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Detroiter Abend-Post. (Detroit [Mich.]) 18??-19??, May 14, 1918, Image 8

Image and text provided by Central Michigan University, Clark Historical Library

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Detroiter Abendpost, D i r u st a g , den 14. M a ! 1318.
Sensationelle Enthnl
hingen zu erwarten.
Braudstistungs'Unlcriiich'
uiig wird cisrig fort
gesetzt.
Neber zwanzig Personen befinden
sich bis jetzt in Haft.
Etliche Leute gehörten dem Ringe"
seit 10 Jahren au.
Beute der Brandsrifter soll $1,000,
000 betragen haben.
Sniiationcllc Enthüllungen stellen
in Verbindung mit der Verhaftung
der etlichen zwanzig Personen. dar
unter etliche Frauenzimmer, zu er
Watten, die sich im PolizeigewaKriam
befinden unter der Beschuldigung,
für mciir als 200 Brandstistungen
in Detroit und Umaebuna verant
wortlich zu sein.
verlautet, das; den beuten
Verncbertmgsvrämlen für nahezu
eine Million Dollars zur Beute fie
len lind seilen der Beamten der
Polizei und Staatsbehörden wird
ciiria daran Gearbeitet, den vollen
Umfang der Brandstiftungen in Er
fahrung zu bringen. Die hier vcr
hafteten Leute find sämtlich in De
troit ßbart, doch sollen sie mit an
deren Zeigen der Brandslisterban-
dc in anderen Städten des Landes
reae Perbinauiia aufrecht erhalten
haben.
yn etlläxm Fällen sollen die Leute
dem Handwerke" einer ..cuerslie-
ge" seit zwei bis zehn fahren obgcle
gen haben, doch die meinen der Ver
hafteten waren bisher Hochauge-
sedene Gesdwitsleute aus dem Ha
itina ,c träne-(webartsöMrm. ic
weitaus größere Anzahl der Verbat'-
teten find jüdische .Meingeschäfis
lcute und sollten sie überführt wer
den können, so dürfte der Volkomund
recht haben, welcher besagt, daü die
meisten Feuer in diesem Distrikt
während der letzten zwanzig Iabrr
auf Brandstiftung zurückzuführen
sind.
Die Untersuchungen gegen den Dc
troiter Zweig der Brandstifterbande
begannen Mitte scbruar und wur
den in aller stille fortgesetzt, um sei
nen Verdacht zu erregen, doch sobald
genügend faßbares Bcmeismaterial
vorhanden war. wurde Polizcirichter
Heston ins Vertrauen gezogen, der
eine Großgeschmorcnen-Untersuchung
einleitete, die in der Stellung von
mehr al zwanzig Anklagen wegen
Brandstiftung resultierte.
Tie Kohlenlage ist cnt
mntigcnd. errett zwischen den Parteien immer
noch nicht darüber.
oezialkomite wird heute seinen Be
richt lluterbrriten.
Administrator Pruddcn will Gerüchte
genau untersuchen.
Das KoKlenkomire des Detroiter
Handclsrates wird heute nachmittag
rcw. aoeno ziuammentommen. um
den Bericht des Spezialkomites ent
gegen zu nehmen bczal. der Kokken
läge, wie sie zur Zeit in Detroit be
sieht. Das Svezialkomite nahm be
kcmntlich unlängst den Beschluß an
dem staatlichen .ohlenadminiftrator
William St. Prudden. zu empfehlen.
das Verdienstmargin der Kohlenhänd
Icr von $2.50 per Tonne auf $3.00
zu erhöhen für Weichkoklen. doch da
Margui von $2.M per Tonne sur
Steinkohlen bestehen zu lassen.
Dieser Bericht des Comites ist dem
staatlichen Kohlenadnünistrator noch
nicht vorgelegt worden, doch ans Lan
una verlautet, oan er nen am einen
Lomproniiö nicht einlassen kann, son
dern fordern wird, daß die Verdienst
margin von $2.50 stir beide Arten
von Kohlen bestehen bleibe. Prudden
wird eine Untersuchung einleiten, um
festzustellen, was wahres ist an dem
frucht, das; viele Wandler rm
Swate schon jetzt mehr als $2.50 be
rechnen für Ablieferung von Kohlen
und andere Händler sich weigern
bervaupt 5doh!enbestellungen entge
genzunemnen oderKoblen abzuliefern.
edaicich uc aronere Quantitäten in
ihren Lagern besitzen.
Obgleich die bundesslaatliche Koh
Im - Administration den Bewohnern
des Landes die Mahnung zugehen
läßt, ihren Kvklenvorrat für den
nächsten Winter baldmöglichst zu
decken, ist es zur gegenwärtigen Zeit
nahezu unmöglich in Detroit Kohlen
zu bestellen oder gar zu erkalten.
Sie Iransit gloria rniindi
Vielseitigkeit eine Eigenschaft oer
cambe H. Parkcr's.
Es geht nichts über Vielseitig
seit", dachte Sercomde H. Parker, der
derzeitige irrpcrtc" des Polizeide
dartments in statiitichen Angelegen
betten, der ein iadresgchalt von
55000 bezog und von der Stadwcr
walwng die Kleinigkeit von $3000
verlangte für Ausarbeitung eines
ausführlichen Berichts über die Po
lizei und da wurde er Droschkenkut
scher, vardon, Lenker 'einer Auto
trcjchke.
Parker ist jetzt nämlich jeden Tag
vor der Cityhall anzutreten, in einem
neuen, griingestridicncn ancat)
sireud und dem Publikum seine
Dienste anbietend.
Wird Schicksal ijcutc er
fahren.
Martin Level, soll an freiem Raube
teilgenommen haben.
Kollektor für (i. F. SmitH-LLden wur-
oe um jjvvji cruuui.
Vcuen s Himmergeiionc, uocrfniirt,
sagt zu seinen Gunsten au?.
Martin ücoen, alias Mattn Steele,
ein Autodroschkenlenker. der unter der
ilklaqe im Rekordersgericht ucht. an
der Beraubung des William T. Mcl
drum, eines Kollektors für die L.
Smith-Laden, am 2. Dezember U 1
teilgenommen zu haben, erbrachte
während der gestrigen Verhandlung
vor Richter effries einen Alibibe
weis, um darziltun. dar. er nicht an
dem lleberialle teilgenommen haben
konnte, da er zur Zeit des Hebert alle
im Tuller Hotel fich befand a,n FriiLv
stückstisch. Es wird heute den Ge
schworeuen überlassen bleiben, zu ent
scheiden, ob dieser Alibibeweis 11111,311
stoßen ist oder nicht.
Meldrum beiand sich in GelellidiaTt
einer (Gattin in seinem Automobil an
Vierte und Canfield Avenue. als vlötz
lich ein anderes Auto vor feinem hielt
und ibn zwang, zum Stillstände zu
kommen. Ehe er an Widerstand den
ken konnte, sah er drei Revolver auf
sich gerichtet u. die Kassette mit &SiiM
wurde ikm entrissen. William Wa-
renski. ein Ziinmergenosie Leven's.
wurde unlängst der Teilnahme an die-
sein frechen Raube überführt, doch
noch nickt verurteilt: er nannte zwei
andere Männer als seine Kumpane,
doch beschwor auf dem Zeugenstande,
das; Lrven nichts mit dem Raubüber
fall zu tun hatte.
Leren wurde bald nach dem lieber-
falle verhaftet, doch wieder entlauen.
als die Meldrum'fchen (rlictciitc ibn
nicht als einen der Teilnehmer des
lleberialles identifizieren konnten:
später wurde er jedoch wiederverhaftet
und in Anklagezustand versetzt.
Wcilcrc 320 Rcgisttlintcn
klickten ab.
Letzte Mannsclmftcn vor dem 25.Mai
nach Baracken geschickt.
Aus den Aunendiftriktcn von
Wanne Counw. Aushebungsbebör-
den und 2 und aus den Ausde-
bungsbezirken l bis 6. Detroit, rück
ten gestern insgesamt 320 junge Re
gistranten nach den i5olmnbils-Ba-
racken ab, um mr den riegsdienit
in Frankreich ausgebildet zu werden.
Die Mannschafteil fuhren in Sve-
zialzügen um einhalb zwölf lldr vom
M. (5. Bahnhof ab und am Bahnhöfe
hatten sich, wie üblich bei solchen
?'n,rtisrrtrrmsniii-ti'rt hinthrrtr nnn
Angehörigen der ausziehende.. ,un-
qens ein gefunden.
EiscnbahnnngZück.
Bier Personen werden getötet
und
42 werden verlebt.
,-',wei Passagiere ilnd zwei Zugbe-
amte wurden getötet und acht oder
zehn Passagiere wurden verletzt, als
der Pasfagicrzug No. 0. bekannt als
der Buffalo Spczial. bei Schodack
Landing. in der Näbc von Albanv,
letzte Nacht entgleiste, wie' der New
)oxf Central Eisenbahn heute gemel
det wurde.
A. oslin, ein Heizer von Renüc
laer. wurde aus der Stelle getötet und
R. Shermod. ein Maschinist von Ren
szelaer, wurde schwer verletzt und
starb später. Die Namen der toten
und verwundeten Passagiere waren
zur Jeit des Berichts noch nicht erhält
lich.
Der Buffalo Svezial verlieh New
?)ork um 8 llbr abends. Als der -Zug
um 11.25 Uhr bei Sbodack Landing
die mittleren Geleise nehmen wollte,
entgleiste die Maschine und neun
Waggons, von denen ein Teil um
kivvte. Ein Ertrazug mit Doktoren
und Krankenpflegerinnen brachten die
Pasiagiere nach Albann.
Ein späterer Bericht besagt, das;
42 Persomn verlebt nach den Hospi
tälern Albanys gebracht wurden.
Niemand soll schwer verletzt sein.
Dreizehn konnten sofort, nachdem die
Wunden verbunden waren, die !i?ran
kcnhäuser verlassen und die meisten
andern werden wobl im Laufe des
Tages auch entlasten werden können.
Unter denen, die im Hospital blie
ben, waren: William G. Whitney,
Archic Shingler. Paul Turis, D e
troit. Mich.. Willia m 3. Becker.
Sanduskn. Ohio, Zrau obn Richa
rischer, Clevcland.
Die Leickie des vierten Getöteten
wurde heute morgen als die des (5. G.
Trummond von Brooklvn identifi
ziert. (Grubenunglück in Essen.
H a a g. 13. Mai. Bei einer Gru.
benerplosion in der Nordstcrngrube
bei Essen wurden 30 Mann getötet
und viele andere verletzt, wie Mel
düngen aus Berlin an den Erchangc
Telegraph besagen.
c(jte Jirißp
iistcfiridilcii.
True translation filod with the
ostniastor sit Detroit on May
1 f 1 li as rfqnireil ly tho act oi
October sith.
I' n n h n ii . IJ. Mlirti. "in ?n-
thtr Maht Ü0n yTH, ist der
Belagerungszustand erklart worden
und die Truppen sind dort wcggefcn'
S j4 iiSi Vi t A m hift sC
to Z 17, , 7 a-Srt:; I
lagt. 1 n h u n 0 ertu n 0 1 n n s.u g grauen
sollen verhaftet worden sein, wegen
Temonstrationen. Der Bnrgermei
stcr hat resigniert. Die Währung ver
breitet sich durch Böhmen, wie die
Depesche besagt.
Eröffnung der Pcoplcs
Tccornting Co.
Nachdem der in deutsch - ameri
kanischen Greifen weithin geschätzte
Mitbürger George elnun als Prä
ndent der Indevendent Di'tilling (5o.
seine zahlreichen freunde und lön
11er für die Dauer mancher Iabre
durch ein gar köstliches Ras; ergötzt
hatte, bat er der Rot gehorchend
nicht dem eigenen Triebe dem
nassen" Geschäfte ..valet" gesagt und
sich durch Begründung der Peovles
Decorating Co. einen Beruf gewählt,
der ibn fortan hauptsächlich mit der
.oausirau in nahe geschäftliche Be
rührimg bringen wird.
G e 0. Z e h f u ß.
Schmücke Dein Heim", keifet die
Mahnung, die besonders im Früh
jadre gelegentlich der Hausreini
gungs Saison an die Hausfrail er
geht, und wenn dieser wirklick daran
gelegen ist, ihre Zimmer so schmuck,
wie möglich zu gestalten, sollte sie
nicht versäumen, am morgigen Mitt
woch der Peoples Decorating Co..
No. 4: 4 Gratiot Ave., gelegentlich
des Eröffnungstages eiiien Besuch
abzustatten, um die grosse Auswahl
von geschmackvollen Tapeten in Au-
genschein zu nehmen.
In seinem neuen Gefchäftsunter
nehmen wird Herr Zehfusz in fach-
kundiger Weise durch seinen Ge
schäftsteilhabcr, Herrn E. a. Koll-
morgcn, der als Sekretär undSchatz
meifter der Jndependent Distilling
Cos jahrelang in verdienstvoller
Weife gewirkt hatte, unterstützt.
"i?wr3?
lt-t l
"." I uu.
V-.V .
"j '
k"
J
E. F. K o l l m o r g e n.
Der geschäftliche Rni der Herren
Geo. Zebfusz und E. F. Kollniorgen
bürgt dafür, daß den Wünschen der
Kunden der Peoples Decorating Co.
stets voll und gaiiL entsprochen wer
den wird. Noch einmal möge an
die deutsch amerikanische Hausfrau
die Einladung ergeben, den neuen
Gefchäftsräumlichkeiten am morgi
gen Mittwoch einen Besuch abzustat
ten.
Die dritte. Freiheitsanleihe.
Chicago, den 14. Mai. I. B.
McDougal, der Gouverneur der Chi
cagoer Bundesrescrvebank, machte ge
stcni offiziell bekannt, daß die Unter
schreibungen für die dritte Freiheit-?-anleihe
in dem 7. Bundcsrefcrve
distrikt 603.655.450 betragen. Tie
Tistriktsauote von 25,000,000 war
um 33 Prozent überzeichnet.
Von 4,048.052 Unterschriften wa
ren 2.364.528 für 50 Bonds.
ndiana mit einer Quote von $53.
770,000 unterzeichnete
?70,734.250
X , s' . 1 1 -
siX X
-Jk" 'iSt, fi
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h - ; i .LM
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oder 131.5 Prozent.- während Michi- außer dreien, die die Forderungen bc
gan mit einer Totalzcichnuug . von j willigt hätten.
$07.923,000 29.5 Prozent über sei
ner Quote von $7.",00,000 war.
Iowa führte den Distrikt mit einer
Zeichnung von $1 17. 160,050 oder
104,8!) Prozent.
Das Deutschtum in
Mczlko.
Tie Klubs werden von
den Teutschen bc
herrscht. Ohw - M.;. g.h'n
in b'hihuahna (5itn.
dZeheime drahtlose Station
gendwo bestehen.
soll ir
Tie Siege der Deutschen werden
den ftlub gefeiert.
in
True translation filcd with the
postniastor at Detroit on May
1 lth as roqiiired by tho act of
Oclobcr 6th.
C h i h tl a h u a E i t ii. Mciifo,
II. Mai. Der oreign ilub. früher
im Verjammlungsplay für Angchö
rige vieler Länder, ist in der Tat ein
deutscher Klub geworden, seit die
Vereinigten Staaten in den Krieg
eintraten. ,ie deutsche Sprache wird
letzt an den Tischen und dem Schank
tisch mehr gehört als die englische.
Hier leben jetzt nur wenige Amen
lauer und noch weniger von anderen
Nationen mit Ausnahme der Deut-
scheu. Das Resultat hiervon ist. das;
die Deutschen unterstützt von den
bester reichern die Kontrolle über den
einstmals volkstümlichen Joreign
Klub erlangt haben und ihn nun als
Treffpunkt gebrauchen, um sich über
die Kriegsnachrichten zu unterhalten
und auf das Wohl des Kaisers iiiid
seiner Generäle zu trinken. UnL
kannte Deutsche in Leinenanzügen
und mit Panamahüten kommen von
dem Süden, schreiben sich im Klub
unter angenommenen Namen ein,
halten Konferenzen mit der hiesigen
deutsch - österreichischen Kolonie und
verschwinden wieder.
Die wenigen hiesigen Amerikaner
wissen, das; diese Leute Agenten der
kaiserlich - deutschen Regierung sind,
die besondere Aufträge ausführen,
aber sie sind machtlos, etwas dagegen
zu unternehmen. Die Deutschen sollen
eine gewisse Art von llntergrund
Neuigteits - Einrichtungen" haben,
durch die sie über die Kämpfe an der
westlichen Front auf dem Laufenden
erhalten werden, und sie feiern jeden
deutschen Fortschritt bei Bier und
Wein in den Räumen des Klubs.
Man glaubt, das; sie geheime draht
lose Information von Mexiko City
t ekommen. da sie jeden deutschenFort
schritt einen Tag früher wissen, als
die Nei"gkeiteii von den amerikani
scheu (Grenzstädten eintreffen.
Deutsche Waffen in
Amerika?
1,000,000 Gewehre und Geschosse sol
len eingeschmuggelt sein.
Sollten bcnukt werden, wenn die
Deutschen den englischen Kanal
erreichten.
Tiue translation filod with the
postniastor at Detroit on May
14tb as rqnirol by tho art of
October 6th.
N e w ?) o r f, den 1 1. Mai. Be
richte, dak Tausende von Gewehren
heimlich von den .Krnvpwerkeii in
Essen hier eingeführt wurden, um die
Vereinigten Staaten zu germanisie
ren", wurden heute durch eine Unter
suchung bekannt, die von General-
staatsanwalt Lewis über die Ge
nichte, dost Waffen von Deutschen
in den Vereinigten Staaten versteckt
seien, eingeleitet wurde.
Edgar A. Holmes von hier, ein
Zeuge, führte die Berichte auf einen
Mann mit Namen Haines H. Eroß
leu zurück. Holmes verflicht? als
Zwischenhändler, die Gewehre zu
verkaufen, aber es glückte ibm nicht,
sagte er. Während ' der Geschäfts
Verhandlungen, stihr er fort, habe
ihm Crofclai erzählt, das? einige
Millionen Gewehre von Essen über
die Docks in Hoboken durch zwei
deutsche Dampfer -Gesellschaften ein
geführt seien und benützt werden
sollten in den Vereinigten Staaten,
wenn es den Teutschen gelingen soll
te, die Häfen an dem englischen Ka-
nal zu erretcheu.
Holmes identisiziette die Ab
schrift eines Briefes, den er selbst ge
schrieben hatte und in dem er anbot,
1,000,000 Mausergewebre und
1,000.000 Geschosse zu verkaufen.
Der Brief, datiert vom 0. mri
1917, war an Dr. Tbomas Dar
lington von New ?1ork, den früheren
Gesundbeitskommissär, gerichtet.
Schuharbriter ausständig.
Lnnn, Mass., den 14. Mai.
Schuhmacher einer Anzahl hiesiger
Schuhfabriken legten gestern die Ar
beit nieder, da ihnen die Lnnn Shoe
Manufakturers Association eine sosor
tige Lohnerhöhung verweigert hatte.
Vertreter der Ausständigen sagen, das;
500 Arbeiter streikten und daß alle
i Fabriken der Stadt betroffen seien
Eine furchtbare Kanonade
zwischen Nordsee und
Schweiz bcgouucn.
(Fortsetzung von Seite 1)
fahren. Die Leute schlugen $35 die
Woche ab.
Britische Verluste in einer Woche.
London, 14. Mai. Die briti
schen Verluste in der letzten Woche
werden mit 11,612 Mann angegeben.
Sie verteilen fich wie folgt:
Getötet oder an Wunden gcstor
ben: 501 Offiziere: 5,065 Mann.
Verwundet oder vermiszt: 2,123
fsiziere. 33.923 Mann.
Berichte über britische Verluste find
gewöhnlich nicht erhältlich, bis eine
Zeit nach den Aktionen, in welchen sie
erfolgten. Die große Zisscr in der
letzten Wochen repräsentiert den Vcr
tust offenbar, den die Briten erlitten,
als die Kämpfe in der Picardic und
in Flandern auf der Höhe seiner Hcs-
tigkcit standen. Vollständige Berichte
sind veröffentlicht worden, aber es ist
wahrscheinlich möglich, das; die briti
scheu Verluste der letzten Woche die
schwersten sind, welche sie in irgend
einer Woche im Kriege zu verzeichnen
hatten. In der vorhergehenden Woche
war der Totalverlust auf 38.691
Mann beziffert.
Rumänien ganz uutcr teutonische
Zwaug gebracht.
A m n c r da m. 1 1. Mai. Eine
Wiener Depesche besagt, das; ein Son
dervettrag zwischen Rumänien und
den Zcntralmächten bestimmt, daß
Rumänien anTeutschland und Oestcr
reich - Ungarn die ganze überfällige
Produktion von 1918 und 1919 von
allerhand Getreide verkaufe, darunter
Ccliamcn und Futter. Geflügel,
Rindvieh, und alle faserigen Pflanzen
und Holzarten, wie auch Hüllen-
frückte. Auch willigt Rumänien ein.
diesen ganzen Ueberschuß an die Zen
tralmächte für eine weitere Periode
von sieben fahren zu verkaufen, so
fern dies gewünscht werde.
Auch in der Champagne donnern die
Geschütze.
Paris, 11. Mai. Schwere Ar
tilleriekämpfe werden in der anitlicken
Mitteilung aus der Champagne be
richtet. Situationsbericht der Ass. Presse.
1 1. Mai. Deutschlands Wieder,
aufnähme der gigantischen Offensive
gegen die Alliierten hat sich noch
nickt verwirklicht. Es ist in den ver
schiedenen Sektoren zu lokalen Opera
tione gekommen, welche aus die ge
'Zamte Situation keinen Einfluß aus
üben. Ueber der ganzen Front herrscht
eineRuhe. die ermutigend wäre, wenn
nickt die Tatsache besteben würde, daß
nach der Kenntnis der "'liierten die
Teutscheit Truppen und .aterial her
beschaffen, um einen neuen Vorstoß
in der am 21. Mär' begonnenen
mächtigen Offensive z. nternebmen.
Der Bericht des Feldmarfchatt
Haig erwähnt besonders die Tätigkeit
der deutschen nordlich von Serre. wo
die Artillerie gewaltig ist. Diese
kleine Stadt liegt hinter den teutoni
schen Linien nördlich von Albert und
markiert oen Winkelpnnkt eines
Dreiecks, dessen Basis die Linie zwi
schen tfebnterne und Buequon ut
'eit mehreren Wochen haben die
militärischen Fachleute die Entwicke
lungcn gerade in dieser besonderen
Gegend verfolgt, weil es der logische
Pnnkt ist, von dem aus eine große
Umgangsbewegung der Deutschen ge
gen den Arras - Sektor erwartet wer
den darf.
Wahrend der ersten .age des
April, als die Alliierten ihren letzten
Stand an der Linie machten, die sie
noch halten, konzentrierten die Deut-
stnen ihre wildesten Vorstöße gegen
Hebuternc und die bewaldeten Hügel
südlich und südwestlich davon. Sie
verfehlten aber, hier weiter vorzu
dringen und fpäter verloren sie an
diesem Punkte Boden.
Das Gelände westlich von Hebn
lerne ist scbr bügclig und enthält
viele steile Abhänge, welche sich zu
ausgezeichneten Vertcidigungsstcllun
geu eignen. Nördlich und nordwest
lich davon ist aber das Gelände mäßig
flach und hat langezogenc wellenför
mige Kämme, welche von schweren
Truppenmafsen leicht erstürmt wer
den können.
Feldmarsmall Haig berichtet be
trächtliches Artilleriefcuer nördlich
von Kemnicl, aber das ist eine Re-
gion. wo oic .Uanonen von beiden
Seiten l'cit Wochen gebrüllt haben.
Die südliche Front der Briten ist
ebenfalls unter heftigem Feuer gewe
sen und dies deutet an, daß sich die
Deutschen fertig machen. Amicns zu
erreichen.
Seit die Italiener am Sams.
tag Mont Conio erobert haben,
haben die Ocfterreicher vergeblich vcr.
sucht, den Berg wieder zurückzticr
obern. Türken werden iu Mesopotamien
verfolgt.
London. 13. Mai. Die briti
schen berittenen Truppen, welche Kir.
kut nahmen, befinden sich auf der
Verfolgung der Türken 20 Meilen
nördlich von Bagdad, wie das Kriegs
amt beute bekannt gibt. Am 11. Mai
wurden die Türken über den kleineren
,b getrieben, bei Altnn Knpri.
Der letztere Ort befindet sich 60 Mci
len südöstlich von Mosul.
Der alliierte Aeroplan- und Ballon
Verlust. Berlin, über London. 13. Mai.
Das beute vom Großen Deutschen
Hauptquartier erlassene Bulletin be
sagt: Der Verlust der feindlichen Luft
fireitkräftc an der deutschen Front bc
zisscrte sich im Monat April aus 15
Fesselballone und 271 Aeroplanc, von
denen 122 hinter unsern deutschen Li
nien niederfielen, während andere
hinter den feindlichen Stellungen nie
dergingen. Während der Luftkämpte
verloren wir 123 Aeroplanc und Tl
Fesselballone.
n der Kcmmclzonc hält lebhaftes
Artilleriefcuer in Verbindung mit lo
kalen Jnfanteriekämpfen an. An
den übrigen Teilen der Kampffront
wurde das Feuer auch mehrmals des
Abends erneuert.
Im Anere - Sektor südwestlich von
Albert wurde ein britischer Patrouil
lean griff abgcfchlaqen. An verschie
denen Punkten an der Front setzte der
Feind seine Rekognoszicrungsstöße
sott. Bei der Abschlagung derselben
machten wir bei mehrfachen Gelegen
heiten Gefangene.
Ostcnde Angriffspunkt der Briten.
L o n do n. 13. Mai. Die heutige
britische amtliche Mitteilung besagt:
Unsere in Dünkirchen befindlichen
Lufrstrcitkrästc führten zwischen dem
0. und dn 12. Mai Operationen ge
gen die Dockanlagcn in Ostendc aus,
wie auch gcgcn den Hafendamm von
Zcebrügge. gegen die dortigcnSchleu
fen und dic feindlichen Sckiffe in der
Umgegend.
Direkte Treffer wurden auf die
Sdmcn auf dem Zecbrügge . Ha-
Isnhmnm si-;tfst 1
tcndainm erzielt, n Ostende wurde
ein großer schuppen in Brand gesetzt. !
cchs feindlich? Ma'chmen wurden
zernott und zwei andere wurden zum
Niedersricg gezwungen. Eine unserer
Maschinen wird vermißt.
Am 10. Mai bekämpfte ein briti-
scher Aeroplan. der über die Nordsee
flog, einen Patroll - Zeppelin. Nach
einem halbstündigen Kampfe kehrte
der Zeppelin nach seiner Basis wieder
,urück.
vlikger ans Michigan ausgezeichnet.
Mit der amerikanischen
A r m c c in Frankreich. 1 3. Mai.
Major Ralph Roucc von Hancock,
Michigan. Prcmierleutuant Herbert
R. Garsidc von New Z)ork und Leut
uant Paul Mcners von Milwaukcc
sind von einem französischen General
mit dem Kriegskrcuz ausac.cichnet
worden.
Major Ropcc, der ein Wcstpointcr
ist. crhiclt sein sireuz. weil er der
erste amerikanische Flieger war. der
einen Rckognoszierungsflug über die
feindlichen Linien ausführte.
Ein großes feindliches Munitions
lager bei Cantigny wurde heute von
der amerikanischen Artillerie in
Brand geschossen. Gleichzeitig wur
den zwei Brände in Montdidier ver
ursacht, welchen zahlreiche Ervlo'io-
neu folgten.
Das Bündnis gefestigt.
Berlin, über London, 13
Mai. Die hauptsächlichsten Bcdin
gungcn für eine Verständigung, wcl
chc das bestehende Bündnis zwischen
.cutlchtano uno cncrreich scitigcn
und enger gestalten soll, find nieder
gelegt worden, besagt eine heute hier
erlassene amtliche Mitteilung, den
Besuch des Kaisers Karl im Großen
Deutschen Hauptquartier betreffend.
Dic Mitteilung lautet wie folgt:
Kaiser Karl besuchte Kaiser Wil-
helnt am Sonntag im Großen Haupt-
auarticr. Außer -seiner persönlichen
Suite war er noch von dem Ausland
minister Burian, dem Feldmarschall
von Arz, als Generalstabschcf, dem
Fürsten von Hohcnlohc, dcnt östcrrci
chifchcn Botschafter inBcrlin begleitet.
Deutschland wurde durch den Reichs-
konzlcr von Hcrtling, den Fcldmar
schall von Hindenburg. den Oicneral
von Ludendorff, den Auslandmini
ster von Kühlmann und den Oiraien
von Wedel als deutschen Botschafter
in Wien vertreten.
Eine freundschaftliche Besprechung
der fundamentalen politischen, wirt
schastlichen und militärischen Fragen
sand statt und die künftigen Beziehun
gen der zwciMonarchien wurden bera
ten. Es herrschte dic völligste Ueber
einstimmung übcr allc dicse Fragen,
um das bestehende Bündnis zu fern
gen. Die Richtlinien für den in
Aussicht genommenen Kontrakt beste
hen bereits im Prinzip."
Caillaux als Zeuge vor Gericht.
Paris, 1k. Mai. Der trübere
Premier Caillaur wurde heute aus
seiner Gefängniszelle vor das Gericht
gebracht, um in dem Prozesse wegen
Hochverrats in der Bonnet - Rouge
Affaire zu zeugen. Er wurde auf
Ersuchen des Anwaltes für Herrn
Landau, einen der Angeklagten, der
vordem ein Berichterstatter in dem
Bonnet Rouge (Der Roten Haube
oder Kappe) gewesen war, vorge
laden. Herr Caillaur betrat das Zimmer,
in dem sich das Kriegsgericht befand,
um 9 Uhr. Das Zimmer war über
füllt. Der frühere Premier war
augenscheinlich bei bester Gesundheit.
Sein Aufenthalt im Gcfängns schien
ihm fehr geholfen zu haben, da er viel
besser aussah, als zu irgend einer
Zeit, als Bolo Pascha prozessiert
wurde.
Ebc er seine Zeugenaussagen de
gann. ermabnte ibn Oberst Boncr,
der präsidierende Offizier, seine
Aeußerungen auf dic gehörigem
Grenzen zu beschränken.
Der einzige Punkt, der wesentlich
ist", sagte Oberst Voycr. ist der. ob
der Zeuge den Namen Mar? von
Mannheim (ein deutscher Bankier,
durch welchen die Bonnet Rouge
Propaganda Geldmittel erhielt, im
September 1910. erwähnte, als er
mit Landau sprach. Bitte, diesen
Punkt im Auge zu bebakten."
Dies stellte Caillau? emphatisch in
Abrede. Er sagte, er habe niemals
von dem Manne bis 1917 gehört und
auch nur dann, als dieBonnct Nouge-
Angelegenbeit in der Deputierten
kammer besprochen wurde. Es wurde
festgestellt, daß der Name und die
Adresse von Marx von Mannheim
auf einem Zettel gefunden wurden,
den man unterDokumenten gefunden,
welche Caillaur gehörten und dic man
in Florenz entdeckte. Der frühere
Premier erklärte dies dahin, daß der
Zettel ihm von einem früheren
schweizer Kaufmann , eingehändigt
worden sei, den man unter dem Vor
wände vorgestellt habe, er werde über
den Austausch zwisckxm der Schweiz
und Frankreich betreffs Waren
sprechen.
.,ch habe ihn brutal entlassen",
erklätte Caillaur.
Oberst Votier war offenbar bc
strebt, Caillaur seine Angaben beendi
gen zu lassen. Das ist eine genü-
gendc Antwort", sagte er. Sie kön
nen gehen."
Aber Caillaur bestand darauf, noch
weiter zu sprechen. Er sagte: 'Ich
habe der Bonnet Rouge nie einen
Franken gegeben, seit der Krieg be
gann. Cs in wabr, oan ich 40,unu
Franken vor dem Kriege zeichnete,
. ... . . .
aber dieser Fonds war bei Beginn der
Feindseligkeiten erschöpft. Zu dieser
Zeit war ich damit beschäftigt, meine
Ebre gegen einen erbitterten Preß
fcldzug zu verteidigen. Die Bonnet
Rouge verteidigte mich, und daker
half ich dem Blatt."
Caillaur' Stimme erkob sich zu
einer hohen Lage, als er diese Erklä
rung machte. Es brach ein unter
drückter Applaus aus.
Herrn Caillaur' Zeugenaussagen
schienen dic Angeklagten , zu stören.
die sofort begannen, die Schuld einer
auf den anderen zu schieben, .err
Marion, welcher der Hilfsrcdakteur
der Bonnet Rouge war. beschuldigte
Herrn Dnval. den Direktor, und
Herrn Landau. Der letztere crwider
te. daß Herrn Marions Erklärungen
linwahr seien. Alle Angeklagten,
außer Herrn Ioucla. versuchten, ihre
Fälle von dem des Duval zu trennen,
für den allein die Strafverfolgung
das Todesurteil fordett. Der größere
Teil der Hörer verließ das Gerichts
ziiumer. als Caillaur mit seinen An
gaben fertig war.
Der schlenschc Bahnhof iu Berlin ab'
gebrannt.
Zürich, 11. Mai. N. S.)
Der schlcsische Bahnhof in Berlin,
der ganz mit Gütern aus der Ukraine
angefüllt war. ist durch Feuer zer
stört worden, wie eine hier erhaltene
Depesche besagt.
Teutsches Artilleriefnier dehnt sich.
nternattonal News Service
(Frank C Karlton, Kabelredakteur),
14. Mai. Die Deutsckicn dehnen ihre
Artillcrietättgkcit aus und heute
flammen ihre großen Kanonen an
vielen Punkten zwischen der Nordsee
und der Schweizer Grenze.
Infanterieaktioncn in Flandern
sind zum Stillstand gekommen, aber
es waren einige geringere Unterneh
mungen in der Picardie zu verzeich
nen und auch noch anderswo.
Nach ihrer langen Beschießung der
Schlachtfronten in der Picardic und
in Flandcrn haben die deutschen Ka
nonen begonnen, dic französischen Li
nien in der Champagne (schon an
derweit berichtet) zu schlagen (ein
Distrikt direkt zwischen Reims und
dem Argonncnwald. wie auch in den
Vogescn.
Ob dic Ausdchnung dcs dcutschcn
Geschützseuers nach der südlichen und
südwestlichen ,ront in Frankreich
irgend welche Bedeutung hat, kann
nicht gesagt werden, aber es ist wahr
scheinlich, daß die Deutschen nur ver
suchen, die Ausmerksamkeit von dem
Haiwtkriegstheater im Norden abzu
lenken.
Ocstlich von Amiens haben die
Deutschen ein schweres Bombarde
ment gegen die britischen Stellungen
in den Somme- und Ancre-Sektoren
konzentriert zwei Punkte, von de
nen man weiß, daß von Hindenburg
große Massen von Reserven hat.
Das deutsche Oberkommando er
kennt offenbar, daß seine schärfstcAns.
gäbe immer noch nicht gelöst ist und
es bereitet sich sür eine Erneuerung
des Ringens mit deutscher Langsam
keit und Gründlichkeit vor.
Dies war der 50. Tag der Offen
five.
D' Liab.
macht Mordversuch,
Selbstmord.
M'inn
verübt
Flint,'Mich.. 14. Mai. Weil
er, wie man vermutet, sterblich ver
liebt war in seine verheiratete Land
ladn", Frau Rosa Vroda. grisf der
30 .ahrc alte 3,ohn Gornn dieselbe
mit einem Rasiermesser an und mach
te dann seinem Dasein durch Erhän
gen ein Ende. Die Frau befindet
sich in kritischem Zustande: Frau
Vroda's Töchterchen entdeckte die
Tragödie, als er von der Schule
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