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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, May 10, 1912, Image 2

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Verhängnisvolle Propljezeig.
sin merkwürdige? Fall von V,r
sagung der Zukunft.
Der Astronom Camill Flamma
riori, dessen siebzigster Geburtstag !a
diesen Tagen zu großen Ehrungen
Anlaß gab. bat sich auch viel mit den
soq. Geheimwissenschaften beschäftigt
und in seinem großen Werk Das Un
bekannte" eine Mege Fälle von Tele
pathie und richtiger Vorhersagung der
Zukunft zusammengestellt. In einem
neuerdings veronentttlyren launa? er
schäftigt er sich von neuem mit der
fct-rtrt, flnnnt wir die Zukunft vor
auserkennen?" und fuhrt eine Reihe
flutbeglaubiger Tatsachen , dasur an.
Der merkwürdigste dieser Fälle s
hier wiedergegeben: er ist seinerzeit
von dem französischen Arzt Dr. LlS
iault in feinem Buch .Thrapeutique
Suaoestive" berichtet worden.
Zu dem gelebrten Doktor kam am
7. Januar 1886 um vier uar naa?
mittags, wie er in seinem Tagebuche
aufzeichnete, einer feiner Patienten in
einem Zustand hochgradiger nervöser
Erregung. EechS Jahre vorher hatte
dieser Herr am 26. Dezember 1879
bei einem Tvaziergang zufallig m
einer Straße von Paris ein Schild
gelesen: .Mme. Lenormand. Nekro
mantin' und war aus Neugierde ein
getreten. Aus seiner Hand hatte ihm
di Prophetin folgendes geweissagt:
Sie werden Ihren Vater in einem
Jabre und einem Tag verlieren.
Dann werden sie bald Soldat werden
(er war damals neunzehn Jahre),
aber Sie werden es nicht lange blei
ben. Sie werden jung heiraten, wer
den zwei Kinder haben und mit 26
Jahren sterben." Diese überraschende
Boraussagung. die der Patient seiner
Familie und einigen Freunden er
zahlte, erschien ihm zunächst mehr
lächerlich als aufregend. Aber als
fein Vater am 27. Dezember 1880
nach einer kurzen Krankheit starb,
wurde fein Unglauben erschüttert, und
nls tr Soldat aeworden war. er
blieb es nur sieben Monate als er
bald darauf heiratete und dann Vater
von zwei Kindern wurde, überfiel ihn
eine furchtbare Angst, und er glaubte,
nur noch wenige Tage leben zu kön
nen. als er sich feinem 26. Lebens
fahre näherte. In dieser Verfassung
kam er zu Liöbault und fragte ihn.
ol es nicht möglich wäre. daS Schick
fal des frühen TodeS von ihm abzu
wenden.
Der Arzt versucht den Kranken in
einen tiefen Schlaf zu versetzen, um so
dir schwarzen Gedanken zu zerstreuen.
Aber der junge Mann war zu aufge
regt, so daß dieser Versuch mißlang.
Er war fest davon überzeugt, daß et
am 4. Februar, seinem 26. GeburtS
tage, sterben müsse, obwohl die Pro
xhetin ihm keinen bestimmten Tag
vorherverkündigl hatte. Da der Arzt
fürchtete, daß der Kranke durch eine
Art Autosuggestion vielleicht selbst
seinen Tod herbeiführen könne, über
redete er ibn. einen anderen Prophe
ten. einen Somnambulen, zu befra
gen. Nachdem er mit dem Somnam
buken in Beziehung gesetzt war, waren
r;i irOin fftlrtW TOinn tntrh
bllll Itftlll UVil ..kJt
ich sterben?" Der Schlafende ant
wortete nach einigem Zögern; Sie
werten sterben , Sie werden ster
den ... in einundvierzig Jahren."
Die Wirkung dieser Worte war er
siaunlich. Sogleich würd: der Patient
helterer, fchövfte neue Hoffnung, und
als der 4. Februar vorübergegangen
war, ohne seinen , Tod, da glaubte er
sich gerettet und entfchlug sich aller
weiteren Gedanken. -
.Ich hatte ar. die ganze Sache nicht
mehr gedacht." schreibt Libault. alS
ich Anfang Oktober einen Brief er
hielt, der mir mitteilte, daß man un
glücklicher Patient am 30. September
1886 gestorben war, in seinem 27.
Jahre, wie es Frau Lenormand vor
ausgesagt hatte. Und um jeden
Zweifel an dieser Geschichte auözu
schließen, bewahre ich diesen Brief auf,
r dem der Tod von zwei einwand
freien Zeugen bescheinigt ist."
Unterder Beschuldigung,
in einen Lokomotivschuppen einae
drungen zu fein und dort eine Loco
motive in Bewegung gefetzt zu haben, ;
wodurch sie bedeutenden Schaden ver
ursachten, wurden in Phillipsburg,
N. J., ,4 Knaben im Alter von 11
bis 14 Jahren verhaftet. Die Ar
restanten Charles Lincoln. John
Middleton. Raymond Cole und Har
ry Gorman wurden dem Jugendge
richt Lberwiefen. Gleichzeitig : liegt
gegen Middleton, Lincoln und Colt
eine Diebstahlsklage vor. Das Trio
hatte nämlich, kurz nachdem , sie den
Streich in den Lokomotivschuppen
verübt, von'einem Ablieferungswagen
eine Flasche Whiskey gestohlen, ben
sie tranZen. Lincoln steht außerdem
Unter dem Verdachte, mehrere Frucht
läden ausgeraubt zu haben und war
deshalb schon früher einmal festge
nommen worden, hatte sich aber unter
Zurücklassung seines JacketS losge
rissen. Durch den Streich der Bur
, scheu in dem Lokomotivschuppen fuhr
die Lokomotive in einer' Frachtwagen
und zertrümmerte außerdem eine
Schneepflug der Gesellschaft Glück
licherweise waren, die Knaben recht
; zeitig ; abgesprungen scdaß sie keine
erittzungen eryieiien.
" Tripolitaaische Briefmarke.
FLr Pdilatelistki, inlrcssanie geschicht
liche Aufschlüsse. ;
Die Tripolitanischen Briefmarken
sieben augenblicklich infolge des Tür
kisch-Jtalienischen Krieges bei allen
Briefmarkensammlern im ' Vorder
gründe des Interesses, zumal das En
de dieses Krieges auch wesentliche Ver
Lnderungen der postalischen Einrich'
hingen von Tripolis bringen dürfte
Eine kleine geschichtliche Abhandlung
über die Marken von Tripolis dürft
deshalb zurzeit allgemeinen interkssie
ren: , ' " -:
Die Türkei verlandet in TripoliZ
die gewöhnlichen türkischen Marken,
auf denen nur der Poststempel erken
nen läßt, daß der Brief in Tripolis
der türkischen Post übergeben wuro?
Da nun die gewöhnlichen türkischen
Postämter namentlich in ftüh:ren
Jahren oft genug das Ziel räuberi
scher Neberfälle der wilden Araber
stamme waren, richteten die in Tripo
lis besonders bcteiliaten Staaten
schon vor Jahrzehnten eigene Postäm
ter ein. so daß es italienische, franzo
sische. österreichische, ja sogar russische ,
Ar . , ? I . i
Marken von Tripolis gibt. Die be
deutendsten Postamter unterhält Ita
lien in der Stadt Tripolis und
Benghasi. Das Postamt in Tripolis
wurde im Jahre 1873 eröffnet: als
Marken fanden die jeweils in Italien
im Gebrauch befindlichen Marken
Verwendung. Der Poststempel auf
diesen Marken bestand sus einem run
den Kreis mit dem Datum und Na
men der Stadt und der Nummer 305.
Am 1. April 1874 wurden ltaliem
sche Marken mit dem Ueberdruck Este
rc" eingeführt, die bis zum 1. Ja
nuar 1890 im Gebrauch blieben, wor
auf wieder die gewöhnlichen italieni
schen Marken Verwendung fanden.
Da am 1. Januar 1890 auch das
Postamt in Benghasi eröffnet wurde,
erhielten die Marken von diesem Ter
mine an als Ueberdruck den Namen
der Stadt und ihren Wert in türki
schem Gelde. Das französische Post
amt wurde im Jahre 1882 in , der
Stadt Tripolis aearundet. Vom er
sten Tage an bis jetzt wurden ae
wöhnliche französische Marken be
nutzt, die sich durch den Poststempel
von den anderen französischen Mar
ken unterscheiden. Dieser Poststempel
sieht aus wie ein Diamant, der aus
kleinen Punkten zusammengesetzt ist
und in der Mitte die Nummer 5264
traat. Erst in letzter Zeit wurde dieser
Poststempel verändert; er ist jetzt rund
und trägt den Aufdruck Poste Iran
?aise-Triwolis de Barbaria" zum Un
terschied von dem ,n Syrien gelegenen
Triwolis. Das österreichische- Post
amt in Tripolis wurde schon im Jahre
1858 begründet. AI Marken wurden
, ai t 4ni. ..i'JtriX.
019 zum i. uni . xoo gtwuqniiujc
Lsterr.italienische Marken .gebraucht,
mit dem Ueberdruck ihres Wertes in
Türkischem Gelde, iy Sehr wenig , ist
von dem ehemaligen russischen Post
am! bekannt, von dem berichtet wird.
daß S im Jahre 1864 in Tripolis
eröffnet wurde, um bald darauf wie
de? geschlossen zu werden. AIs Mar
ken sollen die Marken der russischen
Levante-Postämter verwendet worden
sein, die aber wegen ihrer großen
Seltenheit im Handel unbekannt sind
und inen , sehr hohen Wert besitzen
müssen.
Jubiläum des Asphalt.
UnS .Asphalttreter" wird eS inter i
essieren. daß vor 200 Jahren ein gri. Raüm ner der Vorübergehenden
chischer Arzt vom Könige von Preu'wZ?d abnen. w,scker Art der Boden
ßen eine Konzession zur Ausbeutung ier dZ.ses Wachstum so gedeihlich
der großen Asphaltlager in Neufchatel! federt! Es mutet im ersten Augen
zu erlangen wußte. Das Fürstentum j hiick fast verblüffend an. wenn man
Neufchatel. der jetzige schweizerische fährt, daß hier die Königin Kleo
Kanton Neuenburg. geHorte damals,
zu Preußen, das feine Rechte daraus
H it, ausgao. er utji ziel,
.l , saMM lr mmA9 i
r,'fl9w'. 1 IL""' ... "7 I
icvone rfoige uno rano ipa er im
Elsaß weite grove ASpyamager.
Lder hatte er mfolge der damaligen
Zustande mit feiner Entdeckung kern ,
V ua. n ven inanzzeultn fano er
m Z ic 1 fc. I HA Vm Vi( 1 1 I
icin .nlgrgrittv,,,u,r.,. n.. wt
hen tyr lÄtto ilever ttiegsuyrenoen
Fürsten zu hohen Zinsen, als derar
tia, der damaligen Zeit wagehalsig
icqrmrnor uiunjiu,i,jci, zu
unterstützen. Die Sache schlief also
wieder ein. " I
Im Jahre 1812 entdeckte man UN
weit von Genf bei dem Dorfe Seyssel
mächtige ASphaltlager. und erst jetzt,
begann man sich wieder mit diesem
Material zu befassen und die Lager
auszubeuten. Aber erst in den drei
ßiger Jahren war der Graf Sassenay,
der sich eingehend mit der praktischen
Verwendbarkeit deS Asphalts befaßte.
so weit, da er dem Baugewerbe
ASphalt' für die Praxis empfehlen
konnte. Man schreibt ihm daher ge
wöhnlich die Begründung , der
ASphaltindustrie zu.
Allerdings haben ja " die Ausgra
bungen der , alten Kulturstätten im
Orient erwiesen, daß die Babylonier
den Asphaltstein bereits vielfach zu
Bauzwecken benutzt e haben. Damals
wurde das Material auS Erdölquel
len gewonnen, vie n der Nahe . deZ
EuphratS noch beute fließen, aber
mcht ausgebeutet werden. Die Römer
verwendeten den Asphalt bereits zum
tv r.. " . , .
öiiaBtiiouu, nvtm iic iqn, vermiicyliwaro, wo man 1ts zu .neben der
mit grobem KieS und Schotter, in
heißem Zustande auf ein Packfteinlage
aufbrachten, mit . feinem KteS übn
warfen und dann festwalzten,
Schirme für Hunde.
Ter nkncsie Auswuchs der Modenarrheit
in Pari.. :.-. ' ; ;
Ueber eine neue Exzentrizität der
Mode wird aus Paris berichtet: ES
scheint, als wertn, die Mode sich nichl
genug tun könnte mit Erfindungen,
für unsere kleinen vierfüßigen Freun
de. . Nach dem Mäntelchen, den
Schuhchen und dem Taschentuch kam
die Automobilbrille und jetzt taucht
neuerdings , , ein i Schirm für die
Hündchen auf, der ihre kleinen, im
Sommer mit einem Strohhütchen vor
der Sonne geschützten, im Winter
aber dem Regel unbedeckt ausgesetz
ten Köpfe scvützen soll. Diese Schir
me. die ich selbf. in Gebrauch gesehen
habe ich würde sonst nicht wagen,
etwas Derartiges zu behaupten
sind genau den menschlichen Regen
schirmen nachgebildet. Ihre kleinen
Stile haben, anstatt : der Krücken,
längliche Holzgriffe mit mehreren Le
derriemen. die von der Hundeschul
ter seitlich am Körper entlanggelegt ,
und dann Mittels der Riemen an
geschnallt werden. Um dabei noch
fine doppelte Versicherung gegen das
. j r m
llmlnicken der fechtrinchtn zu yaven.
hat man an der Stelle, wo der ge
öffnete Schirm den ZuammenlaufS
Punkt der inneren Stäbe hat, den
Stock so geteilt, daß, während fein
Hauptstamm gerade heruntergebt, ein
schräger Stützbalken sich loslöst und
im Dreieck über den Rücten des Hun
des auf die andere Schulter hinge
führt wird, wo auch er mit einem
Lederriemchen .befestigt werden kann.
Man stelle sich also das moderne
Schoßhündchen bei Regenwetter mit
einem solchen schwarzen Schirm vor.
Darunter gehört natürlich die übri ,:
winterliche Bekleidung. Die hohen
Gummischuhe an allen vier Pfoten,
der pelzgefütterte Regenmantel auS
Oeltuch, mit der seitlich angebrachten
Tasche, aus der daS spienumsaumte
Tüchelchen zum Abtupfen der Au
gen deS kleinen widerlichen" Lieb
lings der Eleganten hervorschaut. Ich
bitte um Entschuldigung wegen des
Adjektivs, aber ich glaube. eS ist vie
len aus der Seele gesprochen, na
mentlich solchen, die anstatt dieser
aufgeputzten Liliputkreaturen einen
handfesten H;d mit regennassem
Fell, sich lustig schüttelnd 'und sprin
gend, neben sich zu haben lieben,
Um auf die Hundeschirme zurückzu
kommen, die von der gewissenhaften
Pariser Modeberichterstatterin trotz
aller Adjektive" beachtet und be
schrieben werden müssen, so sagte
mir eine Hundetoilettenartikelhändle
rin hier, daß man beabsichtige, wenn
sie sich ' einbürgern, ihnen in diesem
Frühjahr Sonnenschirmchen folgen zu
lassen.
TaS Grab der Kleopetra.
Man geht in der Großstadt manch
mal ahnungslos an einer Idylle vor
bei. die nur ein Zufall entdeckt. Wer
der Pariser Nationalbibliothek einen
Besuch abgestattet hat.kennt den stillen
Garten dahinter der auf die Rue
Vivienne hinausgeht, und der wie
eine Fortsetzung von dem verträumten
Park des Palais Royal anmutet. In
schön gemeißelten Steinva'en kann
man da das ganze Jahr hindurch ei
nen reichen Blumenflor fthen; aber
vor allem fäll! ein Rondell auf, wo
sich die Blüten Üppiger entfalten und
: satten, tiefroten warben brunken
pgtra. die Schönheit der antiken
gtt, tnt letzte Ruhestätte fand.
, : Mmie. wunderbar erhalten.
a . y ' . ' . - J .
Mbetc seit Ansang des 19. Jahryun
einen eifersüchtia , oehLteten
Ut Nationalbibliothek und
mt CU( von unermeßlichem Werte
. üt iie gltagyptifche Forschung, da
z,Ze Leinwandhllllen. die den Körper
' , -.
nschlsssen. mit Hieroglyphen bedeckt
aren. Als aber im Jahre 1870
PiS von den deutschen Truppen
umzingelt war. dachte man natürlich
or allem daran, d e bervorraaens
r. Kunstschake vor den deutschen
Nmbn in SickerfZt , krinakN. So
wurden beispielsweise llle Denkmäler
verbarrikadiert, die VenuS von Milo
n inem Keller des Justizpalaste
vergraben und in der Nationalbiblio,
thek brachte ' man die Kataloge die
Erstdrucke und Manuskripte .: sowie
auch die Mumien in den bombenfesten
Kasemattün unter der Rue Richelieu
in Gewahrsam. Nach Aushebung der
Belagerung nahm man ; aber wahr,
daß sich die Mumie der Kleopatra
unter dem Einfluß der Luft zerfetzt
hatte und an eine Erhaltung nicht
mehr zu danken war. '"Man beerdigte
sie im Gartcn und wählte ulS Farbe
den Blumen, die den Grabhügel be
decken, das symbolisch Rot. :-
Taß man die Königin ihrer ersten
Grust entriß und sie weit übers
Meer entführt?, mögen Träume: und
Poeten als einen Frevel empfinden;
aber sie werden vielleicht einen Tro:
i drin . leben. dak die arausame
Schöne in jener Stadt zum Staube
' '
stand.
Verschlagenheit ist häufia die Fruch
ld vieler Schläge.
Ter euglische Schutzmann.
Eine Charakterisierung der Polizeiver
: : waltung in England.
Die englische - Polizeiverwaltung
wird von einem Landrat aus Nord
deutschland in folgender Weise charak
terisiert: -t r.y i'
Das Gebeimnis der Tüchtigkeit deS
englischen, namentlich des Londoner
Poltzeibeamten. liegt dann, vag er
gleich dem napoleonischen Soldaten
den Marschallstab im Tornister tragt.
Er iveik. dak er bei auter ?kübruna
und wenn er die nötigen Kenntnisse
sich erwirbt und in den Prüfungen
nachweist, bis zu der angesehenen und
gut besoldeten Stelle eineg Superin
tendenten aufsteigen kann. Diese
Möglichkeit gibt natürlich viele' tüch
tige Elemente in. den Polizeidienst
Militärdienst ist nicht Voraussetzung
und auck nickt einmal erwünsckt. da
in England der ehemalige Soldat den
Ruf bat. dem Vublikum.zu sctzrotf ge
genüberzuireten. Die Ausbildungs
zeit ist eine harte Prllfungszeit für
den Anwärter. Die Ausbildung voll
v " r i . ort- ..1.
zieyr naz in raiernenarngen wnuKw
schulen und erfolgt unter völlig mili
tarisckn DiSlivlin. Korverlicbe Erer
zitien, Drill wechseln mit theoretischem
Unterricht ab.
5tcfi babe selbst dem Unterricht' in
der Polizeischule der Regency Street
beiaewobnt und an der - vraktischen
Methode, die dort angewandt wurde,
:. tv -.t ci .. r-i. in' w.: r
meine lruvr gei;um. ic wn ,
manche hervorragende Neuerung, eine
Sckiövsuna des aeaenwärtiaen Polizei'
chefs. Sir Edward ' Henry, und sicher
sind auch auf seine Weisung die gol
denen Regeln zurückzuführen.' die im
mer und immer wieder den jungen an
gehenden Polizeibeamten eingeprägt
werden: sie sind ver ffreunv ves
NublikumS", und .ein Gekanaener ist
unschuldig, bis seine Schuld nachge
wiesen ist." . 1 . : ,
der Tat find diese Reaeln di
??undamente. aus die sich das hohe
Ansehen des englischen Schutzmanne?
gründet. Er ist der ' Freund des
Publikums, er hat für dieses zu sor
gen. diesem zu dienen, ist nicht etwa
r. m r.i.i. v. r.! m.ax
ein oigeiryier, lonvrrn iritt ltu
er. sein bilfbereiter freund! Und
selbst der Festgenommene, ja sogar der
rn ..jc (m'.'.W.. ifl
ccim -verorevyen eiiappie aiutun i
von ihm fo zu behandeln, als sei er
ein Unsckuldiaer. ein Ehrenmann:
denn nur der Richter hat das Recht.
ihn zu verurteilen, ihm die Rechte ves
Staatsburgers zu nehmen. Ehe der
Richter nicht gesprochen hat, darf der
Polizeibeamte nicht etwa wagen, den
Mann vielleicht schlecht zu behandeln.
Das schließt natürlich Nicht aus, vag
er alle Maßregeln Mfst, die ertor
derlick, ,ur Nestnabme und Zur ZVeli
Haltung der Festgenommenen sind;
aber webe, wenn der Beamte dabei
das Maß deö Erforderlichen Über
schreitet oder gar sich durch den
Widerstand zu Mißhandlungen reizen
laßt! Darin versteht der englische
Richter keinen ; Spaß, und er kennt
kerne Entschuldigung für llebergrrsse
oder Mißgriffe; nichts kann dann den
Beamten vor schwerer Strafe bewah
ren. -
TaS leichteste Holz der Welt.
An dem sandigen, binsenreichen
Ufr des Tschadsees wächst em
strauchartiger, bisher wenig beiann:er
Baum. Die Botanik bezeichnet ihn
als Hermimera Elaphrorylon ". Die
ser Baum erreicht im durchschnitt
eine Höh. von 15 13 Fuß, sein
Stamm hat an der Wurzel einen
Durchmesser von 8 bis 12 Zoll. DaS
Holz diesesBaum? wurde schon lange
von den Eingeborenen wegen lernet
hervorragenden Eigenschaften, nämlich
seiner beispiellosen Leichtigkeit, mit
Vorliebe verwendet. An Gewicht und
Dichtigkeit soll daS Holz noch weit
hinter Kork zurückstehen.
Die Eingeborenen (der Stamm der
Kuris) stellen sich nun aus diesem
Baum, den sie Mara nennen, eine Art
Schwimmer her, der ihnen den Ver
kehr zwischen den zahllosen Inseln in
jenem Teil deS Tschadsees bedeutend
erleichtert. Der Schwimmer besteht
aus einer einzigen langen Stange von
etwa 7 Fuß, deren Durchmesser nur
etwa 56 Zoll beträgt. Diese
Stange wird - dann bogenartig ge
krümmt. Die KuriS reiten auf die
fem Schwimmgerät im Wasser wie zu
Lande auf dem Pferde. Sie benutzen
zum Fortbewegen Hände oder Füße.
Dabei ragt die Spitze deö Schwimm
gerat? noch 8 16? Zoll, ' übet den
Wasserspiegel hinaus und vermag
leicht noch ein Kind zu tragen. Mit
Hilfe solcher Schwimmhölzer durch
queren die , KuriS mühelos Wasser
arme von 4050 Fuß Breite. Wäh
rend der Fahrt trägt . der Krieger
feine Waffen und Kleidungsstücke auf
dem Kopfe. ' Auf dem Land wird
dann" das Schwimmholz auf den
Schultern getragen. Weiter verwen
den die Eingeborenen daS Holz mit
Vorliebe zur.Anfertigung von Kriegs
schildern da die Faserung dem Ein
dringen von " Lanzenspitzen und
Schwertklingen einen überraschend
großen , Widerstand entgegensetzt. Wie
wäre es, wenn sich die Aviatiker die
sei Holz genauer ansähen? ' v
Wenn zwei Eheleute nicht glücklich
miteinander sind, so liegt immer die
Schuld auf der Seite deö anderen.
CIBCÜIT COURT DOCKET.
Ist Day, May 13th, 1912.
State of Missouri, vs. ' Wm.
j. White, peace bond. .
- State of Missouri, vs. I. M.
. Hoss, violating scliöol !avv.
c State of Missouri; vs. Julius
1.
2.
3.
4.
5
6.
&
Reithemeyer, violating school
Iaw.
State of . Missouri, vs. Steve
Owen, violating school law.
r Adelheide Hartmeister, ; et.
al , vs. Geo. E. Hartmeister,
et. al., partition. - .
James C. Cornett, vs. C. R.
: I. & P. R. R. Co., damages.'
Tillie Butler, vs. Thomas
" Butler, divorce. '
Hermann Sayings Bank,, vs.
Anna Kropp, ejeetment.
.Hermann Savings Bank, vs.
,8.
9.
10.
. Anna Kropp, note. -J.
W, Hensley, vs. Laura J.
Munroe, et. al., partition.
J. "W. Hensley, vs. John "W
Kerr, et. al., partition.
11.
12.
13.
14.
T. B. Matthews, vs. Jas. W,
Warren et. al., partition.
Fred W. Wolf Company, vs.
Hermann Savings Bank, et.
al., to declare a lien.
Emilie Schulte et. al., vs.
Mary Hanel et. al., parti
tion. ,
Annie Waibel, et. al., vs.
William Waibel, et. al., to
declare a trust.
RETURN DOCKET.
2nd Day, May Hth, 1912.
Anna Reed, vs. Dr. C A.
Wood, damages,
Edward Reed, ;vs. Dr. C A.
Wood, damages.
' Anna M. Beckmann, et. al.,
vs. G. J. Mundwiller, dam
ages. ; ' ''. ' ' ""
Laura M. Owens, vs. Wm. N
Owens, divorce. : .
Ida Gundling, vs. George
Gundling, divorce.
Edward D. Lockwood, vs.
Wm. Martschinsky, foreclo-
2rc?Day. May 15th, 1912.
Anna Lange, vs. Aug. Doer
mann, et. al., to sei aside a
will. ' - - '
Eva Edmindson, vs. Missouri
Päcific Ry. Co., damages.
In the matter of the applica
tion of Lutheran church of
Rosebud, proforma decree
of incorporation.
Virginia Farris et. al., vs.
F. 13. Burchard, to deter
mine interest in real estate.
J. W. ELLIS. N
Circuit Clerk.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
25.
26.
27.
Turn O ver
lia New teaf
By subscriblnd
for THIS PAPER
38
: Wir bieten einhundert Dollars
Belohnung für jeden Fall von Üa
tarrh. der nicht durch Einnehmen
von Hall'S Katarch'Kur geheilt wer.
den kann. v
F. . I. Cheney & Co., Eigenth..
Toledo, Q. '
Wir. Hie Unterzeichneten, hahen
F. I. Cheney seit den letzten IS Iah
ren gekannt und halten ihn für voll
kommen ehrenhaft in allen Geschäfts
Serhandlungm und finanziell, befä
higt, lle von seiner Firnm inge
gangenen Verbindlichkeiten zu er
füllen. :
' West Se Truax. Großhandels
Drogulstm, Toledo,.
Walding, Kinnan & Marvln.
- Großhandsls'Droguisten, To
ledo, Ohio. -Hall's
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9dt der 4ien und vnnrttUrnt,
Hermann, . SUlo. '
erferttgen Monun.knte, Srabstekie ul
uS Srnit und Marmor; ebenfall in.
Fassungen für Grabe, oder Fam.lievplöke
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iuciuc uii aiiu. sur oas beste Maten
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yrvruua,!. rei,e meorig und Zusri,
vrilii i.i.T.
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,i );. Woollam, Mo. '
ovll SaSconade ki
Drx Dickson
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jQ0Jß Hermann. ZNs
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euLSN Klasse
o?irr' ittn.Os tmalchte -.epuill
l. Bietoatren.
fftilt Ign. schleift vieilki und che,r,v i ,
sltall, derartig, rbitetr Zutrttt
1t'agber. gutunditlltg
Sie Sollten
gegen Frauenleiden Cardui
gebrauchen, da wir sicher sind,
eS wird Ihnen helfen. Denken
Sie daran, daß
Taufenden von anderen, kranken
Frauen Linderung gebracht hat,
also warum nicht auch Ihnen?
Gegen Kopfweh, NSZenschmerzen,
periodische Schmerzen, soll Cardui
die beste Medizin" sei. Machen
Sie einen Versuch.
UeberaU zu haben, n
doot th excellent qnrJltr
of oor brlnttog. Wo Aovh
, car wht the Job my d,
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