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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, March 08, 1907, Image 2

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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MMiMfJMHtiMtiUMMtfhWHiMrQ
1
Nicht glöcklichl
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" I ' ;
ZDyspepsia,
Sflagen leiden,
Verstopfung,
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. Dr. Atlfftut Koenltr's
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TIropfen,
tastet ,,,, Cliflra ixkmi . hl
U)ck uf lr. Rat tiatMrfr.
frei, 60c die Flasche.
ÄflVAVffWW.VMVWMMAVW.WWm'
Zier Gendarm.
Zkooellette aus dem Bagabllndknlkben vn
Alfred Lemerau.
Me Landstraße ist fest gefroren,
und die Hufe des Pferdes klappern
i c m . W .... -k!F
yarl gegen oen ooen, et un in"
tieferen Stellen, wo sich Schneewasset
angesammelt hat, mit einer grauen
Eisschicht bedeckt ist. Der Himmel
wölbt sich in klarem, tiefem Blau,
nur im Westen weit über den Feldern
.liegen lange, weife Wolken, die San
nt bat im Wald unter den Liefern
breite, 'lichie Ströme ausgegossen. der
Wind ruht, doch die Luft ist sazarf
undmrg. '
" Das Pferd trottet langsam dahin.
ti stößt oft in unwilliges Schnauben
aus und bläst durch die Nüstern den
,Athem. der in dn Kälte in grauen
Kegeln sichtbar wird. Der Gendarm
hat den Kragen in die Höhe geschla
gen, sein langer, grauer Schnurrbart
drückt sich in da Tuch; er hat den
Kopf gesenkt, die Linke leicht in d?t
Seite gestemmt, die Rechte hält lassig
lden Zügel. stS geht heim, und daS
Pferd kennt den Weg. ''
Wieder war die Mühe umsonst.
Alles ringsum war gründlich abge,
sucht, und doch hatte man den Land
streich! nicht gefunden. Er konnte
sich aber noch nicht geflüchtet haben,
r mußte sich irgendwo versteckt hals
ten; in inem Saunenwinkel. in et
n verlassenen Bude, in einer Wald,
höhle vielleicht. Tagelang hatte sich
'der Vagabund hier umhergetrieben.
in den Dörfern gebettelt, wohl auch
von einigen Bauern Nachtquartier im
Stall bekommen. Diele Leute atten
ihn gesehen, ohne soniderlich auf ihn
zu achten; im Winter war ja kein
.Mangel an Bettkrn. Er sah aul wie
lle änderen Landstreicher. , zerlumpt,
'verkommen, die Hände . blau vom
ffrost. um die Füße Lappen gewickelt.
Einig hatten bemerkt, daß seine Ohr.
muschel oben gespalten war: in irgend
inem Raufhandel hatte ihm wohl
in Messn da Ohr geschlitzt. ,
Niemand ander wi er konnte da
Verbrechen begangen haben. Seit
!man Christian Lischke todt neben sei
7ltm Wagen auf dem Waldwege ge.
funden, ar der Vaaabund der
schwunden. Einig Leute hatten auf
der Land.rake den Bauern in leich
'lern Trab dnhinfahren sehen, und
dort.' wo er in den Wald einbiegen
wollte, hatte er einen Augenblick Halt
gemacht, um den Bettler aufsitzen zu
'lassen. Wahrscheinlich hatte der ihn
unter irgend einem Vorwand darum
': gebeten, vielleicht daß er auch nach
Mldenthal wolle. Er hatte sich, hin.
ter dem Sitz niedergehockt und die
'Hände um den dicken Knotenstock, den
er zwischen den Beinen hielt geschlun
. 'gen. Man hatte den Bauern an der
,itf d8 Waaens aekunden. Stock-
r i mim rjm n v v mir im iiinirri ) i i r r i
- " 4... . i - r ti .1
, ,W. i WWl
' hatten ihn getödtet. Die Beute war
'aber nicht groß: der alt, in langen
Jahren abgenutzte goldene Trauring,
die altmodische Silberuhr mit der
Stahlkette und das wenige Geld,
das er bei sich aebabt hatte, fehlten;
da avaenuhte VteMonna lag ,
, , . ' . " . o, ,
achtlos fortgeworfen an einem Tan
rienstamm.
Zwei Tage suchte man nun schon
nach dem Landstreicher ohne Erfolg.
Starke Aufgebot ' hatten den, Wald
abgesucht, in den Dörfern. war alles
durchforscht worden, man hatt viele
Landstreicher festgenommen, entließ sie
aber bald: ihre Papiere waren in
Ornung. deS Betteln wegen konnte
man , sie doch nicht gut einsperren
, wieviÄ Mäuler hätten da die Ge
mein'den zu füttern gehabt? Der Ge
suchte, kenntlich an der gespaltenen
Ohrmuschel, war nicht untn ihnen.
wi wenn ihn di Erd verschluckt
VJH
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i;ui(vvtiii4Hu)u. vn.. vr""
!!k,. r.!. k, ) n .1 X
I)IUIC, Ull vui. ni. " -
mochte aus dem geworden sein? et
war sein einziger gewesen, aber
Freude hatte er an ihm nicht erlebt.
Aus der Schule schon yalle er oie
ärgsten Streiche verübt, die bei, ihm
nickt der Ausfluß einer schäumenden
Kraft waren, sondern der Drang, die
Kameraden zu ärgern und zu schadi
gen; in der Lehre bei dem , Tischler
war eS noch arger geworden 'und ei
nti TaaeS war der Benael fort. Er
hatte den Tischler bestohlen und die
Eltern auch. Er kam nicht mehr wie
der. die Mutter war über ihren Hoff
nungen gestorben und der Bajer grau
geworden. ' . '
Die Hufe deS PferdeS klapperten
cjtf dem harten Boden der Landstra.
ße, die in der Ferne verlief. Die,
Sonne stieg höher und versuchte sich
in einem vergeblichen Kampf mit der
Kälte, die sie nicht mehr vertreiben
konnte. ?er Weg dehnte sich in ci
Sem hellen ' Braun, auf das matte,
kurii Sckatken fielen von den iun-
KtN Lindin, die ,hn in unabsehbarer
Reihe in regelmäßigen Abstanden aus
beiden Feiten begleiteten. Links'kvar
der Wald, in den man, an den ho
hen Stämmen vorbei, weit hinein
sehen konnte, rechts lagen die Fel
der, grüngrau und fchmutzigbraun,
weiter hinaus Häuser und Gehöfte, in
der Ferne zeigte sich eine Kirchthurm,
spitze.
Kuttner hatte den Kopf geneigt
und. müde auf den braunen Pferde
hals blickend, sich seinen Gedanken
hingegeben. Jetzt schüttelte er sie aS
und richtete sich auf. schob den Ne
volver, der im Ledersutteral am Gurt
hing, seitwärts und , drückte dem
Pferde leicht die Knie in die Seiten.
Jetzt ging e schneller. Er ritt auf
di'. andere Seite deS Weges, den ein
Graben, der im Sommer mt Grä
fern imd Nesseln bestanden, jetzt aber
dunkel und kahl war, von den Fel
dern trennte. Auf der Straße kein
Mensch im Wa-lde stumm und rie
senhoch die' Tannen, auf den Feldern
kein Laut als ci und zu der Schrei
einer Kräh und weiterher, wie ein
Echo kaum. Hundegebell.
Kuttner läßt seine Augen, wie' eZ
ihm zur Gewohnheit geworden ist,
rings' umherschweifen. Es muß Mit
tag sein, er sieht aus denSchorn steinen
der Häuser dünne graue Nauchsäulen
aufsteigen, un? in der Luft zerfließen.
Jetzt ist bei ihm die alte Marie an der
Arbeit, sie wird hosfenmch was Gu.
tes gekocht haben, heute hat er, sich
oas Essen doppelt verdient. ?eit
dem frühen Morgen nicht; wie eine
Tasse heißen Kaffeks. den er sich
selbst bereitet hat. , und ein Stück
Vrotund dann hinaus in die dun&
Kalte. .' . : " '
Auf dieser Seite geht daS Pferd
weicher, hier klingt nicht der Boden
unter seinem Huf und so Hort
der Gendarm etwaS wie Stöhnen
oder Schnarchen. Im-Gben liegt
etwa! Dunkles, Zerlumptes. ein
Mensch, der sich wie ein Igel zusam
mengerollt hat, um sich gegen vie
Kälte zu schützen. Kuttner steigt ab.
und beim Nahertreten, 'unterscheidet
er in dem Bündel Lumpe den Kopf.
,der auch umwickelt ist. ein fleckiger,
verbogener Hut liegr daneben, . die
Knie sind geg:n daS Kinn gedrückt, die
Füße stecken in Stiefeln, die. weil
zu groß, mit Stroh ausgestopft sind,
das vorn an den zerrissenen Spitzen
heraussieht. DaS Schnarchen klingt
in der Nähe wie Rasseln! 'Mund und
Nase sind in lebendiger Thätigkeit. .
Kuttner ruft den Lumv an t- der
MtMIWV Ms VVk MMlff m
rührt sich nicht, auch als derRuf Itäf
tiger ward. Wenn er nicht so schnarch,
te, müßte man ihn, regungslos, wie
er liegt, für todt halten. Er oer
schläft seinen Rausch, denkt ' der
Gendarm, steigt hinab und, rüttelt
ihn. - '
.H!' , , ,
Er packt ihn am Arm. '
Der Schläfer zuckt mit der Schul,
ter. brummt etwas Unverständliche
und drückt den Kopf noch mehr aus?
die Seite. Er will . nicht gestört
sein. ' "
Der Gendarm wird ungeduldig, er
greift derb , zu: Auf. Mann! Sie
können hier nicht liegen bleiben!"
Und er schütkelt ihn heftig. "' v: .
Jetzt , wendet ,, sich langsam der
Kopf, und aus dem, verbundenen Ge.
sicht, das zerschrammt und schmutzig
ist. stieren ihm gläserne Augen entge.
gen., :-v,, v'- (-".::...-...'
' Auf. Mann!" ruft abermals der
Gendram. " '. : ..; ,,
Beim Anblick de Helmes und der
Uniform kommt ein gewisser . Aus.
druck in die ' erschlafften . Züge, in
wunderlichemGemisch wirkenStaunen,
Ueberraschung. Schrecken, md in hei?
, viii.uiM. h Vfcil vif'i
. TOann : trollt : sich, erhebt sich
serer Laut entringt sich den Lippen,
taumelnd, greift nach dem Hut und
stülpt sich ihn auf. , Er klettert müh
sam den Graben hoch, der Gendarm
folgt ihm. , ' - :''. ....
Hier .mustert ihn Kuttner. in sei-
nen grauen weitn druckt nch Beracy.
tung und ein Quentchen Mitleid au
es ist der Zerlumpteste von allen.
die er gesehen hat'. Me kann ein
Mensch nur so tief sinken? "Datei
kann der Vagabund noch nicht alt
sein, da merkt man an seinem Ge
sicht' trotz der, Spuren wüsten Le
den. , ,, v , .,
.Geben Sie mir Ihre Papier!"
V??!?'??'',!' Tt. n h
l'V.I UM
1;,,,' ; ;
! ' ' . KZ. mit Vavier.?'
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f.-.t V sWnVirtrm In nnrnnriiffilnl.
i IUH' viniwui.. ,
Ufc'w M itnti Ur 9!nr!efnb ,u.
SÄ ' i
b ainnt ,u suchen in dem ge.
m?L S mrirrtnTDck au
ß? ns" t, r lT IL.
mnb tr imt hMok ffletwaunfl: !
Verloren", stößt er hervor, .oder sie
haben sie mir gestohlen
Kuttner muß lächeln. Immer die.
selbe Ausrede! Sie - müssen mit
mir'. Gehen Sie links da!" Er
weist ihn auf die Mitten der Land,
strafte., ':-'..' , I
Die Stiefel schlappen Über die Er.
de: daß der Kerl nicht fällt, ist ein
iVuilUU, u . ,v.ulm . ..- ,
m Vtif( n (vt Wa -r m (in 1
schwingt sich aufs Pferd. In langsa
mem Trab geht s vorwärts.
Allmählig hält sich der Bagabünd
aufrechter, fester, die Nachwehen des
Rausches verfliegen.., die scharfe Luft
mach! ihn munter und .nüchtern.
Zwischen' seine Brauen senkt sich eine
Falte, er hat seine vievanlen gejam
r ff ". ' 7 ,vor etwas Schrecklichem. i
tom i'mU U' Was ist Ihnen denn?" Der
cJ-XlTr S.' ! Strolch kann sich die Wirkung seines
..S , fi.r-f nf fit fmn8
;Z , Zmmk-nW. "klaren und kommt auf
fcllllll MWMpniii
und blickt zu Kuttner auf.
,' Nach Mildenthal . zum Amtsöor
steher", antwortet der Gendarm kurz.
.So weit soll, ich mit meinen u
frorenen Füßen laufen!" jammert der
Landstreicher,
tt t-- .1 m rx.'w
Sie wissen ,a hier gut Be cheid.
. , t . r r ... fii
dab S't sMN. es se. noch so weilt!"
oemcrH unn.
n?, nnt'mft n
der
mJKUt UHU f MU4iVVfcW
Lump hastig, ich bin noch gar nicht
lange hier." Er , seufzt und stöhnt,
thut, als ob's ihm schwer werde zu
gehen, und will unmerklich zurückblei
den.' .
Machen Sie keine Geschichten! Sie
haben 'wohl was ausgefressen, daß
Sie nicht mitwollen. Für das Her
umstrolchen wird'S , Ihnen nicht gleich
an den HalS gehen!" '
Aber Herr Wachtmeister. ' waS
denken Sie bloß von mir! Ich bin
ein armer Tischlergeselle. der sich den
Winter durchhungern muß. weil er!
,.!. iKt.rr... ' .:... . mZ r..j.i v. I
n r. :riv i
gemacht haben, doch Kuttner sieht
r." :vr , rnJ"r :..
gleichgültig vor sich hin. Wenn Sie
bloö müßten, wie schwer es für ei
nen Tischleraklellkn ist. ArkZt ,u
! iommen!" sagte er mit.' kläglicher
Miene-. , ; , ,
, Du siehst mir, nicht danach au,
daß Du . Dich sehr um Arbeit be
mühst, denkt der Gendarm. , ?
Ach. lassen Sie mich doch laufen.
Herr Wachtmeister. Was haben Sie
denn davon. ' daß Sie mich mitneh
ment ,
Als Kuttner - nichts darauf erwi
dert, geht's wieder eine Weile schwei
gend vorwärts nur die Stiefel schlap.
pen und der Boden klingt unter dem
dem Huf dumpf., .
Plötzlich fällt der Vagabund, der
Gendarm ist ein paar Schritte vor.
aus. und ehe er zur Stelle ist. hat
er sich schnell der Stiefel entledigt .
und springt in wilden Sätzen dem
Walde zu. Kuttner gibt dem Pferd
die Sporen und reißt den Revolver
heraus. :.. : :; '
Halt oder ich schießel" ;: '
Der Strolch hört nicht und der
Gendarm drückt los. 'Im selben Au.
genhlick zieht .er scharf die Zügel an
und schwingt sich von, dem zitternden
Pfetde.' ' Der, Vagabund ist gefallen,
nicht von der Kugel, die ihn nur ge
streift hat., er ist über eine Wurzel
gefallen. , ' Ehe er , ' sich ' aufraffen
kann, ist Kuttner bei ihm und reißt
ihn empor. Der Strolch wehrt sich,
doch er kann sich den festen Hänoen
nicht entwinden. Aber mit aller ,Ge
walt wirft er sich zur Erde, so daß
er den Gendarm nach sich zieht.
Warte. ' mein Bursche!" ruft
Kuttner und hält ihm den Revolvet
vor. .Wenn Du Dich rührst, bist
Du hin!" ' '
Keuchend liegt der Strolch, sein
Augen irren, angstvoll. Der Gendarm
holt au der Tasche einen Stick." Da
schlagt mit einer verziveifclten Bewe
gung der Bagabünd den Revolver
zurz Seite und wirft etwas BlinZen.
des von sich. Doch umsonst mit i
ner hat eS gesehen und ein Klirren
gehört. i Er wendet . ,stch,'i aber 'ni.5t,
gleich um, sondern bindet ihm. 'nach'
dem er den 7?e?l-er '-n . DaS '-.itieral
gesielt hat. erst die ?,änd? ,
Aüf!" Er jieit den Strolch trotz
seines Sträübens empor. Was hast
Du weggeworfen?" :
Nichts", erklärt der andere frech.
Der Gendarm schiebt ihn vorwärts,
dabei blickt er auf die Erde. Hier
muß eS liegen, von hier hat er daS
Klirren gehört. Er sucht , mit! den
Augen und , da blitzt es auch vom
braunen Boden: eine Silberuhr .und
eine Stahlkette! .-. :.,
: Kuttner ' hebt sie auf und fragt
hastig: Wo hast Du sie her?" ; ',
Gefunden! Wo soll ich sie denn
sonst her haben?" ; Trotz aller Drei
stigkeit ist die Stimm nicht fest. '
Der Gendarm steckt die Uhr fort.
Er blickt den Vagabunden durchdrin,
gend an. ; mn Gedanke durchschießt
ihn er reißt ihm da Tuch vvn
Gesicht. Das ist ja der Strolch. dn
Christian Lischke ' auf seinn Wagen
genommen und der ihn erschlagen ha!
da ist ja die gespalte Ohrmn,
- - ,
ir - .w w-iq nrm' smi;
Er holt tief Athem. Endlich, 3
" Zva sayil oer agaouno Us.
w " i ..r
0 r . . Ml Anständiger
lnd bin jch". er hat feine
echheit - wiedergewonnen - .und
amit Sie'S wissen, hier in der Nahe
?tn 'ch '?u
ich zu Hause ... war ich zu
Hause." rbesserte er sco. in Ml
denthal. . . Ja, ja. Sie brauchen
mich' nicht so anzusehen. Sie glauben
wir wohl nicht, was? Na. Sie kon.
nen sich ja erkundigen, meine Eltern
wohnen ncch da, oder sie sind vielleicht
fort, ich weiß eö nicht, aber da ge
wohnt haben sie und vielleicht kennen
Sie sie: Amtsdiener Kuttner. . . Ja,
; n .... . fu-: . . , .ui
.. jtueuet Ifliuji ti iuui - vuiuj
die aufrechte Gestalt des Gendarmen
geht es wie ein elektrischer Schlag.
die Augen stieren, der Mund öffnet
sich., und erstickte Worte gurgeln im'
HalS. Er hat den' Strolch losgelas. ;
sen, er schwankt und greift um, sich
er muß sich halten, er greift nach ei.'
iakM llltk V A ! r4-y i 4 I f 1 4 (Mfl
.,'V'" .
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Wen. . . weg! . . . Friedrich!" Er
hebt den Arm wie zum Schutze und
zur Abwehr. , 1
.Sie wissen meinen Namen? Ich
habe .ihn Ihnen ja Tioch nicht gesagt.
WVUll IVl IVIl iv Wlt
m,r nnS - ,
tTO U k;kr. ;4 lUn? tt GZl '
in n vi-iiwiii iuvt iiuv
m - , m kem
Gendarmen, die Worte wollen nicht
' "
Über seine Lippen, seine Augen hes.
ten sich auf daö blasse, alte entsetzte
Gesicht wie ein Blitz durchzuckt ihn
die Erinnerung. . .Vater!"
Mit ernem Schrei bricht der Land,
streich zusammen.
Er hat ihn also doch wieder gese,
hen! Als Dieb war er geflüchtet,
als Mörder fiel er in seine Hand.
Was hast du , über mich verhangt.
Gott? Womit habe ich das verdient?
Wie Fäden in einem verwirrten
Knäuel schlingen sich seine Gedanken
, VV f. m ., ... '
niirmnnrtrth
U4' vug cm iiiUO Ivvl wui,
f wi mtimut
'&mt Auacn bra
eine Augen brannten ihm. sein'
Mund war trocken, wie Blei die Zun. '
ge. In stummem Ringen arbeitete sich
die Brust ab. er hörte' nicht daS Stöh- ,
nen und die wilden 'Anklagen des ''
Menschen zu seinen Füßen, er hatte,
kein Wvrt für k!,t,
- - H VIVtVl .
, Endlich ordneten sich seine Gedan'
keu. es hieß jetzt seine Pflicht erful. !
len, und er hörte sich mit einer frem. j
den Stimme sagenr , Auf!" und
nochmals: Auf!" Wie unbewußt ging!
er hinter dem Verbrecher her. Aus'
dem Walde kamen sie auf die Straße,
von fernher klangen Glocken durch die
stille Luft. fein. dünn. Das Pferd
hielt am Rande, der Gendarm j
schwang sich hinauf der Vaga. i
bund. ohne Hut und Stiefel, schlich ,
n,eben ihm her. . I
- Kuttners Gedanken .gingen einen
öden Weg und hielten an Gräbern;
er würde neben seiner Frau liegen
den anderen wird man, wie einen
Hund verscharren. . Warum war, er
auch zur Gendarmerie übergegangen!
. . . wäre er Amtsdiener geblieben!
. . '. Zusammengesunken, wie todt
saß er auf dem Pferde, er hörte nicht,
wie , neben ihm eine Stimme, immer
, gebrochener, immer leiser sprach, bis
sie ganz verklang er sah ncht aus
-das verwüstete Leben neben ihm. da
seinen letzten Gang schlich.
Weiter im Trab, weiter. . . da daS
Dorf, die ersten Häuser. Kinder sam
melten sich und zogen ihnen neugie
rig nach, Weiber traten eilig von
der Arbeit in die Thür, noch mit tU
nem Topf in der Hand, mit .einem
dampfenden Löffel. : Männer pafften
aus ihren Vfeifcn: Wen bringt der
Kuttner da?".
Nach einer Äeile sahen sie den
Gendarmen wieder. ' WaS war ihm
denn? Er mußte krank sein. (5r sah
schrecklich aus, , Ihre Augen folgten
ihm. wie er schwer dahinging, gleich'
gültig, thkilnahmslo' für alles, wie
einer, dem alles verleidet ist. .'.
Aufrichtig. Maler lzu ei.
nem Herrn) : Nun, wie finden Sie
fciS Bild Ihrer Gattin? Herr: Sehr
unnatürlich! Sie hat, ja den Mund
zu! '
Jminer. dieselbe. Vetter
(der seine Base vom Tode des Er.
irinkens eri'.ttet hat): Meine Hülfe
wäre beinahe zu spat gekommen! Du
iakst'ja schon bis zum Halse im Was.
er! Bas: Sag' einmal. Hans, wie
tand mir das Wasser?!
, Vrotzyerjögthum Hessen. -;
: ErbeöbüdeShei ni. . Letztens
stürzte der etwa 80 Jahre alte Pri
vatmann Zimmu die Kellertreppe hin.
unter und war sofort todt. "
. Thalwil. Der 2Jjährige Weder.
Meister Oettiker von KUßnacht gerieth
in der hiesigen Seidenfabrik Schmor
genbach und.Cie. in eine Transmission
und wurde derart verlebt' daß er auf
! dem Transport nach dem Spital ver.
, iraro. , - , ' , , ,
' Grindel wald. In den GraS
hZgen vom Kolli ob dem Eismeer
, wurde todt aufgefunden der TaglLbner
Rudolf Baumann von bier. Er eint
kew Edelweißsuchen abgestürzt zu
- , 1
SSWMfe
3?
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M
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ijcniianncr Poli$I)latt
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Letzte Hoffnung verschwunden.
Äi hervorragende Aerzte sagten
daß W. M. Smilhhart, von Pekin,
Ja,, unheilbare Schwindsucht habe,
war dessrn,, letzte Hoffnung dabin,
aber Dr. King New Ditcovern für
Tchivtndsucht. Hütten und Erkältun.
nen retleten ihm vom Grabe. Er
sagt: Diese Medizin hat m,ch gründ
lich kurirt und mein Leben gerettet.
Seitdem habe ich sie 10 Jahre lang
gebraucht, und eracht dieselbe als
rine wunderbares HalS und Langem
Heilmittel." .ötreng mifsenicriaft.
liche Heilmittel für Huyen, wehen
HalS oder Erkältungen, und sicheres
Borbeugung?mittel zegenPneumonia
Garanlirte laichen zu 50 CcntS und
$100 in Walker BroS. Apotheke.
Vrobe fflaiche sri.
ROBERT WALKER.
Ltchlzuumalt i. ölrlliö'esVoliir.
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MUH Mattel IBclIi.
Wir wollen unseren Leiern ein
drücklich versichern daß Boschee's
Berman Syrup heutzutage positiv
da einzige Präparat im Markte ist
welche Schwindsucht lindert und
heilt. ES er'hält die Eigenmittel,
a reinen Theer, Auszug von Pflan
zenharz usw., welche als Heilmittel
für Husten und Schwindsucht von den
medezinischen Congressen so hoch ge
schätzt sind. Der Schmindsichtige.
einerlei ob die Krankheit im Halse
oder Lunge, muß deS NachtS Ruhe
vobe und des Morgen frei sein von
Anfälle von troaenen uno iviiernorn
öukten. Die erkrankten Theile oer.
langen nach Ruhe, heilender und
lindender Behandlung, und der Pa.
tient bedars der frischen Lust, guter
Nahrung freien Ausmurss oe Mvr
aen. mit schneller und oauernoer
Linderung.' Kleine Fläichchen zu
SEentS gemöynttaze wrone nayeu
z Mal so viel enthaltend ?s uent.
In allen Apotheken u haben.
WMWMMI
gegenüber d r BtUhIe,
' vermann. i-: ITlo.
n; t,rr eUaanictie Soloon in er
ninrni und findet man dorl auch die besten
lAeiränle und Cigarren. .
ui.,Kki mit WliiSknS. Allemiarr
Agent in Hermann siir den berühmte und
schien Bourvvn uno inye nunisi vn v'
niann, Dislilling 5o. lPreiS deelbe wie in
der Distillern
iZ.hamberlain's Vus'en Medizin
hilft die Natur. ' ;
Medianen, die die Natur helsen.
sind immer am wirksamsten. Chain
der'.ain'S HustenMediz,n handelt
nach diesem Plane. Sie hält den
Husten zurück, löst den lAuSwurs und
biist die Natur, da System in einen
aeiunden Zustand wiederherzustellen.
Zie ist üder einen großen Theil der
c'vilisirten Welk ihrer unschätzbare,,
Eigenschaften wegen berühmt. Tau
sende haben ,hn dohen Wert be
zeugt. Sie wirkt wegen jede Anla
e, daß esne Erkaltung in eine Lun'
oenentzlindung übergeht. Zum Ber.
kauf bei Walr Bro. ,
schreckliche Schmerzen gelindert.
Durch schreckliche Schmerzen ge
peinigt infolge der Geste unvrrdau.
len Speisen, nahm C. G. Grayson.
von Lula, Miss.. Dr. King'S New
Life Pi?S, .mit dem Resultate." wie
er schreibt, .daß ich kurirt wurde."
Alle Magen und Gedärmeunordnun
gen werden gehoben durch ihrem ltn
dernden Siuhlgana besondere Eigen.
schaitev. 'Zh Eent in Walker BroS.
?!5?t!?k '
Gearündct 855
lvöck,entt,ch, u i 00 xer' Jahr '
:, 50 ,u enn im Vota s bezahlt
ßtti FrinHnfl Co. r r
, ' ',, VIgU,u,,r Heranögkber. '
't Zermann, w.
:ry Da .volksblatt" hat die, größte
, 'ircu'lation und ist die einflußreichste
' Zeitung dieser Gegend. Anzeigen
finden in ihr deshalb die beste und
; Ishnendste Verbreitung.
' Dkttckfachrtt aüct Art werden m
..modernem dtyl und biU
tig ausgeführt. .
WA
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Oyspepsia Curo
Digests what you cat.
Tlita rrnnuMHnn ,11 il.
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snilH. Itcrivp lrKt:tnr. rollnf nnA narram
faila in eure. It allovrs you ,o eat all
the swirt you want. The niost sensitive
Ptoruachs can take lt. By lts utieniany
f.Viriiua nHü if 4traru.rif'fa tnntm
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Diese berühmte ZlZieKMedI,in ist tn
Geld Erspar für Viehzüchter. Sie
ist ein Medizin, nicht ein billiges
Kutter oder Universal Pulver. .
Obschon i gröberer fform, aKTKea
toiii' Blck-Drught, welcher we
gen seiner Keilkraft für BerdauungS
leiden der Men'chen dertihnit ist, hat
dies, dieselben Eigenschaften, die ?er.
dauung zu fördern, die träae Leber
anzuipornen uno eritopiung der
auölhlere uno vestugei ,u kurtren.
i ist vorsichtig zubereitet, und tbrk
Wirkung ist so wohlthuend, daß da
Lieh wachst und gedeiht, wenn gele
gentlich in DosiS dem Futter beige
mischt wird. Ei kurirt Lchmeine
Eholna,und vtevqweine werden fett.
Sie kurirt tbilhnN'Eholera und Bräun
und befördert dai Eierlegen. Si tu.
ritt Berstopsung, ppetitloslgkeit und
Erkältung bei Pferden, Viehseuche,
und giebt den Zugihieren mehr rast
in dem Verhältniß zu ihrem Futter.
teveruihtdtntunr, Ve,iuge,au
rt neue Leben. Jeder Landman
und iehzücht sollte dies, Medizin
versuchen. Ei kostet 25 Eent pe,
Büchse und spart zehn Mal ihren Pi
anPronk.
P t t t b n 1 1. an, ben 25. BI4 tlWi.
Ich drauch, seit einig fielt Jh
Blck-Dtught lei,ud eflügel.Medl
in sei meineni niinnano, yci) oaot au
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i. I. . Hallo.
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