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Detroiter Abend-Post. (Detroit [Mich.]) 18??-19??, April 03, 1918, Image 3

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D e r r o Z r e r Abeadpost. M i t t w o ch , d c n Z. April' 1918.
tltuts aus
Natur- und VeilKunde.
Vorsicht Dei Briefmarken?
Tov Lecken eil 'riesin.nken und
.unlinierten aiucrtliirtH' ist unbe"
dingt zu verwerfen, lucil damit nidt
urJucfcittlitlH' Wi'faljrni verlumiicu
f : ixt. 03an, abgcseheit davon, daß
z:r Herstellung de Gf-umi: feines
einwandfreie FHÜMgrcitsiueii
flni fccmitjt werden, sönnen miri) nii
den trockenen amnmterten Flad)eit
fcil-ix so viel 2d)imit$ und in viele
Mfrunf)cit5fcimc Rasten, bau dni
2cfeiid)tcn durch ccscn wiederholt
als Urfadie fdjnjcrcr (rrfranfniiti.cn
licAciduirt nmrbc. Tnrdi dir ähne.
mafircno de Xlcuicns scharf geräsle
icr Speisen, kleiner .ftnüden uin..
rntftcljcn nur zu Ijiiiifirt 11 der unge
kleinste Einrisse, die unserer tniipjin
dinisl vollkommen entgelien. ober iiu
mcrfiiu jiir den fiöiper eine liin
gangspsorte bilden, durch die seine
feinde nur zu reichlid? in ihn ein
dringen können, lind selbst wo diese
iLVöglidifvit fortfällt, mnfj man doch
bedenken, das; beim ?lfeud)ten eines
gummierten Papieres mittels, der
oiinge auf dieser dodz stets melir oder
weniger etwa von der sdtuiiitjigen
Flädie zurückbleibt, und N'enn die
Krankheitserreger, besonders Tuber
kelbazillen. darauf liaften. diese sid
sofort mit dem Mnndschleim mischen
und sonuchl in U'iimde als im Na
chen sonne sdilies'.Iidi in den in diesen
beiden endenden .gros'.e -Organ
snstemen. dem Nespiratian?avvaral
und dem VerdannngstraktnS. in Tä
tigkeit treten können. (5s ist daher
iiidit übertrieben, wen behauvtet
wird, so mandze ernste Nachenkranl
beit. besonders der Binder, hat in
dem Lecken von Marken ihre llrsadze.
und es fragt sidi sehr, ob nicht anch
ein gewisser Prozentsalz der von den
lernten Leucoplaeia genannten, snb
jekti sehr empfindlidien weiszlidien
Belege am Ziingenrand linnndiicner.
weldie örscheinung ziveiselloö biÄvei
len mit dem später auftretenden
Zllngenkrebs nicht ans-.er Zn'ainiuen
bang zu stehen scheint, hieraus zurück
zuführen ist. Ans alle Fälle ist das
decken an gummierten Flachen, so
wohl vom ästhetischen als gesundieit
lidcn Standpunkte, aus-5 fdiärfste z
verurteilen, und man sollte sich zu
diesem ,-Zwecke nur eines Pinsels oder
eines anderen der so reidstiri) vor
fundenen Hilfsmittel bedienen.
m u
Schreiende" Schmetterlinge.
in liegen' atz zu vielen Insekten,
die im Fluge . die mannigfadisten
Töne von sidi geben, sind die Schmet
terlinge in ihrer großen Mehrheit
stumm, da ihre Sdmüugen verhält
i.ismäs'.ig weich find und meist nur
Zangsam bewegt werden. Nur einige
wenige Arten bringen Töne hervor.
So berichtet Tarwin von einem bra
iranischen Tagsalter, daß er ein Ge
rausdi erzeuge wie ein Zahnrad, das
std) unter einem Stiitfdien Uhrfeder
bewegt und a ans einige Meter
iintfernung vernehmbar ist." Wirk
lidic Töne lassen einig Nachtschmet
lerlinge hören. Am deutlichsten ver
uehmbar ist der Ton des bekannten
Totenkopses, auf den zuerst Reaumur
klufmerk'am machte. Indern der
Forscher eine Anspielung auf das
Reichen des Totenkopfes macht, das
dieser Abendfalter auf 'dem Brust
fchilde trägt, bemerkte er: Solange
cr fliegt, lagt er einen Schrei er
sdialten. der traurig klingt. Viel
leicht i't es der jilageschrei einer bra
ven Seele von einem Schmetterling,
die über daS Unglück jammert, das
jie anzeigen muß.
Ter Schrei des Jalters ist laut
t und durchdringend, er erinnert an
. das Piepen der Maus, aber cr ist
gefühlvoller, ja. es liegt etwas wie
ein Wehklagen in ihm. Wu? .renn
der Schmetterling fliegt oder sich v
dehaglidi fühlt, schreit cr. Irr schieit
in der Tose, in der Sd?achtel. in der
man ihn gefangen hält. Sein Ge
schrei verdoppelt sich, wenn man ilv.i
ansaht, und er hört nicht auf zu
schreien, solange mail ihn zwischen
den Fingern hält. Uurz und gut. er
mach: den umfassendsten Gebrauch
von der Wabe, die ibm die Natur.
verliekenhat.
Es haben lange darüber viele
Zweifel geherrscht, wie dieser Ton
entstünde. Setzt steht es fest, das;
der Falter ihn hervorbringt, indem
cr seine Palpen, die verkümmerten
Füliler. an der Wurzel seines Rüs
. sei reibt. (Nach einer anderen Per
jion entsteht der Ton durch Aus
stoßen von Luft aus dem Saugma
gen durch die enge Speiseröhre und
durch einen Schlitz im Saugrüssel.)
Für arme Nervenkranke.
Lang? Seit hatte man sich an die
Vorstellung gewöhnt, da Nervenlei
den der verschiedenen Arien kurz
ansagt .Nerven" vorwiegend bei
de;; wohlhabenden Klassen zu Hause
seien und beim armen Teufel nichts
zu suchen hätten. Auch in den arme
nn Klassen dachte man meistens so
und vernachlässigte diesbezügliche
Symptome.
In den legten paar Iahren aber
ist man von dieser Vorstellung
gründlich abgekommen. Man hat eine
. erstaunlich graste Zahl Neurotiker
und andere Nervenkrank?, sowie mit
darauZ entstandenen Gemüt.firanf
.leiten behaftete Personen in den
breiten Bolksmassen gesunden, ja
auch verhältnismähig mehr,
als in irgendwelchen anderen Krci
sen. wo man sie fast' ausschließlich ge
sucht hatte!
Tieö trifft sogar auf die Insas.i
der (esänguisZe. auf das gewöhnliche
.'erbredzertnm zu. ?ie American
Sucietli of Mental Hygiene" bat erst
neuerdings eine llntersnchung der
Häftlinge m?lrerer amerikanischen
Gefängnisse' und Strafanstalten vor
genommen und hat festgestellt, das;
der Geisteszustand der Verbredzer
mit nur wenigen Ausnahme man
gelhast ist, was mit dem Zustand der
Nerven eng zusammenhängt.
Im -allgemeine kann es keinem
Zweifel mehr unterliegen, das'., unde
sdzadet aller persönlichen Ausnah
.inen, diese Leiden am meisten da
auftreten, wo der j"kampf um die oll
tfglidje (r ri?len', am härtesten ist.
Tarans erwächst eine wichtige o
z i a l e P i c!) t ! Nerven Kliniken
hat man längst. aber ihre
Wirksamkeit ist eine engbesdiräntte.
Gerade in den armen olksmassen
besteht das gröfzte Bedürfnis nad)
derarrigen Kliniken.
Tie Arbeit dieser-ttliniken besteht
nicht sowohl in der Behandlung des
Patienten als vielmehr darin, zu er
nein fachmäf-.igen Befnnd über feine
ganze Persönlichkeit zu gelangen und
ihm dann die ridztige heilsame lim
gcbung zu verordnen.
Je früher er in die rechte llmge
bnng kommt', desto besser ist es für
die Heilung. Taher mnsz der Psychia
ter seine Tätigkeit bei den Schul-kin
dem beginnen.
Man teilt die leidenden Schulkin
der in zwei lassen ein: äinlid, in
rückständige und nenretisdie. Heide
Klassen bieten ein gros'.es Problem.
Tie .geistige Nückständigkeit kommt
meistens, wenn andi nicht immer,
von gewissen Mängeln der Körper
l'eschaffellheit,iMandinial mögen nur
die als Adenoiden bekannten Buche
Hingen in der ttelile daran sdmld
sein: manck)mal mag es an .Ünrz
s.d'tigkeit liegen, mandirnal auch an
sd,adkaften Zähnen usw. Cin soldies
Kind bedarf keiner GeiM-Klinik,
aber einer allgemeinen Tispensary".
Für tatsädilide geistige Nück
ständigkeit dagegen infolge von Un
fähigkeit oder Sdzwad)sinn muh der
Psychiater eine geeignete Kur ver
schreiben. Tas Kind mus; nackz seinen
wirklideu Fähigkeiten ausgebildet
werden, es musz irgend eine einsadie
Verridtung lernen, die sein Mangel
baites Gebirn beschäftigt erhält und
es vielleicht befähigt, feinen Unter
balt selbst zu verdienen. Audi müssen
seine Gltern beraten werden, dasz sie
dieses Werk fördern, und das Kind
is, allen krankhaften Einslüssen und
Personen fernzuhalten.
Eine beständige Oual für seine
Sdnilkameraden bildet das neuroti
sche Kind, aber noch mehr für sich
selbü? Es leidet namentlidi allnächt
lichen Schreckensvorstellnngen. Aus
jchreitungen des TemverämentZ..un
erklärten Gemüts Anwandlungen,
allerlei romantische Phantasien,
auch an Stehlsucht und ausfallender
Grausamkeit. Beständig stört es die
Tis',iplin und den Frieden des
Sdmlzimmers. Später yird es nicht
selten ein Sklave von Trogen und
cin Verbredier. Solche Kinder er
fordern ein sehr ernstes, gründliches
Studium amter Mitwirkung von
Eltern und Lehrern.
Erwadisene Nerven und Geistes
kranke, weldze nach der Klinik ge
bracht werden, bieten oft noch grö
here Schwierigkeiten als die Kinder,
deren Geist und Körper och immer
hin elastischer ist. Todi braucht in
keinem Falle an einer Heilung ver
zweifelt zu werden.
Heißhunger der Zuckerkranken.
Die Zuckerkrankheit äußert sich mit
so großer Mannigfaltigkeit, dak kaum
zwei Fälle einandern vollkommen glei
chen. Darauf beruht wohl auch zum
Teil die Schwierigkeit, das Leiden
wissenschaftlich aufzuklären und ein
heitlich zu bekämpfen. Vorläufig gibt
es fast ebenso viele verschiedene Kuren
für Zuckerkranke als Aerzte, die sich
mit ihrer besonderen Behandlung be
sch'äftigen. Häufig verbindet sich mit
der. Zuckerkrankheit ein eigentümlich
starkes Hungergefühl, und es scheint,
daß auch eine ursächliche Beziehung
zwischen beiden Erscheinungen vor
Handen ist. Hervorgerufen wird der
Heißhunger hier wie sonst von Zu
sammenziehungen des leeren Magens.
Daß die Zuckerkrankheit darauf hin
wirkt, ist zunächst an Tierversuchen
festgestellt worden. Hunde, die an
Zuckerkrankheit leiden, zeigen eine auf
fällige Gefräßigkeit. Die ähnliche Er
scheinun, beim Menschen kann nicht
allein auf eine Unterernährung zurück
geführt werden, denn sie fehlt gewöhn
lich gerade in den Fällen, wo eine
fast völlige Nahrungsverweigerung
und eine entsprechende Abzehrung e'n
getreten ist. Professor Luckharot hat
durch nrue Beobachtungen im .Ameri
kanischen Journal" für Physiologie
nachgewiesen, daß das gesteigerte Ber
langen nach Speise bei Zuckerkranken
vielmehr auf einem richtigen Hunger
beruht, als einem durch die Krankheit
hervorgerufenen .perversen Appetit'.
Die Zusammenziehungen des Magens
werden eben durch die Krankheit ae
fördert, und dadurch entstehen wirk
liche Hungergefühle, die einen sehr ho
hen Grad erreichen können. Es ist
erstaunlich, daß die zarten Muskeln
des Magens bei diesen armen Kran
ken eine schier unermüdliche Tätigkeit
zeigen können, wenn die übrigen Mus
keln des Körpers bereits soviel an Lei
jtungsfähizkeit verloren Haben, daß sie
nach jeder Anstrengung rasch ermü
den. Es scheint sogar, daß die Leb
haftigkeit der Magenmuskeln den An
laß des Hungergefühls bildet und auf
Kosten . übrigen Muskulatur
njachli. Tei'noch it dieser Zutar.d
nicht mit eigentlich krankhaftem Hun
ger zu rermechfeln der zuweilen ent
steht, ohne daß er durch eine entspr:
chcnde Beteiligung des Magens gereckit
fertigt wird. . ,
Plitentmrdi'.iurn.
Ter Jahresbericht des Bureaus für
Chemie des Bundes-Landwirtschafts-amtes
befaßt sich im besonderen itfit
den Fortschritten, die in den letzten
Jahren in der Beschükunz derVolks,
Hygiene gemgcht worden sind. Ter
Bericht erinnert an die Zeit vor zehn
Jahren, da das ganze Land mit
.sichern" Heilmitteln für all? nur er
denkliche Krankheiten überschwemmt,
wurde. Es gab überhaupt keine
Krankheit mehr, die nicht als heilbar
bezeichne! wurde, und die heilbringen
den Medizinen wurden in Fluten von
Pamphleten und Anzeigen in den Zei
tungen so star. und lockend angeprie
se.n daß sie überall reißenden Absah
fanden. Es ist kaum möglich, festzn
stellen, wieviel Unheil auf diese Weise
angestellt wurde.
Dank der Bemühungen ves Bu
reaus in Verbindung mit dem Bun
des - Nahrungsmittel-' und Drogen
Gesetz ist es heute anders geworden,
wenngleich es noch immer 'enug Pa
tentmedizinen im Lande gibt, die als
gesundheitsschädlich bekannt sind, un
ter den gegenwärtigen Gesetzen aber
nicht ausgemerzt werden tonnen, dc.-.n
das oben erwähnt? Gesetz befaßt sich
ledigliäi mit dem zwischeilstaatlichei:
Versand solcher Medizinen. Das Ber
sandverbot für derartige Medizinen
hat die Herstellung einer großen An
zahl derselben unprofitabel gemacht,
und ünzählige todsichere" Heilmittel
für Krebs. Erkältunzen. Schwind
sucht. Nierenleiden sw. sind aus dem
Markte verschwunden. .
Nach dem Nahrungsmittttgesetz
muß die Z'.'.famK-ensctzüng aller Pa
tentmedizinen auf dem Etikett des be
treffenden Behälters angegeben sein,
wenn dieselben narkotische Drogen wie
Alkohol. Opium und Opium-Alka-loids
enthalten. Diese Bestimmung
des Gesetzes allein hat ozne Zweifel
schon viel Unheil verhütet, denn welche
Mutter z. "B. würde ibi.'m Kinde
eine Hustenmedizin verabreichen, wenn
sie aus der Aufschrift ersieht. kaß die
selbe Opium. Morphin oder Alkohol
enthält! ,
Als das Gesetz in Kraft trat, fano
man unter den sog. Soft Drinks nicht
weniger als 30, die mehr oder weniger
große Quantitäten von Kokain ent
hielten. Diese sind natürlich fast alle
vom Verkauf ausgesälossen werden.
Aehnlich verhielt es sich mit einer 'Un
zahl Kopfschmerzpulvern. die Opiate
enthielten un) schon deshalb sehr star
ken Absatz fanden, weil sie tatsächlich
die Schmerzen auf kurze Zeit befestig
ten. Andererseits verfielen durch ihren
häufigen Verbrauch aber viele Perso
nen dem Morphiumessen.
Ein weiterer Umstand, der zur Bes
serung auf diesem Gebiete beigetragen
hat. ist eine Bestimmung des Gesetzes,
die eine, Inspektion des importierten
Rohmaterials vorsieht. Auch das
Postdepartement hat in die Kampagne
zur Hebung der Volkshyziene einze
griffen, indem es den Versand von
Patentmedizinen verbietet, die als ge
sundheitsschädlich erkannt worden
sind.
Vom Leben des Krebses.
Durch die gute Kost, die sich der
von Froschschenkeln. Würmern und
Kleinfischen lebende Krebs wochenlang
gönnen konnte, wächst sein Körper un)
dehnt sich aus. da er aber in den festen
Panzer steckt, wird ihm das Kleid zu
eng. Still sitzt er in .seinem Schlupf
Winkel, er preßt seine Muskeln zusam
men. da auf einmal platzt die
Schale am Rücken lind nun müht und
plagt sich der Krebs stundenlang ab,
bis er aus dem Panzer herausgekro
chen ist. Besonders schwere Arbeit
verursacht ihm das Loskommen aus
den Scheren. Völlig abgemattet sitzt
der Arme nun panzerlos da. Weil er
jetzt weich wie Butter ist. nennen ihn
die Menschen Butterkrebs. Er ist voll
ständig wehr- und waffenlos und
deshalb sind seine Feinde, vor allem
die Barsche uad Hechte, nun besonders
arg hinter ihm her. Scheu und ängst
lich verbirgt sich der Krebs unzefä.ir
zehn Tage lang in seinem Versteck,
ohne irgendwelche Nahrung zu sich zu
nehmen. Er wartet geduldig ab. bis
ihm das neue Kleid wieder erhärtet
und zum Schutz geworden ist. Wäh
rend der ausgewachsene den Kleider
Wechsel nur zweimal im Jahr,' und
zwar im Sommer und im Herbst vor
zunehmen braucht, mußte er im ersten
Lebensjahr die Geschichte achtmal und
im zweiten Jahr noch fünfmal über
sich ergehen lassen. Das Weibchen
braucht nur einen einmaligen Kleider
Wechsel im Jahr vorzunehmen.
DaS c u g l i s a, c Haus Thomp.
0ii Bonard & (5o. verdiente am
Guanohandel in neun Iahren über
20 Millionen Mar!.
Die Stadt H o o r n am Zui
dersee muß sich in trockenen Zeiten
Süßwasser mit der Bahn kommen
lassen, den Eimer zu 6 Cents.
eim Zusammenstoß eines
von New Jork nach Boston fahren
den Lokalzuges der N. F.. N. H. &
Hartford-Bahn mit eickr Rangier
Lokomotiv.', welcher sich dicht bei New
Haven. Csnn.. ereignete, wurde der
Passagierzug-Heizer Small getötet
und drei Zugangestellte trugen Ver
lctzungkn davon. Der Personenzug
hatte 6 stablerne Waggons, von de
nen die drei vordersten etgleisten.
Nicht der
f'4TrS''m I
-y. ' , 1,5;. - -s?; -ZLs-'' ''"W-a""ö VL-.i .
&Sff'
' WÄEMMkWZäMM 55.
Ä hmm0ll0mPm
W MWWH
RAOMUNOMWWAtM - IWP
tF"33f-' UWiTÖtfii?!
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MB ök .vWlM -t-v-"
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vt - 1 . i tt LS! W 4 i 5 M j t i j-it'.
. jlf jfr ' Vs1 "''"i ''y jjfl'
WjK!WöMJäMziz
, MMMMjMWG?k,MMW
Ä?s -f' -; I kyiWHi &r'w fwfl S
MWMUMMMK tei
MKweMD JMW
iLVMG. ß&vm i-
' - J
strolch Toor dem Gefängnis zu seinem Kollegen): Na, dann adieu,
wie lange baue denn eigentlich?
Kollege: Ad), da lannsle gleick? drnsf warten, nur drei Monate!
' O well! Afrikaner (von sei
ren Neiien renommierende ..llnver
seaens gerict ich in eine Säiar von
Affen. Es war ein bodn't kriki'd'.er
Moment. ..."
..Sie wurden aber glücklichenve!'
se von den Tieren iiiäü entdeckt?"
Da hat
,
v
'
VS " 'K T.
'-f'l:' ''' r
" G a st der nichts verzebrt: Jch denke, man bat hier ein siebenfache?
Echo?" . .
Wirtin: Tos hat ma sdi.i. aber erst nach der siebenten Mas;!"
E5 n Blatt im i n d e.
Gast (der eine sehr kleine Porti
on erhalten): Kellner, stellen Sie
schleunigst die Pentilation ab, sonst
fliegt mir mein Kotelett weg."
Illustrierte
Dame: Man sieht Sie ja gar
Baron: ..Ja Gnädigste.
Tag auf der Landstraße!"
I m .Zaffeekränzd?en.
Frau Müller- (zu Frau Meier):
..Wissen S'. die Fi'ders sann gar
sdilau. oiz lassen s' den Sohn Nent
amtmann werdeii. damit s' später
keine Steuern mehr zahlen bra-.;
chen."
iA C'irt 'iyi
'wtffi
-tf . i A-psL '
? Frr7-;--;.-: -4-
frpr--' '
a JlCYK'
- ji " : f) "V,: Ä '" riiA
) - s Ä
i&3P&r ,ti .F
- -v p-- i
fWv
Ss k
Selbstkur.
s?
&Aafc.
J$
M iiPSI s's:
;.'L!r'jÄp-
MW
.Na. Herr Wamperl, wie schlägt
Recht gut! Nur etwas zu stark
immer zur Halste mit Wein!"
D a n n g e h e u r c Gebiet dc?
Sahara beherbergt nur 560 Pflan
zenarten, während Japan, das nur
ein Siebzehnte! so groß ist, 2715
Spezies besitzt.
Ncde werk.
K l a s s i s ch. Alte Jnnger
ldie von einem Herrn aus dem
Vasser ge'.ogen iü): Ackz. mei.i
Herr, wie soll-idi Ihnen danken! Ick
will zeitlebens Ihr eigen sein!"
Herr i fliehend): ..Den Tank. Da
nie. begebr' id) nidit!"
er'o!
Schul e. ..Warum stedt deni
der Piccolo sortwährend mit dem
'Zahlkellner zusammen?"
..Er übt siä) jetzt so langsam das
Irren ein."
Redensart.
nicht mebr. Herr von Neiöwitz!"
seit ich reite, liege iri) eben Tag für
Zu ft i m ni u n g. Student:
..eb.en Sie nur. Fräulein, wie
durchnäßt idi vorn Neger, bin. ot
das nicht abscheulich?"
Fräulein: Muß für Sie doppelt
schrecklidi sein, da Sie dock) Wasser
gar uidst leiden mögen."
denn der Sauerbrunnen an?"
ist er, und darum verdünne ich ihn
Nad) Richard Schurig son
nen die 32 Figuren auf dem Schach
brett 7,5386,312,361,2-25,3-27,-000
000 000 000 000 000 000 000,.
000,000 Stellungen einnehmen.
' Die einzig passende Arau.
, Skizze von E d e l l a R ü st.
.Also, meine Gnödigste, hier bin ich
und harre der Enthüllungen."
'.Also, ich babe ein? Frau für Sie!
Reden Sie nicht mit den Händen, also
ich habe eine Frau für Sie! Na. Sie
wollen doch heirathen?"
.Haha, das U'iit das Geld a!
lein "
.Nein, nein das GelÄ ist ganz
Nebensache, wenn bei Erfüllung hoch
ster ideller Ansprüche ei halbe Milli
on sicher vorhanden ist." lachte die sehr
hübsche Heirarhsrermittlerin.
.All: wer, wie. wo?"
.Solche Eile hat dai noch nicht.
Das eine abr will ich Ihnen gleich
wrrathen, daß Karl mit mir einig ist.
daß diese Frau das gesuchte Ideal,
die einzig fassende Frau überhaupt
für Sie ist."
.So. Karl s!r.dt das auch?"
.Er muß in wenigen Minuten hier
sein. Wir gehen dann sofort zu Tisch,
und als letzter Gang "
.Kommt sie 'selbst?"
.Dittin, nin. Morgen aber essen
ein paar Freund, mit uns und Sie
und sie. Wir haben danach eine Lo
g: im Theater und geleiten sie dann
noch ur Bahn. Sie haben in diLkre
tester Form Gelegenheit, einen Alick
auf einander ,:u thun zu sondiren.
Sie kommen in vierzelm Tagen Sonn
abend und Senntag herüber, acht Ta
ge später noch mal, und dann
dann kommen Sie nur noch als Brau
ngam."
.Weiß die Tme Bescheid?"
.Ka Spur!"
.Auf Ehre und Gewissen?"
.Auf Ehrenwort. Sie ist übrigens
nickt gar zu beiratbswüthiz Sie
r von ihrem Seligen ber noch etwas
verschnupft."
.Wie ne Wittib?"
.Haben Sie etwas aeaen eine Wir
tib?"
.Das käme natürlich auf die Wittib
an Auch Binder?"
.Ka Spur! Eine Wittib, jung und
schön wie eine Diana! Ihr Gesicht
rpielt in Farb.'ntönen so etwas ha
ten Sie üöer.aupt also überhaupt
roch nicht gest'ben!"
.Gestalt?"
.Herrlich! öroß nicht etwa lang!
Von einem Ebenmaß und einer zarten
Fülle" '
.Geist?"
.Gescheit! Nicht etwa gelehrt! Aber
gescheit, geschit! Auf allen Gebieten
dersirt. Glänzend im Tennis, .glän
zend auf der (5isbabn. verwegene Rei
terin! Für alles Interesse, sprühendes
Temperamen:, voller Humor, spricht
alle lebenden Sprachen hat " .
.Und mit all diesen Herrlichkeiten
doch eine nnz'üdlicbe Ebe?"
.Trotzdem. sa!Sie paßten ?ben nicht
zusammen! Abfolute Neigungsehe,
ber er muß steh in der Ehe doch
unangenehm entwickelt haben. Gräßli
cber Kerl! Gott, na. wie Männer s
."'ein können, die so gar kein bischen
Ideale in sich haben. Ist dann der er
ste LiebeZrauich vorbei, werden sie
schlankweg so ein unseliges Ungezic
fer" .Unseliges Ungeziefer ist ja rei
zend." .So nennt sie ihren Seligen ge
meinhin. Gehaßt hat sie ihn zuletzt."
Der Baron war i'ebr'ernst geworden
und schien in sich hineinzugrübein.
Dann fragte er unvermittelt: Von
Adel?" . '
.Nur einfacher Adel! Aber sie könn
tr dreimal bürgerlich sein wir wä
ren doch für Te Partie."
De: Baron .ächelte amüürt:
.Und V
.Ein und eine halbe Million! Als
wir'sie im H?rbst kenn?n lernten, hatte
sie eben noch :üchtig geerbt!"
Ter Baron erhob sich: .Nun bitte
ich um das Bild."
Da muß ich leider bedauern. Auch
wenn ick eins hätte, ich würde es Jh
nen nickt zeigen. Die muß man sehen
und erleben. .
.Und wob:: kommt dieses uwel?"
.Eine liebe Freundin führte das
bezaubernde Geschöpf bei uns ein
sie leben -in derselben Pension. Und
-denken Sie! Eines Abends überrasch
4en Karl und ich uns mit der Entdek
kung. in ibr die einzig passende Frau
für Sie gefunden zu haben!"
.Merkwürdig '."
Ganz und gar nicht merkwürdig!
5s sprang zu sehr in bi Augen! Bei
unserm für Sie gewonnenen lebhaften
Interesse harten wir wohl beide unbe
wußt Umschau unter den Töchtern des
Landes geholt -n. Wissen Sie. ich höbe
Gluck mit lolchen Sachen."
.Ich hörte schon davan!"
.Drei Ehen höbe ich schon gestiftet,
eußer meiner eigrien und sie danken
es mir alle heute noch. Das ist einfach
auch ein Talent. Ich sehe mir dieMen
schen erst von außen von allen Ecken
und Kanten an. und dann langsam
von innen., Was dabei alles heraus
kommt!" .Und diese tiefgründigen Seelen
studien haben Sie meinetwegen an
Frau von '
.Dr Name thut vorläufig nichts
zur Sache. Dife Frau muß man er
leben, sage ich Ihnen!"
.Und wie steh'ts mit den Hausfrau
liehen Tugenden? Davon ist noch keine
Silbe laut geworden."
.AlZ ob Siedarauf Werth legten !'
.Na doch! Wenn man auch so seine
Erfahrungen mit ten Frauen mit
den Frauen anderer gemacht hat,
jo "
Auch m dem Punkte kann ich Sie
beruhigen. Was so bei anderthalb
Millionen gebraucht wird, ist reichlich -vorhanden.
Es zeigt sich in allem du
Neigung für ein geordnetes Hausme
sen. Sie rechnet wie ein vernunftbe
gabterMensch. dem jedes Krämertchum
fremd ist wie jedes Protzenthum."
.Ja, theuerste Gnädigste, daß die '
Frau von . . . von Sowieso für mich
das Ideal wäre, bezweifle ich kemen ,
Augenblick mehr. Doch wie werde ich
vor ihr bestehen?"
.Das lassen Sie meine Sorge sein,
kester Baron. Ich mache nichts Halbe!
so weit kennen Sie mich doch! Ich
möchte nun nur wissen: sind Sie be
reit absolut bereit?"
.AbsSlut und darüber!"
.Dann ... da kommt Karl endlich!
Karl, er ist hier, er ist bereit !
Ein freundschaftliches herzliches
Begrüßen von Seiten des Hausherrn
dann ging man zu Tisch.
.Also Karl er- ist Feuer und
Flamme?"
.Ohne sie noch gesehen zu haben?"
Ja, die Gnädigste hat ein Bild eni
warfen, daß ein Stein lebendig wer
den könnte! Im Grunde mache ich mir
nicht zu viel Illusionen über etwas,
und über die Frauen am allerwenig
sten!" meinte der Baro lackend.
.Das sagt er nur so, um seine Kalt
blürigkeit zu bezeigen. Guier Freund,
ich wette. Sie werden eine sehr sdlaf
lose Nacht ha.en!"
Um so grausamer, daß Sie mich
bis morgen zappeln lassen wollen.
Wannn haben Sie die Dame nicht zu
deut Abend geladen? Denken Sie doch,
welch ein Por'vrung! Ich tonnte nach
Ihre: Beredmung vielleicht fchin mor
gen als Berszbter abreisen."
.Ich nir doch nicht ganz sidr, ?o
Sie auch kämen ein wenig kaprizi
ös, wie Sie s:n "
'Da hat Gallmitz aber reckt! Wa
rum nickt gleich handeln?" sagte der
Rittmeister.
Wir könnten ibr telepöcniren. wi'r
könnten uns wenigstens im Ea -Ja
also, idi telephonire so'vr:!"
rief die Rittmeisttrin leböaft und !?t
schwand in das Herrenzimmer.
Es ist mirklick, ai oo da at
Menschen graaewegs vZw '"ehr. H'7?
gott für einander geschossen wor:c:i
wären! Es o.'?eint sich alles, aber aua:
alles in ihr. oa einen etwas kcinpli
zirten Mann, wie Sie. zu beglücken
befähigt ist." ereiferte nck der Haus
herr. Plötzlich statzte der Barcn. warf sid,
tief in den Stuöl zurück und horcht
zum Herrenzi'nmerüin.
Ja zumTe::fei rcc-.z war ha;
Hatte tr richtig gehört?
Ja -- jetzt n:, einmal er körte
es ganz deutlich: Jch möcht: mitFra
von Tollen seiest sprechen!"
Was ist JqjK-n, Galliritz fühlen
Sie sich schlei? Sie !verden ja ganz
grün!" fragte Rittmeister und lez
te Messer und Gabel nieder.
De-. Baron machte ein: ''chttMd',? Be
wegung, als ,-?lle er auffahren, aber
seine Kräfte schienen zu versagen. Er
griff hastig nach 'eine? Seröiette un?
legte sie mit ganz etikettenmidrige:
Sorgfalt langsam zn'ammen. Wäh
rend diese: Prozedur kam wieder e
:en und Farbe in sein Antlitz zurück.
Es zuckte um Mt:r.ö.rintel. breite.'
und breiter, und.endlich brach das br
freiende Lachn los. in das hinein d?z
Rittmeisterin 'rol-e Veltündizung fie!,
Sie kommt üm halb neun ist n:
im Eaf6 Ja wa: le.dvn Sie den .'
io? an, ?: wird neck? nxibnnnnl
vor Aufregung! Lach.m Sie eizentli'.
mich aus. Ito" Laren. cd:r "
DerBarcn '.-.'mühte sick. sofort :rr.'i
zu 'ein. .Al'o- Frau ven Dolden -Katbarine
von DoVen. kommt?"
Weber wissen Sie. baß sie Kat'-a
rine beißt? Kar!, lxtst ):? ibm --"
Ich hab: lefct verr.nbcr.."
Also. '"e l-eit Katiarir.1 r.
Dollen?"
Ja -- ne heißt .Hstbarir;!"
Bcrzeiiunu. ALergnädizste. xr'i
Ka:barine v. Tol'en. w't w.'m sie trj.:
Abend noch d:s Aercinügen bade-?
soll?"
.Jd) sagte ::ur: Ein '::ee- Freund."
Ach so. ich bezweifle nämlich ibr,:
Bereitwilligtei:. für den Fall, daß "
Ja. kennen Sie denn Frau v.
Dellen?"
Leider ja! Sie ist mein? gesck'e
dene Frau!" Tableau!
Sie waren verheiratbet?"
Leiber ja! Man 'prickt über ii
etwas nicht, nenns nickt absolut nö
thig ist. Ja. :ch war mit Katbarine
Dollen hockst unglücklich verheiratbet.
Bardon. aber :ch kannZ nun mal nich:
ändern. Als sie ihr Lob .10 wunder
bar sangen, dachte ich hier und da:
Ganz wie Katharine. Aber natür,
lich!"
.Sie ist also nicht Witrwe?"
Leider rnch!! Sie führt ihren
Mädchennamen!"
Dann sind Sie also "
.Der gräßliche, brutale, aller Jde
ale und höherer Interessen bare Kerl.
das unselige Ungeziefer jawohl
habe die Ehre!"
Betretenes Schweigen unbändi
ges Lachen etwas Kramen in der
gangenen Zeikeu man telephonirte
Frau v. Dollen für heute ab trank
amüsirt Sekt und der Baron reiste
noch in derselben Nacht ab.
Psychologie der Ehe.
Wenn der Mann achselzuckend sagt:
Ich weiß nichts ob das so ist!" und
dieFrau mit tödtlicher Sicherheit aus
ruft: .Ich glaube bestimmt, daß es
so ist!", so meinen beide dasselbe, -näorlich:
daß sie eö nicht wissen. .

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