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Hermanner Volksblatt. (Hermann, Mo.) 1875-1928, June 12, 1914, Image 8

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Offener SchreZbebrZef des
Phttixx Sauerampfer.
1061.
Mein Neber Herr Redackttonar!
An meine eigene
Huck un mnaus, sag
ich die schmälst Essi
stenz gehabt hen, sin
ich nach den Hafe von
Tampico komme. An
den Weg hen e paar
junge Fellersch newig
mich aesosse. wo aus-
gesehn hen, als ob se
enHunger hätte, daß se
for .lauter Doricht
Nachts nit en Win!
schlafe könnte, un als
ob ihre einzige Nalletsch von Geld die
toSr. dak eä rund is. Die fellersch
sin Mecksikens gcwese un ich hen auch
ausgefunne, daß se e Zeit lang in die
Juneitet Steht gelebt hatte une we-
niz englisch hm tahle könne. Zu
die hen ich gcazt, wenn se mich an
den Tripp nach Tampico e wenig
von ihre L::lgwitsch lerne könnte, das;
ich jeden finf THIr gcwwe deht. Se
hen mit sämtliche Händs zugegrisfe
un se hen sich die gröbte ÜTülj cy.wwt,
mich die AnsilgSglinee von die Leng
witsch beizubringe. Schon nach die
tischte halwe Stund hen st gesagt,
ich hätt e großartiges Tällcnt sor
Lengwitsches un wenn sie noch e paar
Dag nüt mich wäre, dann dehl ich
den Deielelr kraubringe wie einiger
Mensch in Mecksiko. Off KohrS hat
es mich e ganze Latt geholfe, daß
ich den spchnische Wahr mitgemacht
gehabt hcn, wenn ich auch Widder
manches vergesse gehabt hen. Ich hen
die Feger jeden Tag noch en Dahler
zugelegt un da hen se gefühlt als ob
se Milljonehrs wäre un ich hätt eini
ges von se frage könne, se hätte es
for mich gedahn.
Well, hen ich gedenkt, mehbie es
wär am beste, wenn ich die Feger
age deht, for warum ich nach Meck
iko will. Ich hen gesagt, Beus, was
deht Ihr davon denke, wenn ich den
Wahr settcle deht, mitaus daß auch
nur noch ein Drappe Blut gespillt
deht werde. Da sin se ganz außer
sich gewefe, for lauter Bergniege un
se hen gesagt, wenn ich das fertig
bringe deht, dann wär ich der schmar
teste Mann von die Welt, bikahs mit
den Lump von Huerta deht so leicht
niemand ebbes fertig brnge. Well,
for e lange Storie korz zu mache, se
hen mich unner dem Schwiege! der
Versiegenheit anvertraut, daß sie auch
nach Mecksiko wollte for an die Seit
von die Rebbels zu feite un wenn ich
wollt, dehte se mich nach Takohma
bringe mitaus. daß es jemand aus
sinne dcht. Off Kohrs wenn ich doht
geschosse deht werde, dann könnte se
nit helfe, awwcr sonst könnt ' mich
nicks schlimmes kassiere.
,Beus", hen ich gesagt, um das
Dohtschieße duhn ich gar nicks gewwe
ich sin in e ganze Latt Ladsches in
gutem Stending, so daß also sor
meine Familch jiehr genomme is un
ich brauche nur den Huerta zu sehn,
dann is alles gesettelt un Ihr könnt
Widder ruh'g nach die Juneitet Stehts
gehn." Das hat gut zu die Fellersch
gesaund un wie mer an das End von
Nieren .Aiipp romme un, en icn
mich auf ihren Ettweis meine Miß
kersch abgefchähft, wo an den Trip ge
wachse Ware. Se hen gesagt, mit e
schmuhtes Fehs deht ich gucke wie en
Kruck un ich deht dann besser in die
Surraundings fitte. Well, fe hen
mich an en ganz abgelegene Platz in
e kleines Boot genomme un mer sin
durch den Hafe gefahre mitaus daß
uns die Jenkies genohtißt hen. So
manchmal hen ich doch e ganz klein
wenig die Schills kriegt bikahs ich
' hcn schuhr gemißt, daß wenn mich einer
von die Wahrschipps sehn deht. daß
se dann so ebaut zwanzig Kannen
bahls nach mich schuhte dehte un ich
sin schuhr, dann wär nit mehr viel
von mich iwwer gebliwwe. Awwer
es is nicks gehüpxend un mer hen
uns so schluckzesiefe den Ufer genä
hert. Die junge Fellersch hen meine
Ettenschen dazu gerufe. daß dieHaupt
dehnscher jetzt erscht komme deht. bi
kahs so weit hätte mer nur die Jen
kies zu fcrchte gebraucht, jetzt wäre
awwer auch noch die Mecksikens da.
wo auch mit Bahls schuhte dehte. die
nit aus Katten Bätten gemacht wä
,re. ci no. ei no". hen ich gesagt.
awwer ,ch nit es sieht, ao ehett
un duht so schmale Mätters nit mein,
de,"
Ich hen schon ganz distinktlie das
Ufer sehn könne un hen auch ge
nohtist. daß e ganze Latt von Ge
stalte in en suspisches Weg da erum
gemuhft sin. Ich hen mich in mei
Eckseitcment en Schnuff getackelt un
,hen en laute Schnleßer von mich
'gewwe un ich denke, das is was ich
'nit hätt duhn solle, bikahs in dieselbe
Minnit is e Kugel gefloge komme un
:is grad an die Seit von unser Boot
,ins Wasser gefloge. daß mer all e
:Echauerbad hen kriegt. Jetzt hen ich
Igewißt, daß es sierjus gewefe is. Mir
!sin t wenig zur Seit gefahre un da
'sehn ich aus einmal an den Ufer en
5 Blitz un in e Seiend hcn ich auch die
Z Kugel .aus die Känncn .fliege sehn.
je iS deirekt mein Weg komme. Ich
hen mich gedockt awwer ei war u
:WÄafvv?a?r?i,-KV;.',v.Äir
r.; -
fpSt. Die Kugel hat mich gestreckt uu
hat mich doht gcschosse.
Womit ich verbleiwe
Jhne Jhrn liewer
Philipp Sauerampfer.
Teutsche olieger.
DaS Generalsekretariat des Deut
schen Luftschifser-Verbandes gib! be
konnt, das am 11. März das 694.
Flugführerzeugniö und mittlerweile
bereits das 700. Zeugnis erteilt wor
den ist. Das Interessanteste an
dieser an sich schon recht bedeuten
den Zahl ist die Tatsache, duß nahe
zu die Halste dieser Zeugnisse, näm
lich genau 293, im Jahre 1913 eil
lein ausgestellt wurde, und daß also
mit anderen Worten die deutsche
Fliegerei einen Aufschwung genau
men hat, der den der vorhergehen
den Jahre ganz bedeutend übersteigt.
Die 2d3 Flugzeugnisse verteilen sich
auf 113 Zeugnisse für Doppeldecker
und 183 für Eindecker. Das Le
bensalter der Prüflinge bewegt sich
zwischen dem 18. und 43. Jahre,
wobei der Höchstdurchfchnitt auf das
24. und 25. Lebensjahr entfällt. Die
Berufe der Fliegeraspiranten wur
den zum großen Teil nicht angege
den. Nämlich 126 Prüflinge ließen
bei der Anmeldung die Nublik un
ausgefüllt. 65 junge Leute gehör
jen einem der technischen Berufe an,
und 82 waren Mi.itärcrsonen.
Ausländer meldeten sich fünf zur
Prüfung, von denen drei Offizier:
waren, nämlich ein Bulgare, ein
Norweger und ein Japaner, sämt
lich zu Studienzwecken nach Deutsch
land kommandiert. Ein Zeugnis
wurde einer Dame erteilt. 81 Prüf-
lingc erhielten die Mittel ganz oder
teilweise aus dem Ausbildungsfonds
der Nationalflugspende. Es dürste
vielleicht interessieren, zu erfahren,
welche Systeme von den Flugaspi
rantcn bevorzugt werden. Die mei
sten entschieden sich verhältnismäßig
für das System Grade, das von 39
Prüflingen benutzt wurde. Die
Numplertaube hatte 39 Anhänger,
die beiden AlbatrosTypen zusam
men 26, die beiden Bristol-Typen
zusammen 22, und die Apparate der
Luftverkehrsgesellschaft 21. Die Vor
liebe für Wright-Apparate scheint
etwas nachgelassen zu haben, denn es
fanden sich nur noch 14 von den
Prüflingen, die ihre Prüfung auf
einer Wright-Maschine ablegen woll
ten.
Auf die einzelnen Flugplätze ver
teilen sich die Prüflinge dergestalt,
daß Johannisthal mit 142 Prüfun
gen fast die Hälfte der Gesamtzahl
auf sich vereinigt, während in Bork
sich 30. in Halberstadt 27. in Leip
zigLindenthal 14 und in Oberwie
jcnfeld bei München 10 junge Leute
zur Prüfung stellten. Interessant
dürfte übrigens noch sein, zu ersah
ren, daß der Monat September der
beliebteste für Prüfungen zu sein
scheint, denn es meldeten sich im
Laufe des September 1913 51 15 ja
minanten zur Prüfung.
Fisch mit jlindcr?nschr.
Das Känguruh ist. außer durch
einige sonstige Eigentümlichkeiten,
auch dadurch berühmt geworden, daß
es seine Jungen in einer Tasche, oder
einem Beute! mit sich trägt, bis sie
alt genug zur Selbsthilfe geworden
sind. Piele glauben wahrscheinlich
noch heute, dies sei das einzige Bei
spiel seiner Art; denn das Herum
tragen von Eiern mancher Gattungen
Insekten kann natürlich nicht mitge
rechnet werden, da es sich hier nur
um entwickelte Junge handelt.
Aber man hat eine merkwürdige
Gattung Fische gefunden, welche die
selbe Einrichtung aufweist, wie die
Känguruhs, und auch zum selben
Zwecke. Fachgelehrte kennen dieselbe
freilich schon längst. Bei unä nennt
man diese Fische .Pipe fifh" oder
Röhrenfische, wegen der tubenartigen
Verlängerung ihrer Kinnladen. We
niger bezeichnend ist der europäische
Ausdruck Nadelfisch" oder .See
nadel .
Diese Fische ähneln kleinen Aalen;
sie werden etwa einen Fuß lang und
einen Zoll dick. Aber ungleich den
Aalen, haben sie eine sehr lange
Kinnlade. Auch ist der ganze Kör
per durch große Panzerplatten ge
schützt, ausgenommen jenen Teil, wo
sich die besagte Tasche befindet, an
der unteren Seite des Körpers und
ungefähr in der halben Länge. Der
Schwanz d'eser kleinen Geschöpfe ist
sehr behende, und sie benutzen den
selben, um sich am Seegras festzu
halten und zu verhindern, daß sie
von der Meereshochflut fortgerissen
werden.
Jene natürliche Tasche aber findet
sich nur bei dem Männlein, und
es nimmt die Kleinen vom Weibchen
:n dieselbe auf. Beobachtet hat man
einen solchen Vorgang allerdings
noch nicht.
Niemals verlassen die Jungen vor
der Zeit die Tasche freiwillig. Wenn
man ein Männlein aus der Flut
herausnimmt und die Kleinen aus
der Tasche in da Wasser zurück
schüttet, so scheinen diese, entweder
nicht imstande oder wenigstens nicht
geneigt zu sein, von der Stelle weg
zuschwimmen. Sowie man aber den
Papa in da Wasser zurückbringt, so
schwimmen die Kleinen begierig wie
. der in die gewohnte Tasche.
irfij.JMU.:ji - M - jj.. viii'. uyiwc b-ww...
Vom uslnnde.
Der im 47. Lebensjahre anderen schwer. Dann steckten sie
stehende Oberlandesgerichtsrat Her- ihre Matratzen in Brand, um die da
mann Höfling hat sich in seiner Va- durch entstehende Verwirrung zu be
lerstadt Hildburgbaufen. wo er auf nutzen und mit den Waffen der Auf
Urlaub weilte, infolge einer Nerven- scher zu flüchten. Militär und Pol,
Überreizung erschossen. Höfling, der ' zei beschossen das Gefängnis. Sechs
aus dem Justizdienst deS Herzogtums Sträflinge wurden getötet und einer
Sachsen Meiningen hervorgegangen verwundet, ehe es gelang, die Ord
ist. wurde im Jahre 1909 als Rat nung wieder herzustellen.
an das Oberlandeszericht Weimar be-1 Die Idee der Grün
rufen und war zuletzt als Präsident d u n g eines Studentenheims, die die
der Schwurgerichte in Weimar, Nu- Berliner Universitätsbehörde schon
dolstadt, Sondershausen und Eisenach lange beschäftigt, wird jetzt in Wien
tätig. ' zur Ausführung gelangen. Das Wie
Den s e l t s a m st e n M e tz- ner Studentenheim, dem der Kaiser
ger Deutschlands dürfte wohl Stadt- von Oesterreich 50.000 Kronen zuge
ambof bn Negensburg sein eigen ' wendet hat. ist eine Wohltätigkeitsem
nennen in dem Studenten der Natio- richtung. die den Zweck verfolgt,
nalökonomie Joseph Rohrwild. Ihm Studierenden deutscher Ralzonall'at
starben im März beide Eltern. Um an der Wiener Universität billige und
das väterliche Geschäft zu erhaUtn, j gesunde Wohnungen zu liefern. Die
vertauschte er die Feder mit dem Wohnungen sollen teils unentgeltlich.
Fleischerbeil und steht nun am Hack- j teils gegen eine sehr mäßige Miete an
stock, trägt Fleisch aus und zieht sein i Studenten vergeben werden. Das
Wägerl, als wäre das immer so ge- Haus, dessen Baukosten 1.200.000
Wesen. Amerikanische Sitten sind Kronen betragen, wird vier Stock
also auch in Deutschland nicht un ' werke enthalten.
möglich. Interessant ist. daß der j u n t e r l e b h a f t e st e m In-
neue Mann sofort mit den tftfuch i
preisen heruntergegangen t
Nationalökonom scheint hier
der
den
j
Metzger beeinflußt zu haben.
E
in ebenso einfaches , na weiter marschiert. Winterseld rit
reifes Mittel, das besonders , der einzige Ueberlebende von acht e
Damen scheinbar nicht zu ! no,,en. die am 1. Januar 190c von
' . " l CL. ..1 . A.aEttM! t AlttA lltlslt A
wie gelt
vo: den
erlernende ric
Trambahn zu
iir?im V-.rtn SV rtrntii
ufrjtm vvn vv Hvvnva vvui,m
Straßenbahn angewendet. An den i
Wägen ist nämlich ein Spiegel so an-j
Spiegel s
gebracht, daß jeder
Fahrgast beim
Absteigen in denselben sehen muß,
und die Erfahrung lehrt ja, daß nie
mand bei einem Spiegel vorübergeht,
ohne hineinzublicken. So nimmt der
absteigende Fahrgast unwillkürlich die
Richtung beim Absteigen ein, die für
ein gefahrloses Verlassen ' der Stra
ßenbahn nötig ist. Die Neuerung
verdiente überall nachgeahmt zu wer
den. Ein Zuchthausveteran,
der schon mehr als 30 Jahre hinter den
schwedischen Gardinen zugebracht hat,
stand in der Person des 73 Jahre al
ten früheren Schäfers Altdorf vor der
Strafkammer in KasseU, um sich we
gen Betrugs zu verantworten. Die
Beweisaufnahme ergab ' wieder ein
mal, daß die Dummen nicht alle wer
den. Da , der Angeklagte wegen sei
ner Vorstrafen und wegen feines Al
ters keine Beschäftigung mehr finden
konnte, legte er sich auf Heilmittel
schwinde!. Er nannte sich Dr. Gold
mann und reiste im Lande umher.
Wenn er einen Menschen traf, der
nicht besonder gesund aussah, so
mußte er diesem geschickt,' einzureden,
daß er an der oder jener Krankheit
leide. Natürlich hatte der Herr
Doktor" auch Kenntnis von den wich
tigsten Heilmitteln, die er dann den
Kranken gegen eine Vergütung mit
teilte. Für seine Bemühungen ließ
sich der Angeklagte Beträge von 1 bis
2 Mk. zahlen. Als Heilmittel nannte
er seinen Patienten überwiegend
Dachssett und Fuchsfett. Wenn, die
Kranken dann in die Apotheke ka
men und die Arzneien verlangten, ,
mußten sie erfahren, daß diese aber
gläubischen Mittel :us früherer Zeit
gar nicht mehr in den Apotheken ge
führt werden. Die meisten der Her
eingefallenen ließen es dabei bewen
den, so daß der Angeklagte eine ganze
Zeitlang sein Gewerbe im Umherzie
hen ausüben konnte. Ein Patient
überwand aber die Scheu, mit seinem
Namen vor die Oeffentlichkeit zu tre
ten und sich als Blamierter erkennen
zu geben, und übergab den Schwind
ler der Polizei. Das Urteil der
Strafkammer lautete auf ein Jahr
Zuchthaus und 150 Mark Geldstrafe.
-Ein tragikomisches Fa
miliendrama spielte sich dieser Tage
. m , ,
.atUS?,&. ,.,n ?.b"schlesten ab.
A der Polizei lies tue Anzeige von
tmtm CAnHrnrnnrYi in ir (cZflltra
. " " ni, vv. v.
c. t.c- .. v. .
iuun .c4 tyuuc, i lüuiuc gcuiciuci.
seine Frau erschlagen. Sanitäts
Mannschaften erschienen mit Ret
kungsapparaten, große Menschenan
sammlungen umstanden das Haus, in
dem sich die Mordtat abgespielt haben
füllte. Die Ehefrau des Lex lag an
scheinend leblos auf einem Bett, die
Wiederbelebungsversuche" blieben er
folglos, der Körper fiel immer wieder
leblos auf das Bett zurück. Die Kin
der erklärten auf Befragen, der Vater
habe sich in der Nebenstube einge
schlössen. Erst aus die Aufforderung
der Polizeibenmten öffnete der Vater
die Tür. Der Mann trat zitternd
aus der Stube heraus und bekannte,
er habe die Frau, da er nach Rück-
kehr aus der Arbeit weder Mittag-
noch Abendbrot erhielt, im Verlaufe
eines Streites mit einem Buche auf
den Kopf geschlagen und da sei sie
anscheinend tot aus das Bett gefallen,
Aus Furcht habe er sich eingeschlossen,
Bei dem erneuten Veriuebe. die 5kr.iu
aufzurichten, kehrte aber unerwariei
das Leben zurück. Die Totaealaul-t,
sprang plötzlich auf, fiel mit einer
Flut von Schimpfworten über ihren
wie versteinert dastehenden Ehemann
her und bedrohte ihn mit einem Mcf?
ser. das sie in der Hand gehalten
hatte, und das ihr nun schleunigst
entrissen wurde. Damit kand die
Tragödie zwar keinen versöhnenden,
aber immerhin noch günstigen Ab
fchluß.
j In dem Gefängnis von
Shitomir erschlugen Zwangssträflin
ae einen Aufseher und verletzten einen
teresse der gesamten Bürgerschaft ist
dieser Tage der deutsche Fußwande-
rer Artur Winterseld nach kurzem
Aufenthalt von Ferrara nach R'.ven-
. ; ' . , S . r- . cc-'4 ..W
SBmtetfclb hat Europa. Afrika und
Amerika durchwandert und von im,
000 Kilometer, die zurückzulegen wa
ren. bereits 112.000 gemacht, r er
hält von Hamburg monatlich 150
Mark und bringt sich im übrigen
durch den Veraus von Postkarten
durch.
Trotz des Riesenauf
schwunges, den der deutsche Bergbau
und die deutsche schwere" Industrie
genommen haben, hat die Förderung
von Metallen, wie Zink, Kupfer und
Blei, bedauerlicherweise nur eine ge
ringe Zunahme, hie und da sogar
eine Abnahme erfahren. Ueber. die
Wichtigkeit dieser Metalle für
Deutschland geben am besten die
Werte der Einfuhr Auskunft, welche
bei Zink im Jahre 1912 293 TonS
imWert von 40's Mill. Mark betru
gen. Der Wert des eingeführten
Bleis beträgt ca. 30 Millionen, der
Wert des eingführten Rohkupfers
1912 313 Mill. Mark. Die Fund
statten dieser Erze in Deutschland
sind leider beschränkt. Immerhin
sollte man sich bemühen, namentlich
eine stärkere Forderung eintreten zu
lassen und die neuesten Methoden der
Verhüttung zu verwenden, die auch
bei geringwertigen Erzen eine gute
Ausbeute gestatten.
Einer gefährlichen
Gaunerin hat die Neuköllner Krimi
nalpolizei das Handwerk gelegt. Die
25 Jahre alte Kellnerin Klara Bon
gers, ein Mädchen polnischer Her
kunft, gab vor einem Jahr ihren Be
ruf auf und lebte seitdem von Liebes
abenteuern und Erpressungen. Sie
machte in Bierwirischafien und Kaf
fechäusern Bekanntschaften und kund
schastete dabei die Verhältnisse der
Männer so genau als möglich aus,
um ihnen dann nach einigen Tagen
mit Enthüllungen bei der Ehefrau zu
drohen und Erpressungen zu ver
suchen. In einigen Fällen erschwin
delte sie sich auch Geld durch die Be
hauptung, der Verkehr sei nicht ohne
Folgen geblieben. So ließen sich
viele einschüchtern, statt sie kurzer
Hand der Polizei zu übergeben. Bis
es einem ihrer Opfer zu viel wurde.
Mit Hilfe der Krimlnalpolizet wurde
die Erpresserin in ihrer Wohnung in
der Weichselstraße ermittelt und hin
ter Schloß und Riegel gebracht. Aus
hm fifrfitrtrtnftfitntn 5Prif tti.Af.f r
I v. vvivm.mmiimm.ii.vi iviibiivvuyiv V . '
'gab sich, daß sie eine große Kitte sol
h Gaunereien bereits glücklich voll
i7 .,
oraiiii Dar.
l uluu Vul
Man kennt auch außer
halb der Donaustadt den Namen deS
Komikers Karl Blasel. deS ältesten
Schauspielers von Wien. ' der
noch als hoher Siebziger eines der
meistbefchäftigten Mitglieder deS
Carltheaterö ist. Blasel hat einen
Sohn namens Leopold, der im Jahre
'1884 maturierte und dann die Tech
nik bezog. Er mußte jedoch die Stu
dien unterbrechen und übernahm nach
mannigfachen geschäftlichen Versuchen
eine Gastwirtschaft im Prater. Als
bürgerlicher Gastwirt" wurde er
vor einigen Jahren Mitglied der Be
zirksvorstehung des zweiten Wiener
Stadtbezirks (Leopoldstadt) und spä
ter Bezirksvorsteher. Als solcher ent
faltet er eine sehr rege politische Ta
tigkeit. Er gehört zu den Führern
der .liberalen Partei in Wieq. und
darum zu den von den Rathausleuten
bestgehaßten Gegnern der Christlich
sozialen. Trotz dieser öffentlichen
' Tätigkeit fand Leopold Blasel die
, Energie und die Zeit, seine unterbro.
chenen Studien wieder aufzunehmen.
. Er legte im vorigen Jahre die zweite
Staatsprüfung ab. wodurch- er den
Titel Ingenieur warb. Dieser Tage
hat er sein letztes Rigorosum mit sehr
z gutem Erfolg bestanden und ist zum
, Doktor der technischen Wissenschaften
promoviert worden. Sein WirtSge'
'schüft im Prater gedenkt er weiter zu
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wnse der Theilnahme an unserem
Schmerze. Ebenfalls unseren innigst?n
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nirinde für seine trostreichen Worte.
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theiligung am Begrälmissc uno ihre viel
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