sie in diesem
Falle wirklich nach meinem Wunsche
gehandelt, fuhr sie fort, weiter zu be
richten.
Ich sah ihn hastig einen Weg, ent
lang gehen, der längs der Parkmauer
hinfuhrt. Er blickte zuweilen nach der,
Mauer, wohl um zu sehen, ob sie nie,
dria; genug sei. über sie hinweg zu,
springen. Endlich stand er bei einem :
kleinen Baum still, der über die Mauer 1
fortragte. Ich errieth, daß er diesen
Baum benutzen wolle, um die Höhe der
Mauer zu erreichen, und trat auf ihn
zu. doch in der Art, daß er glauben
konnte, ich komme zufällig diesen Weg.'
Er sah mich an und erbleichte. Auch
ich zitterte. Ich konnte ek nicht ver
meiden, so sehr ich mich auch zwang,
stark zu scheinen. '
Sind Sie nicht der Kranke? fragte
ich ihn. Wohin wollen Sie denn?
Ein trübes Lächeln flog über fein
Gesicht, und indem er auf Nero. deu
tete, der mit allen Zeichen der größten
Freude an mir empotfprang. sagte er
zu mir: : .'.
Warum verstellen Sie sich, Lisbeth?
Sie wissen ja, wer ich bin! '
Ich habe es errathen, ja, antwortete
ich ihm. Aber wohin wollen Sie?
Sie sind krank. ,:
Jch bin es gewesen, erwiderte er.
Jetzt ist meine? Bleiben? nicht mehr
hier. Entweder hat mich der Graf
schon erkannt, oder er wird mich erken
nen. Ich muß fort.
' Ich will Sie nicht halten sagt ich
' zu ihm. Aber warum müssen Sie
fort. - -r:
-...DaS kann ich Ihnen ' nicht ; sagen.
Lisbeth. antwortete Werner. Später
sollen Sie die erste sein, die es erfährt.
Aber jetzt lassen Sie mich ruhig gehen.
Ich weiß wohl, ich habe eine , große
Schuld gegen Sie abzutragen. Viel
lkichtwerden Sie mir einst verzeihen.
wenn ich Jhnekk bo5e ÄakZrlzeit
jagen darf. '.r ,
Ich habe Ihnen itbf Eines zu der
nv""ii Hiviiviiit iu Hjm. .hi ii
würdigen Verdacht, den Ge an jemm
zeihen, erwiederte ich ihm. Den un
Abend gegen mich hegten, ili Sie mich
bet Fräulein Cerulll sahen. '
Sie haben Recht, sagte ,er. Aber ich
konnte kaum anders, glaube Ihre
Stellung erschien mir zu seltsam. In
dessen scheint, Ihr Graf WÜdenau
ein guter Mann zu sein. '
Das ift er. sagte kch ihm schnell.
Wenn Sie irgend ein geheimer und
schwerer, Kummer drückt. Werner, und
das scheint der Fall zu sein so r
tränen Sie sich ihm an.
Das kann ich nicht, jetzt nicht, anl
wortete er. traarka ben Kovk schUL.
telnd. ?!ch kann bin niemals bleiben
Ich maß hlnau! in die Welt und ar
beiten. LiSbeth. Sie hatten Recht, da
mals trieb' ich ein unwürdiges l:ichtsin
maes Landwerk. ?ledt will ick im
Schweiße meines AnzesichtS mein
Brod verdienen., Lassen Sie mich
ruoig geyem, , ,
Nein. Werner! setzt noch nicht
Warten Sie noch acht Tge. bis Sie
ganz gesund sind, rref ich ihm zu.
Ein längerer' Müßiggang würde
uuu)) nur Ivieoer . rranr macyen, ant
wortete er. : Saen Sie ?lbrem Gra
sen meinen besten. Dank. Ich werde
später an ihn schreiben und ihm noch
besonders danken:, , Nun, leben Sie
wohl. Lisbeth.. s ist iedt nickt der
un unv vie Leit um über die Ber
gangenhklt mit,. Ihnen nt ' forecken.
Wir weeven. uns wiedersehen. Blei
ben Sie gut bis dahin, Lisbeth.
Er reichte mir die-Hand und, der
Klang seiner Stimmr war traurig und
rrgris'en. . r war Mibet bleich gewor
den. so daß mich! setm Aussehen er
cyreate. ;
Bleiben 6te; Werner!' tief ich. Alle
meinen es gut mit Ihnen.
Ich werde zurückkehrn, gewiß, ant
wortete er. nicht, wenn. ich. zufrieden
mit mir selbst bin.'denn'. daS wirb nie
ber Fall sein, sonbern wenn ich mich
mazk meyr zu Ichamen, brauche. Ande
ren vor die Augen" zu, tteten. Er
schweren Sie mir nicht, den Abschied.
even idie wohl!
Er schwang sich aus den Baum,
sprang auf die Mauer- und dann auf
der anderen Seite hinab. Neu folgte
tvm mit einem kurzen-. GerM. Noch
im Verschwinden warfmw Werner ei
nen Blick zu. traurig, wehmüthig, und
doch mit einem eigenen' Ausdruck, den
ich fast liebevoll nennen könnte. Ich
rief noch einmal bringenb. seinen Na
men. Aber ich , hörte nichts, mehr von
tym,
Sobalb Lisbeth ihre Erzählung be
endet hatte, stanb mein Entschluß fest.
Ick sagte ihr nur in flüchtigen Worten,
baß ich ihr keinen Vorwurf mache, ihr
im Gegentheil für ihre? Mittheilung
sehr bankbar sei, bat. sie mich' be,
Lücke zu enkschulbigewünb ließ'mir tn
aller Eile mein Pserb: satteln. Dann
ritt ich rings um baS Schloß. Etwa
zehn Minuten mochte seit, der Erzäh.
lung LisbethS vergangen-sein. Trotz
dem sah ich Werner bereits in großer
Ferne. Ich folgte ihm langsam, denn
ich hielt eS für besser ihwerK in einer
bestimmten Entfernung-kam Schlosse
anzureden. Nach einer hatken Stunde
also spornt ich mein Pferd an. Er
sah sich um, und als er: mich erkannte,
stanb er sogleich still.. Ach bemerkte
wohl, baß er versuchen'. nwWe. mich zu
täuschen, benn er zog: demüthig seine
Mütze und wollte mich wahrscheinlich
um Verzeihung bitten. Ich aber war
nicht Willens, die? Wersiellung weiter
zu treiben, der Augenkluk war mir zu
ernst. ' '
Herr Graf, sagte ich zu ihm. lassen
Sie uns in bieseö Gebüsch treten. Ich
habe Ihnen eine - MittHcrlung zu ma
chen, bie Sie heut noch erhalten hätten,
auch wenn Sie nicht fartgegangen wä
ren; Geben Sie- jede Bemühung auf,
mir Ihren wahren Namen zu derber,
pen. Ich erkannte Sie am ersten
Tage, als Siezui mir kamen, unb be
trachte bieS all ein großes Glück.
Weshalb? baS fallen Sie sogleich er
fahren. ' , '
Seine Miene verdüsterte sich. Den
noch konnte er obgleich bieS feine
Absicht ju siitr schien nichts, Ableh.
nendeS erwidern, da ich eben so höflich
als bestimmt gesprochen hatte. Ich
stieg also vom Pferde, band es an ei
nen jungen Baum und setzte mich in
dem Gebüsch auf eine Rasenbank, bie.
dort angebracht ist. Er blieb mit un
gewisser Miene und gefalteter Stirn
vor mir stehen, bis ich ihn zum. Sitzen
einlud. V : . ;. ; ,-: '
, Herr Graf!' sagte ich zu ihm.
Nennen Si mich Werner, Ercellenz.
ich bitte Sie, sagte er scharf und drin
gend. Ich bin njcht mehr Graf, kch
will eS niemals wieder fein.
Sie können das, was ist, nicht weg
läugnen und abstreifen, antwortete ich
ihm ruhig. Hören Sie mich nur an,
und überlassen Sie sich keinen Augen,
blick dem Gedanken, als wolle l in
däs eindringen, was Sie : geheim zu
halten wünschen. , Uebrigens bin ich
dennoch ein Vertrauter Ihres Unglücks
geworden. Master Harris hat mir so
viel davon mitgetheilt, daß ich jetzt die
Beweggründe Ihres Handels vollstän
dig zu kennen glaube, ja. mehr noch,
daß ich sie sogar großen Theils billi.
gen muß.
, Meine Worte schienen ihn sehr un.
angenehm zu berühren.
; Ich glaubte nicht, daß Master Har
ris so freigebig mit diesen Mittthei
lungen sein würde, sagte er düster.
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