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Detroiter Abend-Post. (Detroit [Mich.]) 18??-19??, July 07, 1918, Image 1

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rl " - VT A A CTS AS,
An die Leser
der Abendpost.
TlaQtn Sie Ihre (Hnfäafe Iri
km GeschäftSl, elche in bet
Lbendpoft onntttUfTfn anb geie
ei fit 19 efeJ b r a&enjft ta
tiefen Geschäfte jn erkennen.
Z 2?i3 2stie?-
Heute und morgen schönes Wct
ter bei mäßiger Temperatur; leichte
Westwinde.
Eigentümer und Herausgeber: August Marxhausen.
Jedem das Seine.
Office: Abendpost .'Gebäude.
(Erster Teil) Detroit, Sonntag, den . Juli 1918. lSeite 1 bis 8)
6v.Jahrgang.
Nummer 1878
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GcscMbung ttbci; Telegra
phcnlinicn kcrhindcrt Bcr
tagllng des .WgZlgrcssts.
Veto der landloirtschaftlilhen Bc
lvilligllngsbill emartet.
Haus und Senat nehmen 12,000,000,
000 Heeresbeniilllgnngsbill an.
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postmaster at Detroit on July
7th as required by the act of
October 6th.
Washington, dm 6. Juli.
. Ginc Administrationsbill, die dazu
bestimmt ist. dem Präsident volle c
walt zu geben, den Verkehr sür
Kriegszwecke zu kontrollieren, wurde
heute durch den Senat passiert. Jetzt
geht sie an die. Konferenz, da sie vom
HauS schon angenommen ist.
Ter Präsident dürfte die Macht.
diL jetzt teilweise indirekt durch die
Kriegs. Geschäfts, und Verkehrsbe
Horde ausgeübt wird, irgend einer
Agentur übertragen. Er ist berech.
tigt. die Ozeanfrachtraten zu regulie
ren, Dampfer zu requirieren, die
Vorrechte für den Versand von Gü.
tern zu bestimme, die Schiffsmiete,
die Trockendocks. Lademöglichkeiten ,
und Lagerhäuser zu kontrollieren. ' j
(rnrvom Senat angenommenes
Amendement verbietet, den Regie,
rungsankauf von irgend einem Bahn
Hof oder Lagerhaus. Ein anderes
Senatsamendement schaltet das Vor
recht aus für Gefängnisstrafen- für
solche, die irgend eine Bestimmung
der administrativen Behörde über
treten. Zeitnugen für Soldaten.
Eine Dill des Inhalts, daß hier
nach während des Krieges Zeitungen,
die berechtigt sind zu dem zweiter
Klasse Pottvorrecht. und die anJÜT
fiziere, Soldaten, Matrosen oder See.
soldaten im Dienste der Ver. Staaten
innerhalb oder außerhalb der Ver.
Staaten adressiert sind, portofrei be.
fördert werden sollen, wurde heute
von Repräsentant Steenerson von
Minnesota, eingebracht. Er machte
klar, daß unter dem neuen Zonenge.
setz über die Frankierung der Post
zweiter Klasse, das vorigen Montag
in Kraft trat, eine neue Last den
heimatlichen Zeitungen der Leute in
den Lagern oder an der Front ausge.
bürdet worden ist.
Der Weizeupreis.
Der Kongreß legte den -schon
lange dauernden Streit über den von
der Regierung garantierten Weizen
hrris dadurch bei. bah er einen Preis
von $2.40 als Ersatz sür den vom
Senat vorgeschlagenen Preis von
$2.50 ansetzte. Der Senat nahm
ohne Debatte den vorher vom Haus
angenommenen Ersatz an und sandte
die Mannahme zur Unterschrift an
den Präsidenten.
Jnspektionstour.
Vorsitzer Padgett und andere Mit
glieder von dem'Hauskomite für
Flottenaffairen werden sich in diesem
Monat an Bord eines Schlachtschiffes
auf die Reise begeben, um die Flöt
tenunternehmungen in der europäi.
sehen Kriegszone zu inspizieren.
Sekretär Daniels bat den Gedan
ken dieser Reise für gut befunden
und wird einen Offizier abkomman.
Vieren, der die Gescü-schaft begleiten
und die Arrangements treffen soll.
Das Komite wird England und
Frankreich besuchen, wo Luftstationen
der verschiedensten Art von den Ver.
Staaten hergestellt sind und von der
Flotte betrieben werden. Die Gesell
schaft wird fünf bis sechs Wochen im
terwegs bleiben.
Präsident läßt Gnade walten.
Der Präsident wandelte die Todes
strafe, die von einem Kriegsgericht
über den Gemeinen Oscar Valentine
von Truppe. B des neunten Kavalle
riercgiments verhängt wurde, in 20
Safire Gcfänanis mit harter Arbeit.
wie das Kriegödcpartemcnt heute be
kanntgab, um. Valennne wurde rn
Savana Bato. Philippinen, schuldia
befunden, den Gemeinen Benjamin
I. Wilfon von demselben Regiment
ermordet zu haben.
Kriegsrisikoversicherung.
Der Senat passierte heute und
sandte an die Konferenz die Hausbill,
die die Versicherung durch das Bu
rcau der Kricgsrisikoversichcrung von
Dampfern befreundeter Nationen au
torisicrt, wenn sie von der Schiff,
fahrtsbchörde der Ver. Staaten oder
einem Bürger dieses Landes gemietet
sind oder unter Beladung sind, ob sie
nun hierfür gemietet sind oder nicht.
Wie viele Registrauten in Klasse 1?
Die Aushebungsbcamten müssen
sofort ungefähr die Anzahl der Rc
gistranten melden, die, von den späte,
ren Klassen bei dem kürzlichcn Durch,
hecheln und der Berickztigung dieser
Klaffen unter dem Arbeite oder
Kämpfe-.Erlatz in die Klasse 1 ge
kommen sind.
Es wird angenommen, daß ein
sehr großer Prozentsatz der 800,000
Mann, die am 5. Juni registrierten,
in die Klasse 1 kommt, da relativ we
nige dieser neuen 2lJährigcn von
ihnen Abhängige haben.
Friedenspreis soll benutzt werden.
Theodore Rooscvelt forderte heute
den Kongreß auf. ihm den Nobel
Friedenspreis Fonds zurückzugeben,
den er schenkte, um bei der Hcrbcifüh.
rung eines industriellen Friedens zu
helfen und der niemals benutzt wor
den ist. Er sagte, er hätte die Absicht,
ihn - im Kricgshilfswerk durch das
Rote Kreuz, A. M. C. A.. Knights of
Columbus, den jüdischen Kricgsfonds
und andere Hilfsorganisationen an
zulegen.
Jn einem Brief an Rcpr. Gallivan
von Mass. erwähnt Oberst Äooscvelt
die Umstände, der Annahme des $-10,.
000 Fonds durch den Kongreß, den er
erhalten hatte für die Herbeiführung
des Friedens zwischen Rußland und
Japan und die Schaffung ci
ner Kommission. Da nichts mit
dem Geld unternommen worden ist.
das. in den Händen der Kommission
bleibt, erklärte er, daß es nicht liegen
bleiben solle gleich dem unbenutzten
Talent in der Erzählung, sondern
daß es zum Nutzen und Frommen der
Soldaten und ihrer Familien verwen
dct werden solle.
Ein gleicher Brief wurde an Sena
tor Williams von Mississippi geschickt.
Wahlkampagne für Senator Smith
beginnt.
Grand Rapid s. Mich.. 0.
Jnli. Am Sonnabend begann die
Zirkulation der Petitionen für die
Wiederwahl auf republikanischem
Ticket von Wm. Alden Smith durch
Bürger aus Grand Rapids. Sie ftin
digcn an, daß Senator Smith nicht
über die neue Kampagne befragt
wurde. Beamte der Bürgcrgruppe
sind: Vorsitzer Robert W. Irwin,
Vizcvorsitzer Thomas I. O'Bricz
Sekretär Carl F. Phclps. .Schatzmci
ster Henry B. Hcrpolshcimcr.
Silberhochzeit des englischen Königs'
Paares.
L o n d o n, 6. Juli. Heute ist oei
fünfundzwanzigste Jahrestag der
Hochzeit des Königs George und der
Königin Mary. Von größeren Feiern
wurde mit Rücksicht auf den Krieg
Abstand genommen und die einzigen
öffentlichen Feiern, an denen das Kö
nigspaar teilnahm, waren ein Dank
gottcsdienst in der St. Pauls Kathe
drale und ein Besuch in der Guild
Hall, wo es eine Adresse und eine
sJortketznng ans ! )
Vorsichtsmaßregeln auf
Transportschiffen.
Kamps gegen Untcrsccboo.
lc nicht Sache der trans
sortierten Soldaten.
Sorgfältige Maßnahmen för Angriff
durch Tauchboot.
Jeder muß möglichst schnell sein Ret
tnvgsboot erreichen.
Rettuvgsgürtel, Schlafen in Kleidern,
kein Licht in Gefahrzone.
Trw translation filed with the
postniaster at Detroit on Julr
7th as required by the act of
October 6th.
London. 5. Juli. Obgleich die
amerikanischen Truppenschiffe, die
amerikanische Soldaten Übersee be.
fördern, so gut geschützt sind, daß die
Unterseebootgefahr tatsächlich außer
Betracht bleiben kann, find doch die
Unterseebopte Während der Ueber
fahrt der hauptsächlichste Gesprächs,
stoff. Gewöhnlich ist die Erwähnung
des Unterseeschreckens ulkig, aber
nichtsdestoweniger wird ihm auch
mancher e: iste Gedanke gewidmet
und er ericheint der Einbildung?,
kraft besonders groß. Das bezieht
sich auf die Offiziere sowohl als auf
die Mannschaften. Alle sagen frei
heraus, sie haben kein Verlangen,
mit den feindlichen Fahrzeugen in
Berührung zu kommen.
Der Grund dafür wurde von einem
Jnfanterieniajor, ; der vor kurzem in
England landete, gut erklärt. 'Der
Kampf gegen Unterseeboote", sagte
er ist nicht unser Spiel.". Jn diesen
wenigen Worten faßte er den Stand
Punkt des Soldaten , genau zusam
men., . ' ' , '. .
"' Der Kampf gegen Unterseeboote
ist kein Spiel für das Heer und die
Soldaten können es nicht spielen,
denn sie wissen' nicht wie. Wenn ihr
Schiff angegriffen wird, bleibt für
sie nichts zu tun übrig, als auf Deck
zu gehen und sich für die Rettung,
boote vorzubereiten. Die Verteidi
gungsmaßregeln verbleiben den
Schiffsgeschützen des Transport
Kämpfers und den es begleitenden
Zerstörern. Sie haben in den Augen
des Soldaten den ganzen Spaß
allein, während der Soldat zusehen
muß, begierig zu kämpfen) aber im
fähig zu helfen.
Die Heeresoffiziere kennen ihre
große Verantwortlichkeit in solch
außergewöhnlicher Lage. Es ist ihre
Sache, das Schiff von Menschen zu
leeren und nach den. ihnen zukam
menden Booten zu bringen.
Um das mit der größten Ruhe und
Ordnung zu erzielen, arbeiten der
kommandierende Offizier und sein
Stab ihre Maßnahmen sorgfältig
aus, ehe das Schiff abfährt. Auf
einem großen Schiffe, das mehrere
tausend Leute befördert, ist es not
wendig, die Mannschaften .auf allen
Decks unterzubringen, einige weit
unten im Schiffe.,-,, Die Aufgabe ist.
alle ohne Verzögeruiig und Wirrwarr
auf das Bootsdeck, zu bekommen.
Booldrills beginnen bald nachdem
das -Schiff den Hafen verlassen hat.
Jeder Mann ist für ein bestimmtes
Boot bezeichnet und es ist von höchster
Bedeutung, daß die Truppen bei Ab
gäbe des Alarmsignals so die Trup.
pen von den unteren Decks hinauf,
geben, daß keine Unordnung und kein
Gedränge entsteht. Das St?stem ar.
beitete auf einem großen Transport
Kämpfer mit 6000 Mannschaften an
Bord so vollkommen, daß alle in we
niger als fünf Minuten den ihnen zu
gewiesenen Platz auf dem oberen
Deck erreichten.
Wenn das Schiff sich der Tauch
bootzone nähert, werden dieVorsichts
maßregeln . verstärkt. Alle Offiziere
und Mannschaften müssen ihre Ret
tungsgürtel beständig tragen und
wenn sich das Fahrzeug in der eigent
lichtn Gefahrzone befindet, wird den
Leuten befohlen ,in den Kleidern zn
schlafen.
Keine Lichter dürfen gezeigt wer
den. Als Vorsichtsmaßregel gegen
das Aufleuchten eines Streichholzes,
dessen flackerndes Licht einem lauern
den Tauchboote die Gegenwart des
Schiffes verraten konnte, wird nie
mand außer der Schiffsmannschaft
nach Dunkelheit an .Deck geduldet.
Wachen sorgen für die genaue Ein
Haltung dieser Vorschrift.
Geschäftsansschlvnng
in Süd Amerika.
Eisengießerei' nnd Ehe
milaliensabriken werden
gegründet.
Pianofabrikation scheint gute Zukunft
zu haben.
Ueberfluß herrscht an Manganerzen,
. aber Mangel an Kohlen.
Eisenbahn nach Kohlendistrikten soll
gebant werden.
Washington. 6. Juli. Wie
der Krieg den südamerikanischen In
dustrien einen riesigen Ansporn ge
geben hat, zeigen die Abbestellungen
von vielen Artikeln, die früher von
Ländern eingeführt wurden, die jetzt
im Kriege sind. Die Aufmerksamkeit
von vielen Südamerikanern wendet
sich den Möglichkeiten zu, die sich
ihnen bieten durch die Verarbeitung
ihrer eigenen Rohmaterialien, soweit
es möglich ist.
Eisen und Ehemikalien.Fabriken.
Soeben ist die Nachricht von der
Gründung der ersten Eisengießerei in
Brasilien eingetroffen. Die Eifen
gießerei ist gerade in Rio de Janeiro
fertiggestellt worden und ihre täg.
liehe Leistungsfähigkeit schwankt zwi
schen 20,000 und 30,000 Tonnen.
Sie bearbeitet ihr einheimischesEisen,
das aus dem Erz gewonnen wird, das
in ihrem Lande gegraben wird. Nach
Perichten, die hier einlaufen, liegt die
Absicht vor, die Mindestindustrie zu
entwickeln und die Leistungsfähigkeit
der Anlagen sobald als möglich zu er.
Höhen. Gleichfalls ist in Rio die erste
chemische Fabrik in Brasilien gegrün
det worden. In diesen Anlagen
wird ebenfalls Potasche, Höllenstein
und Silbernitrat hergestellt.
Pianofabikation.
In Puntas Arenas, der südlichsten
Stadt . des Hauptlandes in der
Welt, hat eine Gruppe von Geschäfts,
leuten die Herstellung von Klavieren
übernommen. Im letzten Jahr wur
den sechs Klaviere als Probe berge
stellt und nach Valparaiso geschickt,
wo sie verkauft wurden. Obgleich
Puntas Arenas in Chile liegt, steht
eine Steuer auf Artikeln, die bier
fabriziert und nach anderen Teilen
desselben Landes zum Verkauf ge
schickt werden. Die Steuer auf Pianos
beträgt je 350 Pesos, annähernd $85,
und trotz dieses Nachteils wurden
diese Klaviere zu einem zufrieden
stellenden Preise verkauft, so daß die
Paten dieses Experimems die Fabri
kation ernstlich begonnen haben. Für
die Kästen wird ausschließlich chileni
sches Holz verwendet und die andern
Teile des Instruments sind von dem
selben Ursprung.
Ueberflnß an Manganerz.
Zehntausend Tonnen Manganerz,
nach dem in den kriegführenden Län
dern eine große Nachfrage oesteht,
liegen im Staate Minas, Brasilien,
zum Verschicken bereit. Dieses Erz
kann wegen Mangels an Kohlen nicht
versandt werden. Es sollen genug
Waggons für die Beförderung bereit
stehen, aber Kohlen, die früher von
den Ver. Staaten eingeführt wurden.
sind nicht erhältlich.
Regiernngsmonopol anf Chinin.
Brasilien hat die Chinin-Jndustrie
übernommen und ein Regierung-?
Monopol auf seinen Betrieb gesetzt.
Die Regierung macht bekannt, daß
sie direkt an Privatleute und an Fir.
men verkauft. -
Baumwolliadustrie.
' Die Geschäftsleute von Brasilien
halten ständig eine große Ausstellung
von Fabrikaten, hauptsächlich Baum
wollwaren von brasilianischer Mach
art, in Buenos Aires, um den argen
tinischen Handel anzuziehen. 130
Fabriken sind auf der Ausstellung
vertreten.
Der Kongreß von Peru hat den
Präsidenten Pardo ermächtigt, über
ein Darlehen von $1,500,000 in Ge
schäftsverbindung zu treten, deren
Zinsen dazu benutzt werden sollen,
eine Eisenbahn von Huancayo nach
Jatunhuasi zu bauen, um in den
Peruvianischen Kohlendistrikt zu
dringen, und nach Huancravilka, in
die Haupteisenzone des Lcmdes. Der
direkte Grund für diese Untcrneh
mung ist die Unfähigkeit Perus,
Die Katastrophe im
CY
56 Leichen sind bis jchl
geborgen nnd viele sind
noch im Schiff.
Die meisten worden beim Tanzen
vom Tode ereilt.
Die Tanzhallc erwies sich als richtige
Todesfalle.
Das Gcschäftsleben in Pekin ruht
vollständig.
P c o r i a. 6. Juli. 56 Leichen,
meistens Frauen, waren von Tau
chcrn. aus den Trümmern des Aus
flugsdampfers Columbia bis drei
Uhr heute Nachmittag geborgen wor
ocn. oicicr jeit giauvtc man,
daß weitere hundert Leichen noch in
den Trümmern waren. Mehr als 75
Ucberlebeiidc befinden fich in den Ho
fpitälcrn in Peoria und Pekin.
Die meisten Leichen wurden in der
Tanzballe gefunden, die sich als eine
richtige Todesfälle erwies, da fic nur
zwei kleine Ausgängc hatte.
Eine Frau, die sich unter den 200
Anwesenden in der Tanzhalle be
fand, erzählte, daß beim ersten Stoß
die Musik aufhörte zu spielen und
die Tanzenden für einen Augenblick
pausierten, dann rief aber jemand um
Fortsetzung und es wurde weiterge
tanzt, bis das Wasser durch die Fen
ster einströmte und eine Panik aus
brach.
Die meisten Opfer der Katastrophe
sind Mädchen zwischen 10 und 20
Jahren und Kinder.
Eine Bundcsuntersuchung des Un
glückfallcs wurde von John Daugh.
crty, dem Hilfsdistriktsanwalt, ver
sprachen.
Ucbcrlcbende behaupten, daß der
Dampfer in dem dichten Nebel auf
eine Sandbank lief und nicht aui ei
ncn Baumstamm. Zu dieser Zeit soll
sich das Boot keine zehn Fuß vom
Land entfernt befunden baden, aber
es fuhr zurück in tiefes Wafscr. ohne
daß vorher nach der Ausdehnung des
Schadens gcscben worden wäre, und
brach hier auseinander.
Die Geschäfte in Pekin. von wo die
meisten Opfer stammen, ruhen voll
ständig. Nur' gequetschte, zerschun
dcne und verbundene Männer, Fraui.
und Kinder, Ucbcrlebende der Kata
strophe, stehen auf der Straße vor
dem kleinen Laden im Herzen Pekins,
der temporär in eine Leichenhalle um
gewandelt ist, und warten auf die An
kunft der Toten, um zu sehen, ob fich
Angehörige von ihnen darunter befin
den. Mexikanischer Ncvolutions General
hingerichtet.
Juarez, Mexiko, 6. Juli. Ca.
nuto Reyes. ein revolutionärer Ge
ncral, der als Führer der Fclir Diaz
Bewegung im nördlichen Mexiko galt.
wurde am 27. Juni in Terrane. Du
rango, am 27. Juni hingerichtet, kün
dctc General Francisco Murauia
heute hier an. Rencs wurde mit 20
Anhängern in den Turango . Bergen
gefangen genommen.
Non Partisan Liga stellt Gouvcr
nenrskandidaten auf.
S t. Paul, Minn.. 6. Juli. Die
Non Partisan Liga wird für die
.verbstwahl einen unabhängigen Kan
didatcn für den Gouvcrneursposten
aufstellen, wurde heute offiziell angc
kündigt. Charles A. Lindbergh,
9!on Partifan Kandidat für die rc
publikanische Nomination wurde in
der neulichen Primärwahl durch na
hczu 50.000 Stimmen für Gouver
ncur Aurnquist geschlagen. Der
Name des vorzuschlagenden Kandida.
ten wird wahrscheinlich auf der dem
nächstigcn Staatskonvention der Far
mcr verkündet werden.
05.000 Tonnen Eiscnröhren zu be
kommen, die für die städtischen Was.
serwerke in verschiedenen Städten des
Landes gebraucht werden und in den
Ver. Staaten bestellt waren, aber in.
folge des Krieges nicht abgeliefert
werden konnten.
Libertn Bonds,
Bezahlen Sie für zahnärztliche
Arbeit mit Ver. St. Liberty Bonds.
Dr. Adams' , zahnärztliche .Offices.
Michigan und Griswold. (Anz.)
Striktes Geheimnis gewahrt
nber Resultat gestriger
Konferenz.
Italiener warfen Oeftermcher anfs!
linke Ufer der Piave.
!
EpPremicr BourgMrbcsömortct Liga deri
Nationen.
Trne translation fjled with the
postniaster at Detroit on Julj
7th as required by the act of
October 6th.
Washington. O.Juli. Ame
rikas abwartende Politik mit Bezug
aus militärische Aktion in Rußland,
ist. wie man glaubt, heute zu Ende
ankommen m einer im Weißen .Haus
abgehaltenen Konferenz zwischen Prä-
sident Wilfon unö den erreraren
Lansing, Baker und Daniels. Admiral
Benson. Citier der Marineoperationen
und General March, dnn Stabschef
der Armee.
Keine Ankündigung wurde gemacht
nach der Konferenz und wird wahr
sckeinlick vorerst auch keine gemacht
werden, aber es wurde nichtamtlich ge-
sagt, daß eine wichtige Entscheidung
erreicht worden sei.
Dringende Appelle von den alliier
ten Regienlngen für amerikanische
Gutheißung von und Mitwirkung in
gemeinsamen Maßnahmen, um der
deutschen Gefahr durch Rußland ent
gegen zu treten, sind seit mehreren
Tagen dem Präsident Wilson vorge
legen. Bis jetzt ist jedoch keine An
deutung gemacht worden, daß er seine
Stellungnahme geändert habe, die
auf Empfehlungen seiner militärischen
Ratgeber basierte, daß erfolgreiche
militärische Bemühungen nicht aus
führbar seien.
Ans militäriscln Gründen wird
striktes (Geheimnis gewahrt über die
genaue Art der Schritte, die von den
Alliierten vorgeschlagen werden. Ame
rikanische und alliierte Marineforcen
bewachen jetzt Kriegsmaterial sowohl
in Wladiwostok, dem Endpunkt der
transsibirischen Bahn, und Kola, dem
Endpunkt der Eisenbahn an der arlti
schen Küste, welche, wie berichtet ist,
von deutschen Tnippen im ' Innern
bedroht ist.
Jn gewissen Kreisen war gesagt
worden, daß, da die Ver. Staaten
Intervention lediglich als ein mili
tärisches Problem betrachteten, der
Präsident, der bisher ein Gegner mi
litärischcr Aktion gewesen ist auf
Gründen der Unausfiihrbarkeit, sich
durch die Entscheidung des obersten
ctnegsrats und Generals Foch leiten
lassen würde. Heutige'Berichte, daß
der Kricgsrat eine Entscheidung ge.
troffen hätte, wurden in amtlichen
Krci-seu nicht bestätigt. Beamte be
tonten die Notwendigkeit der Geheim
Haltung mit Bezug auf irg7dwelche
Pläne, die adoptiert worden fein mo
gen und waren - nicht geneigt, die
Sache zu besprechen.
Als die Kabinettsbeamten da
Weiße Haus nach anderthalb -Stun-den
verließen, erklärten sie. daß die
jkonfcrcnz nicht besprochen werden
könne imd keine Erklärung m Bezug
aus dieselbe ausgegeben werden
würde.
Ganze Abteilung Deutsche vernicklet.
Washington.. Juli. Ver
nichwng eines deutschen Kontingents
in der Nachr vom 3. bis 4. Juli durch
belgische Truppen an der Westfront
wurde in einem amtlichen belgischen
Kabelgramm, das heute hier em
pfangen wurde, berichtet.. 45 Ge
fangene und zwei Maschinengewehre
wurden eingebracht und die übrigen
Deutschen im Unterstand, ungefähr
100 Mann getötet. Der Ausfall
wurde von ein paar Dutzend Leuteii
eines abgesessenen Kavallcrie-Regi-ments
ausgeführt, welche 1800 Fuß
hinter die deutschen Gräben gingen,
um den Angriff mit Handgranaten
zu machen.
Amerikaner machen Gefangene.
Ter heute im Kriegsdepartement
von General Pershing empfangene
Bericht für Freitag sagt: Sektion A:
Unsere Patronillen nahmen wieder
Gefangenes . der 'ChatMMerrv i
Gegend. InvdertVikm-Zv s575- I
. ' . vuiiu
yierrtGea??rcMd'iu j
wciiiujini icoriaire Ärtmerämpfe. ;
Jn den Vgesen rdenenrefeind. '
liche AirsllaliteikmgNnöwPn !
twnillen, die nnsere Linim' Mcrrei. '
chen versuchten, zllriickgetrieben.
Italiener driage?werter dar.
Rom, 6. Juli. Nachdem sie -den l
österreich!mgarischen Mderftand in!
der Gegend, wo die Piave in die
Adria eintritt, zertrümmert hatten.,
drangen die Italiener gestern vor.
und erreichten das rechte Ufer der '
neuen Piavs von Grifolera bis zur
Mündung des Flusies. Die Italiener
machten 100 Gefangene. Weitere
deftige Angriffe der Oesterreich
Ungarn auf die italienischen Stellun
gen in Porte di Salton wurden zu
rückgeschlagen. Italienische Truppen
schlugen gestern "nach desperaten
Kämpfen eine Gegenoffensive öfter,
reich, ungarischer Truppen in der
Richtung von Chiesanuova. an der
nördlichen italienischen Front, zurück,
so kündigte heute das italienische
.Zriegsamt an.
Borhnt znrnckgedraugt.
Wien. 6. Juli. Die Schlacht cm
der Mi'mdung der Piave an der,
italienischen Front dauert? gestern
fort, so kündigte das oSerrefche
KriegÄsnt .heilte, -an. Oeßerreijche-!
Vorhuttruppen wurden.-von'deniVk!
liencrn auf ihre HanpÄorperzzrSS
gedrängt. Der BerächtÄauter' j
An der Tlü n d irntrr d-w. 1 1
gestern der Kampf ''fvrSqedanert.'sLbM
fiWiJvm . ,T ..eJ. -
iv4iu.n ijtnyui. ujijtxvtrifcmmgcu
gelang eS deMFewd.isxrnHnkHz l
Hauptmacht zurückzudrängen.
An der venetianqchenGeKlJSi
front war dieKampftarigkeirgezcj
anf Artilleriekeuer auf'hpxbmimion i
beschränkt.
.Heute früh 'maclndieFdWer
crneute'beftige-LZorstöße iubez.'&ohA
rolo Gegendund nake?Asiago. We
Versuche wnrden zurüäeZchlagen
Schtotrc 3fc.8age-sf gmkSJqmticrtoM
Paris, 6..Iuli. Tm liomurevSm
Prozeß; gegen den Deputierten, füri
Crvtesöu. Nord, LmMQrrniÄktrWd?
gegen ihn die 5?lage tder'ltHMngj
lve rtvoNer . Jnoriua t i an an -dravFciridV
erhoben werden. Die Deputierten'
frnrniier lyat am Fratag; bcoSeru
seine parlmnentarische 'JmurmritätZ
wegen deren:fn:BeZchnldiaMg zm
suspendieren. DerDePutjertlZÄr.!
mel-war voriides'.HandclsMWemi
Feinde beschludigt. Offenbarnngz
wertvoller Jnformatim.an.dm-Feind j
ist ein Verbrechen, Mlfnielchem.die'
Todesstrafe steht.
Aufs linke ttfcr dertrirben.
Rom, 6. Juli. "Nach: fünftägigen!
ununterbrochenen Kämpfen'', so kau
tet eine späte amtliche Meldung,
..wurde der 'Fei nö-onr Sanntag nach
mittag vollständig auf daS linke Ufer
der nkum'Piave-4?crtrikben."
Sozialist kritisiert Frieden svertrag.
Amsterdam, 0. Juli. Ein bit
terer Angriff auf den deutschen Frie
den mit Rumänien und Militarismus
wurde während der Debatte im
Reichstag am Donnerstag gemacht
von Dr. Cohn. dem imabhängigen
Sozialist, wie die Rheinisch Westfäli
sche Zeitung in Essen meldet.
Wir verwerfen den rumanlpchen
Vertrag", sagte er. Wie der ukraini
sche Vertrag wird er keinen wirklichen,
Frieden produzieren. Die rumänischen I
Juden besitzen noch immer keine Rech
te. Dieser Vertrag ist weiter nichts'
als ein Handel um Petroleum und
Eisenbahnen. Der Vertrag ist weiter

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