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Detroiter Abend-Post. (Detroit [Mich.]) 18??-19??, March 18, 1916, Image 6

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6
TctrsiterAbendpgst, S a m st n g , Bfn. 18. März ISIS.
Skänzende
'Kähnen
Roman in drei Bänden von
August Tilberftein.
iForksctzunai.
Und doch wirkte dieser Schrei, di?'
ses Wen beulirilhigend, und r5 be
durfte der ganzen Fülle bewältigen
deu Nachtigallengesangcs, uni sie
wieder elegisch zu stimmen.
Sie selbst sang endlich in
langgedelinten. schwärmerischen
neu. dabin über den See. in
den
Stille der mondbcschienenen Nacht:
Was ich Gliede. muß irtj meiden!
Meiner i-ecle tiefsteZ Glück
Äahrt nur einen Augenblick
Tann bedränget wich das . .
Ta schmetterte jetzt eine Nachtigall
reff im fernen Gebüsche auf und es
klang doch wie ganz nahe ani See.
Claudia legte das Rlider quer
über den Kabn, unterbrach ihren
eigenen Gesang und kiorchte.
Tie Nachtigall batte zu Ende ge
sungen. Claudia nahm wieder daö
leichte Ruder des zierlichen Kahnes
zur Hand und machte einige sanfte
Schläge ins Wasser, die sie weiter
trugen.
Sie gleitete in jenen Streif hinein,
welchen des Mondes Silberbrücke im
Basier bildete, und vier waren
Strahl und Widerschein so kräftig, so
stark und blendend wirksam auf
ibrem lichten Kleide, das nur durch
einen roten Sbawl mit einem dunk
leren Streifen versehen war. daß sie
selbst fast widerleuchtete und eine
Clfengestalt. ein Genius des Schim
mers und Mondenlichtes zu sein
schien.
Ein wny, leuchtender Schwan war
ibr nachgezogen und blieb immer in
ihrer Nähe.
Claudia sah sich und all das An
dere im Wasser sie war so selig
Claudia hätte weinen mögen und
war doch so glücklich! Sie wäre gerne
gleichwie mit Klügeln des Schwans
fortgeschwebt und doch hinabgesunken
in die glänzende rätselvolle Tiefe,
wo ein Weihes Mädchen, ein Sckiwan,
verdämmernd, seltsam ihr entgegen
blickten und blinkten.
?a hörte sie, als ob es sich in der
Ferne regen würde.
Sie sah auf und ihr Blick fiel zur
Höhe der luftigen Brücke im Busch
werk oben. Dort im Halbschatten
streifte eine Mannesgestalt vorüber.
Ter Gärtner? Ein Hausdiener?
Wer ander sollte es sein, als
einer der Wachenden und Dienenden
iin Hause? Cr hatte wohl daselbst
etwas zu tun und kebrte zum Schlosse
zurück, ging den Weg herab.
Claudia tauchte das Nuder wieder
einigemal? cin. wendete und zog den
Weg zurück, den sie sanft bernngeru
dert war. Tie unsichtbare Nachtigall
schlug. Der weifte sichtbare Schwan
zog ihr leise und stumm nach.
So sag sie mit sinnenden, gestützt
ten Haupte und sie horchte auch den
erneuerten Nachtigallenschlägen, die
sich in Intervallen hören ließen.
(31. Fortsetzung.
Der Magister lächelte trüb: Bit
it schön, aber sebr stolz."
Was mackt da? aus?" nel der
Apotheker eifrig ein. .,br seid ein
angesekiener Mann, nnd jeder rniß
srau muß es eine Orhix fein, wenn
Ihr ihre Hand begehrt. Magister,
verlort Euch auf mich, daraus muiz
itwas werden: wir srrechen noch dar
iiber. Und jetzt noäi eins, lieber
Magister, ick l'abe eine große Bitte an
Euch. Tebt. ich habe vormals et
rerächtlich von Eurer Poeterei gesvro
rlien: eö war eine böse Zeit, die Tc!'
dige Goldmamerei statte mir den
Korf verrück: und meinen Geist uin
nachtet: ick wußte nicht mehr, wa-?
rechts oder links, was schön oder tiafe'
lich sei. Das ist nun vorbei, mein
Kopf ist wieder klar, und ich selie ein,
wie ungerecht ick gegen Euch war.
.Wollt Ihr mir verzeihen?"
?er Magister reichte gerüyrt den,
Alten die Hand. Nun." fuhr der
Avotdeker fort, wenn 5ht mir nichtd
mehr ,:achtlagt. und wenn's Euch,
ure e'unoneil eriauoi, io iui mir
den Gefallen und leset mir etwas von
Eurer Poesei vor."
Mit tausend Freuden!" rief der
Magister, und seine blassen Wänglein
röteten sich. ,.ch gebe sogleich, ein
Manuskriptunl zu holen. Wollt Ibr
etwas Ernstes, oder etwas Lustiges?"
Was Ibr wollt, liebe? Magister,
mir ist's gleich."
Ter Maaiiter aina und kam bald
mit einem dicken Heft zurück. Er icfcivj
sich dem .Ipotoeter gegenuoer uno de
gam: den ersten besang seines Hel
dengedichtes zu lesen. Er las lang.'.
Zuroeilen nickte der Avotlker und
murmelte Worte der Anerkennung,
endlich war er still, und als der Ma
gister den ersten Gesattg. der aus ein
tausendsiebenhundert Versen bestand,
zu Ende gelesen hatte, war Herr Tho
masius sänftlich eingeschlafen.
Der Magister erhob sich, ging leise
.
Ur-Hlung AUS dem 17.Ächrhuml) lMASjSI Von Nudolk Waumbachl'
! '
Ta hörte sie es doch wieder, wie
Plätschcni und Nudcrschlägen.
In der Tat, dort aus dein Schat
ten eines Gebüsches am User zog ein
Kahn heraus. In dem Gefühle der
Sicherheit hier, im Wähnen, daß nnr
ein Tiener des Hauses eine Pflicht zu
vollführen habe, zog sie noch mit dem
Kahne entgegen, um zu fragen. Sie
ruderte wieder dahin, wo die Silber-,
brücke und des Mondes Doppelschein,
Toppelglitzenl im und über dem
Wasser lagen.
Sie stand nun aufrecht und sah da
hin. Sie kannte dennoch nicht das
Gesicht enträtseln.
Wer ist's? rief sie.
Ein Murmeln, ein unverständ
liches Etwas tönte ihr entgegen. Tie
Gestalt tat. als hätte sie des Ruders
wegen das Gesicht nach der andern
Seite zu wenden.
Der Ruderer machte einige tüchtige
Stöße. Jetzt strich der Kahn Pfeil
schnell heran, in die Nähe des ihren.
Wie furchtsam, wegen des Zusam
menstoßes, streckte sie die Hand aus.
Ter Kahn glitt, geschickt gewendet,
zur Seite und jetzt rief eine sanfte,
wohltönende, bekannte Stimme:
Claudia?
Herr Graf - Sie? ich ruse um
Hilfe! preßte Claudia erschreckt her
vor. Um Hülfe, gegen mich? Clau
dia sagte er sanft. bin ich cin
Räuber? Bedürfen Sie vor mir,
vor mir. des Schutzes?
Das war so zart, so innig gesagt,
daß diese Innigkeit, die Aufrichtigkeit
des Tones das Mädchen durch
drang, sie gefangen nahm und ihr
unbewußt das Lauschen gebot, das
Rufen verhinderte und verbot zu
gleich. Kahn lag an Kahn, noch war der
Graf nicht zu Claudia binüberge
sprungen. Er zog sein Ruder ein und setzte
sich.
Wie unwillkürlich hatte auch Clau
dia allmälig sich niedergelassen, sie
hielt nach in der einen Hand das Ru
der, die andere fuhr leise unstät über
die Stirne, Locken und Wange, dann
sanft an das Mieder und das Herz.
Claudia, darf ich die Last Ihres
5labnes vermehren?
Er trägt Zwei sagte der Graf
wieder sanft, nachdem er vergebens
auf die Antwort gelauscht.
Gestatten Sie mir die Freiheit,
nur diese sagte Gras Löwcnau und
regte sich, um der Bitte gleich die Tat
folgen zu lassen.
Herr Graf, so allein die Nacht
ach!
Sie verhüllte ikr Gesicht und Trä
nm kamen in ihre Augen.
Er griff nach ihrer zitternden,
molidbeschienenen Hand.
Claudia!
Er Preßte diese warme Hand. Und
halb willenlos, mit schwachem Wie
d erstreben, ward diese Hand einen
Augenblick gelassen.
Claudia füblte durch das nun
merkliche Zittern ihres Armes, daß
auch der Graf erbebe.
Herr Graf, sagte jetzt Claudia he
bend, mit unterdrückter Stimme,
wenn ich nun in der Nacht mit Ihnen
allein hier bleibe, was werden Sie
denken ?
Taß Sie eine Seele, ein Herz ha
ben, und einen Armen, Kummer
aus dem Zimmer und sprach drauizen
zu der alten Hanne:
..Er ist wie umgewandelt. Ten5s
3k sich. Hanne, ick habe ibm eins
meiner Gedichle vorlesen müssen."
Hanne schlug vor Verwunderung
die Hände über dem Kopfe zusammen.
..Tas kommt," iuor der Magister
fort. ..von der Erschütterung söin?s
Gelnrns, die er neulich davongetragen
bat. Man bat Beispiele, daß Narren,
die aus dem Fcnster gesprungen und
dabel aus den Kopf gefallen find,
plötzlich ibren Verstand wiederbekom
men haben. Tafz er jetzt den Wert
der Poesei erkennt, das ist die bejte
BürgscNaN für seine völlige Gen?
sung."
Eei es. daß Hanne von der Wahr
heit des Gesagten überzeugt war. s?i
es. daß sie den Magister, dessen Kum
mer sogar seiner alten WiLersacherin
zu Herzen ging, durch Widerspruch
nicbt erzürnen wollte, sie nickte zu
summend mit dem Kopf und sagte:
Ihr seid cin gelehrter Her? und
trefft immer daS Richtige. Aber, wenn
ich Euch einen guten Rat geben soll,
so bleibt nicht hier im Zug neben,
sondern mcht, da Ihr in Eurc-woe
koinmt."
3te bat Recht. Hanne." versetzte
erschrocken der Magister und ging ei
ligen Schrittes nach seinem Museum.
Fürst Rochus hielt viel ouf Popu
larität; denn die Popularität gewinnt
die Herzen der Untertanen, und dann
kouet sie auch nichts.
Wie Harun al Raschid mit seinem
Äczir die Straßen von Bagdad dur'
streifte, so liebte cS der Fürst, mit sei
nem .ammcrberrn zeitweilig sich ur.
erkannt unter das Volk zu mischen,
um sich durch eigene Anschauung über
das Leben und Treiben der Bürger
zu unterrichten.
Bei solchen Gelegenheiten kam ti
oft zu komischen Auftritten. Einmal
wurde Serenissimus von einem alten
vollen nicht leiden, nicht in - seinen!
Schmerze sterben lassen wollten
Herr Graf Tanncnhcim ist das
Ihre, wir sind Gäste hier. Wollen
Sie von dem Rechte des Gastfreun
des Claudia, so bitter! Solches Wort
für mich! Tannenheim ist das Ihre!
Nehmen Sie es. Beglücken Sie mich
mit dem Worte: es ist jetzt das Ihre.
Es war dies schon in dem Augen
blicke, als Sie den Boden betraten,
mit ihren Fußspitzen den Grund hier
berührten und weihten. Ich bin nur
ein Gast, ein Eindringling, ein
Fremder: Sie können mich als Her
rin verstoßen und verbannen, wie die
letzten, nichtswürdigsten Diener?
Aber Erbarmen ? Lassen Sie mich
nicht sremd sein Ihrem Herzen!
Ucbcn Sie Gnade statt Recht bei dem
Eindringling und Diener für
wahr, c? dient Ihnen Keiner treuer,
wärmer, besser und redlicher als ich!
Claudia schwieg. Rührung bemei
sterte sich ihrer. Dieser Ton war so
unendlich befangend, umstrickend
gleichsam wahr!
Verstoßen Sie mich nicht! flehte
wieder der Graf und suchte ihre
Hand.
Herr Graf, ich bin ein armes, jetzt
vereinsamtes Mädchen
Arm, die Herrin von Tannen,
heim? Die Gebieterin meines Ver
mögens? Und einsam, wenn ich bei
Ihnen, wenn ich in Ihrer Nähe bin?
Ich wache über Sie, ich bin bei Ihnen
mit hundert Augen meiner Helfer
und Diener, ich bin es mit taufenden,
wenn Sie es zu Ihrem Schutze be
fehlen ?
Und was soll unser einsames ver
borgenes Verweilen hier?
Daß Sie mich einen Augenblick
allein hören?
Herr Graf, sprechen Sie vor
Irene, meinem Bruder, vor Ostens!
Nur einen Augenblick mit Innen
allein? Ich kann es doch nicht dort
sagen, was mir mein Herz bewegt.
Vor Anderen bin ich stumm: liier
aber möchte ich in alle Wälder rufen,
was ich Ihnen leise sage: Claudia,
ich liebe Sie?
Dabei sank der Graf im Kahne
bin. faßte ihre Hand zwischen die
seine und drückte einen Kuß ans ihre
Fingerspitzen, daß es Claudia durch
rieselte, durchzuckte und durch
schauerte, wie nie.
Sie fieberte förmlich einen Augen
blick, sie war stumm und machtlos.
Nur daß der Schwan sie so seltsam
ansah, in die Nähe rudert? und wie
der reguitgslos blieb, brachte sie zur
Besinnung, zum Bewußtfein.
Herr Graf was soll das zwi
schen uns zwischen Claudia, nur
Claudia, und dem Grasen
. Bin ich verurteilt, in meinen selig
slen Augenblicken immer wieder ac
mahnt zu werden an das Fesselnde
der Erdenpf lichten, an die Unglück
seligsten Bedingnifse meines Seins?
Claudia, lassen Sie mich einen Au
genblick nicht Graf, nur Mann sein.
Sie lieben und anbeten und dann
meinethalben will ich sterben
Darauf wußte Claudia nichts zu
sagen. Ihr umdnnkelte sich der ganze
Kreis des Denkens. Es fehlte ihr
Gedankeniolge und Wort.
Sehen Sie. sagte der Graf wieder,
aus den Schwan deutend, selbst die
ses Tier bleibt und siebt Sie an. Es
Weib aufgefordert, ihr den Tragkorb
auf den Rücken zu heben, was er odn
eine Miene zu verziehen auch wirklich
tat. so gut er konnte. Ein anderes
Mal sah er sich durch die geschwärzten
Fäuste eines eifersüchtigen Schlosser
gesellen, der in dem hoben Herrn e:
ncit Nebenbuhler vermutete, erllsllich
bcdrodt und kounte sich nur dadurch
der Gefahr etitzieben. daß er aus fei
nem Inkognito berauötrat. worauf
der Schlossergeselle kniefällig um
Gnade bat. die ibm auch zilteil wurde.
Und wieder einmal mußte der neue
Harun al Raschid die Flucht e?grei
fcn, als ihn ein paar Gissenbuben.
die er bei ihrem Sviel in dervGasse
gestört hatte, mit allerlei Stössen, di.'
ibnen gerade zur Hand kamen, be
warfen.
Bei der Liebhaberei des Fürsten,
in die Privatangelcgenbeiten feinet
Untertanen handelnd einzugreifen,
darf es nicht Wunder nehmen, daß.
als die näheren Umstände der Mord
geschiate bekannt geworden, Screnis
simus mit groß?m Eifer die Gelegen
beit ergriff, die gütige Fce aus dem
Märchen zu fpielen. die mit ihrem
Zaubcrslab den Wirrwarr zu aller
Beteiligten Zusriedenkeit schlichtet.
Er fühlte sich um somchr bewogn:, die
Rolle des Permittls zu spielen, da
er dem Hauptbelden des nächtlichen
Dramas, dem Baccalaureus, der ibn
vor einem cmpiindlichen Geldverlust
bewahrt harte. Tank schuldete, den er
bei dieser Gelegenheit bequem abtra
gen konnte. Taß der Magister Tn
lander, für den der Fürst schon seit
mehreren Tagen eine Ucdcrraschunz
bereit Kielt, in die Geschichte verwackelt
war. war cin Zusammentressen, wie
es sich der Fürst nicht besser liätte
wünschen können. Ter öohc Herr
ging diesmal allein und überdachte
unterwegs noch einmal sein Pro
gramm.
Es war ein paar Tage nach den
zuletzt geschilderten Ereignissen, als
ntuß ein Zauber sein., Dieser. Zauber
ergreift mich, die ganze Schöpfung
ist Ihnen Untertan, und ich sollte es
nicht sein ? Ich bin das ergriff endste
Wesen dieser ganzen .Erde
Und 'sagte Claudia, Sie
werden morgen vergessen, daß Sie
dies in der Nacht, rn der schwarmeri-
schen Mondnacht zu mir gesagt
der Schwan schweigt auch
Aber ich Will es wiederholen vor
aller Welt! rief der Graf aus.
Nein,: nciif! bat jetzt Claudia,
schreckt aufzuckend. -(ZsoriseHUng
solgtZ.
cr
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Store Tclephonnummer Main 1 7t)7.
(Lnj.)
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bis $13; No. 1. gemischtes, $14 bis!
$15; No. gemischtes, $10 bis $13;
No. 1 Klee, $10 bis $13; Roggen
stroh. $7.50 bis $8; Weizen und
Saferstrok, $(3.50 bis $7 per Tonne.
" F u t t e r In 100-Pfund Sä
cken,' Iobbing Lots: Kleie $24;
Standard Middlings, $25: feine
Middlings, $30; grobes-Kornmehl.
$30; geplaktes Korn $31.50: Korn
und Haferhücksel $28 Per Tonne.
Felle No. 1 cured, 17c; No.
1 grüne, 15c: No. 1 cured Bullen, !
13c: No. 1 grüne Bullen. 10c; No.
1 cured Leal Kip. 20c; No. 1 grüne
Veal Kip. 10c: No. 1 cured Mnrrain,
17c; No. 1 grüne Murrain, 15c: No.
1 enred Cals, 25c: No. 1 grüne Cali.
24c: No. 1 Pferdeselle. $4.50; No. 2
Pferdefelle, $3.50: No. 2 Felle 1c
und No. 2 Kiv und Csolf IV2C niedri.
ger al obige: Sckafofelle. im Veri
hältnis zur Wolle, 50c bis $2.
e h l In ein achtel Paviesäk.
ken. per 19 Pfund, IobbingPartien:
First Patent $.30; Second Patent
$; Straigkt $5.70; Frühjahrs Pa
tent $.70: Roggenmehl $6 p. Fasz.
Zucker Tetroiter Engros
preise: önn'tal Tonnnoes. 2 Pfd.,
$10.80; 5 Pfd.. $10.80; Eagle Ist
blet5. $0.30; Hut Loaf. $8.45; (in
bes. $7.70; XXXX pulverisierter, j
$7.55; Standard pulverisierter. $7.
50: granulierter, ertra rauh, $7.25;
sein in Butt. $7.10: 2-Pfd. Kartons.
$7.40; 25Psd. Kartons. $7.20; Cry.
sial Tominoes. granuliert, 2Pid.,
312'Pfd. und 5.Pfd. Kartons, in .Ki
sten. $7.40: balbeKisten, $7.50: Dia
mond A. $7.20: Confectioners' ?s.
$7.05; No. 4, $7.10; No. 5. $7.05:
No. 8. $7: No. 7. $8.05: No. 8. $8..
00; No. 0. $8.85; No. 10. $8.80:
No. 11. $8.75: No. 12. $8.70; No.
13. $8.85; No. 14. $8.85: No. 15.
$8.85: Non caking Mirture. $8: gra
nulierter Rübenzucker, $7 per Cwt.;
Household pulverisierter, lPfd. Kar
tons, 24 in der Kiste, $2.l5 per Ki
ste; 48 in der Kiste, $4.20 per Kiste.
der Fürst unvermutet die Löwmapo
tbcke betrat.
Herr Thomasius ruhte in söincm
Lehn''mal. Eise und Fritz saßcil aö
seits und sagten sich das, was sie sich
bereits unter dem Hollundcrbaum gc
sagt, zum tausendste-.l Mal, der Magi
stcr aber stand am Fenster und blickte
gedankenvoll nach den Wolken. Da
wurde die Tür aufgerissen, und vor
der tief knixendcn Hanne vorüber
schrittSerenissimus über die Schwelle.
Verlegene Stille, tiefe Verbeugun
gen.
..Bleib' Er nur sitzen," sagte der
Fürst gnädig zil dem Alten, Er ist
der Apotbeler TKomasius?"
..Mit Verlaub, durchlauchttgster
Herr, ja."
..Wir find beide von einem Spitz
dubcn angeführt worden. Er aber ist
am schlimmsten dabei weggekommen.
Ich habe mit großem Bedauern gc
hört, wie übel Ihm die Sckufts mit
gespielt babm. Jetzt gebt's Ihm
wieder besser?" y
Herr Tbomasius dankte tiesgerührt.
..Ist diese da" der Fürst deute
aus Elfe ..Seine Tochter?"
..Ia Durchlaucht, mein' Kind, dis
Else."
Elsc ver-neigte sich tief. Der Fürst
betrachtete mit Wohlgefallen das
schone Bürgerkind, aber er zwang sich,
recht streng auszusehen, als er zu
Else gewandt sprach:
Wie ich höre, hat die Jungfer eine
groß? Vorliebe für da5 Stiftlcbm, da
kann Ihr geholfen werden. Zwei
Stunden von meiner Residenz Am
mcrstadt liegt ein hübsches Schlößlein
im Wald. Dort führt meine Base,
die Prinzessin Emcrentia, das Rcgi
ment über cin Tutzmd Stiftssrau
lein, die cin Leben in Zurückgezogen'
heit führen. Das wäre so etwas für
die Jungfer. Freilich," fuhr der
Fürst achzelzuckend fort, werden ei
gendlich nur Edclfraulein in das
Ttift ausgenommen, indessen glaube
Qxtam gegen Katarrh
Oeffnet die Nasenlöcher
Vie Erkältung im Kopf schnell ge.
liniert erden kann. Vorzüglich
In einer Minute werden die veriropf
im 9tofenlärfier at'iTmei. die Lukweoe
! Ihres KoxfeS werden klar und Sie kön
1 nen wieder leicht atmen. Kein räuspern,
' (if f mha serthimtfri imh
j rockenbeit me&r. Keine Atemnot deS
Nacktö vrehr; Ihre Erkältung oder Ka f
iain) i fvri.
Holen Sie jetzt eine kleine Flmckie von
riv fr oö or.c-... -
viio 9 vereinn vairn vei nirm ipoiucici.
Avvlizieren Sie etwas von diesem wohl
I riechenden, antisevtiscben und heilenden
j Cream in Ihre Nasenlöcher. Derselbe
ormat ourco alle uftwege oes flept;,
beruhigt die entzündeten oder geschwolle
nen Speicheldrüsen unb Linderung tritt
sofort ein.
E? ist auszeichnet. Sie brauchen
nicht an verstopfte Nasenlöcher durch Er
kältung oder an Katarrb zu leiden
Linderung tritt schnell ein.
Crnek kchekin,
America 5 ?.!eiter Pianist" '
Ziem York Pbilharmanic Orchester.
Jle Zttnskv, Dirigent.
A , k a I ,m Samstag, bex IS. Marz
8:1. Uhr abend.
iy? iü 50e bis $2.00 find in GrinneN S
erhalten vom Donnerstag, den IS. :?iärj an.
IZmk'
Vkopg'Stovons Paper
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ist nach N,. 555 567 W. Fort Str.
umgezoaen. Tel. Weit 3210.
FRED, GUENTHER
Vcrfichcrmlgs- nnd
Paffagc - Agentur
2, 2 uml 210
Haiti inoiiil Itiiildins.
Tclcphon Nummcr V!ain 1533.
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ick, meine erlauchte Base wird mir zu
Gefallen einmal eine Ausnahme von
der Regel machen. Was meint die
Jungfer Tbomasius zu dem Vor
schlag?"
Else stand da mit gesenkten Augen
und zilpftc in der Verlegenheit an
ihrer Schürze, Fritz räuspcrte sich und
trat einen Schritt näher, Herr Tho
masius aber erhob sich von seinem Sitz
und ergriff das Wort:
..Mit Permiß. gnädigster Herr, die
Elfe ist die Freude meines Alters: es
würde mir schwer ankommen, das
Kind zu entbehre. Zudem ist sie
auch bereits die Verlobte von diesem
da" er zeigte auf Fritz Hederich
..und der durchlauchtigste Herr wer
den gewißlich nicht wollen, daß ich
mein gegebenes Wort zurücknehme."
weh!" lachte der Fürst, ..da
komme ich also zu spät. Seht. Äin
der, es war nur Spaß von wegen des
Stifts; ich hatte mir ausgedockt, ich
wollte den Freiwerber für den Bacca
laureus machen, weil ich ihm zum
Tank verpflichtet bin, und nun ver
deret Ihr mir so den Spaß! Hättet
Ihr nickt noch ein paar Tage warten
können?"
Wenn wir gewußt hätten." sagte
Fritz. ..daß Durchlaucht sich selbst "
..So hättet Ihr gewartet?" siel der
Fürst ein, das glaube Euch ein an
derer. Wann soll denn die Hochzeit
sein?"
Noch vor Weihnachten."
So, nun Ihr habt's eilig. AlS
Freiwerber habt Ibr mich also nicht
nötig, wenn Ihr mick aber üoers
Iabr brauchen könnt "
Elsc wandte sich ad.
.. so erinnert Euch, daß ich Euer
wohlaffekrionurter Fürst bin."
Ter Magister, der noch immer
gänzlich unbeachtet im Hintergri:nde
stand, seufzte tief auf.
Nun komme Er einmal näher,
Freund. Hederich!" fuhr der Fürst
fort. .Er hat mich neulich durch
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Nüch'te Soe: Tve Girl TtruZt".
dT .2 .i J'C.inanbia unterer
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Mtrrö 4225; Main 1007.
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(Vfcif CWart ii nb die iri R,sk: ? X.
Tme & (.; m. Tt .fui tc (5.; ?trvtn 4s
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ich! mindkrweniqk; die Preise sind:
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Mt .beste' gewirkte SKümpswaa für tte ganze
Familie, Mann, Frau und Ainder, ist stets mtd
ellein die nyr" Marke.
Wer auf Qualität, Fa?on und Haltbarkeit fleht, kaufe
ein Paar ,nyr" Strumpfe aus Baumwolle, Lille,
Seiden-Alle oder Rein. Seide, für 25c. bis S5.00 per
Paar nur echt wen edeS Pa mit der Geschäfts
Marke gestemöelt ist. Sn a!kn änWtrn zu haben.
Lord & Taylor New York
Engros-VerkSUM.
A. KUHIIAN &
Anzeigen in der Abend-Post
erzielen gnte Resultate !
Sein Komödicnsvicl delektiert und
mich neuerdings durch Seine kühne
Tat vor einem großen Verlust be
wahrt, ich bin Ihm also zwiefachen
Tank schuldig. Ta es nun einem
Fürsren nicht wohl ansteht, der
Schuldner eines seiner Untertanen zu
sein, so bitte Er sich eine Gnade aus
und spreche Er frisch von der Leber
weg."
..Durchlauchtigster Herr, seitdem ich
meine Else habe, trage ich nach nichts
weiter Verlangen: ich bin glücklich."
Seht mir den Diogenes an! Soll
ich Ihm etwa aus der Sonne gehen?
Hni? Er scheint mir so ein Dickkopf
zu sein, den man zu seinem Vorteil
zwingen muß. Weiß Er. daß ich Ihm
bereits eine Gnade erwiesen habe?
Ja, sperr' Er nur die Augen auf!
Der Betrüger, den Er niedergeschla
gen hat. ist, wie bekannt, zum Galgen
verurteilt worden und wird demnächst
baumeln. Ta hat er nun in der Mei
nung, dies könne ihn vom Tod retten,
höchst sonderbare Aussagen über sei.
nen ehemaligen Gehilfen, einenge
wcsenen Studenten, gemacht, der we
gen einer Geisterbeschwörung flüchtig
geworden sei. Nun ist zwar der Golo
macher ein Spitzbube, dem nicht das
dritte Wort zu glauben ist. Tennoch
aber haben die Herren von meinem
Gericht große Lust verspürt, der Sache
aus den Grund zu kommen, und wer
weiß, was für kuriose Ting? dabei zu
Tage gefördert worden wärm, wenn
ich nicht den Befehl gegeben hätte, die
Angelegenheit niederzuschlagen. Das
hab' ich getan: warum? Tas ist
meine Sache. Wenn aber der Herr
Baccalaureus von meiner Gnade
nichts wissen will, so bedarf es nur
eines Wortes, und die Untersuchung
beginnt. Was dabei herauskommen
würde, weiß ich nicht, aber das weiß
ich, daß dann die Hochzeit in der Lö
wenapotheke nicht vor Weihnachten
gefeiert werden würde."
' So sprach der Fürst und weidet:
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sich an der Zerknirschung dt-s acra
laureus und der Verlegenheit der
Uebrigcn.
..Seht. Kinder." sprach er dann i t
väterlichem Ton. es ist immer gut.
wenn man einen Mächtigen zum
Freund uno Beschützer hat. Jetzt gekt
mir die Händ unö nchntt meinen
Glückwunsch!"
Zu Aller Erstaunen begann jetzt
Else. nachdem sie dem Fürsten d:?
Hand geküßt natte, mit schüchterner
Stimme:
Ist es denn wirklich lvzhr. daß
der Goldmacher gehakt werden
soll?"
Allerdings." versetzte der Fürst.
Gnädigster Hcrr. flebte Etsi'.
laßt ihn nicht henken, schenkt ibm das
Leben ! Wenn er nickt gewesen wäre,
hätte ich meinen Fritz nicht bekommen
und dann er hat freilich cin
großes Verbrechen beganzen, aber,
durchlauchtigster Herr, ich könnte nie
wieder froh werden, wenn jetzt in
meinem Brautstand der Mann gerich.
tet würde, der einmal, so zu sage?.
der Meister meines Verlobten gcwc
sen ist."
Was schwatzest Du da für Zeug
durcheinander!" unterbrach Herr Tbo
masius ärgerlich den unlogischen
Sermon seiner Tockter. Tavon ver
stehst Du nichts. Elfe! Gerechtigkeit
muß sein. Ter saubere Doktor Ra
pontiko gehört an denGalgen. schon
aNein wegen seiner gefälschten Al
raumvurzeln."
Ter Vater bat Reckt, Jungfer,
die Gerechtigkeit muß ihren Lau ha
ben." sagte der Fürst crnst. ..Nichts
weiter davon
' Ter erste Teil der Handlung war
vorüber, der Fürst schritt jetzt zu dem
zweiten.
Magister Zylander, trete .Er nä
her!" rief er und senkte die Hand ;:i
die Rocktasche, in welcher ein leises
Klirren vernehmbar wurde.
(Fortsetzung folgt.)

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