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Detroiter Abend-Post. (Detroit [Mich.]) 18??-19??, April 22, 1918, Image 6

Image and text provided by Central Michigan University, Clark Historical Library

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Detroiter Abend jks st. M o n h'tr Ven ?2. A
jyür quälendes Jucken
ES giebt eiu Mittel, da4 Vier ohue Erfolg
bleibt, o es quälende? Ducken m beseitigen
und Hautreiz zu beheben gilt, und daS die Haut
weich, rein und gefun mucbt.
Jeder Drogist samt Sie mil Lems versor
tj?n, ba3 für gewöhnlich osIe Hautkrankheiten
überwindet. Pusteln, Ausschlag, Krätze, Pi
tfcln, TrUf, Warzen weichen in den meisten
Fällen vr. Zemo. Oft verschminden ßerin
5re Schönheitsfehler übernacht. Jucken hört
nieist augenblicklich auf. Z?mo ist eine un
acfährliche, cntisepiifd Flüssigkeit, rein, leicht
ai;uwenden und vnläsjlich. Es kostet nur 35c;
eine ertraarofze lasche JT.00. G fleckt nicht,
't nicht klebrig oder schwierig und bestimmtun
?-!'.??lich für eine Zart?, emvsindliche Haut.
The E. 23. Rose Co., Cleveland. O.
Kreuz wen
de dich".
Rormm von
Fedor von Zobeltitz.
(Fortsetzung.)
Als endlich der Frühling kam und
dcs Tcpiabraun dcr Wiesen sich in
!'lles ()riin verwandelte nnd die
Triebe zu chroelleii begannen, hätte
siru.j sich zerteilen mögen, um über,
all bei der Feldarbeit anwesend sein
zil können. Wenn da-? Morgenrot
den Horizont zu färben begann, stieg
er schoil in deil Dattel. Er war ein
scharfer Reiter und seine Gaule ta
ten ibm niitnilter leid, Aber er mu
tc bald hier, bald dort sein : beim
Pflügen nnd Eggen, beim .Kartoffel
stecken, beim Trillen und Siien, beim
Tiingerstreuen und Pflanzen, in den
Ställen und Fabriken wie draußen
ans den Feldern nndWeiden im Wal
de. Und kam er dann nachbanse und
die alte Luise bereitete ihm fein
Abendbrot, da nichts weniger als
lnknllifch war, so ging er an seine
Bibliothek nnd suchte irgend ein Werk
zwischen Thaer und Schultze Luyitj
ans und ieyte sich mit dem Buch an
den Tisch und las, während er speiste.
?ie alte Luise stand bisweilen dabei
und faltete die ände und sagte:
..Gnädiger Herr, jedwedes Tier ar
heilet und es" frißt mich. Aber fres
sen und arbeiten, das tut kein Vieh
und ist doch nnr eine unvernünftige
Mmirnr. Ta sollte der Mensch am
Ende verständiger sein. . . ." Aus
solche Worte hin lachte. ruz. gewöhn
lich cntgegnetc wohl:' A'oinse, du
mußt hinzufügen, das; schon die Bi
hol spricht, man soll dem Ochsen, der
da drischet, nicht dasManl verbinden.
Aber was dem Vieh reckt ist. ist dem
Menschen noch lange nicht Pflicht. Ich
habe ja nun einmal viel zu tun. und
es bekommt mir ja anchGott fei Tank
reckt gut . . ."
Das war richtig: ie Arbeit bekam
ihm. Irr magerte nickt ab und wurde
nicht bleicher und auch seine Augen
ninschatteten sich nicht. Sein Körper
blieb stählern lind frifch sein Geist.
Kein Geist, den es nach stürmendem
Sonnenilng drängte: einer, der sich
-i'"-f' f itnd die Unruh? meister
r
1 Uriminal-Noman )
.
V2. Fortsetzung.)
Es war gerade die Zeit, als die Ar
leiten zur ungfraitbahu begonnen
t'erden sollten. Wir waren zeitig
von nterlaken aufgebrochen, harten
den Weg über die herrliche Weilgern
ein genommen und langten am Abend
in lrindehrald an. Tie Hotels wa
kln überfüllt mit Touristen. Nach
dem wir mit vieler Mühe in einem
Nebengebäude des Adlers ein kleines
Zimmer ausfindig gemacht hatten,
versnchten wir vergeblich, an der
..Table d'hote" Platz zu finden, und
matt und hungrig spähten wir im ge
drängt vollen Speisesaale umher. Ihv
sere traurigen Gestalten rührten das
Herz eines braven Herrn, der mit sei
ner Frau und Tochter einen Tisch in
einer Fensternische besetzt hatte.
Hier könitten noch ganz gut zwii
Eouverts aufgelegt werden, sagte er
zu uns. Man wird zwar ein wenig
''eengt sitzen, aber a la montagn?
romine a la monlagn?" fügte er scherz
baft hinzu.
Paul nahm sein Anerbieten sofort
an. Ich freilich hätte es vorgezogen,
ein Stück Brot auf der Türschwelle zu
essen, denn ich war kein Freund von
Reisebekanntschaften und Hotelnack
harn, wie ich anch nienmls in der Ei
scnbahn oder im Postwagen Gesprä
cke anzuknüpfen pflegte. Es war
vielleicht eine instinktive Vorsicht.aber
wie schwach erwies sie sich gegen die
Macht meines bösen Geschickes. Wenn
es der Himmel gut mit mir gemeint
hatte, wäre ich taub, stumm und blind
zur Welt gekommen; so aber gestaltete
cr mich häßlich und unansehnlich und
verlieh mir die Sinne, mit denen ich
Liebe und Haß empfinden konnte.
Paul zählte damals fechsundzwan
zig Jahre. Groß, schlank, vornehm,
liebenswürdig und geistreich, mit dich,
lern, kastanienbraunen Haar und den:
Teint eines jungen Mädchens, den
hübschen Schnurrbart stolz in dieHöh?
gedreht, die Nase ein wenig groß,
schalkhafte, blaue Augen und voll?
rote Lippen so sah er zu jener Zeft
aus. Und ich, schwarz, verbittert unö
te und sich ungern in verwegene Tie
fcn verlor. Vielleicht nur ein All.
tagsgeift oder was man so heißt:
aber auch solche muß es geben und
sie schassen dem Leben Form und
Ausgestaltung gleichwie die Hochflie
ger nnd verlangen ihren Anteil am
Menschentum.
Eines sonntags packte Kruz die
Sehnsucht nach Neu.Holland. Tie
schwerste Zeit war vorüber; die Ern
te geborgen. Und der freie Sonntag
lag vor ihm. Ta lies; er seinen kleinen
Selbstfahrer anspannen und nahm
die Zügel in die Hand. An Wallys
siebzehnten Geburtstag war er zum
letzten Male in der Villa Waldhcim
gewesen. Wohl zog es ihn heimlich
zu öfterem hin, aber er semd nicht die
Zeit dazn, seinen Wünschen nachzuge
den. Er wußte nur. daß es Wally
lind ihren Eltern gut erging, daß das
Reh noch lebte und nach Böckchenart
seine Tücken entwickelte; die 8cm
mclfrau, die von Ncu.Holland nach
dem Lcist-Vorwcrk kam, brachte zu
weilen Grüße und dann und wann
anch ein modernes Buch, das schickte
Wally und Kruz sollte es lesen. Aber
Kruz legte die Bücher hin und kam
nicht zur Lektüre.
Als er nun auf dem Wege nach
ülcu . Holland war, fiel ihm dies
schwer aufs Herz. Wally würde ihn
sicher nach den Büchern fragen, und
er wtlßte nichts darüber zu reden.
Es waren Gedichte und ein Roman
und ein Band Niebsthe. Wally war
jetzt in dem Alter, in dem fie ziem
lich wahllos las, was ihr unter die
Hände kam: fie begann fich schön
geistig zil entwickeln u. philosophier,
te anch gern einmal. In dcr Ein
sam seit von Neu Holland wurde ihre
Sehnsucht nach geistigem Verkehr zu
förmlichem Heißhunger, den sie in
der Lektüre zu befriedigen suchte.
Nun zermarterte fich Kruz unter
wegs das Hiril, was cr für elegante
Notlügen ' über die ihm gesandten
Bücher sagen könne. In den Band
Nietzsche hatte cr flüchtig hineinge
fchaut, wüßte aber nicht mehr, ' was
Zarathustra gesprochen hatte, ver
stand ihil auch nicht so recht. Als er
ain Tachseck vorübertrabte, entschloß
er sich, die Notlüge fallen zu lassen
und bei der Wahrheit zu bleiben:
die Ernte sei vorüber und nun wolle
cr an seine Bildung denken: bis jetzt
hätten die Sorgen und Rübenbau
und 5lnhslall, Schlempe und Spiri
tns seinen geistigen Turst unter,
drückt.
?as Tachseck prangte im Son
nenschein, und in dem alteil Maul--becrbaum
vor dem Jösterhaufe zwit
scherten die Vögel. Mit Interesse
ruhte das Auge Kruzens auf dem
kleinen Hanfe mit dem fchrägen Ta
cke. Ihm fielen die Gefchichten von
der Pittclko ein, die Zchden ihm er.
zählt hatte, der Frau mit den lichten
Augen und dem schwarzen Haar, die
einstmals Athletin gewesen und nun
verschollen war wie Hans Christoph,
der ihr Geliebter gewesen sein sollte.
Jetzt wohnte wieder ein junger För
ster im Tachseck und hatte wieder
eine junge Frau. Aber die Zeit war
dahin, wo hier bei blauem Himmel
f' h düitere Wolken ballten, und
von schmächtiger Gestalt, bildete, wie
ick an diesem Abend schmerzlich wahr
nahm, einen recht traurigen Gegensatz
zu ihm.
..Man sollte nicht meinen, daß Sie
Brüder sind." Es schielt mir, als ob
diese Bemerkung mich treffen sollte
Tie Frau, di? fie geäußert hatte, fand
mich häßlich und meinen Bruder
hübsch. In meinem Herzen erwachte
wieder der alte Groll. Ich betrach
tete das mir gegenüberfitzende Mäd
chen, das durch die Worte ihrer Mut.
ter veranlaßt worden war, uns beide
aufmerksanl zu mustern, aber tros?
ineiner Verstimmung und den schmerz-
lichen Empfindungen, dle mtch erfüll,
ten, vermochte ich darin nichts von
Groll oder Böswilligkeit zu entdecken.
Herr Raoul Scnnevoy, der sich uns
sogleich vorgestellt hatte was uns
veranlaßte, das gleiche zu tun war
Bureauchef im Finanzministerium
und stand stn Begriff, das Ende seines
vierwöchentlichen Sommerurlaubes
bestmöglich auszunutzen. Wir erfuh
ren, daß er sich mit den Seinen am
folgenden Tage über die große Schei
degg nach Meiringen begeben wollte.
Ties war auch unsere Absicht, aber die
Familie Sennevoy wollte in diesem
herrlichen Tal längeren Aufenthalt
nehmen, während wir nach unserem
Plane andern Tags unseren Weg übe?
die Grimsel fortzusetzen gedachten. So
verlief die Mahlzeit unter gleichgülti.
gen Gesprächen, wenngleich die Anwe.
scnheit des anmutigen, jungen Mäd
ckens unserer Unterhaltung- etwas
Gezwungenes verlieh. Mcm wünschte
sich gute Nacht und Paul begab sich
mit mir nach unserem gemeinsamen
Zimmer. Aber wir schliefen alle
beide nicht. Ich hörte, wie er sich in
seinem Bert hin- und herwälzte.
Was hast du? fragte ich ihn.
Krampf in den Beinen. Ich bin
an lange Touren nicht gewöhnt.
Ich hatte ihn eigentlich im Wer
dacht, daß er von denselben verliebten
Gedanken erfüllt sei, wie ich, aber et
antwortete mir so natürlich, daß ich
Schulmädchcn
erjiiliii anderen
Wie dieselben don periodischen Leiden
Heilung finden können.
Nashua. N, . Ich bin neunzehn
Jahre alt und hatte zwei Jahre lang je-
den Monat so ströme
Tchmerzcn, dasz ich
manchmal obnmäch-
tig wurde und aus
dcr Schule nach Hau
se gehen munte. Tie
Schmerzen waren so'
grog. potz ich nicht
wußten was tch tun
sollte; ich versuchte
viele Medizinen er-
solglos. Tann las
ich von Lkidia (f.
Pinkham's Pegctable,
Comvound in den'
Zeitungen und entschloß mich, es zu pro-
liieren. Jetzt habe ich keine Schmerzen,
mehr und fühle viel besser. Wenn ich von!
Mädchen höre, welche leiden, wie ich ge-,
litten habe, so erzähle ich ihnen, daß mir,
Lvdia E. Pinkham's Beaetable Compound
acyolscn bat . Telma Martin. 29
Bowers Str.. Nashua. N. H.
Lydia E. Pinkham's Veaetable Com-
pound. aus einbeimischen Wurzeln undt
Rinden hergestellt, enthält keine Narkotei
oder schädliche Drogucn und ist deshalq
ein absolut sicheres Heilmittel für Ihn
Tochter, wenn dieselbe an schmerzhafte,
Perioden leidet, wie dies bei Frk. Mar
tin dcr Fall war.
Pielc Mädchen schreiben "ie, Lvdic ,
E. Pinkham Medicine Co..i
für Rat. weil dieselbe eil
Erfahrung hinter sich hat.
statt cineö Trauerspiels!
freundliches Idyll fich cd
die Förstersfrau auf der
dem Maulbecrbaum sitzci
haariges Kind im Arm i
Seite, und nickte ihr zu
zog glättend über Weh
so war es auch bei ihm g
auf die große Wohtäteri
te er immer noch und wa
würde ihn nicht betrügen
Warten gelernt hatte . . . '
In der Villa WaldHt ')
lebhaft zu. Ter Oberst -jetzt,
wo der Herbst nat .
liehe Tage begannen, im
umher und suchte nach t
Spuren; dafür hatte fich -unerwarteterBestich
ringe
von Dierksen auf Niedewi
Antrittsvisite machte im
mengeheißen wurde. Man :
der Geißblattlaube am .
und Tierrsen erzählte gerai
nen Reisen in den letzten I
Kruz erschien. Es duschte :
Minonas Gesicht etwas, da
Wolkenschatten an einen
Tage aussah, ging aber :
über. Wally begrüßte d
mit Herzlichkeit wie Imn,
Tierkjen überaus lebhaft.
..Herr von Lobfchitz", sagt,
Wärme die Hand Kruzens si
liebster Baron oder soll
Toktor sagen oder Herr Re
oder Herr Kamerad , denr
höchsten Würden auf Ihr
den Haupte zu vereinen, f
nun ja auch Leutnant gewor
tun so, als sei das alles ga
. . . also, mein vielteurer He
beruhigt war. Ich gehe nicht
scllschaft, sagte ich mir. und bin
gewöhnt, mich mit Frauen zu
holten, daher bat mich dies
Mädchen so fesseln können,
konnte Paul unempfindlich geb!
sein, der genug schöne Frauen k,
gelernt hatte, da der Salon ein
trautes Terrain für ihn bede:
UebrigenS befitzt Fräulein L
nichts besonders Fesselndes und
braucht sich durchaus nicht auf
ersten Blick in sie zu verlieben.
Ich hatte mir vorgenommen, u
nünftig zu sein, ein leiser Schmerz
gab mir davon Kunde, daß in meinen,
Herzen noch die böfe Erinnerung lau
frühere, schlechte Gedanken schlusiN'
merte, und so nahm ich mir vor, mich
von Paul lieber sofort zu trennen,
als der Möglichkeit ausgesetzt zu s,
ihn von neuem hassen zu müssen.
Beim Morgengrauen waren vir
reisefertig. Der Führer, den wir ge
mietet hatten, drängte zum Aufbrach,
damit wir den Sonnetiaufgang
versäumten. b
Ich denke, sagte Paul zu mir, J?'xt
erwarten Familie Sennevoy, rnnpfc
guten Morgen zu wünschen. H .
Ich stimmte ihm, ohne jedes SFß.
trauen, mit Freuden bei; mein.el'
danken waren in diesem Augenblick in
weit stärkcrem Grade von Laur?
Anspruch genommen, wie von V?ul.
Die Erwarteten erschienen bald, I" und
wir wurden eingeladen, gemeintem
mit ihnen die Tour zu unterneuten.
Mutter und Tochter bestiegen Faul
tiere, während der Vater, trotz seiner
Korvulenz. den Paß zu Fuß cri teigen
wollte. Ich ließ Paul ihm f'
schaft leisten unl wußte es so einzu
richten, daß ich das junge M ädchen
wcht aus den Augen verlieren 'onnt?.
Wä" " denKrÜAunungc des
Wej, " '
zung.
selbst
Wende,
sie )trav
noch schö
ill
"
Lobschitz, ich bin auf dem Wege!
Ihnen, , zu pflichtschuldigster Vi'
und zugleich zur Tankabstattui
höchsten Würden auf Ihrem- bl,
danken! Sie waren als Volontär m
Niedcwitz und hätten als solcher nach
geheiligter Ueberlieferung nichts tun
dürfen, als auf den Anstand gehen
und hin und wieder an das Baro.
meter zu tippen, zu sehen, ob es bes.
ser sei, das Heu noch draußen zu las
sen oder cinznfahrelt. Statt dcsscn
haben Sie gearbeitet, tatsächlich im
Schweiß Ihres Angesichts, denn iif
diesem Falle, meine gnädigsten Da
men, würde der Ausdruck Transpi.
ration in .keiner Weise genügen und
irrige Vorstellungen erwecken. Er
hat Großes geschaffen und den Herrn
würdiger Vertreter, als der Herr
wert ist; er hat aus Nicdewitzer Bo
den den ersten Weizen herausgelockt,
so daß ich ganz rot geworden biil vor
Freude, als ich dies sah. Wenn mein
Oberinspektor den Namen Lobschitz
ausspricht, spitzt er die Lippen, als
ob cr Zlickcrwerk äße, und auf fein
Antlitz tritt cine große Weihe. So
groß hat er fich da in Ansehen gesetzt,
daß ich mir sehr klein vorkomme und.
fast hilflos. Baron Lobschitz, Sie
haben durch Ihre Autorität zwar die
meine erschüttert, nichtsdestoweniger
nnd Scherz beiseite, danke ich Ihneil
herzlichst für Ihre Aufopferung und
Mühen um meine Scholle . .
. rrkfen hatte sich wenig verän
war vielleicht noch ein wenig
.er geworden und trug Sonnen-
auf den Wangen, in den leb
h Angen aber die alte Unrast
hm den Mund schärfer ausge
' den Zg von Moanerie. Er
te auf Frau Minona trotzdem er
'jungen Adel angehörte und die
ir dem Uradel die Berechtigung
' sämtlicher Eristenz zuerkannte,
, iitlich Eindruck. Sie bemühte
i viel um ihn, und selten hatte
, ihr Antlitz so voll Freude und
Nie gesehen.
v:- war ihm gleich: die Daseins
zrungen der Tante bewegten sei
. .Ceele rncht. Aber cr fühlte" in
., ttiv. daß auch Wally dem elegan.
. Wcltenbummlcr ein gewisses In
k entgegenbrachte. Und zugleich
te er, daß er in Gegenwart dic
Samtes all Sicherheit verlor. Er
'ihm an gesellschaftlichem Schliff
: besser an Verfeinerung der Er
"ng nnd Modernität überlegen;
saß ein. wenn ' auch nnr ober
iches. so doch gefckickt gruppier
nvcrsaleS Wissen, das er gut zu
nden verstand: vor allem aber
ierte er und besaß vielleicht
virllich einen Teil düvoil mit
,'gemisi'en lässigen Weltverach.
gund steptischer Lebcnsanschau
- v hinter der unerfahrene junge
' cheil leicht etwas Bedeutendes
. Rageildes zil wittern meinen.
.?as sagte sich wenigstens Kruz
wurde tninicr stiuer. ' Vally
'c ihn' tiach den geliehenen Bü
il, und er gestand zu, daß er sie
. nickt gelesen habe. Nun kam
; ' "Gespräch auf die Literatur im
: vtcmcii und die moderne Pbilo-
im befonderen. und Dierksen
- mit sprühenden Wortnmfr
j mir, als ob ihr leicht ge
Teint inmitten dieser gran
cleuchtnng einen wmiderba
lz ausstrahle. Ihre Augen,
nsangs für dunkel gehalten
iren blau. Sie hatte ein;
!afe, die mit du bogenför.
. immten Augenbrauen dem
il ihres Gesichtes eine klas.
'nmäßigkeit verlieh. Der
ß zwei Reihen wundervoller
' )cn und das eckige Kinn gab
ldsrischen Physiognomie et
rgisches, das fast an Härte
Fräulein Sennevoy-zeigte sich in
ihrem Touristenkleid von ausgesuchter
Eleganz. Das graue Alpaccakostüm
war so zugeschnitten, daß die Ge
sckmeidigkeit der prächtigen Figur zur
vollen Geltung kam. ' Ihre Hände
waren merkwürdig klein, aber ebenso
wie die in gelben Stiefeln steckenden
Füßchen außerordentlich kräftig. Je.
desmal wenn sie mich erblickte, lächelte
sie mit ein wenig gesuchter Liebens
Würdigkeit, dann betrachtete sie wie
der den Himmel, an dem die ersten
Strahlen der Sonne erglänzten und
die Berggipfel, deren weiße Spitzen
sich rosa zu färben begannen.
Tie Feder ist mir aus der
Hand gefunken, und ich habe lange
nack)gedacht. Warum flechte ich wolil
in mein Bekenntnis all' diefe Einzel,
hciten hinein ? Ich hatte Ihnen ge
zeigt, wie Kain seinen Bruder Abel
zu hassen begann, und so hatte es ge
nügt, Ihnen zu sage, daß alle beide
dasselbe Mädchen li?bten. Was be
deuten Vcrwandtschaftsbande, wenn
im Herzen der Wunsch erwacht, den
Rivalen, der uiis zu besiegen droht,
aus dem Wege zu räumen. . . .Welch'
schrecklicher Haß, welch' sündhafte Lei
denfchaft muß in der 'Seele eine?
' '"ummern, ' der um ein
:ine zerbrochene Puppe,
Eitelkeit willen so et- j
:e begehen kann! j
s zu wollen. ' habe ich
gezeichnet iaid cS.ist
ÜtiL
uno inram meianaus rnei' itmlnn.
l'ich an seinem Geiste zu messen. . Es
tönte merkwürdig von ihren Kippen,
da sie so guellfrisch und blühend aus.
sah und so etwas Urgesundes hatte,
rnrnit sie lackte lind fröhlich war. Sie
war groß und schlank, aber voll in j
den Formen und kräftig, mit emem
Antlitz, das keine regelmäßige Schön
heit zeigte, doch hübsch und anziehend
war.
(Fottietzung lolgl.)
Ueber die Lebensdauer der
Gk'scküke ist sckon niehrfach berichtet
worden: weitaus schmieriger und in.
teressanter aber ist' die Berechnung,
wie viel von der Lebenszen eine Ge
schützes seine Arbeitszeit" ausmacht.
Tiese Arbeitszeit" ist in jedem Falle
außerordentlich kurz, denn eine 38-Zentimeter-Kanone
zum Beispiel
braucht zum Fortschleudern eines Gc
schosses im Gewichte von 760 Kilo
gramm mit einer Geschwindigkeit von
940 Meter knapp 0.03 Sekunden.
Um denselben Arbeitsanfwand zu
vollbringen, würden zwölf Pferde
nicht weniger als lO1 Stunden
brauchen. Ta eine :;8-Zentimeter.
Kanone, wie der ..Prometheus" aus
führt, ungefähr 1'0l Schüsie aushält
ehe das Rohr neu geseelt' werden
muß, so beträgt die ..Arbeitszeit" im
Lebe einer :'.8-entimeter.Ka,lone
410 Sekunden. Eine Feldkanone
braucht sür einen Schliß nur unge
fähr 0.0000 Sekunden; nach franzö
fischen Berichten, die ihr die Fähigkeit
zusprechen, 12.000 bis 1 5,000
Schüsse auszuhalten, würde sie also
während ihrer Lebensdauer unge.
fähr 100 Sekunden arbeiten.
Um Nmlenschmerzcn
in ein pliar Minu
ten zu vertreiben
Reiben Sie Lumbago. Schmerzen und
St-lfheit mit St. Jacobs
Liniment" aus.
Wenn Ihr Rücken wund uitd lahm
ist oder Lumbago oder Rheumati.
muö denselben steif machte, dann lei
den Sie nicht länger! Kaufen Sie ei
ne kleine Versuchsflasche vom alten
ehrlichen St. Jacob's SDel" in irgend
einer Apotheke, nehmen Sie etoai da.
von in Ihre Hand, reiben Sie den
! Rücken damit ein und wahrend Sie
nun fünfzig zählen sind die Schmer
zen und die Steifheit verschwunden.
Bleiben Sie nicht verkrüppelt! Die
ses weiche, durchdringende Oel braucht
nur nnTnal gebraucht u werden. Es
vescittgt vte-Schmerzen 'so fort 'und
damit das Elend. Es wirkt magisch,
ist jedoch absolut harmlos und ve?
brennt die iftaut nicht.
Kein anderes Mttel beseitigt Läh.
mung, Sciatica, Rückenschmerzen oder
Rheumatismus., so prompt. Es ist
innnfr Zufriedenstellend mi
Mn StAttislas !
umso ähnlicher geworden, als ich sie
im Geiste mit einer wunderbaren
Deutlichkeit vor mir erblickte. Ich
nxir zu einem andern Menschen ge
worden ans dieser Reise, die ich zu
gleicher Zeit verwünsche und segne,
die über mein verbrecherisches Leben
entscheiden sollte, die mein rauhes
Herz erweichte und die mich andern
iiirtrto Tflknrtüfroiifcirtsivt 'Wcnlsfirrn trt
t4iv4.i, i v.ii v wi v iyi. ii , ii uvnr
ieum meinem 'rueer gtelcy maazie,
indem sie mir das Herz vor Hoffnung
und Wonne, schwellte. Es, schien
mir in diesen Augenblicken, wo im
mich meinen Träumereien überließ.
'als ob die Winde, die um die Berge
l wehten, meine heiße Stirn kühlten,
j als ob mir der liebliche Tust der Al
penblumen die Sinne berauschte. . . .
j Ich hörte die Glöckchen der Herden er
, klingen und die Hirten auf , ihren
Schalmeien blafen. ... sah die Scha
I ' . rr f v v i v '
ren von ungianoern uno vrngxancc
rinnen wieder, die wir auf unsern
Wegen trafen oder überholten, kurz,
all' die unvergeßlichen Stunden die
ses Spaziergangs längs der giganti
schen Berge des Oberlandes zogen
wieder an mir vorüber ....
Ich näherte mich Laura, um ihr
beim Heruntersteigen vom Maultier
behilflich zu sein, als ihr Vater mit
Paul langsam näherkam, Sennevoy
keuchte und schwitzte und schien außer
stände, den Weg fortzusetzen.
Papa, sagte Laura, als sie bei uris
anlangten, ich trete dir mein Maultier
ab, es würde mir Spaß bereiten, den
Weg zu Fuß zu machen. Und da sie
fürchtete, daß er ihr Anerbieten ab.
lehnen könnte, ging sie sogleich mit
mir voraus, während Paul noch zu
rückblieb, um Sennevoy in detf Sat
tel zu helfen.
Wenn Paul nicht gewesen Ware,
hätte mich Laura geheiratet. Sie be
zeugte mir eine Zuneigung, die nicht
erkünstelt, sondern durchaus ehrlich
gemeint war. Trtzdem sie erst zwan
zig Jahre alt war, mußten ihre El
tern, die ihr nur eine sehr bescheidene I
Mitgift geben konnten, darauf bedacht i
CIIAS. WITHERS & CO.
in R WS Säle"
FLORENZE TEMPEST
fniniort i: .in; SiotfwtU & 3Sk; "r
?oriü; ?)um & Axril; - Be & Srrtrrt;
J,y, xft, awrii.
Erstklassige Burleske.
' Xomt in SRff, 10.
The Liberty Girls Co.
Jack Cenway
Nächste Woche Follies of lhe TaY".
obert j7.
Zimmer L02 Wreitmeyer-Hebäuöe
FerstcheruugS'. Hlotar'at- und Hrundeigen
tunis tzMast.
Felephsn Wclin 240$
fl.
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Ba
Kuhlman
den!, cc Üt cm lr
U. in Ceftaiotfm nd b
yiwf lfrilSirq. Vti
Anzeigen
bnuacit v
sein, sie sobald als möglich ,
Mann zu bringen. Ich besaß
scheidenes aber sichergestelltes -gen,
das ich ohne Zweifel ver '
heben würde, denn ich hätt
nutzbringenden Beruf eririffei
niir das Glück, eine Familie
sitzen, zuteil geworden wäre. -welche
Freuden würden mir be-. - '
gewesen sein, hätte mein Brud:
k riskiert ! Ich vergehe vor Sca..,
bei dem Gedanken an all das Wch.
das er mir zugefügt hat.
..Wir verliehen Meiringen gemein
sam mit Familie Sennevoy, und bis
Luzern, wohin wir sie begleiteten, gab
mir Paul nicht den geringsten Anlaß
zur Eifersucht. Geschah es, weil
ihn das junge Mädchen in kcinerWeise
bevorzugte? Ja, ohne Zweifel war
dies zum größten Teil der Grund,
aber es lag wohl auch daran, weil die
Liebe in mir eine Art Begeisterung
erzeugt hatte, die mich alles um mich
herum in einem neuen, aber trügen
schen Lichte erblicken ließ. Alles er
schien mir schöner und besser, ich en.p.
fand zärtliche Gefühle für meinen
Bruder, ich hegte Freundschaft für
Sennevoy, den geschwätzigen und eit
len Bureaukraten, und sür seine ge
zierte und eingebildete Gattin; meine
Gunstbezeugungen erstreckten sich so
gar auf Führer und Tiere, ich strei
chelte das Maultier, das Lailra trug,
überhäufte die Kellner der Hotels, in
denen wir abstiegen, mit Trinkgeldern
und begann schließlich die Majestät
des'Gebirges in leidenschaftlichen Ver
sen zu besil-gen. Ach, wo find sie hin.
die verwünschten und doch so glückli
chen Tage, die ich in den weißen und
grünen Schweizerbergen zugebracht!..
. Ter Argwohn erwachte in mlr zum
ersten Mal, als wir uns von unsern
neuen Freunden trennten. Ter Ur
laub des Bl " er!
Paul und ii
wieder umzi
dcrseits uns,
ger ausdran,
nis erhaltet
im " '
B'
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.nK'i iir fiii rtsl irrt .
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Ä-m i-J AbtndS 15.-JVa5.
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Xamen zu Matinees.' 10c.
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Nächste Woche Ladh Buccaneerö.
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var jede Freude und Hoff
einem Male aus -meine;
wichen. Ich dachte über,
t nach und sah mich im
eder allein mit meinem
inem Weltschinerz. Die knr
j iedsworte. die mir Laura
1 lenen mir zerstreut und
' j ig zu klingen. Aber als Paul
i etztebmal die Hand drückte,
ihn an, als wollte sie in sei
.'e lesen . . . Und er? . . .
f,, ah es nur zu deutlich, daß er
si e anhaete ... '
Ich stand auf dem Punkte, ihnt zu
sc,gen: Ich liebe dieses junge Mäd
cl cn. Wenn du nicht willst,' daß wir
b :0c unglücklich werden, gehe ihr für
Nniner aus dem Wege! Aber ich war
d izu außer stände; bitten war mir
llnmöglich, nur in heftigen Zornauf-
Wallungen hätte ich mein Herz erleich
tern können. Ich schwieg und tat gut
dciran. ES gibt' keinen Manu, der
großmütig oder so töricht sein wird. -freiwillig
auf ein Weib zu verzichten,
lttn es dem glücklichen Nebeilbuhler
ZU überlassen. Und dann dqchte ich bei
mir, daß Paul, der in der Protinj
Zu leben gezwungen ist, Laura rn;r
selten wiedersehen kann. Ich dagegen
wiirde stets in ihrer Nähe weilen.'
wltllte die Eltern überlisten und g.'.r
bald am Ziel meiner Wünsche ange
la'igt sein.
,
Während ich Laura meine Verel,.
Ntltg in so 'ungeschickter Weise be
zeigte, daß sie nur als einfache Höf
ltö,keit aufgefaßt werden konnte, kor.
repondiette Paul mit dem Mädchen.
einem Dezembermorgen, es lvar
an. Tage vor Weihnachten, erschien er
plitzlich bei mir, ohne daß ich von sei
nkr Anwesenheit in Paris etwas ge
w,ßt hätte.
Ich bin im Begriff, sagte er. 'um
rn "b-'Hräuleilk . Sennevo:)
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