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Deutscher herold. [volume] (Sioux Falls, Süd-Dakota) 1907-1918, September 05, 1907, Image 4

Image and text provided by South Dakota State Historical Society – State Archives

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Deutscher Herold
Rurhrirhten-HeroU».
Deutsche Wochenzeitung für Dakota.
Erscheint jeden Donnerstag.
Herausgegibt» von btr
Sioux Falls, 5. Dak.
Abounementsbedingunge«:
$1.50 pro Jahr in Zorane tat) hing,
pro Jahr in ^tach ahlung.
pro Jahr nach dein Auslände.
Äie^Weemgimctcn iretbtii firtlt tww
(In^ciflcrotcw
25 (^cnt'S pro Zoll in Displa\'.
10
ecnt'3
pro .4tttle in i'ejtform.
20 i'entS pro Zeile für politische Artikel.
2 tftntS pro jVott für kleine Anzeigen
5. N?. Sdllrt, Redaktrur und Geschäftsführer.
£&. BaumKrirr, tMifs-Hrbofiritr.
Alle Am'chriflen und Geldsendungen ftnb zu
abrmivcit an die
Sloux Falls, 5. Dak.
Morgcnröthe
Sanum Rußland s bewegtester Zeit,
Itgiimt in dieser Rammer.
Unseren Lesern und Leserinnen sind
die Ereignisse noch in lebhafter Erinne
rung welche das ganze gewaltige Za
renreich zu zertrümmern drohten, um
somehr wird der Roman interessiren,
welchen wir in dieser Einsührungsnum
mer beginnen. Neben dem Interesse,
das die spannende Handlung von Be
ginn bis Ende erhält, gewinnt der
Leser einen fesselnden Einblick in die
gesellschaftlichen Zustande des russischen
Volkes und vermag daher mit eigenem
Verständniß die großen historischen
Ereignisse zu beurteilen, deren Zeugen
wir eben gewesen sind. Durch die Er
zählung spinnt sich naturgemäß das
feine Gewebe des Nihilismus, als deren
Werlzeug eine ideale Frauengestalt, die
Tochter eines hochangesehenen Groß
industriellen, dient und in die Hand
lung ausschlaggebend eingreift. Durch
das ganze zieht sich der Faden einer
reinen idealen Liebe, welche ihren ver
dienten Lohn findet.
füTMit Rücksicht auf die alten Leser
des „Nachrichten-Herold" führen wir
den Roman „Ter Mann mit den vielen
Aümen" gleichfalls zu Ende.
e o u i s i n o
Korrespondenzen aus
Süd-Dakota.
(i ben ynltait von «omironbmi
9ttbafticm inchi vcraiitworUio
iUtie
Minnehaha County.
a o Die ev. luth. Drei
einigkeits-Gemeinde, Pastor Doege,
wird ihr jährliches Mniionsfest am
Sonntag, den 2V. September, feiern.
Herr Pastor Woltmann von Minnea
polis wird predigen. Das vollständige
Programm wird später bekannt gege
ben.
Letzten Sonntag wurden in der Drei
einigkeitskirche getauft: Alfred Elmer,
ciit Sohn von Pastor Doege, und eine
Tochter von Herrn I. Voight.
Am Sonntag den 15. September
wird teilt Gottesdienst stattfinden, da
Pastor Doege an diesem Tage in
Gettysburg, Potter County, predigen
wird. 4
Der Farmer Elevator hat vorige
Woche wieder mit dem Einkauf von
Getreide begonnen.
John Lott und Sohn, sowie George
Lott und Familie sind aus San Diego.
Cal., hier angekommen. Crstere werden
nach kurzem Besuch wieder nach Cali
formen zurückkehren, letztere aber wer
den hier wieder auf die Farm ziehen.
Nick Kaufmann läßt einen neuen
Brunnen bohren auf seinem Platz hier
in der Stadt. Er wird auch die
Scheune vergrößern und andere Ver
Besserungen vornehmen und wird im
Herbst mit seiner Familie das Haus
beziehen.
Chas. Kempf macht so gute Fort»
schritte in der Genesung von seinem
laInnen Bein, daß er den Stock bald
wird wegwerfen tonnen.
Das Getreide in der Umgebung von
Hartford ist alles in Schobern und die
Fanner sind jetzt fleißig beim dreschen.
Der Ertrag ist klein, aber die hohen
Preise sind zufriedenstellend. Corr.
u o e e y n u a
mit. dem Bau des Schulgebäudes be
gönnen.
Während der ganzen Erntezeit war
herrliches Wetter und nicht ein Tag
ging den Farmern verloren. Auch die
Drescharbeiten wurden dadurch geför
dert und dieselben sind bereits tüchtig
vorgeschritten.
Das Missionsfest der ev. luth.
St. Pauls'Gemeinde war sehr erfolg
reich es wurden $77 für das Institut
in Lincoln gesammelt.
Die Grenze des L«be«S.
Die hervorragendsten medizinischen
Gelehrten sind einig in der Anficht, daß
die als allgemein angenommene Grenze
des Gebens viel kürzer ist, als sie infolge
der vorgerückten Wissenschaft, die das
Menschengeschlecht letzt besitzt, sein sollte.
'Die kritische Periode, die die Dauer des
Gebens bestimmt, scheint zwischen 50 und
60 zu sein genügt ndc Vorsicht für diese
Zeit kann nicht zu sehr betont werden,
da Nachlässigkeit uaim der Langlebigkeit
onhtwgnißvol! wird. Der Beste.Helfer
der Natur nach 50 ist Electric Bitters,
die wissenschaftliche, stärkende Medizin,
die jedes Organ des Körpers uiiederbc
lebt. Zu haben in der Apotheke der L.
T. Dunning Drug Eo., ©iour Fays,
S. D. Sowitiifc 60 $«*«•
Hutchinson County.
a k st o n. In unserer Genend ist
gegenwärtig allev am Dreschen. Viele
haben dieses Jahr aus den „Shocks"
gedroschen. Das Ergebnis ist nicht
sehr viel. Weizen ergab von 4 bis 11
Bushels per Acker, Hafer von 16 bis
35 Bushels.
Hier in unserer Gegend herrscht das
ßalisornia-Fieber. So hat auch Herr
George Bambach sein Land verkauft
zu $10 per Acker und gedenkt nach
Kalifornien zu gehen.
Herr Christ Dell gedenkt nach Canada
zu
übersiedeln.
Herr Willie Hager hatte letzte Woche
Hochzeit, doch so. daß man nichts davon
tnne wurde.
Herr Friedrich Wahl, dessen Frau
vor 7 Monaten starb, hat sich kürzlich
wieder verheirathet. Er hat sich eine
Frau von Oklahoma geholt.
Mein Nachbar. Herr Andreas Bau
Müller, hat bei Herrn Richard Fiedler
eine Stelle als Separator-Mann an
getreten.
Zuletzt nun wünsche ich dem ,,Deut
scheu Herold" recht viel Glück in seinem
Unternehmen. John Engel.
Ein Emporium von Bargains ist
der Volts-Laden. Nirgends gibt es eine
größere Auswahl von guten Waaren
zu niedrigeren Preisen. Wir haben
zu äußerst niedrigen Preisen vor meh
reren Monaten eingekauft und ihr
werdet staunen, was wir Euch für
Wertbe geben, jetzt, da alle Waaren
fortwährend im Preise steigen.
A a i U
etzoot County.
S e n e S ö n e s e s w e e
Die Dreschmaschinen summen und die
Farmer machen vergnügte Gesichter
über die hohen Preise für Gerste und
Weizen. Noch 3 Wochen schönes Wetter,
dann ist das Korn auch reif.
John Kruse leidet an einer Drüsen
krantheit und ist deshalb nach Sioux
Falls zu einem Spezialisten gereist.
Dirk Cramer von Princeton, Neb.,
ist gegenwärtig hier, um seine Rente
einzuheimsen.
Nie. Müller und I. %. Schmidt
fahren schon wieder fette Schweine zum
Markt.
Phil. Slattern, ein 14-fähr. Junge
von hier, wurde gestern auf der Jagd
im Arm und Rücken geschossen, abcr er
meint, das schadet ihm nichts.
Die Spencer Ballspieler ließen sich
gestern in Emery schmählich verdonnern.
Frau L. Field, Tochter d.'s Herrn
I. Lueth, ist bei ihren Eltern zu Be
such.
Herr Henry Dittmer und Caspar
Heidbrink von Jretvn, Iowa, waren
hier und haben sich ein Stück Dakota
i^and erworben.
Geo. Geiger sährt jeden Tag Kraut
köpfe zumMarkt.
Valentin Schimmel von Benton Dp.,
der große Wetterprophet, war auch mal
wieder in der Stadt und benachrichtigt?
den Karows über das zukünftige Wet
#*. Karow».
u o n i e e u e a u e
Ausstellungsplatze find so weit fertig
gestellt nnd bereit zur Aufnahme der
Ausstellungsgegenstände. Die Gebäude
sind groß und geräumig und haben
ein sehr gefälliges Aussehen. Jetzt
werden die Wege und Plätze in Ord
nung gebracht! das Amphitheater ist
vergrößert worden und bietet Raum
für 12,000 bis 15,000 Personen. Auch
die Rennbahn ist in vorzüglichem Zu
stande. Die Anmeldungen beim Sekre
tär lasten ersehen, daß die Ausstellung
in allen Abtheilungen bester und reicher
beschickt sein wird, als je eint Staats*
au Geltung vorher. Beadle County
hat ein eigenes großes Gebäude für
seilte Ausstellung errichtet. Besonders
großartig werden die Black Hills durch
ihre Ausstellung von Mineralien und
Edelmetallen vertreten sein. Die dies
jührige Ausstellung dürfte alle ihre
Vorgänger in jeder Weise übertreffen
und man erwartet hier einen grȧen
Besuch aus allen Theilen des Staates.
i e a s i s s i o n s s e s e
Joh»nnes-Gemeinde gestaltete sich zu
einem großen Erfolg. Bon nah' und
fern' kamen Gäste, um an der schönen
Feier teilzunehmen. Es sprachen die
Pastoren Langner von Brenham, Tex.,
Hein von Tripp, (Höfen von Tripp,
und Meier von Delmont. S. D.
Der Chor unter der Leitung von
Gottlieb Moke trug viel zur Verschsne
rung der Feier bei. Die Nachbarn
haben iii freundlicher Weife die Gäste
bewirthet. ^ie Collets betrug ca. $176.
Am Montag reiste Pastor Langner
roi$er ab nach dem südlichen Teras.
Herr Alois Pallock war auf Reisen.
Frau Sperlich ist auf dem Wege
der Besserung.
Hillside wird jetzt modern, eS passt
reit nämlich hie und da Automobile
durch unsere Hauptstraße.
Amicus.
Hughes County^
i e e i e i a o 6 N o
western Bahn wird die Brücke über den
Missouri fertigstellen und man er
wartet, daß bis Mitte September dir
Geleise gelegt und die Verbindung her
gestellt sein wird.
Das Post-Department bat auf Ver
anlassung des Bundessenators Kitt
redge den regelmäßigen Postdienst über
die neue Linie autorisirt. Die Beför
verungszeit der Post von den Black
Hills nach dem östlichen Theile des
Staates wird dadurch um zwei Tage
abgekürzt.
„9te«eUnÄfoi0 wie die «Botint.*'
ist ein Ausdruck so alf wie das Men
schengeschlecht. Unzweifelhaft ist der
Auf- und Niedergang Sonne das
Regelmäßigste was im Weltall vor sich
geht, ausgenommen, es wäre die Thä
ligkeit der Leber und Dfirme, wenn die
selben mittelst Dr. King's New Life
Pillen regulirt werden. Garantirt von
der L. T. Dunning Drug Co., Siour
FaL», $). 86 §«a&
Edmunds County.
o s e r, eine Station der C. M.
A St. P. Bahn, an der Linie von
Roscoe nach Linton, ist zwar nur ein
kleines Landstädtchen, aber Geschäfte
sind „blühend", was man schon daran
erkennen kann, daß es hier 5 Getreide
Elevatoren, eine Mahlmühle, 2 Gene
ral-Stores, 2 Schmieden und nicht zu
vergessen zwei Plansch-Apotheken oder
Wirtschaften giebt, außerdem giebt es
noch mehrere kleinere Geschäfte. Gebaut
wird recht nid, so daß man kaum ge
nug Arbeiter auftreiben kann. Fast
jede Woche sieht man ein neues Gebäude
erstehen außerdem sind die Hauptver
kehrsstraßen mit Seitenwegen versehen,
die Häuser freundlich angestrichen, so
daß man nicht meint im Wilden Westen
zu sein.
Durch Verkauf einiger Geschästsun
ternehmen kommt wieder etwas neues
Blut in den Geschäftsgang des Städt
chens. So hat Hr. John Gunbert sei
nen Elevator au Heckenlaible Bros,
verkauft und John will nach Bowdle
ziehen Mr. Nuß hat feinen Antheil
am Maschinerie-Unternehmen gleich
falls verkauft und will nach Selby.
Knittel, Besitzer eines General-Stores
hat sich in Herrn Güntner einen wohl
habenden Geschäststheilnehmer zuge
legt und will sein Unternehmen ver
größern. Ein neuer Elevator ist au
ßerdem von einer östlichen Korporation
gebaut worden. Also nun „Glück
aus zum Herbst-Geschäst!"
Was den Einwohnern fehlt, und
was bei dem hiesigen Wassermangel
von ungeheurem Nutzen, gleichzeitig
mich für Feuersgesahr von unberechen
barem Vorteil wäre, ist ein artesischer
Brunnen doch in absehbarer Zeit wird
ja wohl auch dieser sein Erscheinen ma
chen, denn Hosmer ist ein Platz, der
voranschreitet und nicht stehen bleibt,
oder den Krebsgang geht, was man
schon daran sehen kann, daß die beiden
hiesigen Schmieden sich, nach amerila
nischer Art, Gasolin-Maschinen zum
besseren Betriebe angeschafft haben.
Doch nun genug für diesmal. In
meiner nächsten Korrespondenz will ich
eine lurzc Biographie von den hiengen
Geschäftsleuten geben. Corr.
o s e i e E n e i s i e s e s
Jahr schlecht bei nns ausgefallen. Den
ganzen Sommer hindurch Hatten wir
nur ein einziges Mal Regen und der
kam zu spät. Im Frühjahr war es
lange kalt, bis gegen Ende Mai. Dann
wurde es warm und am 14. Juni gab
es Regen. Dann wurde es wieder
trocken und heiß und erst am 21. Juli
öffneten sich die Schleusen des Him
mels: aber der Regen war schon zu
spät, um die Ernle zu retten. Am 8.
August stieg die Hitze bis auf 106 Grad
im Schatten. Und trotz dieser ungün
stigen WitternngSverhältnisse rechnen
mir doch auf eine Halde Weizenernte.
Doch der Bauer muß halt zufrieden
sein mit dem, was ihm der Himmel be
scheer!, und da jetzt die Marktpreise
auch recht gut find, läßt es sich schon
leben. Als im Frühjahr die Kälte
nachließ und bei eintretendem warmem
Wetter die Fluren in saftigem Grün
prangten, da schwollen unsere Herzen
in freudiger Hoffnung,- die leider jich
nicht erfüllen sollte.
Der Menschen Atmbt ftwten
Ten Samen in das Land:
roch Wachsthum und Gedeihe»
Liegt in des Höchsten Hand.
Mit liebevollem Farmergrub an alle
Leser. Andr. Schau«.
A e a n i a a o S i z a
eine Stellung als Hilss-Kassterer in
der Ersten National Bank angetreten.
Ter Ertrag der Ernte ist nicht so
groß, wie erwartet wurde. Weizen
giebt durchschnittlich 9 bis 15 Bushels
per Acker aber die Qualität ist gu..
E e y E i n a bei dem es
im Oberftüdcben nicht g«nz richtig zu
sein schien, mürbe kürzlich hier in da«
Stadtgefängnis jebrscht. E? versuchte
später, das Gefängnis in Brand zu
stecken, was aber rechtzeitig entdeckt
wurde.
Nick Koch ist in White L«ke, um dort
nach seiner Farm zu sehen. Er gedenkt,
spater mit seiner Aamilie ganz dorthin
überzusiedeln.
Frau John RemerS von Lennox und
Frau Henry Lagemann von Illinois
waren zu Besuch bei der Familie Chas.
SrMnhvjj.
Tcuel County.
A! a o ii ElauS Otto war
mit zwei Carladungen Vieh in Chicago.
In einem Saloon in Revillo brach
durch die Gasolin-Beleuchtungsanlage
letzte Woche Feuer aus, dasselbe wurde
aber schnell gelöscht, ehe es größeren
Schaden anrichten konnte.
Diedrich Bremer von Clear Lake ist
von seiner Besuchsreise nach Deutsch
land hierher zurückgekehrt es hat ihm
gut gefallen dort, aber wie er sagt,
möchte er nicht für immer dort wohnen.
Ole Torgenfon von Canby, Minn.,
früher in Clear Lake, ist ebenfalls von
seiner dreimonatlichen Besuchsreise nach
Norwegen letzte Woche zurückgekehrt.
Am 25. August war luth. Gottes
dienst nnd ließen Fr. Erichsen jr. und
Win. Schlechtenberg ihre jüngsten
Kinder taufen.
Diese Woche sangen die Dreschina
schinen an mit ihrer Arbeit. Die Ernte
ist nicht gerade gut, ober auch nicht
schlecht, und wenn der Frost lange
genug ausbleibt, giebt es auch eine
gute Cornernte. Viel und gutes Heu
wird dieses Jahr aufgemacht, denn wir
hatten gutes Wetter dafür.
Die Geschäfte gehen augenblicklich
flau, die Farmer sind mit der Ernte
stark beschäftigt.
Großmutter Krüger starb am 2.
September in Clear Lake im Alter von
80 Jahren und 6 Monaten an Alters
schwäche. Der Leichnam wurde.«ach
Brandon, Wis., ihrer alten Heimath,
Gatten beerdigt zu werden. Ihre
Kinder August, Will' und Hermann
Krüger, sowie ihre Tochter Frau Wm.
Cornell, alle von Clear Lake, u. Chas.
Krüger von Watertonm begleiteten die
Leiche zur Beerdigung.
Die (?. tfc N. W. Eisenbahn läßt
den Viehhof hier vergrößern und ein
Dach darauf errichten. Auch eine
Viehwage wird aufgestellt.
Am Sonntag knallte es tüchtig rund
herum und viele Hühner und Enten
wurden geschaffen.
Jim Hunts Kaufladen in Moritz, 7
Meilen östlich von hier, wurde letzten
Montag Abend durch Feuer zerstört.
Ungefähr vor zehn Tagen brannte der
Stall ab.
In den letzten Tagen ist der Wind
von Nordwest und es ist etwas kühler,
bisher war es ziemlich warm
M. Grunßkt.
Bonhomme County.
A v o n e U n e z e i n e e i s e
heimgesucht von Krankheitsfällen. Sein
10-jähriger Sohn Wilhelm leidet schon
seit letztem Jahre art der Fallsucht und
zwar in solch starkem Grade, daß das
arme Kind weder Tag noch Nacht da
von frei bleibt. Man muß ihn wie
ein kleines Kind füttern. Möchte doch
der liebe Gott das Leiden von ihm neh
ntenljj— Auch mein 17-jähriger Sohn
liegt schon seit 4 Wochen krank zu Bett
infolge einer Verletzung, die er erlitt.
TiePferdo zogen ihn über den Scraper,
wobei er am Rücken schwer verletzt
wurde. Der Arzt hofft ihn aber bald
wieder herzustellen er kann sich schon
etwas bewegen. l)!F".38i^2£
Es ist sehr zu bedauern, wir manche
Kinder sich rücksichtslos gegen ihre alten
Eltern benehmen. Wir haben in un
serer Gegend solche Falle vor Augen.
So lange die alten Eltern noch etwas
Eigenthnm besitzen und arbeiten kön
nen, da sind die Kinder freundlich zu
ihnen wenn sie aber ihr Eigenthum
den Kindern übertragen haben und
nicht mehr viel leisten können, dann hat
öie Kindesliebe ein Ende, die Selbst
sucht tritt an ihre Stelle und die Eltern
werden zur Last. Kinder sollten im
met eingedenk sein, was die Eltern an
ihnen gethiin haben und sollten ebenso
liebevoll die betagten hilflosen Eltern
behandeln, als wie sie selbst von den
Eltern in ihren hilflosen Kinderjahren
behandelt wurden. Das ist Christen
und Menschenpflicht und gewährt den
betr. Kindern selbst eine größere innere
Befriedigung. Thut Gutes, so lange
Ihr noch die Gelegenheit dazu habt,
Morgen mag es vielleicht schon zu spät
sein!
Wenn du noch eine Mutter hast.
Lieb' tie, so lang du lieben kannst.
Die Stunde kommt, eh' du es ahnst,
Wo du am Grabe stehst und klagst.
Dann kniest du nieder an der (Sruft
ttotd birgst die Äuqen trüb und na st
Sie sehn die Mutter nimmcrmchr
In s lange, feuchte Kirchhofsgras.
Und sprichst- schau auf mich herab,
Der hier an deinem Grabc luemt
Bergieb, daß ich gekränkt dich Hab,
O Gott, es war nicht bös gemeint!
Sie aber sieht und hört dich nicht,
Jtomint nicht, daß du sie froh empfängst,
Der Mund, der oft dich küßte, spricht
Rie wieder" ich vergab dir längst.
Die that's, vergab dir lange schon
Doch manche helye Ihtdne fiel
Um dich und um dein Herdes Wort,
Doch still sie ruht, sie ist am Ziel.
Drum, wenn du n»ch die Mutter hast,
Aeb sie, so lang du lieben kannst.
Die Stunde kommt, eh' du es ahnst,
Wo du am «Stabe stehst und klagst.
Unsere fleißigen Danziger sind mit
der Ernte fertig: aber der Ertrag ist
nicht sehr befriedigend. Es ist sehr
trocken aus dem Lande und das Welsch
korn braucht nöthig Feuchtigkeit. Für
Weizen werden 82 Cents bezahlt.
Die Danziger Genieinbeglieber haben
ihre Kirche durch einen Anbau ver
größert.
an alle Leser.
Mich. Pud'will.
S i n i e I a n e a
noch Raum genug für eine gute, unob
hangige deutsche Zeitung in diesem
Staate ist, denn mir wissen zur Genüge,
haß die Dak. Fr. Presse nur in ihr
eigenes H»rn bläst im Interesse einer
gewissen Klasse alter Staatsbeamter,
welche jetzt Eigentümer jener Zeitung
sind. Wenn die Herausgeber des
Herold für Recht und Wahrheit und
das Interesse des Volkes eintreten,
dann wird es der neuen Zeitung auch
nicht an Unterstützung fehlen. Die Fr.
Presse hält ihre Leser im allgemeinen
doch für sehr grün, denn was die ihnen
manchmal vorfafelt, das reicht ans
Unglaubliche. Die glauben, sie haben
nur mit verdummten Rußländern zu
thnn. Das ist meine ehrliche Ansicht.
Ich bin selbst in Rußlnnd geboren und
mar 22 Jahre Abonnent der Fr. Presse.
Die Ernte fiel schlecht aus. Klein
srucht ergab etwa nur 45 Prozent einer
Durchschnittsernte. Die Körner füllen
nicht, denn die Hitze war zu groß.
Aber der Heuertrag war gut.
Man munkelt davon, daß Ex-Bun
des-Anwalt I. D. Elliot Gouverneur
werden möchte. Klug genug wäre er
wohl dazu wenn er nur nicht zur alten
politischen Bande gehören würde.
Wassili Karlowitsch.
y n a i e a e s v e s a
lung der Pionier-AtlocmtioA von Bon
Homme County und die jährliche Tyn
dall Straßen-Fair begann am vorigen
Freitag. Eine große Straßen-Parade
sand statt, und später hielt Gouv.
Crawford eine Ansprache. Es waren
wenigstens 3000 Menschen auf dem
Platze.
S e y W e i e S a e i A
Ihren Wunsch will ich zur Feder grei- f«
sen. Ich bin leider ein schlechter iteber
iuchser, aber zum Ausbau ihrer titling 1
will ich wenigstens einige Steine zu- p.
sammentragen Sie weroen dieselben
wohl zu werfen wissen.
Die Ernte ist in unserer Gegend sv
ziemlich beendet. Mit dem Schnitt
dort a# Ui GeU« ih»»jging ti jtfrs t'chmü, frtea wegeu fetiu,
-a.,
X)XXXXXXX0XXXXXXGHD
Sturm arbeiteten die Leute Tag und
Nacht. Der Sturm hat trotzdem viel
Schaden gethan und besonders der so
genannte Bluestcm-Weizen ist fast gänz
lich ausgeschlagen, so daß mir das leere
Stroh zu schneiden blieb. Stellen
weise hat auch noch der Hagel Schaden
gethan. In der Nacht vom 13. zum
14. Aug. wurde auch ich davon betrof
fen. Ich wurde so gründlich ausge
hagelt, daß ich keinen Acker zu schneiden
habe. Dieses Unglück trifft mich um
so schwerer, als ich auch vor zwei
Jahren, 1905, aushagelte. Damals
bekam ich wenigstens noch 2 Bushel
vom Acker und etwas Com, aber dieses
Jahr gar nichts. Außer dem Hagel
schaden wurde ich auch noch vom Prä
rieseuer betroffen, welches mir unge
fähr 20 Tonnen Heu zerstörte. (Das
ist in der That eine schwere Heimsuch
ung und wir sprechen unserem geschätz
ten Korrespondenten unser innigstes
Bedauern darüber aus. Red.)
Heinrich Wols verbrannten auch durch
Präriefeuer ungefähr 70 Tonnen Heu
und August Schmidt verlor etwa.10
Tonnen ebenfalls durch Prainefeuer.
Der Ernteertrag ist etwa folgender:
Weizen 8 bis 12 Bu., Haser 40 bis 50
Bu. Für Weizen wird 88 Cents und
für Hafer 40 Cents pro Bushel bezahlt.
Hr. Phil. Preßler verkaust aus und
will seinen Laden vermiethen. Was
er ferner zu thun gedenkt, ist noch nicht
bekannt.
Dem „Deutschen Herold" wünsche ich
viel Glück und Segen. I. Schell.
e n n o a u V a e n i n w a
2 Wochen auf Besuch bei Verwandten in
Willow Lakes.
Sam Tjaden und Frau waren »n
längst in Sioux City.
Martin Bültena und Familie find
zu Besuch in Wall Lake, Ja., bei dem
Onkel der Frau Bultena.
Das Eis ist hier so knapp geworden,
daß Privatfamilien überhaupt keins
mehr bekommen können. Gute Keller
bauen, dass geht es auch ganz gut
ohne Eis.
e a i e S u e ö e a a s
Schulhaus Hierselbst renovirt und in
guten Stand setzen lassen, so daß es
jetzt eine* der schönsten Schulhäuser im
County ist.
Harry Hoyer versieht jetzt Alfred
Peters Platz bei Peters & Heeren und
wenn Kunden in den Laden kommen
und Zucker verlangen, dann guckt sich
Harri nach der Sage um. Aber man
kann's ihm nicht verdenken am wenig
sten Montag Morgens.
Herr und Frau Koch kehrten aus
Nebraska zurück, woselbst fie die Pasto
ren .KIottcht, Trubel und Wooffer be
sucht hatten.
Großvater John Peters nebst Sohn
Alfred und Onkel Claus Detjens be
gaben sich auf eine zweiwöchentliche
Jagdfahrt nach her andern Seite des
Missouri in die Gegend von Presho.
Die Herren Bellach u. Fitzgerald
Ein Monat Erfahrung im
Baarsystem. unseres Geschäfts Hat be
wiesen, daß dieses das einzig richtige
System ist, nach welchem man ange
nehme und profitable Geschäfte machen
kann. Das gilt sowohl für den Ver
käufer wie für den Käufer. Das ist
jetzt vollständig erwiesen. Und um
Jedermann zu veranlassen, mit uns
einen Versuch zu machen, offerieren wir
diese hier abgebildete Sprechmaschine
frei mit jedem Einkauf im Betrage
von $25.00, aber nur eine für.iedc
werden in diesem Staate verkaust, als von allen anderen Fabrikaten zusam
men. Wir haben neulich wieder eine
Carladung dieser Instrumente bekom
,men, welche alle anderen an /Ton und
bester
Fabrikation,
von $15.00 aufwärts.
C. A. ÄcÄttllH, Eigenth.
SSeur Falls, So. Dak.
Di« feinsten ftohrmetfe
in der Stadt.
Köstliches Kleinbahnidyll.
In
dein westfälischen Städtchen
Tecklenburg wollte ein Bürger Namens
Hein mit dem Mittagzuge nach Osna
brück fahren. Auf dem Bahnhofe an
gelangt, fällt ihm ein, daß er etwas
vergessen habe und.bittet den Zugfüh
rer. einen Augenblick zu warten.
Spornstreichs eilt er nach Hause, um
das Vergessene zu holen, im Galopp
geht's und. um schneller zu kommen,
auf einem anderen Wege über Hecken
und Zäune zum Bahnhof zurück un
gesehen springt er in den Zug und
denkt: Nim kann's losgehen. Es
ging aber noch lange nicht los. Auf
die Anfrage eines Reisenden wegen des
langen Aufenthaltes erfolgt die Ant
wort: Hein ist noch nicht wieder zu
rück. Da erschallt aus einem Fenster
des Zuges eine Stimme: „Hein sitt jo
all lang in
'n T»g!" Da ging
endlich los."
Pianos
Klangfülle übertreffen. Der Preis ist
nllig und die Zahlungen können ganz
nach Ihrem Wunsch regulirt werden.
Einige gebrauchte aufrechte Pianos, so
zut wie neu, zu Preisen von $85—$125.
Sehen Sie sich dieselben an.
es dtmt
A s e a u n e n n
ebenso wie Venedig, auf kleinen Inseln
erbaut. Be-züqlich der Zahl der Inseln
und Brücken steht Amsterdam der schö
nen Lagunenstadt am nächsten. Ve
nedig liegt auf 118 kleinen Inseln, die
durch 378 Brücken verbunden find, Am
sterdam steht auf 100 durch 300 Brü
cken verbundene Inseln, und Gent auf
26 Inseln, die aber 270 Brücken mit
einander verbinden.
Familie. Wir verabfolgen dazu Ticket»
mit jedem Einkauf von 5c aufwärts.
Verlangen Sie diese Tickets denselben
Tag, an welchem Sie kaufen, licht
nachträglich. Kommen Sie herein,
sehen Sie sich die Maschine an und
hören Sie dieselbe singen und spielen.
Wir garantiren alle unsere Waaren
und unsere Preise find recht. Bedenket,
daß die Waaren ständig im Preise
steigen. Hochachtungsvoll
e s i & e e e n
1
Tea, S.
D.
inn „Ldison"
i!
W. GRAY-TISDALE
von der Universität Edinburgh in Schottland und vom Königlichen Mufik-Konserva
torium zu Leipzig in Deutschland.
a u i e i a n o u n O e
an der Allerheiligen-Schute in Sioux Falls.
Herr Tisdale wird seine Privat-Lehrklassen am 1. Sept. eröffne« und
da nur eine begrenzte Anzahl Schüler angenommen werden können.
baldige Applikationen zu empfehlen.
«iu»to: Suite we* 8 ttttttt» Teuft Block.
Citizens Telephon: 2 2 7 -8 Northwestern Telephon 238-L
Ave Anfträge prompt
besorgt.
£. Leavitt
Leih- und Futter-Stall
haben kjch einen neuen Separator 68»
geschafft.
Herr F. Meier von Chancellor, der
Besitzer des hiesigen Telephonsnstems,
war diese Woche hier um Arrangements
für ein passendes Ossicegebäude zu
treffen UMb ein ,,Hallo"-Madchen an
zustellen. Corr
u.
„Victor"
von $10.00 aufwärts.
Dieben
Hummel
Bros.
Jeder
warme Tag
liefert einen neuen Beweis von der küh
len, arbeitsparenden Bequemlichkeit de»
tic'
Preis: S 14.00 uvd aufwärts.
*2.00 Rabatt für Baamhlimg.
Anschluß frei.
er
ituonpipii
in der Stadt oder auf dem Land
verkaufen ober zu verpachten hat, oder
wer eine Farm, ein Stuck Land oder
ein Stadtgrundftück taufen will, der
geht zu
'.OÜrMllüil'pd'lll!.
im Minnehaha Gebäude,
Dieses ist eine alte intorporirtc.
Land-, Grundkigenthums- und Finanz-- ,.
Agentur, wo jeder Kunde in derreelsten
Weise behandelt wi"d.
104
Die einzig« Heimath des 4k
SCHOONERS,
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