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Deutscher herold. [volume] (Sioux Falls, Süd-Dakota) 1907-1918, December 12, 1907, Image 4

Image and text provided by South Dakota State Historical Society – State Archives

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4
Korrespondenzen aus
Süd- Dakota.
}in
den Inhalt von ftarrcivonbeitva ift bie
iMtbattion nicht virantmortlid}.)
Hutchinson County.
ark st o n, 4. Dez. Zunächst einen
schonen Gruß an den Herausgeber des
Deutschen Herold! Ich fütjie mich zwar
Mcht dazu berufen, die Feder zu führen
'Mb vor taufenden von Lesern brillante
Ideen auszukramen, will aber doch dem
Deutschen Herold einige Neuigkeiten
aus dieser Gegend mittheilen.
Letzte Woche wurde Hier eine 3chand=
ttiat verübt, wie man ne vielleicht in
Uußland zu den alltaglichen Votko.nm
Iii
sie ii zählt und sich nicht darüber wun
'.Wert hier in Amerika erregt aber eine
.solche UntHat begreifliche Ausregung
find Entrüstung. Ehrlose Hall unken
hatten nämlich in einer Nachk drei Fett
fter in unserem Schulhause No. 40 in
tausend Stücke zerschossen, wahrschein
lid), weil sie kein Wildp»et erlegen
konnten auck an einigen Briestästen
hatten diese gedankenlosen Subjekte ihr
Müthchen gekühlt, abgerissen und ins
Kornfeld geworfen. Sollte man dieser
muthwilligeu Zerstörer habhaft wer
den, dann würde ihnen eine recht gesal
zene Strafe sicher fein, denn „Ciitel
Sam", dem die Briefkästen gehören,
läßt nicht mit sich spaßen.
Adam Hcpper von Underwood, N.
,w.eilt gegenwärtig hier besuchsweise
bei Verwandten und Freunden und
beehrte auch den Unterzeichneten mit
einem Besuch. Komm bald wieder,
alter Freund!
Christian Sprecher, eiqer der ersten
Ansiedler in Hutchinson County, wurde
heute zu Grabe getragen. Der Ver
storbene hatte ein wechselreiches Leben
hinter sich. Nachdem er in verschiede
nen Staaten sein Glück versucht hatte,
landete er als kranker Mann im Staate
Washington und von dort kam er nach
Tripp, wo sein Sohn als Arzt prakti
zirt, um bei diesem Heilung von seinem
Leiden zu suchen. Er litt an einer
Halstranlheit, welche schon so tief ein
gewurzelt war, daß es keine Hilfe mehr
dafür gab, und allen Bemühungen sei
nes Sohnes zum Trotz, wurde der
Kranke vom Tode abberufen. Sein
Alter brachte er aus 61 Jahre, 8 Mo
nate und etliche Tage. Pastor Hein
von Tripp amtirte bei der Trauer
und Leichenfeier und sprach über Psalm
73, 25—26.
Zum Schluß wünsche ich dem Deut
scheu Herold recht viele neu? Leser und
allen Lesern ein fröhliches Weilmachts
fest. David Koth.
Reumayr's Apotheke ist das Haupt»
quartier für reine Droguen. Husten
Medizinen, Blutreinigern: ebenso für
alle Arten „Stock-Hoods" und Mitteln
gegen die Hühner-Cholera.
a k st o n. Caspar Fergen und
Frau nebst eohri Georg wohnten in
Plankinton der Hochzeit von Charles
I. Fergen bei.
Die Herren Carl Lobe und August
Steltier nebst ihren Frauen waren in
Wellington Springs zu Besuch.
John G. Becker und Frau sind er
freut über die am Danksagungstag
erfolgte Ankunft eines Tochterchens.
In Ethan wurden am 26. Noyemder
W.
I Etaig von Tulare und Frl.
Josephine Schmitz, früher hier wohn
hast, ehelich verbunden.
Im Haute der Eltern des Bränti
gams, Herrn und ^rau John Wudel,
wurden am 22. November Nathaniel
Wudel und Frl. Louisa Heth durch
Pastor G-gen getraut.
Der 3tadtratl) hat James McNeil
zum Polizeirichter ernannt an Stelle
des zurückgetretenen I. W- Peckham.
Weihnachts-Waaren in größter
Auswahl- Ihr findet passende He
schenke in jedem Departement Spiel
sachen in großer Auswahl, schöne Glas
und Porzellan-Sachen, Kleiderstoffe für
Damen, lleberröcfe, Kleider für Man
ne» und Knaben, sowie Halstücher,
Handschuhe, Taschentücher usw. Qua
tltät, Quantität u. niedrige Preise bei
a k st o n, 4. Dez. Einliegend
sende ich Ihnen das Geld für drei neue
Abonnenten, nämlich: A. Bechtold,
John Reimche, G. C. Bambach. Wei
tere Bestellungen für den Deutschen
Herold nimmt.der Unterzeichnete gern
entgegen.
John Blauer nebst Frau von Harvey,
N. D., befinden sich hier auf Besuch bei
Verwandten.
Abraham Reimche van hier ist nach
Lincoln, N. D., geieist, um sein dort
gelegenes Land zu verlaufen.
Frau Philipp Maas von Lincoln,
N. D., ist hier bei ihren Eltern F. We
iier zu Besuch.
Mein Nachbat Baumüller ist auf die
Farm gezogen, welche er gepachtet hat.
Leonhard Seidel von Wittenberg ist
nach Lodi, Cal., verzogen.
Christ Tell gedenkt in zwei Wochen
sein bewegliches Eigenthum zu verstei
gern und beabsichtig», mit feinem
Schwager Johann Bambach nach Ca
Iiada zu gehen. Herr Bambach wohnt
schon etliche Jahre in Canada und eS
gefällt ihm dort sehr gut.
Mit dem Eintritt des Winters wer
den hier feit einer Reihe von Jahren
immer Eisenbahnen gebaut aber nur
cuf dem Papier i Sobald der Sommer
lommt, verschwinden all die schonen
leisenbahnprojeite wieder, wie der Win
terscynee vor der warmen Frühlings
sonne.
Jetzt fängt es an kalt zu werden und
Jedermann sucht sich in seiner freien
Zeit ein Platzchen am warmen Ofen,
lim etwas gutes zu lesen. Da möchte
ich nun Jedem, der den Deutschen
Gerold noch nicht hat oder kennt, an- gerettet
rächen, sich diese wirklich gediegene Zei- j'
tung ein Jahr zur Probe zu bestellen.
6«t kostet nur 51.50 per Iaht und
Rittet Lesestoff von allen Gebieten in
%ni und Fülle. Bestellt bei mir!
Mit Äru« John Engel.
•n 11 e r? a n, 9. Dez. Der gestrenge
Herr Hartmann scheint fest entschlossen
ZU fem, iv6 im inf#hr hiltfrr.
denn et kommt mit ganz ernsthaftem
Gesicht aus dem Nordwesten und er
zu haben, aber desto freundlicher wer
den die Gesichter der Kohlenhiinder,
welche den gestrengen Herrn ja immer
aufs Freudigste begrüßen.
Herr Balzer Hieb von Washington,
welcher in der hiesigen Gegend aus Be
such ist, fuhr am Freitag letzter Woche
hier durch nach Marion Junction zu
seinem Bruder Jakob, und dann soll es
wieder nach seiner jetzigen Heimatt) ge
hen. Herr Hieb wohnte früher in
Marion und hat in der Umgegend viele
Verwandte und Bekannte.
Die Gattin des Herrn M. Wollmann,
wohl einer unserer bedeutendsten Ge
schäftsmänner, starb am 4. ds. M. und
wurde am 6. zur letzten Ruhe bestattet.
Tie Prediger I. L. Wipf und H. A.
Bachmann hielten die Leichenreden.
Prediger P. R. Aechliman von Wash
ington, welcher hier eine Woche auf
verschiedenen Plätzen predigte, fuhr am
Samstag wieder weiter.
Letzten Sa in Nag wurde d»e 3. Num
nur des ..Lecture Course" gegeben. Ja,
diese Jnngens bringen es doch besser
fertig als unsereiner und liefern einen
schönen Gesang.
Die Herren Peter und Franz Vogt
hätten unlängst, als sie zu Besuch bei
'ihrem Cntel Jakob Vogt tbaren, in
Scotland beinahe den Zug versäumt,
kamen aber doch, wenngleich schon einen
Taa später, als sie eigentlich wollten,
ganz gut und munter wieder zu Hause
an.
Die Herren Zcikob I. Prieheim und
Johann I. Kaufmann bestellten den
Deutschen Herold auf ein Jahr und eine
ganze Reihe Anderer werden ihnen nach
s e n s o e n e s o
E» grüßt der (tat.
Minnehaha County.
e o a u a n s e n
Roclham war hier in Geschäften
besuchte gleichzeitig alte Bekannt*.
von
und
Nick Spiel mann ist nach Colorado
gereist, um sich das Land dort zu be
sehen UND womöglich eine Heimstätte
aufzunehmen.
Felir Biver und I. A. Campbell
find ebenfalls in Colorado gewesen
und Peter Seebecker verkaufte sein
Hausgeräth und zieht auch nach Colo
rabo, wo er bereits Land aufgenom
men hat.
Frau Henry Watson, eine Tochter
von Frau Wehler, ist in ihrer Woh
nung in Wayne Townshiy an der
Lungenentzündung gestorben. Sie
war 29 Jahre alt und hinterläßt ihren
Gatten und drei Söhne, der älteste erst
7 Jahre alt. Die Beerdigung fand
von der deutschen lutherischen Kirche
in Wall Lake aus durch Rev. Jackson
von der Bethel M. E. Kirche statt..
u o e n e u e e u s e
Paitor, Herr F. I. Müller, nebst Frau
und zwei Töchtern, ist hier angekom
men und die Familie hak die Pfarr
wohnung bezogen. Pastor Müller
kommt von Eagle, Neb.: der beste Ruf
als Prediger gebt ihm voraus und die
Mitglieder der Gemeinde begrüßen ihn
auf's herzlichste in Humboldt.
Herr und Frau Georg Niehaus von
Hawarden, Ja., verbrachten den Dank
sagungstag bei Herrn und Frau Henry
Mündt. Letztere ist eine Schwester
von Herrn Niehaus.
Wni. Kortb kehrte von Colorado
zurück, wo er Lind aufgenommen hat.
Er gedenkt mit seiner Familie dahin
überzusiedeln.
N. Pirrung in Grand Meadow
Township läßt auf seiner Farm ein
schönes Wohnhaus errichten. Leider
ist Herr Pirrung schwer am Magen
krebs erkrankt.
Das Sonthside Hotel, nebst Grund
stück und Einrichtung, ist durch den
Eigentümer öffentlich versteigert wor
den. Das Hotel erstand H. W. Kieni
für 81040. Das Grundstück südlich
von dem Hotel lauften 5X. C. Kabinger
und H. W. Kieni gemeinschaftlich für
*175.
Henru Kieni hat auf der Farm von
Chris Urban eine Scheune gebaut.
Der Depnty-Staats-?Hierarzt hat
unlängst ein krankes Pferd des George
Reichel! untersucht und gefunden, d.'ß
das Thier an der Drüsenentzündung
(Glanders litt. Dick Reichelt verlor
kürzlich fünf Pferde und man glaubt,
daß diese ebenfalls an dieser Krankheit
litten. Es wurden sofort Maßnahmen
getroffen, um eine weitere Ausbreitung
zu verhindern.
a e s o n i e i i e e e
deutschen Evangelischen Gemeinde haben
kürzlich wieder ein äußerst erfolgreiches
Supper" im Basement der Minne
haha State Bant abgehalten. t§8
wurde eine gute Einnahme erzielt.
A i n o n a e s S e i n e
14'Jahre ai[t, wurde in der Wohnung
feiner Eltern bei Vienna schwer ver
wundet. Sein Bruder versuchte, eine
Patrone aus einem Gewehr herauszu
ziehen, als dieselbe explodirte und die
ganze Ladung den Kleinen traf er
wurde an der Hüfte schwer verletzt und
auch an einem Handgelenk, sodaß wahr
scheinlich die Hand abgenommen wer
den muß.
Fünfhundert Tonnen Heu für den
Pelz eines Wiesels war bet Preis, den
Frank Dann. 12 Meilen südlich von
(Slart wohnhaft, zahlen mußte, und
dann hatte er den Pelz immer noch
nicht. Er versuchte nämlich, ein Wiesel
au? seinem Bau auszuräuchern, dabei
verlor er die Controlle über das Feuer
und dieses theilte sich dem Heu mit, das
in "der Nähe aufgestapelt war. Mit
knapper Roth wurden die Farmgebünde
i e e S a a
einer hiesigen Gesellschaft einen Frei
brief auf zwanzig Jahre gewahrt für
die Anlage und den Betrieb von elettn-!
schen Richtwerten, Auch zwei Gas
Gefelifchaften bewerben sich um Frei
briefe.
e n n o 1 0 e z Noch immer
scheint den Nordpol gleich mitgebracht schönes Winterwetter, was für den I ter läßt in der That nichts zu wünschen
in n.iKött hdttn I-inim n 7\t tttor
w
ist. da er das Futter für das Vieh! zu bedeuten, taß das Vieh noch immer
spart und alle Herbstarbeiten können im Freien herumlausen kann.
gründlich besorgt werden. Wer damit
fertig ist, unternimmt etwas ande
res, zum Vergnügen oder Nutzen.
Unser Freund und Nachbar. Franz
Bruns meinte, es sei nicht gut, wenn
Bruns zog nach der Stadt in ihr neues
Hai'» und die jungen Leute werden die
Farm bewirtbfchaften. Wir wünschen
ihnen sehr viele Rosen und wenig
Dornen auf ihrem Lebensweg.
Es freute Schreiber dieses und jeden
falls auch die andern alten Freunde
von Peter Haas, ihn wieder einmal in
Lennox am Sonnadent begrüßen zu
können. Er ist immer noch der alte!
Gerd Wallen stein ist immer kreuz
fidel im*» pudeUustig und druckte in
feinem Uebennuth im Vorbeigehen dem
Schreiber dieses ein Jahresabonnement
im Voraus sür den Deutschen Herold in
die Hand. Hoffentlich
Viele seinem Beispiele.
folgen
Tea. 6. Dez. Am 5. 68. war Herrn
ttrtb Frau Pastor Saalborn's 48,
tefp. 38. Geburtstag und es wurde
ihnen vom deutschen Frauenverein und
Wilhelm Eimers von Parkston war
diese Woche hier bei Freunden und Be
kannten aus Besuch.
sonstigen Freunden eine große lieber-! wenn sie unter das dünne Eis tauchen,
raschung bereitet, ein echter ..Surprise"!
Gegen Mitternacht wurde uer Tisch
gedeckt man erwartete allgemein nur
einen kleinen Imbiß, aber man wurde
angenehm enttäuscht, denn man fand
eine Tafel, die eines Hochzeitsfestes
Frau B. I. Braak ist immer noch
aus der Krankenliste wir alle wün
scheu ihr baldige Besserung.
Jetzt muß unser kleiner Hermann
wieder Junggeselle spielen.
eine Haushälterin verschafft, bekommt
ein Paar nagelneue 3tiefel.
Heute hatten wir das Vergnügen,
mit Herrn S.illet, dem Präsidenten der
Herold Publishing Co.. welcher mit
unferem Allerwelts-Hans in Tea war,
bekannt zu werden. Das Wiederkam
men nicht vergessen, Herr Sollet, denn
hier wohnen noch Deutsche von echtem
echrot und Korn
Achtungsvoll, Hermann Koch.
23?" Am 31. Dezember 1907 wer
den wir aufhören, Sptechmafchi
nert an Käufer von Waaren für $25
zu verschenken. Wenn aber noch Je
mand eine solche Maschine wünscht, der
sollte sich jetzt beeilen und die Tickets
hereinbringen. Nach 6 Uhr Abends
am 31. Dez. 1907 werden keine Tickets
mehr angenommen, denn unser Kon
trakt läuft dann ab und die letzte Be
stellung für Sprechmaschinen muß von
uns am 31. Dez. 1907 gemacht wer
den. Wir werden ab fortfahren.
Melodien-Rekords zu verkaufen zu den
selben Preisen wie bisher. Eint Sprech
maschine wird auf unserem
stehe#, um Ihnen die gewünschten
I
man sich sie nur vorstellen kann, und! zu unseren alten Freunden L. u. A.
es war ein Schmaus, wie wohl leiten Tapper und anderen Verwandten und
'«itier in Tea gegeben wurde. Daß die
Männer auch für einen edlen Tropfen
gesorgt hatten, war nur natürlich, denn
in Tea ist sonst alles wasserscheu.
Bei Musik und Gesang
würdig war.
der Ingen) ging der Abend
schnell
de mit dem angenehmen Bewußtsein^
einen schönen Abend verlebt zu haben.
LM" Peters Heere it's Laden
wird am Weihnachtstage, den 25. Dez.,
und am Neujahrstage, den 1. Januar,
geschlossen sein. Unsere Spielsachen
und sonstigen Weihnachtswaaren sind
jetzt ausgestellt und Sie sind hiermit
freundlichst eingeladen, unsere Weih
nachts-Aucstellung zu besuchen und
auszuwählen, was Ihnen gefällt. Un
sere Preise sind niedriger als die
unserer meisten Konkurrenten, weil wir
für baat einlaufen und verkaufen.
Petersck Heeren, Te«.
Unser Panama-Kanal an der fteff
lichen Grenze von Tea ist so ziemlich
fertiggestellt nnd schon so weit, daß die
Karren, wollte sagen Kasten, schon
durchschwimmen können, und da sage
noch einer, daß
dahin. Es wurden dann den Geburts-! che" hatte auch für Labung gesorgt,
tagskindern noch ein Geschenk in baarem Frau et eichen scheute auch keine Mühe
Gelbe uberreicht. Mit den herzlichsten ""d Alle wurden aufs beste bewirthet.
umgetauscht werden. Diejenigen.welche: ^erf
eine Maschine haben, ersuchen wir,
nichtsdestoweniger ihre Tickets zu ver
langen und zn behalten, denn wir
werden für alle Ticket-Jnhaber am 2.
Januar 1908 etwas anderes haben.
Wenn Sie bis dahin aber nicht Tickets
genug haben nnd eine Maschine wun
schen. dann verkaufen wir Ihnen Han
beismarten (Trade Chips) und Sie
können dieselben nach Belieben aus
tauschen. Peters
&
Weizen, 04—$1.08.
lioni, 50—55.
Hefet, 52—54.
i n a e a i S
»eigen, 98c—#1,05.
Corn 52f~ 53
Hafer, 44—48.
Gerste. 70—95.
Roggen, 7A5- 75.
Flachs, 5l.09j.
S i o Kall».
S w e i n e $ 3 8 0 $ 3 9 5 S v
durftet. Dairy 17 Cream«? 25.
Eier. 30c.
..Deutscher Herold", Donnerstag. den 12. Tezemoer 1907.
o o n s o e t, 9. Dez. Das Wet-
Farmer besonders von großem Nutzen übrig und es hat für den Farmer viel angepfiffen kommt wer dann nur ge-
der Mensch allein ist, und verheiratete i gemacht. Am Freitag Morgen traten
sich letzte Woche mit Frau Margarethe! wir die Reise an in Mitchell wurde
DcVries. geb. Bunge,. Mutter^Z» Mittag Halt gemacht und dann ging
Dir Maisernte ist überall knapp aus
gefallen, soweit ich Gelegenheit hatte,
zu sehen auf der Fahrt, denn ich habe
mit meiner Frau mit dem Fuhrwerk
einen Abstecher nach Lincoln County
Ich mein es bat sich viel hier ver
ändert, die Aozugstanälc lausen kreuz
recht und quer durch die Gegend. Zwischen
Lennox und Worthing waren die Nie'
dernngen an vielen Plätzen mit Wasser
und Eis bedeckt, und wer Lust hat, als
Rattensänger zu fungiren, kann dort
gute Geschäfte machen, denn an einer
2telle sah ich wohl über 50 Stück und
Die Biester verstehen auch das Tauchen,!
sollte man meinen, es sei ein Torpedo
Die Frauen batten aber auch für Alles ^boot.
gesorgt, und was Küche und Kellet nur Am Freitag ging es zu unfern Bet
bieten konnten, war hergeschafft wor- tern M. Thaden, Wessel Kuper u.
den, seine und köstliche Gerichte, wie
hn
B. Kuper. und am Sonnabend
wo wir über Sonntag
Bekannten,
blieben.
Am Donnerstag. Den 6. Dezember,
wurde eine deutsche Versammlung bei
Nick Steichen abgehalten. Sie wurde
mit 0ewehrseuer eröffnet mehr als 25
Personen waren anwesend und es wur
de aus echt deutsche Art gefeiert. Der
schreibet war mit dem Edison-Phono
graph und es wurde g?suugen, daß die
Kehl n austrockneten, aber Herr Stei-
Glückwünschen schieden dann die Freun- Hoffentlich haben wir noch öfters solche gtamm mit den Kindern der schule
etgnngungen. denn lustig ist das
deutsche Leben!
Der Unterzeichnete nimmt gern Be
stellungen für den Deutschen Herold
entgegen. John Princei
Tonglas County.
A rut o u r, 5. Dez. Die Geschäfte
bestem sich von Tag zu Tag und bald
wird alles im alten Gelese sein. Auch
Letzte Woche hatte ich das Vergnü
ge», August Borngräber und seine
tiebe Familie zu besuchen. Herr Born-
in Tea nichts los ist. verlebte dort einen herrlichen Abend bei
mi*
Hee reu,
Tea, S.
Vtarttderlcht.
i a o 1 0 e z
im Felde beschäftigt. Allerdings dür
sen mir zu jeder Stunde erwarten, daß
der kalte Wind mit Schnee vom Nordpol
die Fahrt weiter bis Emery. Wir über- Die Ereignisse des kommenden Jahres
nachteten dort bei unserem alten Freund
Bernhard Janssen und wurden seht
freundlich bewirthet. Am nächsten
Morgen fuhren wir nach Marion, wo
vir spe'sten. und am Abend desselben
hörig von dem schwarzen Stoff aus dein
Schooße der Erde hat, der darf wohl
auch diesem trotzen. Im Uebrigen wird
wohl das Herz der meisten Menschen in
diesen Breitengraden wahrend des laiv
gen Winters den Wunsch haben:' „Lie
bet Frühling, komm doch bald!"
Tages waren wir in Lennox. Die aus dem kleinen, entlegenen Hillside
Ucberraschung war groß. Hier wurde nicht zu berichten. Alles geht seinen
Halt gemacht bei unsern Eltern,
Kuper. Am Dienstag besuchten wir
Harm Nordmann und Schwager Gert
ttlinghagen. Am Mittwoch fuhr unser
Schwager nebst Frau nach Sioux Falls.
die Preise von Getreide und Vieh i kaum Zeit für andere Arbeit fanden.
steigen beständig Schweine waren
gestern nur #3 per 100tt, heute sind
sie schon *4 der Weizen ist hier auch
schon bis auf 88 Cents gestiegen.
gteiber ist ein sehr fleißiger Farmer:! zufrieden sein, denn die hohen Markt
auf feinem Hofe fehlt nichts und alles
ist in ausgezeichneter Crbnung. Ich
Musik und Gesang, denn Borngräder
ist ein guter Sänger und wir haben
manches alte deutsche Lied zusammen
gesungen. Er hat auch den Herold
bestellt, das Blatt gefällt ihm ausge-1
zeichnet. Eine gute SchultzCrg'l'
und der Herold verschönert ihm jetzt
Wer ibm die Winterzeit
Auch hatte ich das Vergnügen, den
überall beliebten Lehrer Elsaesser in
Delmont zu treffen, welcher die Ju-!
gend der Ev. luth. Gemeinde der i
Missouri Synode unterrichtet in allen
Gegenständen und auch in Musik und
Gesang. Ilm die letztere Arbeit etwas
zu erleichtern, hat er
und
die Gemeinde
eine Schultz-Orgel angeschafft. Herr
Elsaesser ist noch jung, bat aber trotz
dem als Lehrer die besten Erfolge auf
zuweisen.
denn die Geschäfte gehen bei ihm aus
gezeichnet.
Eine besonders große Freude machte
es dem Schweiber, feine Neffen Peter
und Franz Vogt von Marion bei sich
in Ar in our als Giiste zu bewirthen.
Wir haben manche Begebenheit ans
früherer Zeit besprochen nnd die Plau
derei ließ uns kaum Zeit zum schlafen.
Daß es an Musik und Gesang nicht
denn Beide sind
gute Sänger und Musiker. Franz
Counter! fehlte, ist natürlich,
Rekords vorzuspielen, denn Rekords, i kaufte auch ein ausgezeichnetes Pianos bei Freunden und Bekannten. Doch es
die sie gekauft und aus dem Laden ehe er tich verabschiedete. Franz geht
genom'uen haben, können nicht mehr
Herr Teske, der ein Eisenwaaren
gesäiäft in Delmont betreibt, ist froh
nnd munter und die Geldknappheit
kann man ihm nicht im Gesicht absehen, County. Ich wünsche, daß Hr. Schnell
^r Zei. vorwärts, denn er war
er
!il
^etnie.t Gegend^ weichet vor
vielen Jahren die erste Orgel kaufte,
zu einer Zelt, da es noch hieß, die
Orgel'Mnsit sei Sünde. Aber Franz
und Peter störten solche Reden nicht.
Ich bitte Herrn Eallct, diesen beiden
Herren den Herold zu schicken.
Ich hatte auch das Pergnüger?, den
Vertreter des Herold, Herrn Finger,
hier zu begrüßen. Er hat Armour
lieb gewonnen, indem er hier viele
Abonnenten für den Herold gewonnen
hat. Von hier fuhr er nach dem lieben
deutschen Delmont, und ich hoffe, daß
er dort noch mehr Glück hat wie in
Arm out.
Wenn Rev. John Saß den Deut
schen Herold liest, was ich hoffe, grüße
ich ihn und feine liebe Familie herzlich.
In wenigen Wochen wird nun das
V
vthr 19i7 von uns Abschied nehmen.
Was es uns gebracht hat. wissen wir.
sind noch in Nebel gehüllt. Komme
nun, was da wolle, eins bleibt sicher,
nämlich die Huld des großen Vaters,
der über den Sternen thront.
Welterschütternde Neuigkeiten sind
ruhigen Gang, nnd Freude und Schmerz
kehren ein, je nachdem sie dem Einzelnen
bestimmt sind. Von großen Entdeckun
gen und Erforschungen können wir auch
nicht redeu, denn sollten wir das Werk
vollbringen, so bliebe der Nordpol un
entdeckt und auch die drahtlose Tele
grapliie würden wir nicht erfunden
haben. Ja, selbst das ersehnte Dampf
roß ist bis heute hier nicht erschienen.
Doch ist in dieser Beziehung zu hoffen,
denn was noch nicht ist, noch immer
werden kann. Jedes gute Ding will
Weile haben. Und da jetzt reiche Kor
vorationen kaum Geld auftreiben kön
nen, wie foil es erst denen gehen, die
nicht unter der Fuchtel der Trusts stehen?
Na. hoffentlich ändern sich die Leiten
bald wieder, und möge es vor allen
Dingen innerem Präsidenten gelingen,
das Staats schiff in immer gesundere
Bahnen zu lenken zum Wohle unseres
großen Vaterlandes.
Kleine Neuigkeiten wären noch wie
folgt zu berichten: Die Kranken in dieser
Nachbarschaft. Peter Riete, Gottlieb
Mute und Frau Breer, sind alle auf
dem Wege der Besserung, waS uns
freut, tonstatiren zn können.
Unfer Kaufmann A. Polloch machte
eine Reise nach Dallas, S. D., und
kehrte wohlbehalten zurück.
im Pf arrha nie der Joh. Kirche
wurden allerlei Erdarbeiten verrichtet.
Wieder ein Fortschritt! Recht so
Pastor Tecklenburg gedenkt am Weih
nachtsabend ein aussiihrliches Pro­
durchzunehmen. Hoffentlich wird uns
das Wetter günstig sein.
Sunt Schluß wünschen wir dem
„Deutschen Herold" für die Zukunft
Blühen und Gedeihen.
"Un Allemand".
Delmont. 6. Dez Wir erfreuen
uns bis heute ttoch immer des schönsten
Wetters. Zuerst waren die Leute mit
dem (!einbrechen so in der Eile, daß sie
und jetzt vergnügen sie sich noch bei
schönem Wetter. Doch nach gethaner
Arbeit ist auch bei schönem Wetter gut
ruhen. Der Ertrag der Comemte ist
nicht so gut ausgefallen, wie et von den
meisten erwartet wurde, doch kann wohl
ein Jeder mit der Ernte im allgemeinen
preise gleichen die schwache Ernte voll
ständig aus. Wir können nun getrost
fingen:
Nebst Gruß an alle Leset!
I. Vogt.
Hillside, 9. Dez. Die Feiertage
sind tm Anzüge. Alt und Jung freut
sich wieder auf das Tyest der Liebe.
Weihnachten ist aber so recht das Fest
der Kinder. Hier werden nun fchon
allerlei Vorbereitungen dafür getroffen.
Und am hl. Abend wird wiederum
der Christbaum im idibitsteii Schmucke
strahlen. Alle sind zu diesem Feste ein
geladen.
lieber daS anhaltende schone Wetter
ireut sich iner Groß und Kinn. Unsere
Farmer sind noch vielfach beim Pflügen i S. D., besuchte ihren hier wohnenden
-i
Fleißig habe» «ufere Hände
Älle Aflbcr abgeräumt.
liniere tarnte itt \u Ende
Und der Herr, der nie oeriSumt,
:'£te vergesset uns re Nolh.
Gab uns wieder täglich Brat«
tflon au5 feiner ^inbenrilÖf
Uno auch qrad nicht llebcvftufc.
bietet dock «ein (*nitefcqeR
Uns das '.iiött)'i\e vun (Memip.
icicle liegenden der l*cie
Ziitd oiei dürftiger bestellt,
Weil die Machr der l*lementf
Hat verwüstet manches ,\clb.
S®. R. Baier ist jetzt auf seiner ^arm
in das Hau», welches der Unterzeichnete
für ihn erbaut hat, eingezogen und
meint, es fei dock besser, aus der Farm
sein eigener Herr zu fein, als in der
Stadt für andere Leute zn arbeiten.
Gegenwärtig ist er am Brunnen bohren.
Wilhelm Schnell hat feinen neuen
Anbau an seinem Hause fertig und ist
bereits eingezogen. Hr. Schnell besitzt
jetzt eines der schönsten pauset im
mit seiner Familie noch lange Jahre
fröhlich und gesund darin sein Brot
esien möge!
Friedrich Scmmler will sich em reckt
folides Haus bauen, welches auf die
Dauer Wind nnd Wetter trotzen kann,
nämlich eines aus Zementblocks. Er
fährt jetzt Sand an, um nächstes Früh
jahr gleich an die Arbeit gehen zu kön
nen.
Julius Küft von Odessa, Wash, be
findet sich nebst Familie hier besuchsweise
gefällt ihm in Dakota nicht mehr und
er wird bald wieder nach dem Westen
abdampfen.
Die Gebrüder Gottlieb und Friedrich
Welk sowie deren Schwager Wilhelm
Cnsrninget kamen henke von Vankton
zurück, wo sie ihren Bruder Jakob Welk
besuchten. Letzterer arbeitete legten
Sommer in den Zementwerken und
hatte das Unglück, mit einem Arm in
das Getriebe zu getathen und sich sehr
schlimme Berletzungen zuzuziehen, sodaß
er einen Theil der Hand nebst einem
Finger einbüßte. Cr ist erst jetzt aus
dem Hospital entlaffen. Ein solcher
Unglücksfall ist immer sehr bedauernd*
Werth.
Johann Zeitner hat seine Farmge«
rüthe verkaust und ist nach der Stadt
Tripp gezogen. Ob ihn dieser Schritt
nicht später gereuen wird
Georg Lacke wuns hi die Adresse seines
Bruders Peter Lacke zu erfahren. Wer
sie kennt, ist gebeten, ihm Nachricht zu
geben..
Mrt Gruß an die Redaktion, sowie
an Titus und alle Leser
Jakob WiÜ.
V v 1
gefaßt und mir or
dentltcb uigeietu. wd-.n ich le|rte Woche
keinen Bericht einschulen konnte.
Frau Doruihea Korb von Carlock,
V ''ff4-'
Schwager Jakob Craiß und Familie.
Folgende Herren'begaben sich in Ge
schäftSangelegenheiten nach Linton, N.
D.°. Franz Tempel, Fred Hanfauer,
Martin Herbst, Joseph Waldner und
Johann Schräg. Der wohlbekannte
Landagent Peter F. Schmidt von Lin
ton begleitete die Herren, um ihnen in
Nord-Da!ota alle die Herrlichkeiten zu
zeigen.
Joseph Waldner und Joh. Schräg
sind bereits wieder zurückgekehrt, nach
dem sie Land dort gekauft haben.
Franz und L. Baila waren kürzlich
Besucher von Menno.
Von ihrem Besuche in Menno ist die
Frau des Korrefpondenten mit zwei
Kindern wieder glücklich zurückgekehrt,
was tie ut llnterzeechneten durchaus nicht
unangenehm war.
Herr Henry Dickrot hat seine Stelle
als Clerk bei der Dirks Land Co. auf
gegeben und dieselbe wird Herr M. L.
Kippes übernehmen.
Reinhold Tempel, welcher die Han
delsfchule in Siour Falls besucht, vet
brachte den Danksagungsta^ bei seinen
Eltern Hierselbst.
Da Herr Franz Tempel abwesend ist,
versieht einstweilen Balthasar Tempel
seine Stelle.
Peter Decker von Silver Lake verstarb
nach langen Leiden. Ich werde näch
stens mehr über diesen Todesfall be
richten.
Die Schwiegereltern Heinrich nnd
Katharina Gering von Klein Kassel
statteten dem Unterzeichnern eine« will
toniinenen Besuch ab.
Herr Balthasar Hieb wirb heute seine
Reise nach Cuincy, Wash., eintreten.
Das nächste Mal mehr! Einstweilen
grüßt bestens Friedrich Benz.
A e e e n 7 e z E s w u n e
mich, daß die Leute nur immer den
Splitter in ihres Nächsten Auge sehen
und ten Balken in ihren eigenen Augen
nicht gewahr werden. So las ich die
ser Tage wieder in der Fr. Presse vom
5. Dez. einen Ausfall von Gustav
Kositzkn gegen Herrn Sallet und den
Deutschen Herold. Ich kann Kositzky
beweisen, daß die Leute ihm in das Ge
s i s a e n i e e i e e s s e i s
ein I a s ch a 11!" Cs ist eine
Schande vor Gott, wie Kositzky im Lan
de umher reist und an seinem Neben
menschen herum beißt und verleumdet?
Ist das Christensinn Wir lesen in
o e s W o S o e a n s a
e i e e o u n a s s e s e i
n e n u e e i s e i n
net!" Ich lobe Hrn. Sallet, daß er
mehr Christentum beweist, als seine
Verleumder. Ich habe erfahren und
von Vielen aus eigenem Munde ge
Hort, daß sie die Fr. Pt. abbestellt ha
ben und trotzdem kommen sie immer
wieder, und man könne sie nicht kos
werden. Ich möchte Hrn. Kositzkv an
ratherr christlicher und rechtschaffener
zu sein und mehr vor seiner eigenen
Thüre zu kehren, als vor anderen.
Jakob Müller.
(Änmerf. d. Red. Der Einsender
nimmt Bezug auf eine Veröffentlichung
Hositzkys in der Ft. Pr.. worin dieser
darüber klagt, daß die Postämter durch
„Eallets Zeitung" Überschwemmt und
die treuen Leser der Fr. Pt. belästigt
werden. Hierzu möchten wir bemer
ken, daß es unser gutes Recht ist. Pro
bezeitungen zn versenden, um unsere
Zeitung in weiten Kreisen bekannt zu
machen. Wie der Landmann seinen
Samen in die Cr de streut, in der Er
wartung einer reichen Ernte, so muß
der Zeitungsmann Probenummern un
ter die Leute vertheilen in der Erwar
tung. Abonnenten zu gewinnen. Eine
Belästigung der Farmer dadurch existirt
nur in der durch übermäßigen Neid er
hitzten Phantasie Kositzkys. Unser Clerk,
der die Liste zu bearbeiten hat, ist
strenge instruirt, zurückgewiesene Zei
tungen sofort zu streichen. Und
diese Weisung wird stritt durchgeführt.
Kositztys Hauptaufgabe fcheint es zu
fein, auf feinen Reiftn Salle! zu ver
leumden. um bessert Zeitung zu bekäm
pfen aber Verleumdungen sind von
jeher schlechte Waffen gewesen und die
Z u k u n w i e e n w o i e w i
lichen Schürfen stecken!)
Aberdeen. Ein krirniiieflfr Nn
griff wurde einige Meilen südlich von
Bath auf eine Schullehrerin gemacht,
als sich biefe auf dem Wege zur Schule
befand. £er Kerl riß das Mädchen
vom Ztoeirad, es gelang ihr aber, sich
seiner zu erwehren und er ergriff die
Flucht. Das Mädchen kehrte nach Bath
zurück und meldete den Vorfall. Der
Coiiftabler Witt Evans faßte alsbald
den Butfchen. einen gewissen Edgar
Harrison, welcher sich schon seit einiger
Zeit in der Gegend hernmg'trieben
hatte. Vor Richter McCoy in Aber
deen bekannte er sich schuldig.
William Moser, welcher unter der
Anklage stand, am 4 Juli ds. I. bei
Columbia einen Mann Namens Mar
salke ermordet zu haben, erregte im
Kreisgericht Aufsehen, als er einer
Rechtsbeistand, weichen seine Eltern
stellen wollten, abkhute und sich
dig bekannte.
„$ Dene! County.
AI a on t. 9. Dez. Letzte Woche
am Mittwoch Abend setzte die Lokomo
tive des Ftachtzuges westlich von hier
die Prärie in Brand und da ein starker
Wind wehte, verbrannten sieben große
Heuschober, ehe dtt8 Feuer gelöscht
werben konnte.
Am Freitag, den 6 Dezember vet
beirathete sich Martin Tenney mit Frl.
Leola Buchholz: Pastor Woin von
Goodwin vollzog die Trauung. Am
selben Tage feierten die Eltern des
Bräutigams. Charles Denney«. Krau,
trte silberne Hochzeit.
Am 5, feierte Mike ft nan und Frau
in Bern
is die goldene üochieit.
Seit heute läßt die Chicago c^Nortb
western Buhn nur jeden andern Tag
eir-i zwischen Tracy Md
Vatertown laufen.
2$. ltzrumke. 4
4^' irV
fchall Frank A. Craft macht in einer
offenen Zufchnft die Einwohner von
Süd Dakota darauf aufmcrlam, daß
fehr viele Feuersbrünste infolge von
schadhaften Schornsteinen nnd Kami
nen entstehen nnd daß sich der Feilte
schaden, welcher aus diese Ursache zurück
zuführen ist, zum mindesten auf
*50.000 per Jahr deläuft. Er fordert
die Hausbesitzer auf, vor Eintritt des
strengen, kalten Winterwetters die
2itorrifiäne in den Häufern gründlich
untersuchen zu lassen und wo sich eine
schadhafte Stelle zeigt, dieselbe sorg
fältig auszubessern. Brände, welche
durch schadhafte Kamine entstehen, be
ginnen gewöhnlich aus dem Dachboden,
und das ausgetrocknete Holzwert gibt
den Flammen gute Nahrung auch ist
dem Feuer dort schwer mit einem
Wassereimer beizukommen und so hat
dasselbe gewöhnlich bereits bedeutende
Fortschritte gemacht, ehe es ordentlich
bekämpft werden kann. Die Kamine
sollten gut ausgeputzt und der Ruß
entfernt werden. Der Feuermarschall
ist der Ansicht, daß bei gehöriger Vor
sorge viele Feuersbrunste verhütet
werden könnten.
Eine Mordaffaire hat die ganze Ge
gend westlich und südlich von Ft. Pierre
'in große Aufregung verfetzt. Frl.
Lilly KeLy, ein junges Mädchen von
Mankato, Minn., wurde am Sonntag
Morgen ermordet der Hütte auf
ihrer Heimstätte, 20 Meilen südlich
von Fort Pierre, aufgefunden. Als
der That verdächtig wi/rde A. F. Owen
verhaftet und das Motiv fcheint Eifer
sucht gewesen zu sein. Fräulein Kelly
war Schullehrerin in Minnesota und
war erst vor Kurzem nach der Heim
statte gekommen, welche sie in der Nähe
der von ihrem Bruder bewohnten auf
genommen hatte. Sie war hübsch und
lebhaft, und bildete bald den Mittel-
Punkt der kleinen Gesellschaft, welche
sich da draußen zusammen gefunden
hatte. Natürlich fehlte es ihr auch
nicht an Anbetern, und einet der eifrig
sten soll dieser Owen gewesen sein, der
aber von ihr wenig deachtet wurde.
Samstag Abend hatte sich eine Gesell
schaft in der Wohnung des Frl. Kelly
eingefunden, die bis Mitternacht zu
sammen blieb und sich dann im besten
Einvernehmen und in Lust und Frob
lichkeit trennte. Einige Stunden später
fand Kelly seine Sckwester tobt, mit
eingeschlagener Hirnschale, auf dem
Kußdodm ihrer Hütte liegen.
Gor o n a, 10. Dez, Ich sende dies»
tftil! eine Correspondenz an den Deut
schen Herold von hier ans, wo ich mich
gerade zu Besuch aushalte.
Das Wetter ist hier ebenfalls sehr
schön für diese Jahreszeit und der Erd
boden ist noch kaum gefroren.
Die Ernte war hier im Durchschnitt
eine gute Weizen brachte von 10 bis
2Cf Busheis, Haser 20 bis 35, Gerste
15 bis 25 Busheis per Acker, und da
der Preis ein guter war, so hat der
Farmer wahrlich nicht/zu klagen.
Der Schreibet dieses hatte letzte
Woche auch Gelegenheit, seinem alten
Freunde Paul Kohler, welcher ebenfalls
ein Lefer des Herold ist, die Hand zu
fchiitteln. Herr Kohler ist im Land
geschaft und hat diesen Sommer gute
Geschäfte gemacht. Es hat sich jetzt
eine große Land-Gekellfchaft in Mil
bank, Grant Co., gebildet, und Herr
Köhler ist Präsident derfetben. Wir
wnnschen Paul das Beste in seinem
Unternehmen!
Das Land ist aber auch nicht mehr
umsonst hier, denn der Preis ist schon
von 1=20 bis *50 der Acker, je nach den
Gebäulichkeiten.
Tie Farmer sind hier alle fertig mit
der Farmarbeil und t'ie fahren jetzt ihre
Farmproduktc zur Stadt, um sie in
baare Münze umzusetzen. Tie Preise
sind hier gegenwärtig wie folgt: Wei
zen 69—96c. Haser 21c, Gerste 74c,
Roggen 61c per Bushel. Corn gab es
hier nicht viel, weil das meiste zu frtth
abstarb. Corr.
Mil e r. Eine Truppe gab kürzlich
hier an einem Sonntag eine Borstel
lung, wodurch der ganze Ort in Aui
reguug verfetzt wurde. Die Geistlichen
und Andere pioieftirteit lebhaft gegen
diese Entheiligung des Sonntags und
drohten mit Klagen und Strafen, aber
die Sache war fchon zn weit gediehen,
der Kontrakt mußte eingehalten werden
und die Vorstellung fand statt.
V o s i i
einigen Kameraden im Weinrestau
rant kneipend): Aeh, Kellner, pra
sentiren Sie un8 nun mal bessere
Kiste Ciga.ren. Keiner: Sofort!
aber hm, hm—, wenn die Herren
rauchen wollen, möchte ich erst u»
Begleichung der bitten.
it '.fr
Kitäben find
«ibei mchtSdestvu).!..gt!, iu-chm |u.
das e 8 e, namentlich ttt Schah,
waaren. Wir haben eine Partie
haltbarer Schuhe, welche den Äne
ben und Ihnen gefallen werben.
Besichtigen Bic dieselbe«.
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t»evers Co. AH

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