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Deutscher herold. [volume] (Sioux Falls, Süd-Dakota) 1907-1918, September 05, 1907, Image 10

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Zeitung zu ..
e0(f)
fifferent
Wer Mc Tafpta Freie Presse" gelesen fmt, der wejß. in welch ffdnbolftfer Mise dieses-Blattden frühere,! Heraus
geber F. W« Sallet angegriffen hat. In der ganzen deutschen Presse dieses Landes giebt es tein Seitenftiict zu
solcher OkmemHcit. 3ic wtsien. wie einseitig die „Tat. Fr. Pr." fallet verleumdete, ohne ihm Gelegenheit zur
Vertheidigung zu geben. Sie werden nun gebeten. Nachstehendes vornrtheilssrei in Betracht zu ziehe«.
F. W. Ballet verkaufte l5nde ?)!ärz 1906 die „Talota Freie Preise" an ^Hermann. tiofihh), Lust und Holman,
um aus unerträgliche« Familienverhaltniffen herauszukommen und um einem .^onkurrenz-llnternehmen, das von
(Süermann und Aioiifctn gegen die Tat. Fr. Pr. geplant war, aus dem Wege zu gehen. Weil diese Leitung unter
Sallet's unabhängiger Leitung der herrschenden politischen Partei in Süd-Dakota sehr unbequem war, wollte (iiiermann
eine strikte deutsche Parteizeiwng in Aberdeen gründen, trotzdem er sein Wort gegeben hatte, daß er nie mehr in's
Zeitungsgeschäst gehen wolle, als er und John Krause im Jahre 1903 die Fr. Pr. an Sallet verlausten.
Hierbei ist zu bemerken, daß weder ^Hermann noch ttofitzky etwas vom Zeitungsgeschäft verstehen keiner von
ihnen besitzt Bildung genug, um einer deutschen Zeitung vorstehen zu können. (^Hermann steckt seit seiner Jugend bis
iiber die CHreu in der Politik d'rin und hat es immer verstanden, sich einträgliche Aemter zu sichern auch seine frühere
Teilhaberschaft mit John Krause in der Fr. Pr. war nur das Wittel zu dem Zweck, sich in politischen Aemtern behaupten
zu können. EUermann hat ein einträgliches Regierungsamt in Aberdeen, das ihm an festem Wehalt $3000 das Jahr
.' 4 i v ix a" hiivlAtmXrtti frttn OY HinTinf Ol U1 It ft All t!10
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nicht genug, um von den Zinsen leben zu können er mustte etwas nebenbei verdienen und trat zu dem öiveck die Stellung
eis reisender Agent der Fr. Pr. bei Bullet an. Aus feinen Reisen wurde er mit den Tentschen in Motu wohl bekannt
und erschien dadurch dem Politiker Mermann als werthvolles Hilfsmittel für feine Pläne. Turch glänzende 'Versprech
ungen verstand (5Hermann dann Kositzky auf seine Seite zu bringen und soweit vergast (?llerntami fein Sallet gegebenes
•Wort, daß er mit Erfolg versuchte, auch Christian Wenzlaff, den Vormann in Sallet's Druckerei, zu überreden, mit
(.^Hermann und kositzky nach Aberdeen zu gehen, wo die geplante Zeitung herausgegeben werden sollte. Kositzky. der
etwas ängstlich gegen das neue Unternehmen war und schon früher versucht hatte, einen Antheil an wallet's Zeitung zu
Aen)innen', tuurieth die geheimen Pläne EHermann's an Sallet und letzterer sagte darauf zu Kositzky: „Wenn Ihr durch
Au* eine Zeitung haben wollt, so kauft doch die Freie Presse!" Taraushin kam der Handel zu Stande: ^Hermann und
kositzky vereinigten sich mit den Herausgebern der englischen Zeitung „Takotan-Gazette" (Lust k Holman) in Mutton,
kaufte,! die Freie Presse von Sallet und gründeten die Aankton Printing Co.
Ans dem Gesagten entnehmen Sie nun, daß Eilermann unter allen Umständen eine deutsche Zeitung feilten
Besitz bringen wollte. Sie haben auch gesehen, daß Eikermann selbst gar nicht in der Vage war, einem solchen Zeitungs
flcschaft vorzustehen. Diese Umstände legen nun die Frage nahe: Aus welchen Gründen war ßllermann so gierig auf
tc„ Pesik einer deutschen Zeitung? Nach dem Gesagten drängt ftch Ahnen wohl dre Antwort von selbst auf: Aus
selbstsüchtigen, politischen Gründen!
Ellermamt hatte als früherer Teilhaber John Krause's den politischen Führern in DaTbka einen großen Einfluß
auf die deutschen Stimmen vorgespiegelt und infolgedessen das einträgliche Amt in Aberdeen erhalten. Nachdem er und
franse aber die Fr. Pr. an Sallet verkauft hatten und letzterer für die selbstsüchtigen Machinationen der Politiker nicht
|u haben war, sah sich Ellern,ann plötzlich ohne Einfluß im Staate die politischen Machthaber erkannten diesen Umstand
ttnb EUermann sing an, in seinem Amtssessel zu wackeln. Ilm seinen Einfluß wieder zu stärken und sich in Amt und
Würden zu behaupten, griff er zu dem vorher erprobten Mittel: er mußte wieder eine deutsche Zeitung Haben!
Sie sehen also, daß die Dakota Freie Presse von Etlmnann und Gesinnungsgenossen gekauft wurde, um eigen»
„Ützigen politischen Zwecken zu dienen. Ten Herausgebern ist es nicht im Geringsten darum zu thun. irgendwelche
vermögen das von selbst einzusehen und es war in Dakota eben kein anderes Blatt, das der Freien Preise Opposition
Machte.
Dieser Zustand des unbestrittenen Einflusses auf ihre Leser dauerte für die Fr. Pr. an, fo lange Niemand ein
Interesse daran nahm, demselben entgegen zu treten. Tie Herausgeber machten Geld wie Heu in der vorjährigen
-Aaahlkampague, EUermann sitzt wieder sest und sicher in seinem fetten Amte, Lust wurde das Postmeisteramt in Aankton
besprochen, Holman fiel allerdings als Kandidat für' die Legislatur in seinen, eigenen Heiinathsort durch, wurde aber
Mit Versprechungen aus ein Bundesamt getröstet und nur Kositzkn beklagte sich bei Sallet, daß für Alle gesorgt sei, nur
Micht für ihn! Er solle im Lande umHerreisen und Farmer für die Zeitung fangen allerdings werde a gut bezahlt
$150 den Monat und große Dividenden dazu.
Alles arbeitete also nach Wunsch der Heransgeber, bis Sallet im Februar d. I. aus Europa zurückkehrte und bei
Einem Besuche in der Office der Fr. Pr. zu Kositzky äußerte: „er sühle wieder große Lust zur Arbeit in sich und^ möchte
etwas Tüchtiges leisten." Diese Aeußerung Sallet's schien wie eine ejrplodirende Bombe in der Csflce der Fr. Pr.
emirft zu haben. Die Herausgeber steckten sofort ihre Köpfe zusammen und jedem von ihnen'war es klar, daß Sallet
eabsichtige, wieder in Dakota in's Zeitungsgeschast zu gehen. Thatsache war, daß Sallet damals wegen Ankauss eines
roheren' ^eitunasaeMiästes in Waufau,' Wis., it, Unterhandlung stand.) Und nun begannen die Intrigue und
haben, um Sallet zu meucqeiu, iteni woyt einzig ,,, oer vveianajie oei oeuna eu -prnie vu. ^uuuu u luujuicn iiv
lifrihnhifj hip von qeldbumirigen Advokaten fabrizirt waren, (mir wissen, daß sich die betr. Advokaten mehr als tausend
ü'!rj''! hülsten ücnen) in die eui\liiche Presse und druckten diese dann mit Wohlgefallen nach, so den
iViiTvi[iji^t'Ii IMi''fili'i iiii iiifaj» WnjitiiiiiijriMii}'' fT'iffmn'-V 'V'1''• j'' j"
gkrechtsertigt iuuroe, oteXaTotayrete Preise that aber nichts
dergleichen, sondern fichr sort, in einer Reihe von Artikeln, die den Lesern jenes Blattes ja bekannt sind, Sallet zu
^uicmn'oen und zu verdächtigen.
Tiefe schmählichen Angriffe der Takota Freien Presse, welche den Zweck hatten, Sallet aus Dakota zu vertreiben,
Gewirkten aber das Gegentheil: Sallet gab infolgedessen seine Wiscousii,-Pläne auf und blieb der Dakota Freien Presse
"Dum Trotz hier, weil er dieses seinem guten Rufe schuldig zu sein glaubte.
In seiner langen Laufbahn als Zeitungsherausgeber war Sallet äußerst erfolgreich in feinem bürgerlichen
Leben hatte er stets "feine Pflicht als Mensch und Bürger erfüllt überall, wo er gelebt und gewirkt hatte, erfreute er sich
Her größten Achtung seiner Mitmenschen. Leider war in seinem Eheleben etwas yorgekommen, was eine Auflösung der
Ebe un Interesse der Betheiligten zur Nothwendigkeit machte. Terlei bedauerliche Ereignisse hängt kein anständiger
Mensch, der den Ruf seiner Familie schonen will, an die große Glocke. Je weniger darüber in die Cest'entlichkeit dringt,
tzesto besser ist es siir alle Bet heiligten. Wir nehmen an, daß Sie. wie jeder andere Mann mit Ehrgefühl, sich wenig
Hm innere Familienstreitigkeiten anderer Leute klimmen, und wollen Sie da lie mit lange» Aufklärungen über die
Caliet'fchc Ehescheidung verschonen. In dem beruhigenden Bewußtsein, Niemandem Unrecht gethan ^u haben, und
bei allen seinen Handlungen nur das Beste gewollt zu haben, will Sallet in den Augen der Welt einige schuld aus sich
selbst nehmen, wenn er dadurch den guten Ruf feiner Familienmitglieder bewahren kann! Leute, die Sallet und fein
heieben gründlich kennen, schätzen ihn wegen seiner Rücksichtnahme auf- andere Personen um so mehr. Um Ihnen zu
•leivcifen, daß jedes hier gesagte Wort aus Wahrheit beruht, führen wir hier eine Stelle aus einem Schreiben des Herrn
&0tuM. G. Hoffmann aus Merrill, Wis., au Hrn. C. Bates in Sioux Falls an, worin es heißt:
(Original.) (In deutscher Übersetzung.)
Merkur, Wis., Feb. 28,1907. Merrill, Wis., 23. Febr. 1907.
Mr. Bates:— Werther Herr Bates!
Ihnen wird eS genügen, wenn wir Ihnen sagen, daß die heikle FanHTtMifhTitfgfett Sallet's schon längst zur
pollen Zufriedenheit der Betheiligten erledigt ist. Für Sie und jeden anderen anständige» Menschen ist die Sache daher
0 6 a it nur die Takota Freie Presse hat, wie ein böswilliges Matschweib, noch bis in die neueste Zeit über diese
Angelegenheit das Wort. Warum? Um Sallet zu schädigen
In Nachstehendem möchten wir Ihnen noch einige Aeußerungen ander e Leute über die Angriffe der Dakota
Freien Presse gegen Sallet unterbreiten
e A a n k o n e a sagt: „Die Dakota Freie Presse wird jetzt von Leuten redigirt, welche nicht die
leiseste Idee von der moralischen Peranttvortlichkeit bestreit, welche sie einen, Lesepublikum schuldig sind, das in
Bezug auf literarische Nahrung vollständig von ihnen abhängig ist. Als eine Folge diefes llmsiaitdes wird in der Freien
Presse ein Stoff publizirt und den i'cfern vorgesetzt, welcher jede andere Zeitung zum (Gegenstand der grenzenlosesten
Lächerlichkeit machen würde. Diejenigen, welche (Gelegenheit haben, beide Seiten einer Streitfrage kennen zu lernen,
haben gewöhnlich auch die geistige Fähigkz»t. ihre eigene Ansicht darüber zu bilden den deutsch-russischen Lesern der
Freien Presse wird dazu aber keine (Gelegenheit gegeben."
Ter ..Lest er vi lie Ledger" sagt: ,,Es mag ,,Politik" fem, dett Eharafter anderer Menschen ans selbst
süchtigen Motiven zu verdächtigen aber es ist schmutzige Politik. ES ist diese Bande, welche maSkirt unter dem
deutschen Element in Lestervilie umherschleicht, und die Bürger als Schwindler und Bndler beschimpft. Es ist dieselbe
Bande, deren Rechnungen jetzt invEountnrath beschnitten werden und die dann durch die ganze Stadt Yankton lausen,
um den Eounty-Auditor und die Eonnnissionüre zu suchen und dieselben zu bitten, die Herabschneidnng ihrer Rechnnnge,
aus den öffentlichen Perhandlungen herauszulassen."
i e a o a S a a s z e i n n i n e n o R. D., sagt: „Es wäre wahrlich von Herzen zMwünschen,
daß die Takota Freie Presse ihre Angriffe auf Herrn F. W. Sallet unterlassen möchte. Daß Herr Sallet als Zeitnngs
mann sich allerwarts Lorbeeren erworben hat und daß er als Bürger seinen Pflichten nachgekommen ist, ist eine selsenseste
trefs auf F. W. Sallet's Stellungnahme und Situation
wöhreud feiner Scheidungsverhandlnngen mit feiner
früheren Fruit zu herrschen. Ich habe sie beide gekannt,
u n i n e e n a u u n w e i u n i n s o e i e s
zu sagen, daß er ein Mann uon moralischer
Integrität (Unanfechtbarkeit) ist. Er hat noch
n i e a s e a n e e i n W o e o e n
Und zählte immer zu den besten Bürgern
unserer Stadt. Tie Wahrheit ist einsach diese: Er
wollte nicht mehr sagen, als absolut nöthig war, um die
Scheidung zu erlangen. Er hätte ganz andere Beschul
digungen vorbringen können—etwas, das einsach uirchter
lich gewesen wäre. Er that es nicht, und Tiejculgcn,
welche am besten die Verhältniffe fennm, schätzen ihn
u n o e a
Ter Umstand, daß Hr. Sallet mit unseren Gesetzesme
thoden nicht vertraut ist, ist allein für feine Situation
verantwortlich. Ehe er die Scheidung erhielt, fuhr er
nach Indianapolis und vereinbarte mit ihr, daß er es so
leicht für sie im (Bericht machen würde, wie irgend möglich
und daß er ihr eine Icihresunterstüfcuug von «Cjoo in Mo
nats-Raten zahlen wolle er hat sein Persprechen absolut
.erfüllt und ihr viel mehr gezahlt, als er Derfprocheit-beinahe
doppelt so viel sie war auch zufrieden. Tarnt fingen
Trnbelmacher an, sie mißtrauisch oder angstlich zu machen,
daß er sein Persprechen nicht halten würde und diese Angst
ist das einzige Motiv, das sie bewog, die ganze Suche
Wieder zu eröffnen. Hochachtungsvoll,
ffvthh^riliißr des Sioux Falls, S. D., 5ctl 5. ScptcniV?r 1(507
Aufklärendes zur Coutroverse der Dakota Freien Presse
gegen F. W.
der
ein
Thatsache. Jeder einzelne Deutsche, welcher Herrn Sallet während seiner 2hütigteit *ui Öm Tatato Irmn Prcjje fonnen
lernte, muß ihm, wenn er ehrlich handeln will, ein solches Zeugniß ausstellen."
e a v a e o a s e i n e o o W a e i u n e a e i e v e n i e s k i k i e
Dakota Freie Presse, welche ihr Maul mit Lobhudeleien über sich selbst stets voll hat, macht sich gegenwärtig mit ihren
Angriffen auf F. W. Sallet, den früheren Herausgeber des Blattes, höchst lächerlich, und wenn die Per über dieses Blattes
wüßten, was ihre Landsleute, die Teutsch-Rußländer. über sie denken und lagert, so würden sie das kleinste Gopher-Loch
auf hieben und sich darin verkriechen. Tie reine Luft, welche über den Prärien der Takotas weht, läßt sich durch 2tink=
bomben nicht verpesten, und die Leute, welche die Takotas bewohnen, sind eben so rein, edel und gut, wie deren Luft,
und sie sind entschieden dagegen, daß der Charakter eines Menschen in den Schmutz gezogen wird."
Ein Herr A. K. ans Tyndall schreibt: ,,Tie Freie Presse tischt uns fortwährend den Sallet'fchen Ehefchei
dungs-Prozeß auf und füttert ihre Lefer mit einer geistigen Nahrung, die man nicht mag. Es ist nicht Sache der Freien
Der Freien Pre ff e zu verdecken. Tie Angriffe auf Sallet find uns zu dumm und der einfaltigste Farmer beginnt jetzt
'inzufeheu, daß die Herausgeber der Freien Preffe damit nur bezwecken, Sallet aus dem Wege zu raunten, weil sie ihn
e n a s o a k e i n e u s i i n a n e e e u e a i i e n a n e e e n e i e n z u i s e n u n v e a e i n e
solch offenbare Ehrabschneidung, wie sie die Freie Presse betreibt. In politischer Hinsicht ist die Freie Presse ja immer
auf dem Markt und handelt sich für deutsche Stimmen fette Aemter oder vielleicht auch andere gute Sachen ein, womit
bann den Borstenviehzüchtern und Händlern ein paar warme Klapse auf die Schulter geklopft und mit wichtiger Miene
große Mühlenräder vor die Augen gemalt werden mit der Bedeutung: Wir Deutsche müssen zusammen halten, um das
Paterland zu retten."
Ein Deutscher aus Nußlattd schreibt aus-Bon Hon,nie Eounty: ,,Mit Bedauern und Beschämung lesen
wir deutsche Bürger in dieser Umgegend die schmutzigen und häßlichen persönlichen Angriffe der ,,Dakota Freien Preffe"
auf dett Editor und Herausgeber des ..NachrichtetuHerold" und fein Fainilieii-Ui,glück. Ten Schreiber dieser Zeilen
liegt der Gedanke so fern, wie der Himmel von der Erde, sich in diesen Zeitungsstreit zu mischen. Tieses ist auch nicht
nothwendig, denn Sallet führt selber eine Feder, wie ein zweischneidiges Schwert, zn seiner Selbstverteidigung. Aber
Zhalsache ist daß die Takota Freie Presse den Streit zuerst vom Zaune brach, ohne irgend einen Grund oder Ursache
obzwar die ganze kontroverse das Lesepublikum wenig oder gar nichts angeht, so verwundet es doch das deutsche Ehrge
fühl derart, daß mau biefe giftigen Schmutzartikel als eine Pasquille vermeidet, um sie unserer geistigen Perdauung zu
entziehen, obgleich es in einem Familienblatt gedruckt wird, das von uns Tentschen aus Rußland als das weltliche und
politische Evangelium angesehen wurde. Es ist wirklich schade, daß die „Clle Freie," die früher echt deutsche und gesunde
Ansichten vertrat, in die Hände von amerikanischen politischen Schmarotzern übergegangen ist, die es ja wohl verstehen
werden, nach allen Regeln der politischen Kunst den deutschen Einfluß, der als eine Mitgift im Handel betrachtet wurde,
a u s z u e u e n u n z u u u z n i e e n W a s k ö n n e n w i i n Z n k u n s v o n i e s e n a e i k a n i s e n E i e n
it e n erwarte,,'? Ist -es nicht Thatsache, daß Leute von diesem Kaliber bei jeder passenden Gelegenheit mit
Perachtung auf uns Adoptivbürger und unsere deutsche Sprache herabschauen? .Warnt unter solchen Umständen die Freie
Preffe die deutsche Sprache, deutsche Sitte, deutsche Ehrlichkeit und die deutsche Literatur, die große geistige Erbschaft
imferer Pater, vertrete,, und aufrecht erhalten? Nie und nimmer! Ist es denn fo weit gekommen, daß die Freie Presse
das Teutfchthum, das sie immer mit einem großen Mund voll vertreten will, sich selbst und das deutsche Element in
diesen, Staat an politische Räuber und Aeniterjagcr, die nur^von Regierungsbrocken leben, verschachert hat für einen
Judaslohn? Wenn so, bann Gott befohlen, aber wir machen echluß
Empört durch einen defenders gemeinen Artikel in der Takota Freien Preffe vom 18. April, welcher u. A. den
höhniW,. Ausruf enthielt: der «am, I«„ «.«.»!"
schreibt ehemaliger Freund der Dai. Fr. Presse, welcher in Teutschland gründliche Geschichtsstudien gemacht hat,
folgendes: „Als ehemaliger Lefer der Dakota Freien Presse dem früheren Eigentümer derselben bekannt, ja befreundet,
kann ich zu den, in der Preise geradezu unerhörten Gebaren der Herreit Ellermamt nnd Genossen doch nicht schweigen.
e e e s e e a k o a e i e n e s s e a i e i e n e n A u e n e s e e n w a s i e e z i e n E i e n e i e n
Lesern zu bieten wagen. Welche Schlammflut boshafter Perleumdung, urgemeiner Lüge und unflätigster
Schimpferei hat man die Frechheit gehabt, uns Lesern vorzutragen. Ursache: Konkurrenzneid, lediglich
Konkurrenzneid und Furcht vor dem politischen Scharfblick Sallets Furcht vor feinem unbestechlichen Sinn für
Wahrheit und Recht Furcht vor dem kleinen Nachrichten-Herold, der nun für politische Gewissensfreiheit die granit
steinerne Festung ist: Furcht, weil ein Sallet wiederum seine Fahne entfaltet hat und hoch wehen läßt zum Schuh der
staatsbürgerlichen Wohlfahrt aller Teutfch=Amerika,,er, zum Trutz gegen politische Wegelagerer und gannernde Freibeuter.
,,Sollet, der Name lagt genug!" höhnte der san-bere Ellermamt mit feiner ebenbürtigen Mittw-ochs^affe
G-efeH-fck)üH (biefe Tiuckrehler möge die yjatiktoit Preß Eo. ebenso ernst nehmen, wie die bekannte „Selbstsucht," da
ihnen die „Selbstzucht" gänzlich unbekannt zu sein scheint.—) Sallet, der Name sagt uns genug rufen wir und fügen
in, Andenken an den alten Fabricius hinzu: Eher bringt man die Sonne aus ihrer Bahn, als den F. W. Sallet aus
seiner Redlichkeit! Sollet, der Name sagt uns genug. Gewiß! Ter Name sagt mehr als alle Namen in Wnkton. Er
bedeutetem Altenglischen „Sturmhaube." Tie Träger dieses Namens waren Wikinger an der baltischen Bernfteinküste,
und behaupteten eine geachtete Stellung im altpreuuischen Polksstamme der Samen. Als der deutsche Ritterorden
123U—-1283 das Preußenvolk an der Ostsee mit Hilfe zahlloser Kreuzfahrer aus Teutschland unterjochte, da hielten die
Sallets treu und besonnen zum Polt. Als dann im Jahre 14) der kriegslustige Hochmeister Ulrich von Iungiugen
starke Sturmhauben und gepanzerte Fäuste gegen die polnisch-litauische Uebermacht brauchte, da verlieh er den Brüdern
Sallet das deutsche Ritterschwert, den weißen Streithengst und den geharnischten Arm mit der Streitart in der Faust
zum Wappenschild. So weist der Name Sallet auf den schweren Kamps gegen Uebermacht. Unser F. W. Sallet
kämpft als ein wackerer Held des Geistes und der Feder. Ist der Gegner ehrlich und rechtschaffen, so bietet er leicht die
Hand zum Frieden i«d ans den, wahren Feinde wird ein wahrer Freund. Gegen heuchlerische, meuchlerische Schurken
dagegen hilft aber weder klares Recht noch mutvolle Tapferkeit. Ter edle Geisteskämpfer will überzeugen durch die
Wahrheit, der S.lnivte mill überreden durch die Liiae. Sallet will, daß jeder Lefer m1i fein einet,es Urteil durch klare,
ttrtrt^rrrttmt trtTrr tmtirr -trttcTmimn nntttMcnotien wollen, vatz dte XTcter ttircr fetten Yankton Preffe alles das für wahr
und richtig annehmen und glauben, was den Icichtmiitigen und gutgesinnten Rnßläudern an baumdicken Lügen und
Berleumdungen zu glauben vorgestellt wird. Ta nun die „Dakota Freie Presse" von EUermann und Genossen ohne
Spur literarische,, Auslandes zum gemeinen Sudelblatt voll der schandbarsten, frechsten Lügen herabgewürdigt ist, unter
a s e a s k e e i e n s i e n e e i n s a i e n e n Z w e k e n i e n s o e k e i i e i i e s o e n a u n e a k o a
Freie Presse" wünsche ich nicht mehr zu sehen. Sollte die» Organ einer Clique schmutzi
ger Ehra bschneide? versehentlich in mein Hans gelangen, so lasse ich es ins Feuer werfen,
a e n i a n e s a n a s s e n a s i e e u e z a n e
In allem, was wir treiben, soll Recht und Wahrheit bleiben.
Mr Sallet steht als Streiter, die Faust am Schwert,— Ernst Heiter."
Aus vorstehenden Aeußerungen Mögen Sie ersehen, wie die
Ley ten, welche Sallet genau kennen, beurtheilt. werden.
Recht bezeichnend für den Charakter Ellermnnns und Koffhkh? tftdie Behauptung, welche sie in der Tat. Fr.
Presse machen, „daß Sallet von den Bürgern Pierres in der Eapttolbautrage einige tausend Tollar-z in die Tasche gesteckt
hat und nachdem er sie hatte, wollte er auch noch die Bürger der 3tadt Mitchell schleifen."—Sallet hat Slooo in baar
für Tenjenigen aufgeboten, der diese Behauptung nachweisen kann. Noch hat sich kein Bewerber für diese tausend
Tollars gemeldet und es wird sich auch Niemand darum bewerben, denn es ist eine von den vielen boshaften Lügen,
welche EUermann und Kositzky in die Welt gesetzt haben, un, Sallet zu schädigen. Mit Sallet's Stellungnahme zur
Aapitolfrage verhielt es sich in Wahrheit folgendermaßen: Als die Zeit kam, wo alle Zeitungen in Süd-Takota in der
Capitolfrage Stellung zu nehmen hatten, fandte Sallet Zirkulare an alle Korrespondenten, Agenten und viele prominenten
Leser der Tut. Fr. Presse in Süd-Takota, worin er darauf hinwies. 6aß er noch ein Neuling im Staate fei nnd ftch
kein selbstständiges Unheil in der Eapitolfrage zutraue deshalb bitte er um die Ansichten aller älteren Staatsbürger
und gebe die Persicherung, daß die Fr. Pr. sich in ihrer Stellungnahme nach dem Rathe dieser Leute richten werde.
(Wir sind überzeugt davon, daß keine andere Zeitung in, ganzen Staate in gleich offener und ehrlicher Weife
Stellung zu der Eapitolfrage nahm, als Sallet's Freie Preffe es that.) Po» den daraufhin eingelaufenen
Antworten sprachen sich einige dreißig zu Gunsten von Mitchell und nur drei zu Gunsten von Pierre aus. Infolgedessen,
also einzig und allein darum, weil die überwältigende Mehrzahl der Perl reter der Tat. Fr. Pr. in Süd-Takota Mitchell
bevorzugte, öffnete Sallet die Spalten feiner Zeitung für die Ret'lameartitel der Stadt Mitchell, welche natürlich, wie
andere Anzeigen, bezahlt wurden. Er hat nie den Perfuch gemacht, einen Eent von Pierre zu verdienen. Kofitzku war
damals reifender Agent für Sallet und kennt die 2ache ganz genau die Korrespondenten der Tat. Fr. Pr. werden sich
noch der ermahnten Zirkulare erinnern, ihre Antwortschreiben zu Gunsten Mitchells müssen noch in der Office der Tat.
Fr. Pr. liegen Ellermamt und Kositzky kernten diesen wahren Sachverhalt und dennoch tischen sie ihren
Lesern die vorerwähnte Lüge auf. Psni, wie erbärmlich?
Recht bezeichnend schließlich für die Selbstsucht und Eigennützigkeit der jetzigen Herausgeber der Dakota
Freien Presse ist das Schreiben eines früheren Lesers jener Zeitung, in welchem er fragt, wie man Leute nennt,
welche durch falsche Perfprechuitgeu sich petuniäre Portheile zu verschaffen suchen, und unsere Aufmerksamkeit auf eine
große Anzeige, betitelt ,,Ncue Preise für Abonnentensammler", lenkt, welche während des Jahres 190(5 in der Dakota
freien Presse erschien. Tarin wurden eine Anzahl Geldpreise, von 8U0 abwärts, den fleißigen Abonnentenfammlern
Oerfprochen und diefe Geldpreise sollten noch vor Weihnachten vertheilt werden, wie es im Jahre durch den
früheren Herausgeber F. W. Sallet geschah. Kurz vor der ausgesetzten Zeit zur Preisverteilung aber verschwand die
e w n e A n z e i e a u s e n S a e n e e i e n e s s e u n v o n e n z n v e e i e n e n e i s e n ö e a n n i s
mehr! Tie ehrenwerthen Herausgeber der Takota Freien Presse behielten die Preise im Gesainmtbet^age von über #200,
welche fie anderen Leuten versprochen hatten, in ihrer eigenen Tasche!
Nach dem Bekanntwerden, daß Herr Sallet eine neue deutsche Zeitung herausgeben werde, find un» noch viele
sympathische und aufmunternde schriftliche Aeußerungen zugegangen, woraus wir hier nur einige Auszüge wiedergeben
können:
Ein Einsender ans Husmer schreibt: „Seit Sie die Dakota Freie Presse nicht mehr liefern thun. ist fie auch die
Zeitung nicht mehr, die sie war. Sie liefert diesen reichhaltigen Stoff nicht mehr...."
Ein Eiusender-ans Menno schreibt: „Datum habe ich auch in Ihrem Kampfe mit diesen Helden (von der Dakota
Fr. Presse) recht mit Ihnen spmpathisirt. Herr Sallet. Ich fühlte, daß Sie in, Rechte darin waren. Wenn Sie mich
daher ersuchen, eine Namensliste auszufertigen, thue ich das nicht etwa «m Gewinnes halber, fondern um Ihnen mein
Wohlwollen damit kund zu thun...
Ein Einsender aus Abrrörrit schreibt: „Ich weiß, daß die Herausgeber der Dat. Fr. Pr. nur aus Bosheit über
Sie hergefahren find. Wem, dieselben mehr Einsicht hättet, dann hätten Sie es nicht gethan. Ein Mörder wird'ver
fchönert und ein ehrlicher Mann wird herunter gesetzt. Ich werde das Beste für Sie thun
Ein Einsender aus tiDymila schreibt: „Es freut mich sehr, daß Sie wieder eine Zeitung herausgeben wollen, ob
wohl ich Sie persönlich nicht kenne, schätze ich Sie hoch, denn ich habe gesehen, was Sie gethan haben, als Sie die Freie
Presse „och hatten. Nur nicht verzagt. Herr Sallet, wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein und ich will
Alles für Sie thun, was ich kann, daß Sie viele Abonnenten von hier bekommen..
Ein Einsender aus Gm,brich schreibt: „Es hat mich sehr gefreut, daß Sie eine nem Zeitung gründen: ich will
für Sie arbeiten, fo viel ich nur kann. Ich habe die Fr. Presse satt bis an den Hals. Ich habe sie schon im Juni ab
bestellt und sie darf mir weiter nicht mehr in mein Haus, ich will sie nicht mehr sehen. Hier schicke ich Ihnen
105
Namen und kann Ihnen noch einmal so viel schicken
Ein Einsender aus Garrklr schreibt: „Ich will Ihrem Wunsch nachkommen und Ihnen soviel wie möglich Namen
einschicken. Es freut mich, daß Sie den Muth haben, eine echte nnd rechte deutsche Zeitung zu gründen, welche in allen
Angelegenheiten stets für das Wohl unserer deutschen Mitbürget kämpfen will. Ich wünsche Ihrem Porhaben viel
GtüÄ und großen Erfolg ja, dann lasse ich Sie hoch, hoch leben...."
Gin Einsender aus MrClnskU schreibt: „Ich bin gern bereit, was in meiner Kraft ist, beizuhelfe». Freilich,
offer Anfang ist schwer in jeden, Unternehmen. Ich bin kein Federfuchser aber doch will ich versuchen, in meiner Um
gegend Abonnenten für Ihren Herold zu bekommen. Hoffentlich werden die Herausgeber, besonders Herr Sallet, das
der Dakota Freien Presse VM ««deren
Beste thun. Was die Wäsche der Fr.
Presse über Herrn Sallet betrifft, kann
es keinen größeren Blödsinn geben.
Leute, die sich als Gelehrte nennen,
sollten viel mehr denken und auch fich
selbst fragen, ob es recht ist, solchen
Blödsinn in die Welt zu posaunen.
Nach meiner Ansicht ist solches für uns
ungelehrten Farmer unter aller Kritik.
Wer Gaben hat, der möge solche auch
recht verwenden um das allgemeine
Wohl. Ich bin hier feit vier Iahren
im Lande und habe fo manche traurige
Erfahrung gemacht. Ich fage frei und
offen, daß uufere Zeitungsmänner schon
manches Nützliche geschrieben, aber lei
der noch viel zu wünschen übrig lassen."
Derartige Aeußerungen könnten wir
eine große Menge abdrucken: aber Ihnen
werden diese genügen, um zu sehen, rote
man über Sallet's neues Uttiernehaieu
denkt.
Selir charakteristisch und korrekt
wird man die Gesinnung bezeichnen,
welche ein Geistlicher ans Freeman über
die Situation hegt. Sein Schreiben
zeigt, wie ein Mann denkt, der infolge
der Perleumötmgen der Tak. Fr. Presse
nicht recht an wallet's Unschuld glaubt.
Tieser Geistliche aus Jfrrrmait schreibt:
Jllehersende Ihnen eine Liste bekannter
Deutscher, von denen ich weiß, daß fie
Zeitungen lesen. Ich thue dies aus
Gefälligkeit und beanspruche dafür kei-
nerlei Pergütnng. Als Geistlicher bin
ich entschieden dagegen, daß man einem
Mitmenschen, der Unter dem Truck un
glücklicher PerhäItnisse gefehlt, den mo
ralischen Todesstoß versetze, um ihn
gesellschaftlich zu begraben man reiche
ihm lieber die helfende Hand und ver
gebe, wie Gott uns allen vergeben hat
in M)rifto.^ Chile Ihnen zu schmeicheln,
sage ich: Sie besitzen Gaben, die denn
doch zu schade wären, baß Sie dieselben
begraben. Ich muß es sagen, daß mir
die Freie Presse noch nie besser gefallen
hat, als unter Ihrer Leitung. Benützen
Sie diese Gaben und stellen Sie die fei«
ben in den Tienst für die unwissende
Menschheit und verzeihen Sie meine
Offenheit eS mag dadurch vielleicht
irgend welches Fehlen gutgemacht wer
den."
Hierzu ist noch zu bemerken, dofc alle
Originalbriefe, denen diefe Auszüge
entnommen sind, in unserer Office eitt*
znfehen find für jeden, der die EchthM
etwa bezweifeln füllte.
Lesen Sie Porstehendes auf merk
a durch, denken Sie darüber v at*
urtheilsf rei nach und dann urtW»
len Sie gerecht! Sallet bettelt m»
keine Sympathie et verlangt nur
„seinen Platz an der Sonne" und
Gerechtigkeit vorJedermann!
Wenn Sie Sallet in sei
nem Unternehmen ermun
tern wollen, wenn Sie
Sallet's Kampf gegen Kor
ruption und alles Schlechte
Unterstützen wollen, wenn
Sie wollen, daß das dmt*
fche Bevölkerungselement in
Dakota durch eine große,
unabhängige, anständige
deutsche Zeitung würdig res
präsentirt sein soll, dann
leihen Sie Sallet Ihre BA
Hilfe:
Abonniren Sic mcht
nur selbst auf seine neue
Zeitung, den „Deutschen
Herold,^ sondern empfeh
len
Sic
dieselbe auch bei
Jchren Hachbarn und
senden Sie recht oft
respondent ein.
Wir bieten Ihnen die Hand zu nutz
bringendem Wirken im Interesse deS
Teutschthums. Einer allein vermag
nichts, aber Viele zusammen können
Großes vollbringen. Die Herausgeber
des
„De»ttsrhrn Herold"
haben keinen
politischen Ehrgeiz irgend welcher Art
und wenn politische Fragen zur (norte
rung kommen, wird der „Deutsche
Herold" solche von einem Standpunkte
besprechen, wodurch seiueLefer aufgeklärt
und in die Lage gefetzt werden, estch
selbst ein gesundes Urtheil darüber zu
bilden. Ter Inhalt des „BrutfrhfU
Herold" soll überhaupt belehrend und
unterhaltend fein. Persönliche Gehäs
sigkeiten werden ebenso wenig iu seinen
Spalten Platz sitiden, wie politische
Irrlehren zn selbstsüchtigen Zwecken.
Wollen Sie uns nicht Ihre Beihilfe
zu diesen edlen Bestrebungen leihen?
In der Hoffnung, Sie zum Freunde
für den „Ventfrhen Herold" zn ge
Winnen, grüßen wir Sie in Freut*»
fchoft und Hochachtung

The truth is simply this: He did not want to
say any more than was absolutely necessary to
et a divorce he could have made an entirely
charge something that would have
been simply awful. He refrained from so doing.
Those who know best, will credit him for so
doing.
Nevertheless, Mr. Sallet is absolutely unin
formed of our mode of procedure at law. That,
6nd that alone, is responsible for his situation.
Before procuring his divorce he went to In
dianapolis and orally agreed to be as easy on
her as he could in court, and to supply her in
monthly installments with $500 per annum he
has absolutely kept his agreement and furnished
her much more—«-nearly twice as much she was
satisfied, too. Then trouble-makers started to
make her suspicious or apprehensive that he
would not live up to his agreement, and that
fear is the only motive that she had in trying
to open up the "whole matter.
Respectfully yours,
M. G. Hoffman.
There seems to be an altogether and abso- Es scheint eine ganz und gar falsche Auffassung inbe
lutely wrong impression as to Mr. F. W. Sallet's
attitude and situation during the divorce pro
ceedings with his former wife, Mrs. Ida Sallet.
I have known them both, and him somewhat
intimately. He has never been known to break
his word with anybody and always ranked
with the best eitizens of "this city.
M. (y. Hoffman.
Herold Publishing €*.
Sioux Falls, Siid-D«t.

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