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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, April 26, 1912, Image 1

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Graf printing ?., Herausgeber. " preis : .00 per Zahr. $1.50 bei Vorausbezahlung Gffi: ander vierten Straße.
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Jahrgang 56 Hermann. Mo., Freitag, den 26, &?cil 1912 Unmmer Lg
Der Titanic. ?
An anderer Stelle dleses Blattes
brisen wir den Bericht der Ueber
IZZe der schrecklichen Katastrophe
.lC?rI , mimvfcr Titanic
zum Opw siel. Dieser Beent
S ein ach die Thatsackien des Zu
iammenstobes mit dem Eisberg ,
- wie die Zeitbestimmungen nebn an-
EttWwd nun verslossen seit
Kr mehr als vie 1600 Mh
schlössen, welche ihren unabwendba
r?l Tod stundenlang vor Augen hat.
", das traurigste bei diesem Ge
ist aber die Ueberzeugung
durch di seither bekannt gewordenen
:!, wß dies furchtbare em
zia in, den Amalen der See ahrt da
ZZ den nnal ec ml
werden können oura n '"
Und gang bestimmt zu erwartende
Riit und Vorsicht der Eigen hu-
mer sowie vor Allem des apnans
des Titanic. ' . ,
Dies war die erste Fahrt des
Tamvfers und jedenfalls um aus
derselben auch zugleich e,nen Ne.
cord" zu machen, hatte der Kapitän
den nördlichsten, kürzesten Cours
Mlvählt. trotzdem er vor der Absahrt
gewarnt und auf die. besonders in
dieser Jahreszeit, drohende Gesahr
eines Zusammenstoßes mit Eisber.
acn aufmerksam gemacht wurde. Au
während der Fahrt wurde er durch
eine Dralitlose Depesche des Dampf,
ers Californian gewarnt, welcher
drei gewaltige Eisberge passiert hat
to. ziemlich an derselben Stelle an
welcher kurz darauf der Titanic den
Todesstoß empfing. , Trotz alledm
behielt man den nördlichen Kurs
bei und fuhr, selbst während der
Nacht' mit Volldampf darauf los. -
Vorn, am Ausguck des Dampfers,
wo unter solchen Verhältnissen, zwei
bis drei Mann litten, aus Posten
inüssttt.? beZönsich.-'
einziger Matrose, und dieser ' hatte
nicht einmal ein Fernrohr, lind so
kam es dann daß in einer stern
klaren Nacht, bei vollständig glatter
See. dieser verhängnisvolle Zusam
mcnstosz erfolgte. Nachdem das Un
gluck in seiner vollen Tragweite er
kannt wurde, zeigte es sich auch dcch
lange nicht genügend Rettungsboote
vorlzanden waren: die vorhandenen
Boote konnten, zusammen höchstens
800 Personen aufnehmen, wahrend
sü,nv, 900 WprfoiNUt sllll
iu; nit wui'av- t
dem Schiff befanden. Man sazau.
dert bei 'dem besamen an
Größe, welche diese fchrecklichs ja
tastrophe mrter anderen Umstanden
.erreicht hätte; z. B. im dichten Ne
bcl. bei hochgehender, sturmgepemch
ter See und mit einer vollen Ladung
Passagiere, also incl, der Beman
nung 3500 Personen. Ein Gluck
das; dies nicht der Fall war.
Ein Komite der überlebenden Ti
tanic-Passagiere gab den Zeitungs
Berichterstattern bei der Landung
'der .Carpathia" die folgende' Er
klärung ab:
. Wir. die unterzeichneten uberle.
bendeir Passagiere des Dampfers "Z
tanic.. halten es. um sen,sationellen u.
übertriebencii Berichten vorzubeugen
für unsere Pflicht, der Presse die
.folgenden Thatsachen, die zu nsercr
Kenntniß kamen und die wir für
wahr halten, bekannt zu geben:
Am Sonntag, den 14. April 1912
um 11.40 Uhr Abends, in einer kni'
ten, sternenklareir Nachl, bei ruhiger
See und verhülltem Monde, kollidir
te der Titanic" mit einem Eisberg,
der vom Lugaus nicht früh genug ge
schen worden war. um den Zusam.
inenstotz zu vermeiden.
Es wurden sofort Vorbereitun
aen getroffen, uin den Schaden aus
Nndig zu mackciv und die Passagiere
zu retten.' Das ommando ertönte,
Rettungsgürtel aiizulcgen. iid die
Neltungsboote wurden herabgelassen.
Das Schiff sauf ' am Montag ; früh
um 2.20 Uhr, nwd die iiblichen draht
. losew Nothsignale wurden ausgesaM
luch Raketen abgeschossen. Glückli
cherweise wurde das drahtlose Sig
nal m Mitternacht von dem Cun
ard.Dampfcr "Carpathia,, aufgcfan
gen, uidd der Dmn,pfer' traf imgo.
fahr um ,4 Uhr Morgens auf ' der
Stätte der Katastrophe ein.
"Die Offiziere und Mannschaften
der Carpathia" wtten .die ganze
öi'achr die Aufnahme der Schi ff
brüchigen vorbereitet und die Passa
giere v der -"Eanathia gaben ihre
giere des Titanic" wurden mit der
cirokten .Vorsicht und. Freundlichkeit
an Bord genommen. Ob sie Kasü
ten-Pasfagicre oder Zwifchendecker
waren, kam nicht in Betracht. Allen
wurde die größte Aufmerk! amkeit er
wiesen, und die Offiziere unb Passa
iwbincn, ihre Kleidung und - ihre
Bequemlichkeit auf, um den. Schiff
brüchigen, zu helfen. '
Das Passagier.Zertifikat des e,ig
lischcn Handelsnünisteriums zeigte,
daß ier "Titanic,, ungefähr 3500
Mensckien tragen kann. Dasselbe
Zertifikat schrieb Nettungslbootraum
für etwa 950 Personen iir folgender
Weie vor:
, Vierzehn große Rettungsboote,
zwei kleinere Boote und vier zusam
menlegbare Boote. Rettungsgürtel
waren anscheinend in genügender
Zahl an Bord.
Die Zahl der Passagiere, die sich
zur Zeit der Katastrophe an Bord
des "Titanic,, befand, war:
Erste Kajüte . . . . . 330
Zweite Kajüte . . ... 320
Zwischendeck . . . . . . 750
1 .
Zusannnen . . . . . . 1400
Offiziere und Mannschaft . . 940
Zusammen
230c
Hiervon wurden gerettet:
Erste 5Zajüte . . . . . 210
Zweite Kajüte . . . . 125
Zwischendeck . ... ., 200
Offiziere . . . . . . 4
Matrosen ...... 39
Stewards ... . t . 96
Heizer . . . . . . 71
Zusammen .... . 745
Bcrger.
Nobctt Vaimigaertner und Gat
tin, von Hermann, befanden sich letz
ten Samstag und Sonntag hier auf
Besuch bei ihrer Tochter, Frau Edw.
Schowe. ' ,
Tan W. Haid war ani Sonntag.
be!ua!swelse. nt Hermann
Xrl .ffln-trn' TVrtii?,: 'hrtn Rl b...Sl indil. ma r, feilste ktetcil amstaa
iilgton, uns Frl. Ji.ottie Spreckelmtti
- 1 ' -T" - r Ti
er, von vlew Haven, befanDeip steh
über Samstag und Sonntag hier
auf Besuch bei ihren Airgehörigen.
Frl. Anna Blumer. welche bislier
in Sedalia, Mo., als Stenographi
stin beschäftigt war, hält sich gegen
wärtig. besuchsweise, hier bei ihren
Angehörigen auf. Für die Zukunft
hat sie eine Stelle in einem großen
Geschäft in St. Louis angenommen.
Die Berger Milling Co. errichtet
Zur Zeit einen groben Anbau an
ihre Mühle und Elevator, u. wird
dadurch! ihre Räumlichkeiten verdop
Pein.
Otto Allemann hat sein Leihstall
und Fuhrmaims Geschäft wieder
an die (öebrüder Moosmamr ver
kauft.
Joe Moosmann ist diese Woche, be
ntchsweise, in St. Louis
Litcile Christine Stock, Töchterchen
von John E. 'tock und Gattin, wur
de geboren, am 1. Juni 1911 und
starb am 22. d. M., im zarten Al
ter von 1l Monaten mb 22 Tagen
Die Beerdigung fand 'am letzten
Mittwoch statt, wobei Pastor Otto
Bnnkmann, von der M. E. Kirche,
die Trauerfeierlichkeiteii, leitete.
Stonh Hill.
Willie Kühn begab sich letzte Wo
che nach St. Louis, um dort den
Sommer über in einer Maschinen
Werkstatt zu arbeiten. '.
Letzten Samstag hatten wir das
Vergnügen Otta Allcmaiin unö des
scn Freund., Herrn Loehnig. hierzu
schen, welche ein gutes Gespann
Maulesel kaufe wollten. Otto theil
te uns gleichfalls mit, daß er sein
Geschäft in Berger verkaust habe
und nun die garnieret wieder betrn
den nvrde. '
Frau E, Gumper und deren zwei
Söhiie, sonne Frau G. Gumper nebst
kleinen Tochter, Elda, ivaren über
Samstag und Sonntag zir Gast bei
der Familie von Mike .Kraettli.
Frl. Ella Mueller. welche letzten
Samstag dem Schllts; von Frl.
Grannemanns Schule, in Bcemont
beiwohnte, berichtete das; öas Resul
tat überaus zlifriedenstellend! war.
Fran , Henry Steiner und deren
kleiner Enkelsvhn, sowie Eöwin Stol
te, von New Hcwcn. waren letzten
Sonntag auf Besuch bei den Fami
lien Stolte. . .
Zimmermann Benz arlx'itet 5?
genwärtig für C. F. Karstedt.
Pastor Kühn begab sich letzten
Sonntag Nachmittag nach Big Ber
ger, um öasclbst ait Stelle, von Pa
stor Kuecherer zu pndigen,. welcher
den Platz verlassen hat. ,
Morrison.
Gust. Wiele, unser Restaurateur,
war am vorigen Donnerstag, geschaf
tchalber, in Hermann.
F. W. Toelle, der Sekretär der
Morrison MilliiZg Co., war letzten
Sämstag in lPeschäftsangelegenheiten
in Hermann, sowie auch in Washing
toN. ;
Arnold Hummert und Gattin wa ,
ren letzten Samstag beim Zahnarzt
in Hermann. .
Frau H. Workmün, von Potsdam,
war letzten Sonntag hier auf der
Heimreise von St. Louis.
Aldin L. Von Lanyi, von Her
ttiann. war letzten Sonntag hier
zum Besuch seiner Angehörigen.
I. O. Brandt kehrte letzten Mon
tag von St. Louis zurück, wo er sich
mehrere Wochen zur Behandlung sei,
:cr Augen aufgehalten hatte.
Frau C. F. Pope liegt krank dar
nieder und befindet sich in Behend
lung bon, Dr. Nickhoff, voir Cha
moiö. '
Frl. Elsa Steppelmann, von Se
dalia, Mo., war letzten Sonntag bei
Louis Boeger und Gattin auf Be
such, v :
.Frau Hermann Tekotte und Toch
ter Frl. Selma. von Hermann, wa
ren mehrere Tage der letzteir Woche
besuchsweise hier, bei Verniandten u.
Freunden.
E. L. Thonias machte letzten Sonn
tag seinen regelmäßigen Trip nach
Hermann.
Alivin Haeffner und Frl. Hulda
Peters warcir letzten Montag in Her
mann, behufs Erlangung einer Hei
rathslizens.
Edw. Wehmeyer, von Chamois, be
fand sich letzten Freitag hier in Gc
schifts,sachen.
Fraii Henry Mertens uud deren
Sohn inachten letzte Woche einen
kur,zen Besuch in St. Louis.
Altaiist Schollmever. welcher meh
rere Tage bei hiesigen Frennden auf
' ' . ' -
nqch t. xom zutuet
John Harnilton von New Haven,
der Agent ienNew Bork Life Ins..
Co., war letzten Freitag und Sams
tag hier in Geschäftsangelegenlieitl'n.
Dr. I. Caughell war letzte Woche
in St. Louis um Specialisten in
Betreff feines Halsleidens Zit con
fultieren. '
T. W. Stoddard, ein Eisenbahn
Kontraktor von St. Louis, machte
anl letzten Freitag mit feiner Fa
milie einen. Ausflug nach hier.
Herman Schmidt aus unserer Nack
barsckiaft, kaufte kürzlich eine Gafo'
liN'Maschine voy ( Pferdekraft, um
damit für sich selbst; sowie, für seine
Nachbarn, Holz zn sägen und jtorn
zu mahlen.
Die Hinterräder des Tenders der
Lokomotive öes Postzuges Nr. 5ent
gleisten am vorigen Mittwoch zwi
schen hier und Gasconade. Der Ber
kehr wurde dadurch auf kurze Weit
unterorochen, aber sonst . keur cha
den angerichtet.'
Frau Maria Jgler, von St. Louis,
Fran August Strassner, von, Etlah.
und Frau Chas. Focriter. von Les
lie, befanden sich! letzte Woche auf
Besuch bei F. Toelle und wohnten
auch der Beerdigung des verstürbe
nen John Stortz bei.
Lonis Warner, welcher die nfel
im Missounsluß infolge des Hock
Wassers verlassen mnUe, hat sich
dauernd hier niedergelassen. Er hat
das Lechstallgeschäft von Wm. Rein
holz käuflich erworbcil und steht
dem Pu,blikuin jetzt indieser Hiit
ficht zu Diensten. Wir , wünschen
ihm den besten Erfolg.
Gaöconadr.
Frau Wm. Flake nebst deren Sohn
Bertram, von Hermann,, weilen: hier
airf Besuch bei Henry Sontag und
Gattin, den Eltern von Frau Flake.
Frau Rose Rogers befindet - sich
auf Bcsuch bei Frau Dellie Quick. ,
,!rau Wm. Gordon war kürzlich
auf Besuch bei Vettvandtcn in, Her
mann. ;. ' .
Die Schlumeicr der hiesiaen Schu
5e N'ar sehr gut besucht und in je
der Hinitcht em Ersolg, imS hainn
Bchlich der, Fähigkeit und den Be
mühungeik . öes Lehrers Walter
Bruens zuzuschreiben ist. Viele Stu
deutete der Hochschule voti Herinann,
sowie zahlreiche Schüler der Morri
son Schule waren als Besucher . er
schienen. :i'y':r'. .:
Capitän ' Fred Farriss. von St.
Joseph, traf letzten Sonntag hier ein
um die Fuhrung des- Dampfers
Lient. Giirney. zu- übernehmen.
Frau W.- I. Maulömg. von Her
mann, war kürzlich hier auf Be
such bei Freunden.
Rofebud.
' -, . ,
ChasNicwald, der Lehrer an der
hiesigem Schule während öcs letzten
Ternlins, hat sich nach Nebraska be
geben, wo er bis zum nächsten Au
gust zu bleiben gedenkt. Für den
nächsten Termin it er für die Schu
le im Neese Distrikt engagiert.
Frau Geo. Adams, aus der Nähe
von Gerald, war letzte Woche hier
aus besuch in der Famu ihres
Schiviegersohnes. T. V. Cahill.
E. E. Garland, von Belle, kam
letzte Woche mit einem Geschäftsrei
senden hier durch, welchen er durch
das County beförderte.
Der Storch ist bei Adolph Black
well und Gattin eingekehrt und hin
terlieb einen kleinen Stammhaljer.
Gottl. Hilkerbäumer, ein itnterneh
nmnder Farmer aits unserer Nach
bärsckiaft. erhielt letzte Woche wieder
eine Carladung Dünger.
Fred. Hesemänn, Marioir Estcs,
Anglist Nidder, Henry Nasinusseii u.
Augitst Luetkenhoelter haben die
Telephonlinie von Owensville bis
nach Rosebud jetzt vollendet. In nach;
ster Zeit werden wir hier 12 Tcle
phonttnien haben, welche sämmtlich
von, Fcünierid geeignet werden und
deren Central-Station hier in Rose
bud. in Briirkmanii's Geschift ist.
Wie uns mitgetheilt wird hat
Wm. HeidbrinF fein Wohnhaus, west
lich vom Bahiidepot, an Julius Bur
ton verhandelt, gegen dessen Schauk
mirthschift.
Die Beamten der hiesigen Bank
hielten am letzten Samstag ihre rc
gelniaszige Versammlung itnd be
schlosseil, unter Anderem, den Ankauf
einer Addirmaschine.
Sebastian Walz und dessen Sohn
Georg, zniser Bankkassirer, haben ih
re Farm am Bourbois Flusz, nahe
der Mijndung von Red Oak Creek.
vorige Woche für !ß27,300. verkauft;
!'die Fach, enthält 420 Acker.
., :
Trake. . ,
Hermanir Anstermann und Frl.
Ida Ebker wuvden, wie es heißt, in
der vorig?!, Wt..? getrau: wozu
wir bestens gratuli''r'-ii.
Eadper Schneider bl müht 'sich sehr
zur Erlangung besserer Post-Gele
genheiten nnö wir , wollen hoffen,
das; er Erfolg hat.
Frl. Olga Meyer befindet sich seit
mehreren Tagen ans Besuch bei ih
rer Sckuester, Frau John Mueller.
Die Fitzpatricks, von Argyle, wa
ren kürzlich hier und kaufte:: eine
Anzahl Stcire von Chas. Gross.
Geo. Ruby ist von S:al:a. Mo.,
zurückgekehrt, woselbst er . seinem
Schwager. Wilhelm Rugge, bei
Errichtitiig eines iitiu.it Hauses ge
hol st n hatte.
Pastor D. Meyer begab sich die
se" Woche nach TubquZ, Iowa, um
der dort slattsindeltii Konscrenz
beizuwohnen.
Die Eisenbahn Komitees . von
Swiss, Drake, Rosebud und Tea
werden iii nächster Zeit hier znsam
men kommen, um mit dem Civil
Ingenieur zu berathen wie rasch die
Nord nnd Süd Eisenbahn gebaut
werdcil sollte.
Manda.
Fritz Juedemann und dessen Sohn
Herman. welche kürzlich in der Nähe
von Bland. mehrere Gebäude für
Herman Distclkamp errichtet haben,
kehrten, letzten Samstag von dort
zurück. Sie werden sich in nackter
eit nach Carter, Ark., begebett.
Walter Spaulding, der Maulesel
Käufer von Owensville, war letzten
Samstag in Woollam geschäftlich
thätig. ', -
Wie wir dem' Owensville Repub
lican entnehmen, fand Henry Aufder
Heide daselbst kürzlich eilte Höhle voll
Scklanncn, und es aelana ihm 34
derselben zu tödten. ,
Hci'inan Rudolf und dessen Toch
Zer. Emma, waren letzten Samstaa
geschüftehallier,, in Owensville. , ,
Henry Ruffner wird während ,des
kommenden Sommers für Henry
Koch arbeiten.
Aitrt. Brinkiilann und G. W. Bud
demever 'verloren kürzlich eine An
zähl schone Schweine: wir konnten
nicht erfahren nxis den Thieren gc
fohlt hat, nehmen, aber an, dafz
Tchweinecholera die Ursache war.
Joslma Tavvmetier und Familie.
von Onicnsville. befairden sich letzten
Sonntag auf Besuch bei Aug. H.
Brinkmann und Familie. '- -Die
Mandn Schule, unter Leituna
des Lehrers Harry Fischer, beschloß
am lebten nreltag rtnen höchst er
folgreichen Termin. Daö Programm
der Schlustseier war ein sehr in
terefsanteö. .
Bei Chas.- Diebold fand letzte
Woche ein ScheuerAufrichten (bam
raising) statt. -, Wenn vollendet, wird
.diese cheuer ein sehr zweckmäßiges
und großes Gebäude sein
Aus Potsdam.
I Johm Ben StorH wurde geboren
am 5ten October 1851 in Swiss,
l Gasconade Co., Mo. Er verehelic!)
te sich mit Karoline geborene Eiker
mann ain 29 April 1880. Al die
ser ' glücklichen Ehe entsprossen 2
Sölxno und 4 Töchter, . wovon, vier
Töchter und ein Sohn verheirathct
fiiid; der jüngste Sohn mit Namen
John befindet sich noch im elterlich
cn Hause.- Der Dahingeschiedene
hatte schon seit mehreren Jahren mit
Magenkatarrh zu thun wo er bei re
len Aerzten Rat und Hüls suchte;
miö auch Linderung fanö, aber keine
Heilung. Vor ungefähr 6 Mona
ten verschlimmerte sich sein Leiden,
indem sich auch noch der Magenkrebs
einstellte und allmählig öen Tod her
beiführte. Er starb am Somtabend
Abends um 9 Uhr den 13. April auf
seiner Farm, in 'der Nälze von Ire
derick&bnrg und wwiic am Dienstag
auf dem Friedhof der ref. ZionS
Gemeinde in Potsdam zur letzten
Ruhe bestattet. Es betrauern, sein
Taihinfcheiden, seine trällernde Gat
tm, 2 Söhne, 4 Töck)ter und Säiiivic
'gersöhne, wie auch feine G SckIvc
steril nebst vielen Aiiverwandten, .
Freunden. Er erreichte somit ein
Alter von 0 Jahren. 0 Monaten u.
8 Tagen. ,, , ' :
Wohl ihm, er hat es nun, vollendet,
Nach Leidetr geht er ein zur Ruh',
-Gott hat zum Veiten es gewendet,
: Er eilt der bessern Heimat zu.
' Doch lag e$ in des Höchsten, Plan,
, Was Gott tut, das ist wohlgetan.
Am Sonntag den 5ten Mai wird
Herr Pastors R. D. Hanisch, von
Pot?dam, in der ev. . Geuieiiide . in
Fredericksburg- morgens um 10 Uhr
eine Predigt halten und deir Gottes
dienst leiten. Alle find Izerzlich ein
geladen diesem Gottesdienste beizn
wohnen. , :fi ". .,
Mttcnbcrg.
Die Schille in Kiels Distrikt un
ter Leitung der Lehrerin, Frl. Cla
ra Tchreiman, kam am Samstag
letzter Woche zum Abschluß, wozu sich
viele Bewohner der Nachbarschaft
eingefundeii hatten, lvelche berichten
einen frohlicheir Tag verlebt zn ha
den.
Fritz Ziininerly, welcher eine Zeit
lang sehr air Rhenmarisnnts litt,
befindet sich ans der Besserung, und
sint uns, wieder schöne Lieder vor.
Dieses Jahr scheint 's eine recht
gute Apfelcrnte zil geben, denn die
Bäume zeigen recht viele Knospen,
aber auf den PfirsichBäumen ist
keine Knospe sichtbar.
Daniel Schaffner, von Onvnsville
war am Montag bei Fritz Zimmer
ly ans Besuch; derAlte ist hoch an
Jahren, erfreut sich aber noch im
lner der besten Gesundheit.
Am letzten Sonntag wurde in der
hiesigen Evangl. Gemeinde des Pa
stor. Schulz, August Witte erwählt
als Delegat zur diesjährigen Koii
fereii dcs Mifsonri . Distrikts. nx'l
che dieses Jahr. den. ersten Mai. in
St. Charles ihren Anfang nimnit.
Wittwe Gustav Kiel befindet sich
auf der .Kranke,lliste, wir wünschen
ihr recht baldige Besserung.
.. . Swiss.
Albert Schulte begab sich letzten
Sämstag nach Union, Mo., nm dort
n:it seinem Schwager, von Manche,
ster. zusammen zu treffen.
Fred Henneberger u. Gattiit wa
ren kürzlich wieder in Morrison, zum
Besuch bei Herrn Heitnebergers Ba
ter. welcher noch immer sehr leidend
ist. -
'I Wärdeir hat sein Gespan ver
lauft ltnd siebt sich jetztiiach ande
rer Beschäftigung um.
H. Meyer hat die Farm seines
Vaters gepachtet lind wird in dem
Wohnhaus ein Telephone anbringen
lassen. ;'.,; v -
Frls. Tillie und Anna Schneider
find am vorigen Montag, auf län
geren ' Besuch, von St. Louis ein
getroffen. "
John Mittendorf. der Gesäpfts
reisende von 'St. Louis, war mehrere
Tage der vorigen Woche hier auf Be
litch bei Bettvanöteii u. Freunden.
' Aug. Steinbeck sauste dieser Tage
ein hübsches Surrett von Herrn Eng
ln der Nahe von Dry Hill.
Schlechte Landstraßen, theuere
Landstraßen.
Das landwirtschaftliche Depart
ment in Wajhilton hat durch ein
getont und umfassende Erhebungen
und Berechnungen, festgestellt,. - , dcch
die aus den Markt kämmenden land
wirthschaftlickien Erzeugnisse' durch
schnittlich 9.4 Meilen weit per Achse
auf der Landstraße befördert werden,
und 'daß die Kosren dieser Beförde-
jnwa; sich im .Durchschnitt auf 23
, Cents die Tom und Meile stellen.'
Daö gilt für das ganze Land. In
nianchcn Gegenden sind die Kosten,
' geringer, in anderen sind sie gröber,
'entsprechend der Art unl bmi
Zustande der Straßen, bezw. der
Ifti.i.f- "'s . j .
ooenve,azassenleit. In Illinois
sind' dank der verhältnißmäßig dich
'ten. Besiedelung und 'dem guten Ei-
senbahnnetz die .Entfernungen - ge
ringer, fo daß die Durchschwittswa
gensahrt sich auf 5 Meilen stelleir
wird, und da unsere Landstrakeu.
o schlecht sie zumeist sind, im Durch
schnitt doch etwas besser sein wer
s deii. als der Durchschnitt des ganzen
j Landes, werden auch die Kosten, für
, die Meile unter dem Durchschnitt
, bleibe,,. Man wird der Wahrheit
ziemlich mche kommen, und wenig
stens sicher fein dürfen, die Kosten
.nicht zu hoch zu veranschlagen. we,m
man sie mit I Cents die Tonne an
setzt. So bedingt das Markten je-
der Tonne laitdwirthschiftlichcr Er
Zeugnisse im Durchschnitt die Beför
, derung über 5 Meile,: Landstraße
, zum K'ostenivunkt von 90 Cents die
Tonne. Die Maisernte von Illinois .
ergab im Jahre 1910 28l.0t,0X.
ujyel. :taa, oen veiteik clxitzungcir
kamen davoil' 5 Prozent ans , den
Markt Oder Rest deckte den Eigen
verbrauch der Farmer für Viehstitter
nng it. f. w.). Das ntacfit 12!2!),
(Mi3'uf6cl oder 5.478.871 .oitreit.
! Diese Maismasse mußte also, 5. .M?i
len weit uver 'anonranen gesaiiren
werden, und da? kostete den Far
mern (bei 18 Cents die Tonne itnd
Meile) 'die schöne Tnmine fron $4,
930,983. , 5
Gleichfalls den Mittlieilungei? deS
Landniirchschaftlichen Departemeiit.
in Washington zufolge stelle sich in
Eiiigland, Deutschland. Frankreich
Unis der Sck'wei bie üaUcu hir 9ic.
fördernnss ähnlichen Frachtgutes auf
Zwilche 7 und 9 t!ents die Tonne
und Meile; im Durchschnitt sind die
Kosten in den genannten vier Län-
oern also iml mehr als die Haltte
geringer als in Illinois. Mit rnt
deren Worteir: die JllinoiserFariner
bezahlten im Jahre 19w allein für
das Markten ihres Welschkorns $2,
405,491, m et) r als die Abliefernnq
derselben Getreidemenge dv'in enro
Pciischen Farmer gekostet habeir wür
de. Und das, Dank den schlechten
amerikanischen Landstraß?,,. Denn
die theurere Lebenshaltung, und
die Ziölieren' amerikanischen Löhne
kommen hier nicht, oder doch nur sehr
wenig in Betracht. Die Kostenbe-'
rechnuiigen fußen auf dem Werth it.
deir Unterhaltungsv bezw. Jnstaiid
haltungskosten der Zugthiere und
Wagen (und die sind hier wie dort
annähernd gleich . Xiod) unb der
Grösze der Ladung und der Zeit,
die die Fubre per Meile in An
spruch mmmt. Auf den. Straßen
Deutschlands und Fraii,krrichs gelten
3300 Pfund als eine Last für ein
Durchschnittslastpferd und eine Fahrt
von 18 Meilen mit solcher Last gilt
als eilte Tagesleistung. Jenem Ge
wicht entsprechen 55 Bnshel, Weizen,
ftO Bustiel entkörnter Mais oder
100 Bushel Hafer diese Mengen
betrackite't man aber bierulane als
vollailf genug und mehr als genug
Nr zwei Pseroe uns man w,ra nier
Mei Pferden nur dann eine solche,
Pslft imnifsiPii. tiicitit die Jtrnfwn in
der tcsteit möglichen Verfassung sind.
Wie lange wird es noch danerir,
bis die vielen Anregungen Früchte 1
tragen utid eine allgenteine Bewe
gnnft. für .rationelle , Verbessening
der Landstraßen eintritt? , , :
Ist gleich riil cm Verbrechen
iwitrc man einen Jungen von einer
Schachtel Bncklens Arnica Salbe
trennt. Seine, Piinplcs, Gcsclzkvüren
Hautrisse, Verrenknngen und Onet
schMgen bedürfen, diese Salbe, lind
ist schnelle Linderung bei Brand-BrM-
imd Schnittwunden. Haltet ,
sie Vereit für Knaben unb Mid
chen. Hevlt alles heilbare und thuts
schnell. : Unvergleichlich bei 1 Pikes.
Nur 25c in allen Apotheken.

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