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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, December 09, 1910, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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35raf printing Co., Herausgeber.
preis : 52.00 per ahr. $1.50 bet Vorausbezahlung
D jf l: an der vierten Straße
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Jayrgattg 55
Sermann, Wo., Freitag, den 9. Dccelnbov 1910
Unnnnev 9
I!
Tic Goldsucher von Hermann.
Mit dem letzte Woche erfolgten
zsblcbcn, des Herrn Ernst Gaebler
wurde in seiner Person einer der
70 jungen Männer' zu Grabe ge.
tragen welche Anfangs der ' 50'er
,ahre die beMeerliche Ueberland
reise von Hermann nach California
,,nachten, und nur ein Einziger ist
-von all diesen noch am Loben Herr
.Carl Feil. M wäre für' die Nach
'Äinnensckiaft interessant gewesen
"V"" 1.... sc.
-wenn die Erlebnisse dieser Männer
'durch - schriftlich! Anfimhmen hätten
überliefert werden können; so muh
"man sich mit wenigen Bruchstückm
Me sie im Wunde ihrer Kinder
weiterleben bcgmigcn!. r
; Und doch verdient selbst dieses
Wenige was Bezug hat auf , diese
Jeise und zeitweilige Versetzung der
Blüthe . der Manueskraft aus der
jungen AnsiMung in8 ; Goldland
der Nachkommenschaft , mittgetheilt
: zu werden, da diese Reiise in, s eng
em Zusannnenhange mit der spater?
,en . Entwicklung - dieser Ansiedlung
verknüpft ist. Wir, öle . jetzt ' h,er
in geordneten Vechältnissens iN Etadt
'und Land im bequemen, Heimstätten
wohnen, haben, nur wenig SBetftänd
.- ms von den, Mühsalen welche die
.ersten Ansiedler, mit durchzumachen
hatten, und eö ist leicht! erklärlich
wie die Kunde der Auffindung bon
'Gold' an des Meeresküste die Ge
danken der in dieser geldarinen
'Gegend cmsäßigen Männer beschaft.
- igte und das Tagesgespräch bildete.
tl Unter den ersten welche von hier
' 'die mit vielen Gefahren verbundene
; Reise unternahni.cn ,.unt i cn. die
Goldküste ihr Glück zu fuchcnwar
en Fritz Gaebler, , Steßhan Wein
land und Jntz Heck welche in 1850
' den Vortrat ' bildeten. . , Selbigen
Jahres folgten .' weitere Gruppen,
eine bestchcnd aus Anton Walker,
Engel Baumannl, und John. Schoch
Dann gingen A. Koch,, F. Kuene und
' Cafper Schickert. Jede dieser Grup
Pen hatte ein Ochsengespann. , .
. Es " folgte später George Hufr
mann, Kerth und Setzer mit einem
Pferdcgcspann, welches jedoch irch
Nnack)tsamkeit der Eigenthümer von
den Indianern gestohlen wurde. ,- ,
In 1852 mackM Iich Hans Sud
ter, Zollinger und' Geovge,' Kvaett
In. auf den Weg. Dig Walkers ..und
Fritz Gaebler waren nach Hermann
zurückgekehrt - hatten thatsächlich
die Reise vor 1853 zweimal hin- und
' her gemacht und tfchtrnis den Vieh.
yanoel verlegt, welcher sich lohnen
der als Goldgmben eNvies. Ihre
Berichte über die Erfolge in den
j"Zf'Jmtnir, ... ..x w..a:uc,i t-u
VtV iwj. uuu; uuiui uu iiii"
lge lohnende Beschäftigung daselbst
dienten als allgemeine Aufmunter
ung. und so folgten im 1853 weitere
, Gruppen wie folat: Die beiden
Walkers. Ernst Gaebler, Adam Puch
S to Fritz Puchta. 1 Jacob ; Colling.
' ,Jolnr und Andreas Humburg Fer
inand. Huehn. Robert Ballet. Hein
nch Sckxlffizer, John ' Krocber und
; ; Karl Saiidbergcr welche als diel Wa'
r Partei benannt war " . y;
' Auch Tuttcr war zuriickgckomlttcn
' . und trat selbigen Jahres einq zweite
Reise an in Begleitung von Peter
Kraettln und Ematinger. Sich in
, verschiedene Gruppen Heilend be
. gaben sich während das, Jahres dort
hin: Fritz Weller. Honig. Peter
Tilthcy. Christ und ' Sylvester
'.' Kraettly. Jacob und Mathias Dan-
user. Emil Klein. Jacob und Karl
wi, Meister. Anton Mo.ßmeyer.
j 'T äfctrfaltlinM ot-mrtMn, 9Wrttwr jfS(4l3
- -tiv! kiitiuiltv -J'., ö
rich Hack. Fmng Oncken, Kimo Hel
l'ch. Fritz Johns, Matthias Wütrig
wbst Frau, Karl Eppler, ' i Niever
Mlter und Andern, deren' Namen
unser Eewährsman des. mumnehr
berstorbenen - Herr Ernst Gaebler.
öem wir diese Mittheilung verdank
len. nicht mehr in Erinnemng war
en- :
: Zu Wasser machten die Reise
Fritz Gaebler welcher zur Walker
Partei gehörte aber aus Gesund,
heitsrücksichtcn nicht über Land geh
en konnten; ebenfalls die beiden
Brüder Neuesche, , Sam Allanann
Schnarf, Wilhelm Kroeber, Gottlob
Poeschel, . Hettinger. Christoph Val.
let. Sam Michaelis. John Ouandt,
Wilhelm Petrus, Schenker. Anton
Hullimn. John und Wilhelm Koch
Fugger und Jacob Ho g. , ' '
" Die genannte . Walker Dar
tie machte die Reise in 4 Monaten
und 20 Tageir. Zu Sierra. Nevada
kainmen t ihnen Viehaufkäufer ent
gegen und an diese wurde das Vieh
vertauft und der Wagen stehen ge
lassen. Man trennte sich hier und
jeder ging hin wo die Aussichten
am besten schienen. Die beiden
Walkers, die GaeblerS und Puchta
gingen zusammen, nach den Gruben
in Doneyville wo sie an einer Creok
entlang . einen. Claim" abstellen.
Jeder Mann erhielt 100 Fuk an der
Creek entlang und von dieser weg
bis an die Berge führend. Die erst
en paar Tage war der Erfolg, im
Golöstnoen auneroroemnca öa m
4 Tagen ein jeder durchschnittlich et
wa $600 werth Gold . Nuggets ge
funden hatte. Aber dieser phenonv
male Fund hörte auf einmal auf,
irnl nachdem man 4 PZonate weiter
gearboit und nichts mehr gefunden,
wurde der Claim" liegen, gelassen
jeder $1& armer als er gekommen
wa "
Die Arbeiter in den Gruben er
hielten $5 pro . Tag und da daS
Kostgeld, etwa ZI per Tag betrug
konnte ein sparsamer. Arbeiter schon
was von fnem -!vyn erubngen.
Glück - und Sparsamkeit war natür
sich unter unseren Goldsuchern und
Geldverdienern verschieden, doch
hatten bei ihrer Heimkehr all mehr
oder weniger Geld. Ernst Gaebler
hatte in zwei Jahren Z1S00 er
übrrgt. Er und Adam Puchta kam
en über Nicaragua heim ' Fritz Puch
ta war in California gestorben. Das
heimgebrachte Geld, spielte eins große
Rolle in, der), hiesigen Ansiedlung.
Die jungen Manne? traten nnch ihr
er Heimkehr in kurzer Zeit alle in
den Ehestand,, neue Wohnihäuferi wu
den - geliautmik. , verbesserte : Land
wirthschaft ir, überÄ' ficknl
manche Farmgeräthe angeschafft wer
den konnte wozu vorher die Mittel
fehlten. ' Alles nahm einen Auf
schwung .und Glück und Zufrieden
heit hatte hier seinen Wohnsitz bis
zwischen dem Süden und Norden
der Bürgerkrieg ausbrach, und) aber
nials die Blüthe der Männerwelt
herauszog, aber mit mehr traurig
en Folgen. ; .
Von all den Goldsttchcrn ist
nur noch ein Eingiger am Loden
unser betagter Mtbürger Herr Cari
Feil.''.''' :Cl"r':h.::
Wollen, die Wahl anfechten.
', Die geschlagenen : demokratischen
Ttaatsbeamten haben ; nunmehr
beschlossen, die jüngste Wahl in St.
.'ouis undS t. Louis County airzu
ichtew, uird sie haben Richten W. C.
Marshall von St.' Louis und R ich
ter W & Williams von Boonville
als Anwälte cngägirt, um ihre In
tevessen zu vertreten und cin'5ioii
teswerfahren eiilzuleitee,:.-
I B Shannon, der Vorsitz'ilde ! w ,...
des demokwtisckM. Staats , Komi-1",0 Schwellen im Werthe von$223
tes. gab nach einer längeren Kon':, ipley County. .. 682.500
fereiiz mit . demokratischen Führe. n h Wrtl)e221.0(X).
' v ti T -' (I?CaI1i, rOvHFTM fCrt4t
eine Erklärung ab, ,n welcher , er
die Behauptung aufstellte, daß Be
trügercicn bei der Wahl in St.
Louis und St. Louis County vor
gefallen seien' Die Untersuchung,
die von Seiten des Komites , einge
leitetwu rde habe dies - ' ergeben,
und es sei nun gebitcrisch nothwen
dig.' die Aufmerksamkeit deö Staa
tes auf diese Betrügereien zu lenken.
Zum Voraus bekannt gegebene In
formation aus dem 1910Roth
buch" des Bureaus für ArbeitS
Statistik, Jeffcrson City,
Mo- '
..Trotz der vor Jahren gemach
en Prophezeihung, daß es mit Mis
ouri als Banholz Staat bald aus
KV werden alliayruH nocy grove
Quantitäten Bauholz mid anderer
Lieferungen des ; Waldes nach den
grosn Städten gesandt. Im Jahre
1909 wurde dies bezügliches Mater
ial im Werthe von $24 928.393 auf
den Markt gesandt, gegenüber $22.
953.014 im Jahre 1908. ; Die Zu
nahine war hauptsächlich in Küfer
Waaren und Cördholz."
Also schreibt Arbeits Kommis
sär.J. .,. Hiller im 1910 Roth
buch" des Bureaus für Arbeits
Statistik im ersten Paragraphen des
Kapitels, Missouri's jährliche .Pro
duktionen, deö Waldes, die Liefer
ung in 1909 -und vorzeitige Jnfor
mation für 1910." . " -
Die in diesen Kapitel aufgestell
ten Behatiptungei sind basirt auf
Jnfonnation, welche der Hauptstat
istiker A. T. Edmonston von diesen!
Departement in 1910 . sorgfältigst
von Eisenbahn Agenten und über
1,100 Eigenthümern von Sagmüh
lern gesammelt hat
Bezüglischst der Produktion des
Waldes in 1909 und der Counties,
welche, diese ; Lieferungen machen,
nbst dem Werth' schreibt das 1910
Nothbuch":
Daß 450,738.900 Fuß Bauholz
versandt wurde, will nicht heißen,
daß dieses alles in 1909 gefällt wur
de, da vieles davofl vielleicht . drei
oder vier Jahrein Sägmühlen auf
gestapelt lag- -Während der Ueber
schuß air Logs als 101.117.304 Fuß
angegeben wird, $1.314,525 werth.,
so wurde der größte Theil davon St.
Louis, Kairsas' City und St. Joseph
in' Küferwaaren und Bauholz vcr
wandelt ul.ld dort verkauft. Wie es
scheint, haben die Eisenbahn Agen
ten auch in diesein Jahre wickelt viele
Sendungen von Walnuß Bmiholz I
als gewöhnliches Bauholz klassifi i
zirt. , '
Als das leitende Couirty im Ver .
sandt . dieses Materials muß New!
Madrid Comüty wiederum betrach !
tet werden, ,r da sich der Werth des
selben in 1909 attf $2.421.501' be
lief. -'Dunklin County kam mit ein
em Werthe von $2,1511.166 an.
zweiter Stelle in Betracht und Pom
iscot County mit einen, Werthe von .
$2,012,118 andritter.
Bauholz New Madrid County,
83.392.000 Fuß inr Werthe von $1.
584,448; Dunklin County 44.104.
000 Fuß im Werthe von $837.976;
Reynolds County. 35.904.000 Fuß
im Werthe, von! $682.176. f
LogS Shannon County. 36.
010.000 Fuft im Wertlie von, $467.
130; Pemiscot County. 21,6110,000
Fuß im Werthe von, $280.930; New
Madrid County. 12.890.000 Fuß im
Werthe von $167.570. : .
Walnuß Logs Greene Coun
ty. 225.000 Fuh im Werthe von $1
0,800; Cass County 165,000 Fuß
im Werthe von $7.920; Saline
County 153.000 Fliß im Werthe
von $7.344.
ahilchvelleil Wayne County.
i '
W, :()Q SckMllen im Werthe von
)Uliiyr ?Uiit: uiw.iii vuiv-
ty. 4,550,000 Fuß im Werthe von
$455.000; Pemiscot County. 3.341.
184 Fuß wlW erfhe von $344.118;
Butler County. 3.130.000 Fuß im
Werthe von $313.000. .
Zaun und Minen . Pfofl;
Jefferfon County. 469.000 Pfosten
im Werthe von $36.720; i MeDon
ald Coilnty. : 389,160 Pfosten ' : im
Werthe tyon $31,133; Macon Coiln
ty. 324.300 Pfosten im Werthe von
$25,944. ;
Cordholz Butler County. 29.
610 Cords im Werthe von $74.025;
Franklin County. 28.300 Cords im
Werthe von. $70.750; Buckanan
County, 19M0 Cords im Werthe
von $49.500.
Telegraphen Pfosten Wash
ington County. 3.000 . Pfosten " im
Werthe von. $24.000; Butler Coun
ty. 1.400 Pfosten im Werthe von
$11.200; ßxKxx County. 1.250
Pfosten im Werthe von $10.000.
; Küperwaaren Peniiscot County
1,656 Carladungen inr Werthe von
$993.600 Butler County. 1.332
Carladungen im Werthe von $797.
200 ; Dunkln County, 1 ,155 Car
ladungen im Werthe von $693,000.
Walnußlumbcr Phclps Coun
ty. 110.00 Fuß im Werthe von $5.
500; St. Clair County. 90.000 Fuß
im Werthe von $1,500; Lafaizette
County. 82.500 Fuß im Werft) von
$4,125. v -:;.;.y
' Papiccholz : Pemiscot County,
3,410 Covds im Werthe von $10.2
30; New Madrid , County. , 1.840
CordS im Werthe von $5.520; St.
Charles County. 618 Cords im Wer
Apfelholz ? Chariton , County,
the von $1,854
Holzkohlen Osage County. 124
Carladungen im Werthe von $10,
540:'Crawfovd County 46 Cars im
Werthe von $3.910; Cole County.
23 Carladmigen im Werthe von $2,
380,' v -;
Excelsior, Sägemehl , Adair
County. 15 Carladungen im Werthe
von $375'"Lafayette County 15
Carladungen im Werthe , von $375;
St. Louis &wny 14 Carladungen
im Werthe von $350. . - "-.y '
Bleistiftholz Newton County.
3 Carladungen im Werthe von $1
50; 'Macon County 3 Cärladuikgen
im Werths von,$150; Greene Coun
ty, 2Carladungen im Werthe von
.$100.
, Die Zigeuner.
Eine Fcderzeichnnng über diese
unstate, überfalle Herren Lön. -
' i der ziehende Volk. . . .
Ein merkwürdiges Volk sind - die
wirklichen,-, Zigeuner. .Seit mehr
1 denn sechs Jahrhunderten ziehen sie
Unstät und flüchtig in..fast allen Kul
tin: ! Ländern Europa'S uncher, von
niemanden geliebt, meisteils gofürch
tet, jedenfalls aber gemieden. ' Der
Fortschritt der Zeit ist fpurloS an
ihnen vorübergegangen. Ihr noma.
denhaftes Leben ist schuld daran
Sie waren von jeher eine Plage, sür
die von ihnen heimgesuchten Land
striche gewesen. Seit einigen Jahren
hat Bayern ihnen das Land verwie
sen, was für die Eiirzelgchöfte, Dör
fer und kleinere Städte ein großer
Segen ist. Ihr Lieblingsgeschäft
war der. Pferdehandcl. Die Frau
en gingen hausiren zu nichreren, und
während eine oderzwei d ie Haus
frau mit Betteln belästigten, durch
musterfeii die anderen . das Haus
und nahmen mit was nicht met und
nagelfest war.' , , , " "
Ueber das Laiid seines Ursprungs
vermag der Zigeuner keine richtige
Auskunft zu geben. Sie wbzn vor.
aiis Aegypten liergewandert zu, sein.
nur mit Hülfe der Sprachvergleich
nng war es möglich, ihr Stammes
land, zu ermitteln, nämlich Indien.
Eiitt Hcirath der Zigeuner ' mit
Einwohner der von ihnen durchwan
derten : Länder . bildet eine große
Ausiinhme. DaS Aussehen der Zi
gcuner ist' verschiedenartig; , doch
kann Jeder, der einen Zigeuner zum
öfteren schon gesehen hat, solche leicht
erkennen- Sie zeichnen sich auö
durch braungelbe Hautfarbe, langes
Haar, etwas schiefstehende, langbe
wimperte, schwarze, ' seh lebhafte
Augen - Ihre Körperlänge ist ge
wohulich von mittlerem Maße; sie
find schlank, besitzen schöne Musku
latur. und kleine, wohlgeformte
Füße, und Hände. So stellen , sie
einen , schönen Menschenschlag dar;
unter den Weilvrn koimnen auSge
suchte Schönheiten vor. die aber bei
den frühen Heirathcn m:d dein un
stäton' Leben ebenso wie alle Orien
talinnen sehr schnell altern und oft
im Häßlichkeit sich verwandeln.
Von der moralischen Veranlagung
der Zigeuner ist nicht viel Gute zu
sagen. MerdingS muß man in Be
tracht ziehen, daß dieses Volk nun
seit Jahchunderten allseitig verfolgt
mid unterdrückt wirk. Während ein
ige Schriftsteller den Zigeunern eine
sehr laxe Moral zuschreiben, be
Häupten andere, daß dem nicht so
sei. Ehebrüche sollen selten vorkom
men und sckMr bestrast werden. Ge
gen Leute, die nicht seine Stam
meS sind, ist der Zigeuner falsch.
hinterlistig und lügnerisch. Von
Natur furchtsam und feige, tritt er
dort unverschämt und frech auf. wo
er für sich einen Vortheil auf diese
Weise versl)affen zu können der
meint, oder wo er sich in der Uob-
macht zu befinden wahnt. icht
selten schchon kam eS zivischen ihnen " Mangel a,i, ,) ,n gowl
und den Dorfbewohnern zu blutigen Theilen des Landes. Schwein
Erzcfseil. wobei GenSdarmerie. Poli brachten höhere Preise alö seit vl
zei und Jeuerwchr eingreifen muß- Jahren. Dasselbe war der Fall ,
te. tvas Veranlassung 'zu ihrer Aus- mit Rindvieh. Schafen 'ui sogar
sperrung gab. So sehr er gavöhnt gen. und doch lvav mir, deis Mail
ist. sich -überall zu ditcken. ist er doch l n Vieh und nicht eine erhöhte
von einer unverschämten Begehrlich. Nachsrage dafür verandvortlich.
keit. ? Er halt sich weit höher steh-' Die allgemeinere Verbreitung von
end, als die Bewohner des von ihm Automobile für den geschäftlichen
heimgesuchten Landes. In Armuth und sozialen Verkehr hat auf den
und in Dürftigknt sich mit Wenig- Markt für Pserde und Esel in Ms.
em zufriedenstellend, ist' er üppig furi w 1909 keinen Eindruck (' o
rnü) . verschwenderisch, wenn er e macht denn es wurden meho alj'
du -at. Gea, de Knük'M.Markt dedmcht."' Des Durch..
Witterung von Jugend, auf : durch,
ms abgehärtet, ist er aber gegen
körperlichen Schmers sehr empfind-
lich. Da er von Kindesbeinen an
fast ouröschließlich im Freien lebt.
sind , seine : Sinne caiberordeirtlich
scharf.- Dafür belikt er m,
teiche Beobachtungsgabe, wie e denn
Z "
auch sehr schlau und verschmitzt ist.
' 9 '
Unreinlichkeit ist beinahe Lebens.
Prinzip; sie findet sich nicht nur an
dem Körper, sondern in der ganzen
Umgebung. . Bramitwem ist da
Lieblingsgetränk und , Jgelbraten
sein Natioimlgerichi. ,, ,. ,
Bei allen ikr? uAi, V Koft.
lern und Laster Krftohb fohr : Wnfin
Liebe der Eltern und besonders der
'
Mutter m rluvn ft nhtrm i.rtN im,.
gekehrt; gemdezu rührend ist es.
wie die Miitter allscitia verehrt
loird. BemerkeirSw'crth ist, daß so
schr auch die. Zigeunerin währen
der Jligcnd und ihrer vollen, Kraft
als Lastthier behandelt wird, doch
den greisen Matronen eine , gairz be-
sondere Ehrfurcht entgegen bebrackit
wird. ,, .
w,'r.r; . . . v ...
Anfänglich wurden f überall
ins AitMnnnttiiMx CV VT. 1 .101
ZT7:r- ..
t,.,t,iv,t c uuii "uirm niiuiliivii
Konig SigiSmund einen Schutz.
Brief. Sie machten sich aber bald
durch die zahlreichen Diebereien
lin,d ' Betrügereien sehr verhaßt, so
daß praktische Maßregeln gegen sie
ergriffen werden mußten. Der
Rechtstagabfchied von 1497. und
1500 befahl die
Vertreibung der
Zigeuner- Aber sie blieben trotz
d?r nzchrfachen Verbote, daö Land!
zu betreten, in Deutschland. ' Selbst
das Edikt Friedrich Wilhelm 1 von
Preiißen von 1725. welches alle Zi
geuner über 18 Jahren bein Betre
' hrjllifillfyfuln liP..afli?l
i-ik vi vinini ui W4uu4.-n)iici
. Z . Z . . " .
mit, dem Galgen bedrohte, konnte
t; rZ or,.i rn
,4. VtUllWIm : 'ViC
regeln in der neusten Zeit, sie seß
haft zu machen, haben sie bis jetzt ,
kaiml noch an einen festen' Wohnsitz
gebunden. -.. -
Abonnirt auf bei Hcrmanucr
Bolksblatt.
. Viehbestand i Missouri
Lebendes Vich im Werthe von
$136.250.853 wurde im Jahrs 1909
von den 114 Counties in Missouri
auf den Markt gebracht, im Der
gleich zu $112.525.494 für das Ja
hr 1903, also eine Zunahine von
$23.735.364. schreibt ' ArtVitökom
missär I C..A. Hiller in- bem 1910
Rochlnlch", welches Anfangs De
zenlber zur Verthciliing gelangen
wird. In dcm nächsten Paragraph
wird ickher ausgeführt, wie diese
roße Zunahme möglich ivar. und
er befestigt ohne Ziveiscl die That
che. aß Missouri ein ausgezeichnet
r Lieferant von lebendem Vich ist..
Die in diesem Kapitel enchaltenen
Zahlen und Thatsachen' sind auf die ,
Angaben dasirt. die der Hauptstatist
iker A.' T. Edniondston von den
Eisenbahnen, den Dampfbooten und
den Händlern in den verschiedenen
Ecmnties gosannnelt hat.
len miö Tyatlacyen.
'. Hmturfache für viej anpl
neno grone unaynnne tm Wenye
war öer yoyere Weruz pro rops
tue, Rindvich' und Schweine, eines
theils verursacht durckz die erhöhten
LrdenLkosirn und anderntheilS durch
tm i jf. . '?e
jamittspreiö pro iivpf war. hohe -al '
je zuvor. Von, Eiseiibahmn unÄ auf
anöerweutgen Wegen n erminctt
worden, daß in 1909 157.831
Pde und Esel geliefert, wurden im
eleich zu 145,152 in 1908, eine
Zunahme von lü,b79 lkop'uno. ?..
mm Werthe. Der durch-
14 t.if Ak 41 1 f . i C
. Wnimwtje vrci war pr
. . 0V ff - . ! Onri ..iarr
' wmonn m . .
'i' . . . '. t
2115 tm irei proouzire,er
Staat hält Missouri seinen Rang und
mmt an weiter Stelle in Betracht.
Mehrere grove venoungen wumen.
im letzten ayre naa ,suoa,nra, -
; .Australicir,' üestmerika Utio anderen:
' entlegenen Ländem''goinacht.' Wegen
f . CW. . ? IV f J. ...tfl 91 L AfiU
'icnuT jinuucr, muih
ke und Gröhe hat dev Missourier
v i an -1 l
Maules m m wr angen s
hm cttvoroen, weicyer sur
iie Wcrm Prse derantwott.
l'd ist. , '
TT J?" , . T,,t
T'.Tty
$37 im Jahre 1908. : Auf den
'ersten Blick mag dies niedrig ' cr
rf ft mm auck in Be-
i-"v.., J u i
tracht ziekxn, daß Kälber und Jähr.
linge mit eingeschlossen waren. Im
Ganzen wurden 1.6011,067 Kops au
den Markt gebracht;" zu $37 pro
Kopf macht dies $59,239,479.- Die
Zunahme über 1903 war 176.377
Kopf und $12.224,709 in Werthe.
"Der staatliche Wildhiiter Jcsse,
Tollerton hat bei einer Wildzüchte'
rei in Peninyivania o,wv -:,
tridges und 4.000 Fasanen bestellt.
Diese Vögel werden an $.500
kosten. Etwa die Hälfte davon soll
für Zuchtzwecke verwendet werden,
die anderen sollen unter ' Farmern
, . . t i, (,ari . .
in rcrkchied cn Tizeile n des sl'V
. ' . ' ... i .
c 5r ' Vert!.'u,ra. gelangen. Er
- will dieselben Mitte
Januar vcr
will nächstes
theilen. Tmlerton
I Jahr 15,000 Fasanen züchten.
. Die besten Anstreicher. Bauunier r
nehmer u. Architekten dieses Landes
brancheil nur Mound City. Horse,
,' Shoemarke" für'. Häuseransttich 7
5
i .

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