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Deutscher herold. [volume] (Sioux Falls, Süd-Dakota) 1907-1918, December 12, 1907, Image 1

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r*
E
Jahrgang 18.
Äun hat sich wieder über Stadt und Land
Ein grauer Nebelchleif ausgespannt.
Die oointe, die ihr Vlntliv jüucjft noch freier
Zur^.chau truq, hüllt ch jet?t in einen Schleier
Und io beweist und iclbtt die .viinunelStiaft:
(£g ist v'T^eit so vieles schleierhaft.
Der hellste ^lick kann sich kein Vicht erzwingen,
Da« schärfste Rohr kein »Jtebeltneer durch
dringen.
Hoch wenn es an dem lieben HimmelSlicht
UnS uoimittage und nachmittags gebricht.
Da Helten weder.Ulagen noch Sentenzen,
Sil suchen es elektrisch ui ergangen.
ES roeip die ^elt sich allenthalben Rath,
'©tum flammt es auf, noch eh der Abend naht,
©«.strömt das Vicht hervor aus loujend Quellen
Die trübste Zeit des Jahres zu erhellen.
Trüb aber bleibt's im Wald nnd auf der Au,
Wie ist es kohl mtb fühl und nebelgrau,
D«e letzten Blätter mtb verdorrt, verdorben
Und die Natur tast ganzlich ausgestorben.
y„o doch streift einer noch vergnügt einher,
Das ist der Waidmann mit vein Schießgewehr
Und auch der Ireiber bars nicht mußi^ bleiben,
S» herrscht auch dratcheu noch ein frohes
Treiben!
Denn was dem Menschen viel Vergnügen macht
Zu jeder Zeit, ist zweifellos die Jagd,
Die man betietbt auf jeglichem (Gebiete
In Stadt und Vaub steht sie in höchster Blüte.
Der eine schiept den Hirich mit kaltem Blut,
Der andere macht nur .^agd au? ("elb und (Witt,
Und brave Mütter lassen'5 selten bleiben,
Die vagb auf Schwiegersöhne zu betreibe».
Allüberall gibt? viel Hallt halloh,
Der gute v.'tenstit) ist gern des Lebens froh,
Und sollt er sich um Nach! und Ruh betragen,
Er sucht und liitbet Hier und dort Vergnügen
Man must, so sagt der kluge Optimist,
Da«- Vebett eben nehmen wie es ist,
Und wer das tut, dem wird es schon gefallen,
Ob draußen auch die grauen Nebel wallen!
Die Welt ist anspruchsvoller, mehr denn je,
tU
ier gibts ein Fest und dort gibts Soiree.
tausend Kunstgenüssen soll man eilen
Und manchmal mochte matt sich schier jerteilea:
Im Nebel zieht mau jeden lag Hinaus
Und stark umnebelt kehrt man heim nach Haus,
Doch wird bei Nebel auch zum „Xrcnbbeieiter,
Wenn 'iveie gehn zum Stelldichein!
.i it st Heiter.
Präsident Roofevelthat
bekanntlich veranlaßt, daß auf beti
neuen Goldstücken, welche jetzt geprägt
werden, das Motto "In God wc
trust" (Wir vertrauen auf Gott) fort
getanen ist. Mit Bezugnahme auf die
Perordnung machte neulich auf einem
Bankett ein Redner die scherzhafte Be
merkung. daß der einzige Trust, den
Roosevelt bis jetzt „geduftet" hat, das
Wort „Trust" auf den Goldstücken sei.
schen Flotte nach dem Stillen Meere
erregt doch ungeheures Aufsehen in der
ganzen Welt. Während man in Eu
ropa vor Staunen ob solcher Macht
entfaltung Onkel Sams eigentlich nur
neugierig die Augen aufreißt, beobach
tet Japan diese Flottenverschiebung
mit der gespanntesten Aufmerksamkeit
etwa wie ein Tiger den Löwen, der
sich im Vollbewußtsein seiner Kraft un
genirt in des ersteren Revier hinein
»Mt.
A e A u e n w e e N A i e
e a e n a S e e s u e i
tet sein, wo General Stößel, der „Held
von Port Arthur", vor dem Kriegsge
richt steht, um sich auf die Anklage zu
verantworten, Port Arthur vorzeitig
übergeben zu haben. Nach der Stim
mung zu urtheilen, die aus der russi
schen Presse weht, hat Stößel keine
Aussicht, gerechtfertigt aus dem Prozeß
hervorzugehen. Er ist vielmehr dazu
ausersehen, für die Fehler der Kriegs
leitung zu büßen. Gleichwie Frank
reich sich über feine Niederlagen 1870-
71 nicht eher trösten konnte, als bis es
einen Sündenbock in der Person des
Marschalls Bazaine fand, fo scheint
auch Rußland begierig nach einem
Süudenbock zu sein, und Riem An
schein nach ist Stöße! dazu ausersehen.
Wir werden über den Verlauf dc4 Pro
z-ffes ausführlicher berichten.
N a e o u v e n e u
Crawford feine Kandidatur für den
Bundessenat öffentlich angekündigt und
Kittredge ebenso unzweideutig zu ver
stehen gegeben hat. daß er fein eigener
Nachfolger fem möchte, sind die aegne
tischen Geister schon recht deftig aufein
ander geplatzt. Stinkbomben fliegen
hinüber und herüber. Es ist wirklich
ekelerregend anzusehen, wie die proses
sionellen Politiker im Schmutz wühlen,
um einander zu besudeln. Tie Kaudi
baten für hohe Aemter sind im Durch
schnitt achtbare Männer und lange
nicht so schlimm, als sie von dei Geg
nern gemacht werden aber ins Gefolge
der politischen Größen drängen sich ge
wöhnlich die Aemterjäger, wie die Mü
den um's Licht, denen nur darum zu
thun ist, einen Brocken von der Partei
krippe zu erhaschen. Diese sind es,
wxlche die Dreckschleudern besorgen.
Das Volk wird wohl daran thun, die
sem Partei-Ungeziefer kein Gehör zu
e i e n s o n e n s i u u n a n
gige Leitungen belehren zu lassen und] keine
sein eigenes Urtheil
darnpch zu bilden, «gebraucht:
Hy,, yachstehende Preise:
Wer 3 neue Abonnenten einsendet, erhält diese Zeitusg .. üy
»LS .AviurV
4*
1
:*-.•
Präsidenten Roosevelt wird von der
einen Seite als fauler Witz betrachtet,
von der anderen Seite aber sehr ernst
genommen. Zu der ersteren gehören
alle Diejenigen, welche Roos°velt aus
dem Grunde ihres Herzens zum Kuckuck
wünschen und zu der letztere« Diejeui
gen, welche begierig auf einen Brocken
von der Parteikrippe warten. Tie besten
Bürger sind wahrscheinlich diejenigen,
denen es nicht so sehr auf die Perion,
als vielmehr auf das System ankommt,
unter dem das Land verwaltet wird.
I e u s e n e i s a e
äußerte sich -Fürst Bülow in den wärm
sten Ausdrücken über die Reise des
Kaisers nach England. Für die dem
Monarchen zu theil gewordene herzliche
Aufnahme dankte er im Namen Deutsch
lands dem britischen Volk. Die nun
mehr glücklich gehobene Spannung,
welche so lange zwischen beiden Ländern
bestanden, habe auf gegenseitigem Miß
verstehen beruht. Jeder habe den An
dern Hintergedanken und Schlechtes
zugetraut. Heute erwidere und tbeile
Deutschland die freundschaftlichen (*e=
fühle Englands.
tet mit Riesenschritten vorwärts. Letz
ten Sonntag waren in New ?)ork alle
Geschäfte nnd Vergnügungen unter
sagt. d. keine Läden und Wirt
schaften durften offen halten und keine
Theatervorstellungen und Tänze durf
ten stattfinden. Dafür wurden aber
vom freiheitsliebenden Elemente jener
Stadt großartige Protest-Verfammlun'
gen abgehalten, worin Beschlüsse ge
faßt wurden, sich in geeinter Macht der
Prohibition entgegen zu stemmen. In
einem Aufruf an die Teutschen in
Groß-New ^jork heißt es: „Durch die
Entscheidung des Richters Ö'Gorman
wird die Abhaltung des harmlosesten
Sonntags-Vergnügens zur ungesetzli
chen Handlung gestempelt, und Polizei
Kommissär Bingham bat erklärt, tr
werde sich strikt an düse Entscheidung
halten. Teutsche! Der letzte Rest un
serer persönlichen Freiheit ist bedroht.
Laßt Euch von dem Eifer unserer ge
meinsamen Feinde, der Mucker, nicht
beschämen, macht auf, setzt alle Eifer
füchtelei bei Seite und findet Euch zu
einer Massen Protest- Versammlung
ein!" usw.
O s k a e Z w e i e A Z U i
vou Schweden, ist im Alter von 78
Jahren, 9 Monaten und 17 Tagen in
Stockholm gestorben. Mit ihm schied
einer der edelsten und gebildetsten Für
sten unserer Zeit. König Cskar hat sich
nie als Herrscher gefühlt: er war viel
mehr bestrebt, der erste Diener seines
Volkes zu fein. Mehr als der Regie
rung lebte er der Kunst und Wissen
fchaft. Unter feiner Protektion tagten
bedeutende internationale Gelehrten
Kongresse in Stockholm er war selbst
ein Gelehrter und beherrschte fast alle
Knltursprachen. Er war auch ein gott
begiiadeter Dichter nnd seine Hymne an
die V ft fee ist in fast alle moderne Spra
chen übersetzt doft alle Übersetzungen
können nicht die tiefempfundene Poesie
wiedergeben, wie sie der König in sei*
ner Landessprache zum Ausdruck bringt.
Zur Ehre des Verstorbenen bringen
wir hier die zwei schönsten Strophen
dieses herrlichen Gedichtes zum Ab
druck:
Du blinsuide hat som m&og tusaode ftr
jWot Skandiens lctippor nar slag't,
Som brutit din bo ja hvar gryende vir
Och frigjord i fjärran har dragit
Dig egnas min säng, ty jag längtar dit ut,
När böljorna slä emot skären.
Du fria, du stolta, du brusande väg,
Du sköna, du glittrande klara
O, sjung mig de härliga strider du säg
Och lär mig din säng att förklara!
Jag lyssnar med tjusning tili sagao »4 rik,
När böljorna slä emot skären.
Die Nachfolge auf dem Throne
Schwedens geht jetzt ou| den ältesten
Sohn des verstorbenen Königs über.
In einer Versammlung des Staats
rathes am Montag leistete der
neue König den Treueid unter dem
Namen „Gustav der Fünfte". Die
Prinzen leisteten dann dem König den
Treueid und der neue Monarch nahm
die Huldigung der Staatsbeamten
entgegen.
tritt am 16. Dezember ihre lange Reife
um die ^üdspitze Amerikas nach dem
Stillen Lzkan an. Dieselbe wird be
stehen aus Vi Schlachtschiff'». 8 Tor
pedoboot-Zerstörern mit einem Begleit
schiff, 2 Materialdampfern und einem
Reparaturfchift. Die Torpedoboots!ot
title ist bereits anfangs des Monats
abgefahren und wird bei Porto Rico
die Hauptflotte erwarten. Die Verpro
viautirung dieser gewaltigen Flotte war
leichte Aufgabe, denn es werden
Je eine Milliojj Pfund
Preise fiir Adonnentensaunnler
^Um'^den „Hcutschen Hersld" so schnell als möglich in allen deutschen Ansiedlnngen ztt fht t» Itiir
»Mens, Opfer zu bringen, und offeriren den Freunden dieser Zeitung, welche in ihrer Nachbarschaft Abonnenten wer-
Cj,
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...x.. f..
Eött: mindestens 10 neue Abonnenten einsende!, erhält ....5./..%i 5.0f) tirnzt
HVer minCiNeils 25 neue Abonnenten einsendet, erhält
...$
15.00 btinf
Stier mindestens 50 neue Abonnenten einsendet, erhält .. .-»7. .v'.*5 ti i. .IV. .-f. 40.h baar
ILer mindestens 100 neue Abonnenten einsendet, erhält |100.tH daar
'Diese VreiSbewerbung ist offen bis zum 1. Januar 1908. Mit fcbtitt
von bl.50 gleich einzufenden. Tie ^rtheilung der Preife erfolgt zu Neujahr nach Prüfung der Listen Man gehe
sofort an die Arbeit, denn die Zeit ist günstig. Um hohe Preise zu gewinnen, empfiehlt es sich, wenn zwei oder drei
Sammler sich zusammen schließen und dornt die Preise theilen. Abonnements nach Deutschland, Rußland oder Canada
zählen auch jedoch sind für solche $2.50 einzusenden. Man adr-n'sire alle Einsendungen
Msä-v, #e*4»lb llublifhinfli GZo», Sisux Faüs, S.
,$ic«' f.* i«*' "I h.
ti 'Va
frisches Fleisch, Gemüse und Mehl,
500,000 Pfund eingemachte Früchte
und Fruchtmus. je 400,000 Pfd. Erb
sen und Gemüfekonserven. 200,000Pfb,
Schinken, je 100,000 Pfd. Kaffee und
Milch in Dosen. 15,000 Pfd. Thee, je
5000 Pfd. Speisesalz. Pfeffer und
Senf, 40,000 Dutzend Eier. Die Koh
lenergänzuug dieser mächtigen Flotte,
die- außer den von den Panzern selbst
geführten Vorräthen etwa 125,000
Tonnen erfordert, soll größtenteils
durch lO Kohleuschiffe der Kriegsmarine
besorgt werden, die je von 2200 bis
4000 Tonnen fassen. Fünfmal werden
unterwegs Kohlen eingenommen, und
hieraus ergiebt sich die Route, die über
Rorto Rico, Rio de Janeiro, Sandy
Points in der Magcllan-Straße. Eallao
in Peru unb Magdalena Bay auf der
Westküste von Mexiko, führt. Die An
kuuft dort ist auf bat 9. bis 19. März
1908 vorgesehen. Die Ankuust in San
Francisco soll, nach einer dreißigtägigen
Rast und Schießübungen in mexikani
schen Gewässern, gegell Ende April 1908
erfolgen. Die Gesainmtentsernung be
trägt 13,772 Seemeilen. Die Fahrzeit
ist auf 03 Tage, der Aufenthalt in den
Häfen und die Zeit für die kriegsmäßi
gen Schießübungen ist auf 52 Tage
bemeffen. Bei der Torpedoflottille er
höhen sich diefe Zahlen auf 71 und 62
Tage.
möglich halten, welch ein Blödsinn auf
literarischem Gebiete produzirt und dem
Publikum als geistige Nahrung vorge
fetzt wird. Hin nnd wieder geht uns
ein Ehicagoer Blatt anarchistischer ?en
denz („Ter Vorbote") zu, welches uns
diese Aeußeruug abnöthigt. Neuerdings
wurde darin in einem feuilletonistischen
Artikel die Lüge des Kindes den Eltern
gegenüber verherrlicht und in der letz
ten Nummer finden wir an der Spitze
des Blattes folgenden widerlichen »Auf
ruf":
Jeder Erwachsene soll den Kindern dankbar
sein,
Der Lehrer»soll den Schüler» dankbar sein.
Der Gegenwärtige soll den Kommenden
dantbai fem.
Durch dt« Dank nach rückwärts ist die Knecht
schaft gekommen,
Durch den Dank nach vorwärts
Müssen die Sklaven freie Menschen werden
Und muß.alles irleub ein Vitbe haben.
Seit Jahrtausenden strebt das Men
schengeschlecht nach Wahrheit und nach
Veredlung seiner Rasse und dann kom
men solche GeisteSkrüppel und verHerr
lichen die Lüge, aller Laster Anfang,
und wollen die Errungenschaften tau
fendjähriger Kultur umstürzen! Dieser
Ausschuß der Menschheit hat es doch
nur dem heutigen hohen Kulturzu
stände zu danken, daß er überhaupt mit
solchen Tendenzen an die Ceffeiitlichteit
treten darf. Die Gesellschaft ist eben
heute nicht mehr so engherzig wie früher
und denkt: Narren darf man Mht
ernst nehmen!
V o n z i a e n a
in Nero ?)ork eine ähnliche Geldkrisis
aus, wie diesen Herbst, und theitte sich
England und dem europäischen Konti
nent mit. Am 13. Oktober 1857 wur
den in New |)ort die städtischen Banken
gestürmt am ersten Tage stellten 13,
am 14. früh von den übrigen 33 alle
bis auf eine die Zahlungen ein. Die
Fallimente häuften sich in noch nie da
gewesener Weife: nicht weniger als 14
Eisenbahngesellschaften wurden damals
insolvent. Die Bank von England
hatte durch starke Diskonterhöhungen
dem Uebergreifen der Krisis auf England
vorzubeugen gesucht, indem sie den DiS
tont rasch von 5 auf 7, dann auf 8
Prozent hinaussetzte. Je rapider die
Geldsätze in Amerika stiegen, desto stär
let fielen die Waarenpreise, und dieser
Umstand wurde verhängnißvoll für
England. Infolge des Preissturzes bei
Baumwolle mußte die Eity Bank os
Liverpool am 27. Oktober die Zahlun
gen einstellen, infolge des Niedergangs
der Eifenpceife fallirte die Glasgow
Bank. Mit diesen Insolvenzen ober
durch sie traten viele Bankerotte ein
Die Bank von England glaubte durch
weitere Diskonterhöhungen eingreifen
zu mnffen am 5. November erhöhte
sie die Bankrate auf 9, am 9. November
gar auf 10 Prozent, usw. Dann wurde
Hamburg vou der Krisis ergriffen. Nach
fünfzig Jahren erleben wir abermals
das Schauspiel, daß von Amerika aus,
wo die Kapitalbesitzer aus Mangel an
Vertrauen in die Banken ihr Geld der
Zirkulation entziehen und einsperren,
der gesamte Geldmarkt eine nachhaltige
Erschütterung erfährt. Ruhig Blut1!
Schon oft hat sich bei Geldmaritskrisen
gezeigt, daß durch gegenseitige Unter
stützung, durch Verlängerung der Kre
dite ein guteS Theil der fchlimrnen Fol
gen abgewendet werden kann, während
rigoroses Vorgehen die Zahluugscin
stellungen vermehrt und lawinei artig
die Bankrotte anschwellen läßt.
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Hürze.
Inland.
Der zweite Verschwörungsprozeß tiümmcrt
in Boise, Idaho, diesmal gegen George
A. Pettibone, hat begonnen. Der
Staatsanwalt sagte in seiner Anklage,
daß Pettibone die meiste Schuld am
Tode des früheren Gouverneurs Steu
nenberg hat und daß dieses die gewal
tlgste Verschwörung in der Geschichte
der Verbrechen ist.
Senator Gamble reichte im Senat
eine Bill ein, worin die Eröffnung von
etwa einer Million Acker Land der
Cheyenne Rive? und Standing Rock
Reservation in Süd-Dakota empfohlen
wird.
Durch Minenerplostonen in Mo
nongah, W. Virginia, foil en über 200
Personen ums Leben. Bis Dienstag
Nacht waren 141 Leichen geborgen.
Beim Zusammenbruch einer im
Bau begriffenen Brücke über den Sus
qutchatta stürzten 40 Mann in den
Fluß und 7 davon ertianken
Der Schatzamts-Sekretär gibt be
tonnt, daß von der Pavamakanal-An
leihe $25,oi 0,000 zu 103 abgegeben
werden sollen.
Das rxpublitanische National-
konnte beschloß den republikanischen
Nationolkontient am 16. Juni 1908 in
Chicago abzuhalten.
Nach Voraussage Israel Zauq
vills, eines prominenten Juden in New
Bork, werden im Laufe des Winters
3t.0,000 Juden Amerika infolge schlech
ter Zeiten verlassen.
Sabbath Fanatismus führt in
Kansas E'ty. Mo., zu Anklagen gegen
223 Schauspieler und zur Verhaftung
von 14! davon, darunter der Lilipu
taner Adolph Zink.
Kriegssekretär Taft hielt sich auf
feinet Heimreise nur kurze Ze't in Ber
lin auf, wo die amerikanische Kolonie
ähm einen Empfang veranstaltete. Da
rauf trat er mit feiner Gattin von
Hamburg aus auf dem Dampfer „Prä
sident Grant" die Heimreise an.
Kaiser Wilhelm hat feinen Auf
enthalt auf der Insel Wight aufgege
ben und die Heimreise angetreten. In
London wurde er nochmals vom Käfig
Edward empfangen.
König Oskar II. von Schweden
ist gestorben uud sein SoHn hat als
König Gustav V. die Negierung über
nommen.
Kolonial Staatssekretär Dem
bürg erwartet von der Erschließung
Deutsch-Ostafrikas große Resultate, wie
er in einem Vortrag zu Frankfurt a.
M. erklärte.
Die Kap Polizei kooperirt mit der
deutschen Schutztruppe gegen den Hot
tenführer Simon Popper.
Für das Frübjahr wird ein gro
ßer Entscheidungstampf zwischen Ar
beitgebern und Arbeitern im deutschen
Baugewerbe erwartet.
•iEV
Die gewaltige Rückwanderung
aus Amerika, welche die Zahl der Ar
beitslofen vermehrt, bereitet namentlich
Oesterreich große Sorge.
Im ungarischen Reichstag ist es
zu einer regelrechten Prügelei zwischen
ungarischen und kroatischen Abgeordne
ten gekommen.
Rußland und Oesterreich find bei
der bulgarischen Regierung wegen der
Thäügtei. bulgarischer Banden in
Moy.donien vorstellig geworden.
Die japauifche Regierung will die
Einwanderung von Japanern in den
Ver. Staaten und Eanada auf Stu
deuten und Jndustrietreidende be
schränken.
Wochenscha».
fnunfe.
Unter de» an Bord de# Hamburg
Amerika-Dampfers „Blüchtt" in New
Nor! eingetroffenen Pafsagiren war
Herr Heinrich Mayer. Experte des Ge
schützivesens der Ehrhard'fchen Ka
nonengießerei in Düffeldorf, welcher
nach Amerika kommt, um im Auf
trage des Krieg»-Departements ver
schiedene Proben mit den neuen drei
zoUigcn Feldgeschützen und einer
neuen Form von Projektilen vorzu
nehmen. Diese Proben werden auf
Sandy Hook, in Indian Head und
Fort Riley, Kcm.. stattfinden. Es
ist dies nicht da? erste Mal, daß die
amerikanische Regierung mit
Ehrhard'schen Kanonengießerei
Verbindung gestanden hat, denn
hat im Laufe der letzten Jahre wie
der holt Düsseldorfer „Waare" dieser
Art importirt. Herr Mayer wird in
filgc Llsährigen Spezialstudiums des
Geschützwesens in der deutschen Ar
mee und ht der Gießerei als Autorl
tät auf dem Gebiete anerkannt.
der
in
sie
Wie ein neunjähriges Mädchen in
New Uork, Mmntt Olwell, behaup
tete, hat ihr Vater, der Dockverlader
Matihe o OlweU. seine Frau in Jer
sey City ermordet, wei! dieselbe ihm
nicht fünf Cent! für Tabak geben
Wollte. Olwel! wurde dem Richter
vorgeführt und ohne Bürgschaft an
die Grotzgeschworenen überwiesen.
Kaltblütig war «r nach der That in
eine Wirtschaft an Henderson und
Gregory Straße gegangen, hatte sich
etwas zu truitra bestellt und dann
dem Bartender gesagt, er habe so
eben seine Frau umgebracht. An
fangs wollte ihm Niemand dies glau
ben, dann wunde aber die Polizei
benachrichtigt. „Wp ÖWl ßfe Ich
'S äSl :fe üiiS
''v., "frit
'j' -«I
1
W
ohne 'Wrderstan verhaften. Der
Kinnbacken der Frau war an zwei
Stellen gestrichen, der Schädel zer
und der Brustknochen «in
geschlagen.
In Chicago wurde bei einem Fahr
stuhl Unfall in dem Gebäude No.
202 Jackfon Boulevard, in dem sich
das Engros Klcidergefchäft von
Edenheimer, Stein & Co. befindet,
zwei Personen auf der Stelle getöd
tet und sieben schwer verletzt. Der
Fahrstuhl, in dem sich zur Zeit etwa
zwanzig Personen, meistens weibliche
Angestellte der erwähnten Firma, be
fanden, stürzte aus dem zehnten
Stockwerk herab, und es schien an
fangs, als ob alle getödtet waren. Die
Leichen der Get'ödteten und die Ver
wundeten konnten nur mit Hilfe der
Polizei und der Feuerwehr aus dem
vollständig zerschmetterten Fahrstuhl
entfernt werden. Der Fahrstuhlfüh
rer Leo Considim, der unverletzt
davon gekommen war, wurde verhas
tet.
In der in der Nähe von Fayette
City. Pa., gelegenen Naomi Zeche der
United Coa! Co. sind etwa sechzig
Grubenarbeiter unter einer Unmasse
von Steinen, Geröll und Schutt be
graben. und man glaubt nicht, daß
auch nur einer mit dem Leben davon
kommen wird. Es fand eine Explo
sion von Kohlenstaub statt und bei der
durch die Explosion verursachten Er
schütterung wurde der Eingang zur
Grube, in der zur Zeit angeblich etwa
sechzig Arbeiter beschäftigt waren,
durch Erd- und Steinmassen ange
füllt, so daß den Arbeitern jeder
Ausweg versperrt ist. Die RettungS
arbeiten wurden sofort in Angriff ge
no
Minen.
In der auf ihrer Plantage in der
Nähe von Macleay, Oregon, gelege
nen Wohnung fand man die Leichen
der Besitzerin Frau Castel, ihrer 24
Jahre alten Tochter und ihres Soh
ic8, der kaum fünfzehn Jahre alt
war. Vor dem Hause lag die Leiche
des 50 Jahre alten Aufsehers der
Plantage, Montgomery. Das Haus
war durch Feuer vollständig zerstört
worden, und die Leichen der Frau
und ihrer Kinder waren fast bis zur
Unkenntlichkeit verbrannt. Man
glaubt, daß mehrere Landstreicher, die
seit einiger Zeit jene Gegend unsicher
gemacht, die Bewohner des Hauses
ermordet und dieses dann, um die
Cpuren ihres schrecklichen Verbrechens
zu verwischen, angesteckt haben.
Jr. einer von sachverständigen Luft
schiffern in Hammondsport, N. U,
abgehaltenen Conferenz wurde be
schloffen, ein Luftschiff zu bauen,
das alle bisher gebauten „Segler der
Lüfte" weit in den Schatten stellen
soll. Der Plan für dieses neue Luft
schiff ist in allgemeinen Umrissen
bereits fertig gestellt. Es foll sich
vor allem für die Benutzung im Krie
ge deshalb eignen, weil die Tragkraft
nicht allein von dem Gasbehälter ab
hängt. Das Luftschiff kann noch
durch besondere, von dem Gasbehäl
ter vollständig unabhängige Vorrich
tunaen in der Höhe gehalten werden,
wenn jener in irgend einer Weise
schadhaft geworden ist.
Die Commercial Bank in Stock
Bridge, Mich., deren Präsident
Staatsfchatzmeister Frank P. Glazier
ist, wurde geschlossen. Di« Beamten
der Bank verweigerten jede Auskunft
über die Verbindlichkeiten und Ak
tiva es wurde nur gesagt, daß das
Geldinstitut Einlagen zum Gesammt
betrage von $100,000 bis $200,000
führe. Chelsea, Mich., bildet
der Bankerott der verschiedenen Fir
men, deren Chef Staatssckatzmeister
Glazier ist. immer noch das Thema
der Unterhaltung. Glazier, der an
geblich in seiner Wohnung krank dar
nieder liegt, weigerte sich entschieden.
Jemand zu sehen und über die Fi
nanzangelegenheiten der verkrachten
Institute Auskunft zu geben.
Die auf Ellis Island befürchtete
Epidemie, durch die Massen-Detinir
rungen verursacht, ist da denn wenn
in einem Zeitraum von drei Tagen
nicht weniger als zwölf an Scharlach
oder an den Masern erkrankte Kinder
ins Hospital gebracht werden muß
ten, so kann wohl mit Fug und Recht
vom Vorhandenfein einer Epidemie
gesprochen werden. Unter den ob
waltenden oft geschilderten und ge
rügten Zuständen, war kaum etwas
anderes zu erwarten. Zwar werden
jetzt die Räume, in denen die Kranken
untergebracht waren, desinfizirt, allein
bei dem schrecklichen Andrang wird
dies wohl wenig helfen, und weitere
Erkrankungen sind zu erwarten.
An dem Haupteingang zur Na
tional Ban! of Commerce in Kan
sas City, Mo., sand man vor eini
aen Tagen eine Notiz folgenden In
halts: Diese Bank bleibt auf Be
fehl der Direktoren geschlossen. Sie
befindet sich in Händen des natio
nolen Bankprüfers James T. Brad
ley. Die Bank befand sich, wie be
hauptet wurde, schon feit längerer
Zeit in Schwulitäten. Trotzdem ver
ursachte es allgemein« Ueberraschung,
als das Finanzinstitut -der letz
ten Aufforderung des Comptrolleurs
unserer Umlaufsmittel nicht nach
kam und es unterließ, einen Bericht
übe? den finanziellen Stand zu ver
öffentlichen.
0
*-v
r. I,»
ernennen'sind. Die Namen "der Mas
senverwalter werden erst später be
kannt gegeben werden. Die Ver
treter der Ausstellungsgesellschaft ge
ben zu, daß diese insolvent ist, er
klärten, daß sie mit der Ernennung
von Massenverwaltern einverstanden
sind, behaupten aber auf's entfchie
denfte, daß die von einer Anzahl von
Arbeitern und Contraktoren erHobe
nen Ansprüche im Gefammtbetrage
von $225,000 unbegründet sind.
In ihrer Wohnung wurde in
Fairport, einem kleinen unweit von
Muscatine, Ja., gelegenen Städtchen,
Herr und Frau Will van Winkel,
die erst vor kurzer Zeit geheirathet
hatten, als schrecklich verstümmelte
Leichen gefunden. Bei dem sofort
abgehaltenen Inquest wurde festge
stellt, daß ein Landstreicher, Namens
Harry Jones, die schaurige Blutthak
entweder aus persönlicher Rache oder,
um die Wohnung des Ehepaares zu
berauben, ausgeführt hat.
Beim Ausgraben eines Bahnbettes
für die Chicago, Milwaukee & St.
Paul-Eisenbahn fanden Arbeiter in
der Nähe von Helena. Mont., die
Zähne und Knochen eines riesigen
Mastodon. Dr. Charles N. Reinig,
ein bekannter Naturforscher dieser
Stadt, untersuchte die aufgefundenen
Knochentheile und erklärte, daß das
Thier, dem sie angehörten, minde
stens 20,000 Jahre tobt sein müsse.
Die in der Nähe von Covington,
Ca., gelegenen St. Joseph's Academy,
der St. Joseph's Convent, das St.
Joseph's Kloster und die St. Jo
seph's Kirche wurden durch Feuer zer
stört, uns dadurch wurde ein Scha
den von mindestens $100,000 ange
richtet. Ein Feuerwehrmann wurde
unter den Ruinen der einstürzenden
Gebäude begraben und auf der stelle
getödtet. Später fand man noch unter
den Trümmern die fast bis zur Un
kenntlichkeit verkohlte Leiche des Geist
lichen Rev. Josepb Back, der als einer
der Lehrer an der Akademie wirkte
und wahrscheinlich vom Rauch über
mannt wurde, als er seine Wohnung
verlassen wollte.
Trinidad Vasquez, «in G«heimpvli
zist der mexikanischen Regierung, und
einer der Hauptzeugen in dem Prozeß
gegen die revolutionärer Agitation be
schuldigten Magon Villareal und Ri
veria, brach oor der Polizeistation in
Los Angeles, Cal., auf offener Stra
ße zusammen. Eine nähere Untersu
chung ergab, daß er vergiftet worden
war. Wie dem Beamten das Gift bei
gebracht wurde, weiß man nicht man
glaubt, daß in sein Essen Strychnin
gemischt wurde. Die Aerzte haben sich
vorläufig geweigert, ein Gutachten
darüber abzugeben, ob er mit dem
Leben davonkommen wird.
In Gegenwart seiner sechs Kinder,
von denen das älteste, cm Mädchen
von 14 Jahren, den Versuch machte,
ihre Mutter zu retten, erschoß in
Elmhurst, Ills., der Maschinist John
Hohrmann in einem Anfalle von ra
sender Eifersucht seine Frau und
brachte sich dann selbst eine gefährliche
Schußwunde bei. Die Ehegatten leb
ten seit einiger Zeit getrennt, und die
Frau hatte die Absicht,
eilte
Eheschei­
dungsklage einzureichen.
Das Finanz-Comite des Stadt
raths von Boston, das die Finanzan
legenheiten der Stadt einer forgfälti
gen Prüfung unterzogen hat, berich
tete dem Bürgermeister, daß die Schul
den der Stadt am Schluß des letzten
Fiskaljahres $111,848,735 betrugen.
Da* Coikite hebt hervor, daß die
städtische Schuld während der letzten
zwölf Jahr« um 111 Prozent gejtie
fttn ist.
Der 60 Jahre alte König Oscar
ist seit einigen Tagen so bedenklich
erkrankt, daß die Regierung dem
Kronprinzen Gustav übertragen wer
den mußte. Nach der Anficht der
Aerzte kann der greife Monarch kaum
wieder gesund werden, weil er an
einer gefährlichen Herz- und Nieren
kranthei: leidet, die bei dem hohen
Alter des Patienten ein völliges
Wiederherstellen vollständig aus
schließt. Unter den Ministem herr
schen ernste Meinungsverschiedenhei
ten, die den Kriegsminister Col. L.
H. Tingsten. den Marineminister
Admiral Drysen und den Minister
des Innern veranlaßt haben, ihre
Resignation einzureichen. Premier
minister Lindmann wird das Amt
des Kriegsministers übev.ehmen und
als Marineminister und Minister des
Innern sind Graf Ehrensvaerd bezw.
Graf Hugo Hamilton vereidigt wor
den»
Die Bemühungen der indischen Re
gierung zur Ausrottung der Pest sind
in Lahor« bis jetzt außerordentlich
hindert worden durch die Weigerung
der Muhammedaner, die infizirten
Dörfer zu räumen, da es, wie sie sa
gen. der Koran verbietet, „vor dem
Zorn Gottes zu flüchten". Diesem
Glauben sind eine gute Viertelm:ltion
Pest Todesfälle unter den Muham
ntebanern zuzuschreiben Jetzt endlich
haben die mohammedanischen Glau
bensführer auf das beständige Dr'i i»
gen der Regierung eine Proklamation
erlassen, die auf das Unhaltbare jener
Auffassung hinweist und erklärt,
Koran selbst verpflichte die Muham
mebaner, Orte, die Allah mit dieser
Eeiitibe gezeichnet
!rbe:
zu verlassen.
Die Regierung läßt diese ProAQM
tum leeti £2* breit verbreite«.
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«rStzte deutsche Leitung
in Dakota.
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Prinzessin Friederike, die Gattin
des Barons Alfons von Powell
Rammingen, Tochter des verstorbe
nen Königs Georg V. von Hanno
ver, ist in Biarritz. Frankreich
Professor Fritz Werner, der nam
hafte Genremaler, beging in Berlin,
Deutschland, die Feier feines acht»
zigsten Geburtstages, aus welchem
Anlaß ihm ungezählte Glückwünsche
dargebracht wurden. Der Kaiser
verlieh dem greisen Künstler eimn
Orden. Im Namen der Kunstaka
demie wurde Werner eine Ehren
adresse überreicht. Fritz Werner
wurde in Berlin geboren, war an
fangs Kupferstecher und seit dem
Jahre 1863 Maler.
Oberleutnant Molitor vom 145.
Infanterie Regiment, der Schwager
des sum Tode verurtheilten Karl Hau,
hatte infolge der Notorietät, in welche
sein Name durch die Mordaffaire in
Baden Baden und den Prozeß
Karlsruhe gekommen, seinen Abschied
eingereicht. Vom Commando wurde
ihm aber auf sein Gesuch die Antwort
z Theil, sein Abschied sei unnöthig.
Damit er jedoch dem Schauplatze der
unseligen That weniger nahe ist. wur
de seine Versetzung nach Bromberg in
Posen anaeerdnet.
Nach telegraph!scher Meldung auS
Dortmund. Preußen, ist die Wieder
aufnahme des Verfahrens im Falle de?
zum Tode oerurtheilten Bergmanns
Kurschuß vom Oberlandesgericht *n
Hamm nunmehr angeordnet worden.
Die Revision erfolgt, tpttl auf ärztliche
Autorität hin Zweifel an der Zurech«
nnnasfähigkeit des Kurschuß, der sei
nerseits den Betriebsführer Hahne we
gen Lohndifferenzen 'erschoß, geltend
gemacht worden sind. In letzter
Stunde war vor ein paar Wochen die
Hinrichtung des Verurtheilten aufg«
schoben worden.
Ein Stahlträger im Gewicht voe
zwanzig Tonnen, der bei den Erwei
terunasbauten der „Black Friars"
Brücke in London, England, aufge
stellt werden sollte, brach zusammen
und riß einen Theil der sie umgeben
den Construktion mit sich. Avanzig
Arbeiter stürzten in den Fluß, einige
wurden im Wasser von Trümmern
festgehalten, doch wurden alle, bis auf
zwei, gerettet. Einige der Geretteten
waren schwer verletzt.
Am Todestage des Freiherrn Hosef
von Eichendorff, der vor 50 Jahren
zu Neisse in Schlesien starb, fand am
prächtig geschmückten Grabe unter
starker Betheiligung eine würdige
Feiet statt. In schwungvollen Reden
wurde das Andenken des Dichters des
herrlichen Liedes „In einem kühlen
Grunde", des tapferen Patrioten, der
unter Lützow's Jägern für Deutsch
lands Ehre und Freiheit focht, gebüh
rend geehrt.
Im Alter von 87 Jahren hat der
bekannte Berliner Stadtverordneten
Vorsteher Langerhans sein Amt nie
dergelegt. Der Greis, der feit Deka
den eine hervorragende s?olle im öf
fentlichen Leben Berlins gespielt jitb
auch dem Reichstag und preußischen,
Landtag angebet hak. will sich für dir
kurze Leben&ii>uitne, die ihm nach
menschlicher hleM»
Ruhe aön«m. 1 „V,.
-m
Vi
22
Wie das „Giornale d'Jtalia" sagt,
werden 10,000 Italiener, die beab
fichtigtens nach den Ver. Staaten
auszuwandern, infolge der amerita
nifchen Krisis in Italien bleiben,
und 200,000 mehr als sonst werden
von Amerika hierher zurückkehren.
Auf diese Weise sind 300,000 Men
schen gezwungen, in Italien Arbeit
zu suchen, wodurch auch hier die
Konsequenzen der Krisis sich fühlbar
machen werden. Die Angelegenheit
wurde unlängst im Staatsrath
von Italien in Gegenwart des
italienischen Generalkonsuls Ray
baudi Massiglia aus New Dork bei
Längeren berathen.
ti*
krankt. Ihr Zustand gilt als kti#
tisch. Prinzessin Friederike von
Hannover, von Großbritannien und
Irland, Herzogin zu Braunschweig
und Lüneburg, königliche Hoheit, ist
am 9. Januar 1848 geboren. Sie
vermählte sich am 24 April 1880 in
Schloß Windsor mit Alfons Baron
von Kawell-Rammingen. Sie ist die
einzige Schwester des Herzogs Ernst
August von Cumberland.
Demonstrativ« Kundgebungen
deutschfeindlichen Charakters fanden
anläßlich des Jahrestages des Po
lenaufstandeS vom Jahre 1831 in
Lemberg, Galizien, statt. Zu Tau
senden marschirten die Demonstran
ten mit Fahnen und klingendem
Spiel durch die Straßen und nah
men bor dem Rathhaus Aufstellung.
Auf improvisirten Rednertribünen
wurden dort flammende Ansprachen
gehalten, die fast durchweg die preu
ßische Land-Enteignungs Vorlag«
zum Gegenstand hatten und enthusta
stischen Beifall entfesselten.
Das Spandauer Bahnunglück vom
1. Mai d. I. hat jetzt fein gerichtli
ches Nachspiel gehabt. Der Betriebs
leiter der Spandauer Straßen-Ei
senbabngesellfchaft, Direktor Wetzel,
ist persönlich für das Unglück ver
antwortlich befunden worden. Er
wurde zu fechs Monaten Gefängniß
verurtheilt. Der Schrankenwärter
Vermum, ohne dessen Nachlässigkeit
die Katastrphe nicht möglich gewesen
wäre, wurde mit einem ÜÄeitat Ge
fängniß bestraft.
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Kiouzc Fnlls, Siib-glakota, ben 12. peunnber 1907. Uurnrner
Richter Wadill im Bundes-Di
striklsgericht zu Norfolk. 33a., ent
entschied, daß für die Jamestown
(b^ciition JSo. SMmotcrooltei yt

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