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Deutscher herold. [volume] (Sioux Falls, Süd-Dakota) 1907-1918, September 05, 1907, Image 9

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Nachtrag.)
Neue Liigcn fcftgriingclt.
E» kau« der Beste nicht in Frieden
lebe«, Venn e» dem bösen Räch
bar nicht gefeit.
Es sieht )o au3, als wenn mir vor
den niederträchtigen Berleumdungen
der jetzigen Herausgeber der Dakota
freien Presse nie mehr Ruhe betont iiitMt
sollen, denn die letzte Ausgabe jenes
Blattes enthielt ivieder einen jener
Schmähartikel, durch welche das Blatt
in
letzter
Zeit seinen früheren guten
Ruf besudelt und der alle-? bisher gelei
stete in den Schatten stellt.
sJllv
Sample
Copies wurden dann diese Blätter in
Sionr Fall* und Umgegend an alle
deutschen Adressen versandt, um Sollet
zu schädigen und wir sehen uns zu un
lerem größten Bedauern veranlagt,
nochmals den Raum unserer Zeitung
in dieser unliebsamen Sache in An
spruch zu uehmeu. lim die Lügen, welche
Eilcrmamt Kofitzfi) verbreiten, fest
zunageln.
An der Spitze des Blattes wird, na
türlich ohne Quellenangabe, der Aus
fprnch eines großen Mannes abgedruckt:
„Die Lüge ist wie ein SchitccbnÜ,
„je länger man ihn wälzt, desto1
„größer wird er."
Dieser Spruch paßt in wunderbarer
Weise auf den in derselben Nummer
pnblizirten Berlenmdungsartikel gegen
Sallet.
Wie an hunderte anderer Korrespon
deuten und frühere Freunde, hatte
Sallet auch an den alten Reich in
Rußland Zirkulare gesandt und ihn in
einem Briefe gebeten, für seine neue
Zeitung zu korrespoudiren. Man soll
uns in (Rottes weiter Welt einen ver
nünftigen Menschen zeigen, der in dieser
Handlungsweise eallet-3 ein Beibrechen
sehen kann. Tie Herausgeber der Fr.
Presse aber nennen es einen „Raubzug
Sallets". Reich war Sallet näher be
freundet, als viele andere korrespon
denten. Die Leser der D. Fr. Pr.
wissen, was Sollet für Reich gethau:
Sallet houorirte seine Korrespondenzen
besser als Krause «fc Ellermoi'.n es vor
her gethan hatten: Sallet veranstaltete
anläßlich des r»(Mftcn Reich-Briefes eine
Kollektion für den alten Herrn, welche
diesem eine große Summe Geldes
und Sallet die „ewige Tank
a k e i t" Reichs einbrachte. Was
mar nun natürlicher, als daß
Sallet sich seines alten „dankbaren"
Freundes Reich wieder erinnerte und
diesen um Beitrage sür seine Zeitung
bat? Reich lehnte in einem sehr Höf
lichen Briefe an Sollet dessen Bitte ob
mit der Begründung, er sei schon mit
82 Jahren zu alt, um noch eine solche
Verpflichtung auf sich zu nehmen es
werde ihm schon schwer genug, seine
Korrespondenzen an die D. Fr. Pr. zu
erfüllen: aber da er schon solange
Dahle für jene Zeitung arbeite, möchte
er es auch weiter thun, so lange er es
vermag lange wird es ohnehin nicht
mehr danern usw. Wir permnthen,
daß Reich auch einen ähnlichen Brief an
die Heransgeber der Fr. Pr. schrieb,
um denselben seine „ewige Irene" zur
„Cllen Freien" zu beweisen: können
aber nicht glauben, daß Reich den
schändlichen Schlußsatz selbst schrieb,
sondern sind überzeugt, daß derselbe
von den Herausgebern der Fr. Pr. er
funden wurde. Dieselben nehmen es
erwiesenermaßen mit Reichs Briefen nie
genau und es mag leicht möglich sein,
daß sie nächstens wieder eine ähnliche
Entschuldigung erlassen müssen, wie sie
neulich in der Odessaer Zeitung bekannt
machten. Ein Leser des Schandartikels
in der Tat. Fr. Presse schreibt uns
darüber:
„beehrter Herr Sollet! Es wun
dert mich über Herrn H. Reich in Ruß
land, weil er an die Dakota Fr. Presse
so schreibt über Sie, und es weiß doch
Jedermann, was Sie für ihn gethan
haben. Sie haben ihm soviel Geld zu
geschickt in der schlechten Zeit und jetzt
schreibt er „Pfui, Sund uud Schand!"
Aber der sollte sich schämen, so zu schrei
ben. Das Wort Pstti trifft nicht Hrn.
Sollet, sondern Hrn. Reich. Denn
Hr. Sallet hat ihm Gutes gethau er
aber bedankt sich wunderbor dagegen.
Ich bitte, laßt ihn doch ganz weg von
Eurer Zeitung und weint er auch K or
respondenzen einschickt, nehmt es nicht
an, denn viele Leute lesen seine Korre
spondenzen nicht gerne. Ich wünsche
Ihnen viel Glück in Ihrem neuen Un
ternehmen uud es sreut mich, daß Sic
sich nicht abschrecken lassen von der Dak.
Fr. Presse. Ich will Ihnen behilflich
fein und soviel thun wie ich kann und
habe gute Hoffnung, daß wir viele
Abonnenten bekommen werden."
Nach der vermuthlicheii Fälschung
von Reichs Brief tischt die Fr. Presse
ihren Lesern wieder die knüppeldicken
Lügen aus Salicis früherem unglück
lichen Ehelebeu auf, welche ihren Ur
fprung in boshaftem Weiberklatsch
haben und feinen Platz in einer anstän
digen Zeitung verdienen.
Dann kommt eine neue Lüge: „daß
Sallet den Postmeister in Yankton um
ifctiu betrog und ihn auslachte."
Diese neue Lüge Eilermanns & Kositz
ti)s hat ihren Ursprung wahrscheinlich
in folgendem Borkominniß: Als Sallet
die Dakota Freie Presse herausgab,
schenkte er allen seinen Lesern jedes Jahr
zu Weihnachten einen hübschen Wand
kalender. (Die damaligen Leser werden
sich dessen noch heute gut erinnern.)
Diese Kalender wurden ans schönem
Papier in gefälligem Druck hergestellt
uud als Beilagen mit der Zeitung ver
fandt. So war es jahrelang geschehen
und so geschah es auch zu Neujahr
1 (Kurz vorher vertheilte Sallet
außerdem noch über 3m Dollars in
Prämien an seine fleißigen Abounen
tensammler, was aber Eilermann &
Kositzh) auch nicht thaicit, sondern die
versprochenen Prämiengelder lieber in
ihren eigenen Taschen behielten.) Kurz
nachdem die Kalender versandt waren,
erhielt der Postmeister von Yankton
einen Rüssel vom General-Postamt ans
Washington, daß er entgegen den neuen
Bestimmungen des Postgesetzes eine
Kalenderbeilage in der Dak. Fr. Presse
zur Beförderung angenommen hatte
und dafür $1)0 einschicken solle. Dieses
neue Gesetz war, wie später in Ersah
rung gebracht wurde, im Herbst 19or
angenommen worden und Sallet wußte
ebenso wenig davon, als der Postmei
ster von Wnkton, bellen Pflicht eS aber
war. sich mit den neuen Postverord
nnngen bekannt zu machen und die
Zeitnngsheransgeber in feinem Orte
davon in Kenntniß zu setzen. Hütte
Sallet damals eine Idee von dem B.'r
bot der Weihnachtskalender gehabt,
dann hätte'er doch selbstverständlich die
erheblichen Kosten sür die Herstellung
und Bersendung dieser Kalender ge
spart und das Geld in seiner eigenen
Tasche behalten, wie E Hermann und
Kofjtzky es seither gethan haben. (Oder
haben die Leser der Dakota Freien
Presse schon einen Wandkalender jener
Ztg. gesehen, seit Sallet heraus ist?)
Dieses Kalender-Borkominniß entstand
also einzig und allein ans der Unkennt
uiß des ^ianktoner Postmeisters mit den
neuen Postgesetzen. Sallet hatte damit
gar nichts zn thun. Das General
Postamt in Washington behandelte die
Sache auch demgemäß und verlangte
v o in o st in e i |t e die Summe von
iMiO als Straft* sür sein Bersehen. An
Sil lie ist von Niemandem die Auffor
derung ergangen, auch nur einen (Sent
diefer Strafsumme zu zahlen. Im Ge
geilt heil, in seiner Gutmüthigkeit erbot
sich Sallet dem Postmeister, persönlich
die Hülste der Strafe auf sich zu »eh
ineu. Postmeister Edgerton sagte je
doch, er werde an Senator Gamble
schreiben, mit dem er befreundet fei uud
der werde die Sache in Washington mit
dem General-Postmeister wohl in Ord
nung bringen er hoffe, es wird sich
schon machen. Sallet hat dann über
die ganze (beschichte kein Wort weiter
gehört, bis die Freie Presse jetzt einen
großartigen Betrug daraus fabrizirt.
(5s ist uns noch ganz genau erinnerlich,
daß in jenem Jahre ähnliche Kalender
noch in unzähligen anbeten Zeitungen
des Landes, wie früher, versandt wur­
Ertlll-VeilM des „Denlichen Hmiid. £itmr
den: wir haben aber von keinem einzi
gen Falle gebort, wo solche Handlung
als Betrug jener Zeitungen an den
CVtS Postmeistern ausgelegt wurde.
Das bringen eben nur Elleinutiut &
Kositzh) in ihrer feilen Presse fertig.
Dieser Umstand zeigt uns aber auch,
daß der Postmeister von Yankton mit
den Heransgebern der Fr. Pr. im Ein
vernehmen steht, tun Sollet zu ruini
ren, sonst hätte er diese Geschichte, die
doch nur ihn selbst als nachlässigen
Beamten biosstellt, gar nicht dem Eller
mann erzählt.
Des weiteren faseln die Mnktoner
von dem Eindringen Sallets in das
Territorium der Freien Presse und von
der gestohlenen Abonnentenliste. Diese
Lügen fallen ebenso in ein Nichts.zu
stimmen, wie alle anderen. Das Ter
ritorium der ^)anktoner Zeitung ist die
Stadt und das Eounti) Äankton so
heißt's im Staatsgesetz. Ellermann
und Kositzh) aber scheinen zu glauben,
daß in den ganzen Staaten Süd- und
Nord- Dakota, Nebraska, Eolorado.
(Kalifornien, Washington und wo sonst
noch die Dak. Fr. Presse gelesen wird,
keine andere Zeitiuni herausgegeben und
gelesen werden dars als die ihrige. Sallet
taufte ein schon bestehendes altes Zei
tungsgefchäft in einer anderen Stadt und
hat'das moralische und gesetzliche Recht,
seine Zeitung zu vergrößern uud zu ver
breiten, soviel in seiner Macht steht.
Die Korrespondenten der D. Fr. Presse
und sonstigen Freunde Salicis wissen,
mit welcher Mühe er die Adressen ge
sammelt hat, an welche jetzt diese Zei
tnitg versandt wird. Bon Hunderten
von (Einsendern sind uns tausende von
Adressen geschickt worden. Tic Freie
Presse bringt ja die Namen uud Adres
sen ihrer Korrespondenten zugänglich
für die ganze Welt und wenn wir an
solche bekannt gemachten Adressen Zir
kulare verschicken, so ist das ebenso
wenig ein Diebstahl, als wenn wir an
die uns von allen Ecken und Enden
zugesandten Adressen Probenummern
versenden. Das ist unser gutes Recht!
Bon welch ungeheurer Wuth übri
geus die Herausgeber der D. Fr. Presse
gegen Sallet erfüllt sein müssen, erhellt
mi) dein S ch ii des vorerwähnten
Berleumduugsartikels. In den Wor
ten ..Um Sallets Burg kreist schon der
Pleitegeier und es sollte uns gar nicht
wundern, wenn er eines Tages sein
Schwindlerdasein plötzlich endet" ist der
Wunsch der Bater des Gedankens, denn
nichts wünschen die
Unter
sehnsüch­
tiger herbei, als daß Sollet gleite ma
ch.'n und verenden möchte. Die Erfül
lung des ersten frommen Wunsches wer
den die Herren wohl nie erleben, denn
die $35,000, welche Sallet aus dem
Berkauf der Dak. Fr. Presse zog, ret*
che ii noch eine gute Weile vor und au
ßerdem stehen hinter Sollet noch kapi-
Bitte, geben Sie dieses Blatt Ihrem deutscheu Nachbar zum LeM! HC
S. D.
Mls,
tn(starke Männer, die Bertratieit iit
seine Fähigkeiten setzen und bereit sind,
sein' Wert thatkräftig zn unterstützen.
Wenn aber der zweite fromme Wunsch
über das plötzliche Ende Sallets in Er
füllung gehen sollte, so werden die Be
Hörden nicht lange zu suchen brauchen,
um die e u che ö rde zu entdecken.
Wie unliebsame Persönlichkeiten b- tseite
geschafft werden, das hoben die Leser ous
den Enthüllungen im Haywood Pro
zeff'e gesehen. Ein wo hrer Freund
Sallets schreibt letzterem in besorgter
Weise: „Bedenke aber, daß es solchen Ha
hinten, wie Du sie zu Gegnern hast, aus
einen euchelinord mehr oder min
der nicht ankommt, und Meuchelmörder
zu dinge
it, ist manchem ver
muthlich ein Hauptspaß. Bedenke, daß
jenen dunklen Ehrenmännern alle Mit
tel recht sind, die ihren (Dir tödtlicheif)
Zwecken dienen. Wie meuchlerische
Anfälle und Pläne aussehen, hast
Du in Deinem Leben hinlänglich e r
fihre n. Gott schütze Dich!"
(Int letzten Satze nimmt der Schrei
ber des Brieses Bezug auf ein Kom
plott, welches im Herbst 1902 in Wis
consin geschmiedet war, um Sollet ous
einer Jagd im Wolde „v erungl it
(fen" zu lassen, wie so viele Jäger
dort verunglücken. Durch einen Zufall
oder richtiger: durch gütige Fügung der
Vorsehung wurde Sollet damals be
wahrt, in die ihm gestellte Falle zu
tapsen. Der Hauptheld jenes Eont
plotts, ein Finne, verduftete dann,
nachdem er viele Leute betrogen und
eine Familie unglücklich gemacht hatte.)
Aus vorstehenden und früheren
Aufklärungen werden die Leser nnnj
wohl zur Genüge gesehen haben, daß
die Beschuldigungen der Fr. Presse!
gegen Sallet auf lauter Dunst ausgeh
baut find und den Zweck haben, Sallet
ans dem Wege zn räumen. Mancher^
Leser wird sich zwar fragen:' Warum
verklagt denn Sollet nicht seine Ehrab-j
schneidet? Ist denn keine Gerechtigkeit
in diesem Lande? Das ist leider nicht
so einfach, wie es den' Anschein hat.
Neben Eilermann und Kositzh) stehen
deren Theilhaber Haltnau und Lusk:
ersterer ein gewiegter Advokat, Lusk
Herausgeber einer engl. Tageszeitung,
EHermann Bundesbeamter: alle drei
führende Politiker im Steinte. Hinter
u.
gegen Windmühlen kämpfen würde,
weint er allein gegen dieses übermächtige
Konsortium den Klageweg beschreiten
wolle. Nachgerade wird es wohl allen
Lesern klar geworden sein, daß die ganze
Bekämpfung Sallets durch die ?)auk
toner einen politischen Hintergrund hat,
denn die Aanktoner fürchten nicht mit
Unrecht, daß Sollet ihren politischen
Einfluß reduzireu könne. Tie Tat.
Fr. Presse wendet sich mit ihren Ber
ieumbungeit an die deutsche Bevölkerung
und ein gleiches thut daher Sallet mit
feinen'Rechtfertigungen. Das Urtheil
des Polles steht über alle Urtheile der
Gerichte. Die höchsten Beamten wen
den sich, ebenso wie Sollet eS thnt,
direkt an's Bolt, wenn sie von ihren
Gegnern verleumdet werden. Im
„Argus-Leoder" vom 27. Aug. lasen
wir z. B.: Bundessenator Kittredge
wendet sich jetzt direkt ans Bolk, wos er
schon früher hätte thun sollen aber
neuerdings ist er von seilten Gegnern
fo heftig, so niederträchtig und so ge
mein angegriffen worden, doß der Se
nator jetzt direkt vor dos Bolk im
Staate geht, und ihm die Sache vor
legt."
Erfahrene Rechtsgelehrte, die Sollet
um Rath fragte, 'riethen ihm ob, den
Gerichtsweg zu betreten, do er wohl
kaum darauf rechnen könne, in Süd
Dakota einen Richter zu finden, der den
gewaltigen politischen Einfluß der
Aanktoner und ihrer Hintermänner mit
beut ganzen Einfluß der machthabenden
Partei im Staate igiumren würbe.
Die besten Frennbe Sallet's sagen:
„Du darsst Deine Familiengeschichten
nicht in bie Gerichte zerren lassen
Du hast Rücksicht zu nehmen Laß
bie Köter bellen und sage Dein Holz!"
Die Gegner Sallets kennen ihre
Macht und mißbrauchen dieselbe in
der bekannten Weise, um Sallet aus
dem Wege zu räumen, denn sie fürchten
nicht mit Unrecht, doß Sollet ihr schänd
liches Treiben in den politischen Kam
pagnen aufdecken werde uud es dornt
mit ihrer Macht zu Ende sei.
Sollet kämpft, einen sehr schweren,
ungleichen Kampf gegen Giganten. Im
Bertrauen aber auf fein Recht und auf
das RechUichkeitsgefühl der ganzen
deutschen Bevölkerung von Dakota
hofft er ihn mit Erfolg zu Eude führen
zu können. Er wendet sich direkt att
das Bolk. als das höchste Forum, und
ist überzeugt, daß dieses gerecht Über
ihn urtheilen wird. Die zahlreichen
Beweise der Sympathie, die Sollet nach
bekanntwerden seines Unternehmens
täglich aus dem deutschen Bevvlkerungs
kreise beider Dakotas erhält, stärken ihn
in der Hoffnung, daß dos Bolk ihm
beistehen wird, diesen Kamps gegen
politische Ausbeuter mit Erfolg durch
zuführen.
I
diesen steht zunächst der Bundessenator
Gamble als stiller Theilhaber in Lusk'Sz
Zeitung, welche dos Leiborgan desj
Bundessenators ist, dann der Gonver-'
nettf* Erawford mit seinein ganzen
St tbe von Staatsbeamten, welche durch
die Bemühungen des Hanktoner Kon-^
sortinms in ihre Aeutter kanten und
denselben daher zu Tank verpflichtet sind.'
Diese höchsten Beamten des Staates,
wieder möchten einen solchen Einfluß auf
die Richter tut ganzenStaate ausüben,!
daß Sollet von vornherein eilten Kampf
In ihrem Antrittsschreiben an die
Leser Ende März 19(H) sagten die jetzi
gen Herausgeber der Dak. Fr. Presse
u. A. wörtlich: „Bezugnehmend auf,
die Abschiedsworte des bisljerigen He?-'
ausgebers. Herrn F. W. Sallet, toil
lteit wir ben geehrten Lesern die BeH»
sichernng geben, baß es unser ernstes
Bestreben sein soll, indem alten, so
wohlwollend anerkannten
Geiste fort zuarbeiten. 11»
e n e n z e s a e s w i
republikanisch unabhängig, fein
Ton stets vornehm feitt," Wie
die Herausgeber dieses Versprechen ge
halten, das wissen die Leser jenes Blat
tes gerade so gut wie wir: Die ilitab*
häugigkeit wird an den Meistbietenden
verkauft und die Vornehmheit des To
nes, welche in der Fr. Presse unter
Sollet herrschte, ist auf ein Niveou ge
sunken. wie es küminelfelige Fischweiber
in den norddeutschen Hafenstädten ein«
nehmen. Wie könnte es auch anders
fein Boniehmheit ist Individuen an
geboren. Rodaupolitikanten können nie
vornehm fein, sonst wären fie nicht dsO
was sie sind.
Wir schließen diefe Kontroverse mit
einem Berse, den wir auf der Rückseite
eines Lpser'fchen Bildes finden und der
geeignet ist, den wahren E a o t«
ter Sallets in's zechte Licht zn stel
len. Den BerS hat Lyser. der damalige
Hilfs Redakteur Toilet's, selbst ge
reimt uud eigenhändig ous dem Bilhl
niedergeschrieben. Er lautet:
x\n
meines l'ebenS bewegtem Spiel«
Fand ich der Prinzipale wohl viele
Von oll en, bit oenoeiibbar mich fanden.
Hat keiner mich besser a[-3 3a£lrt vcrMndm:
Und nach meinen! ode seibsl mag man es Utetl,
£49 et
mu em iiiUUtr Freund «nch ste,veeq.
Gustav L?s«r."'
Lesern, welche sich fftr
Sollets Familien-Angelegenheiten inte»
ressiren. diene kurz Nachstehendes zur
Aufklärung: Sallet führt jetzt ein recht
glückliches Familienleben feine jetzige
Gattin ist eine ideale Hausfrau und
Mutter sein ältester und sein jüngster
Sohn hoben in seinem Haufe ein glück
liches Heint. Sollets geschiedene Frau
lebt mit den übrigen Kindern in Wis
consin in zufriedenen und glücklichen Bet«
hältuissen. Nichts in der weiten Welt
stört dies.» glücklichen uud zufriedenen
Zustand, als die böswilligen Angriffe
und Berleumdungeu Ellermanus und
Kositzkys, die nicht nur darauf gerichtet
sind, Sallet geschäftlich zu ruiniren,
sondern auch das gute Einvernehmen'
in feiner* Familie und Berwandtfchaft
zu untergraben.
Wirst Du, lieber Leser, solche« ni|l|
geschehen lassen, ober wirst Dil Sollet
zu seinem Recht verhelfen dadurch,
doß Du für seine Zeitung Abonne«
ten sammelst und Korreiponden^en
einsendest?
4" 5

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