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Deutscher herold. [volume] (Sioux Falls, Süd-Dakota) 1907-1918, October 16, 1913, Image 10

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10
ltilrqiiiilche JluiiMdiaa.
Provinz giärtmöettVmrv).
s i n i e v e s a z u
PfjiirlDttenburg der frühere Chek der
Landesaufnahme, Generalleutnant z.
D. Matthlas. Der Versterben?, der
den größten Teil seiner militärischen
Laufbahn bei der Landesaufnahme
zugebracht hat, war schon 1903—
1905 Oberst und Kommandeur des
Inf. Regts. von Stülpnagel Nr.
48. Zu den Trauerfeierlicbleiten
hatte steh eine Abordnung des Regi
ments sowie die gesamte Regiments
kapelle nach Charlottenburg begeben.
E e s w a e E s e a n
hiesigen Polizei, den Schlupfwinkel
des 17jährigen Charlet aus Step»,
der an den bereits erwähnten Ein
brüchen beteiligt war, aufzuspüren
und den Burschen festzunehmen. CH.
hatte sich zu seiner Tante in der
Eisenbahnstraße geflüchtet und sich
dort versteckt gehalten. CH. legte
über den Einbruchsdiebstahl bei
Frank & Co. ein umfassendes Ge
ständnis ab.
a n z a K z i e n e n
te sich die geisteskranke Ehefrau des
Eigentümers Julius Brechlin. Min-
na, geborene Keim, am 26. Februar
1868 zu Efchoruch geboren, aus ih
rer hier gelegenen Wohnung. Nach
längerem Suchen wurde Frau Brech.
Im in dem Brunnen der Eigentiune
tin Frau Witwe Rötzel hier als Lei-
che vorgefunden.
K o o w i e o e S e u n e
des Bauern Otto Furchtmann brann-
te bis auf die Umfassungsmauern
nieder.
N e u a e n e g. Das Alt
scher Köppingsche Ehepaar feierte In
voller Rüstigkeit das Fest der gol
denen Hochzeit. 7 Kinder. 5 Söhne
und 2 Töchter, alle verheiratet, sah
das Jubelpaar um sich. Pfarrer
Ehlers übereichte dem Jubelpaar nach
der Einsegnung das übliche Gnaden
geschenk des Kaisers.
N e u u k o w s u A u
dem Sta'oihosbescher Andreesch^n
Grundstück hier ertrank in der alten
Netze der Schneidergeselle Wilhelm
Selman.
S o n n e n u E i n S a e n
feuer vernichtete die Jahnsche Schnei
demühle nebst Häckselanlage. Das
teils massive, teils aus Fachwerk be
stehende Gebäude wurde ganz einge
äschert, ebenso das Vollgatter und
die maschinellen Teile der Anlage.
Z w e i n e t. Die Landwirt-
schaft des Fleischermeisters Schott ist
durch Kauf in den Besitz des Rei»
tiers Gleichfeld aus Ketschendorf
übergegangen.
Provinz t$)ftpreu§en.
u A u e i n e e i e n a i
Weise zu Tode gekommen ist der Be
scher Sachs in Lunau. Er kehrte mit
seinem vollgeladenen Fuhrwerk aus
der Stadt zurück und muß jedenfalls
vom Wagen heruntergerutscht sein.
Als die Pferde mit dein Wagen auf
dem Gehöfte ankamen, suchte nun
den Besitzer und fand feinen Leich
nam unweit des Gehöfts. Der
schwerbeladene Wagen war ihm über
die Brust hinweggefahren.
mit einer Armeepistole der Unteroffi
zier Paul Borning von der 3. Ko:n
pagnie des Infanterieregiments Nr.
69. Der tätliche Schuß traf die
Schläfe und der Tod trat sofort ein.
Borning war 26 Jahre alt und ist
der Sohn eines Försters in Pom
mern. Das Motiv zur Tat ist un
bekannt.
5$) t. s Krone. In dem hohen
Alter von 102 Jahres ist auf dem
Gute Riegenhof bei Zippnow der
Tagelöhner Kaatz gestorben. Dies
dürfte nicht nur die älteste Person
in unserem Kreise, sondern weit dar
über hinaus gewesen sein.
Provinz Weltprenßen.
I
n st e 6 u g. Die Jnsterbut
get Strafkammer verurteilte den frü
heren Buchhalter Max Brühe vom
Elektrizitätswerk, der nach Unter
schlagungen im Werte von rund
12,000 Mark flüchtig geworden war.
nach dem Antrage des Sta^tsan
waltes zu drei Jahren Gefängnis.
a i e n V o o e e
Ertrinkens rettete der Ziegelmeister
Andree die Tischlermeistersöhne Gu
stav und Otto Kornowski aus der
Vorstadt Kalthof, die auf der leichten
Eisdecke des Ziegeleibruches einge
krochen wann.
a i e n w e e a s O
fer eines Unglücksfalles wurde der et
toa 23 Jahre alte Landwirt Kutscher
aus Mewe. Als er von einem Be
suche aus Johannisdorf zurückkehrte,
scheute unterwegs das Pferd seines
Wagens und fuhr gegen einen Kilo
meterstein. Dabei wurde Kutscher
vom Wagen geschleudert und blieb
bewußtlos auf der Straße liegen
Nach zwei Stunden fand man ihn
mit schweren Schädelverletzungen auf.
Er starb kurz darauf.
S ö n e e u s e s i z e
Bendomier Milonken ist feine
Dampsschneidemühle, die nicht ver
sichert war, niedergebrannt.
Jjpvovtriä Bommern.
S e i n E i n e i e
Speicherbrand war bei den Speichern
am Stellhaushollwerk, Stettin, aus
gebrochen. In dem obersten Stock
Werk brannte das Sacklager der Fir
ma Goldmann. In den unteren
Stockwerken befand sich das ausge
dehnte Heringslagkv der Firma
Willi Treffet.
e i s w a E i n s e s a e
Uutomobilunsall, der für die Betei
ligten noch gut abgelaufen ist, ereig
.^ete sich auf der Anklam—Jarmerer
Chaussee bei dem Rittergute Groß
Toitim. In demselben Augenblicke,
als das Auto an einem hochbeladenen
Erntewagen vorbeifuhr, stürzte der
Wagen um und begrub de« Kraft
Magen mit feinen Znsaffen unter fty
Erst nach vieler vjcuqe konnten «u
..verschütteten" Automobilisten aus
ter gefährlichen Situation befreit
werden. Da sie zum Glück mit dem
bloßen Schrecken davon kamen, setzten
sie ihre Fahrt unverzüglich fort.
e
Köslin. Eine Gasvergiftung er
litt hier der Musiker Hedwig, er
wurde besinnungslos im Bett aufge
funden. Es war Gas durch den
Fußboden des Zimmers eingedrun
oen: später wurde ein Rohrbruch,
wahrscheinlich durch die Kanalisa
tionsarbeiten hervorgerufen, festge
gestellt. Mit vieler Mühe gelang
es dem Arzt, den jungen Menschen
ins Leben zurückzurufen.
i s o y. Der Hausdiener ei
nes hiesigen Delikatessenhändlers
wurde verhaftet, weil er seinem Chef
800 Mark gestoblen hatte. Er gestand
die Tat ein. Bon dem Gelbe sind
man noch 200 Mark in einem Ver
steck vor, für das übrige Geld hatte
er sich einen Revolver. Kleidungs
stücke usw. gekauft und vergraben.
u e s u i e o l
dene Hochzeit feierten die hiesigen
Tuchmachermeister Ludwig Lemke
schen Eheleute.
üZProvtn,} ibomein.
K i l. Der Generalanwalt des
Reichsverbandes der deutschen land
wirtschaftlichen Genossenschaften, Ge
heimrat Wilhelm Haas, ist im 74.
Lebensjahre gestorben.
i a e n e e s i z
des Arbeiters Rickert in Klewe
brannte vollständig nieder. Es wurde
nur ein Teil des Inventars gereitet.
E k e n ö e e n A e i e n
Johannes Heinrichs, Herin. Schnoor
und Johann Braase von bier wurde
das Allgemeine Ehrenzeichen in
Bronze Überreicht. Heinrichs ist 40,
Schnoor 37 und Braase 35 Jahre
ununterbrochen in der Tabakfabrik
von F. D. Spethmann beschäftigt.
e n s u A 6 z
1912 haben die städtischen Kollegien
die Summe von Millionen Mark
für ein Kraftwerk bewilligt das da
malige in Bochum hergestellte Projekt
genügte nicht, weshalb von dem Direk
tor Brone ein anderes Projekt ent»
worfen worden ist zu einem Kostenan
schlage von 4 Millionen Mark. Die
ses Projekt wurde von den Kollegien
genehmigt.
«yvomnz Schlesien.
i s ch e g. In Boberstein
ist der Nachtwächter Scholz auf sei
nem Dienstgange in den Bober ge
stürzt und ertrunken. Die Leiche
wurde in Schildau von dem Stellen
besitzer Trenkler gefunden, als dieser
den Bober nach seinem seit dem 6.
Januar verschwundenen, wahrschein
lich ertrunkenen vierjährigen Sohn:
absuchte.
e n st a t. Nachdem der
zum dritten Pastor an den beiden
evangelischen Kirchen ad St. Mat
thiam und An dream hier gewählte
Pastor Richter aus Bopadel infolge
seiner Ernennung zum Strafanstalts
geistlichen in Breslau auf die hiesige
Stelle verzichtet hat, beschäftigten sich
die Körperschaften beider Kirchen in
der kürzlich, unter Vorsitz des Super
intendenten Grebs abgehaltenen Sit
zung mit der anderweitigen Besetzung
der Stelle. Vikar Altmann aus Rati
bor wurde zum dritten Pastor ge
wählt.
i e n i z e a s w i E n s
Aschner, Besitzer des Gasthofes zum
weißen Schwan auf der Neuen Hay
nauer Straße, hat sich erschossen. Er
war erst vor wenigen Wochen aus
Neumerkt hier zugezogen. Als Grund
der Tat werden wirtschaftliche Sorgen
angenommen.
a u s o a s O e e i
nes gewissenlosen Gespann'eiters
wurde Rittergutsbesitzer Blomever
in Paulsdorf. Kreis Namslau. Vor
einigen Abenden bemerkte er auf der
Chaussee Namslau-G'-oß Wartenberg
ein unbeleuchtetes Gespann dah?rkom
men. In feiner Eigenschaft als
Amtsvorsteher hielt er den Führer an,
worauf dieser die Pferde, die Herr
Blomeper festzuhalten versuchte, an
trieb. Der Amtsvorstehcr wurde eine
Strecke weit geschleift und schließlich
überfahren, wobei er schwere Ver
letzungen erlitt.
S i e a u. Nachdem am 30.
Dezember v. I. der älteste Bürger
Striegaus, Rentier Ernst Rohr, im
Alter von 96 Jahren gestorben ist.
ist jetzt auch die äsltefte Mitbürgerin
Frau Kreisgerichtsrat Jenny Heer im
fast vollendeten 9K Jabre aus die
sem Leben geschieden. Sie war In
haberin der Erinnerungsmedaille von
1870—71 und der Zentenarmedaille.
o s e n E i n u i e s a a
spielte sich in dem Dorf? Tomice im
Kreise Posen-West ab. Die Kaufleute
Wittgen und Obst aus Posen hatten
das Mühlengrundstück des Müllers
Sommer in Tomice läuflich erworben.
Die Söhne Sommers leben mit ihrem
Vater in Erbstreit und waren mit
dem Verkauf nickt einverstanden.
Einer von ihnen lauerte daher den
Käufern auf dem Rückwege nach Po
sen auf, und ertchoß Wittgen Obst
und seinen eigenen Vater verletzt? er
schwer. Hierauf erschoß er sich selbst.
Auf der Chaussee Posen-Birnbaum
hat sich das Automobil des Fabrikbe
sitzers Steinken aus Posen Uberschla
gen. Der Chauffeur wurde getötet,
von den Insassen wurden die Kauf
leute Putifi aus Eichenhorst und
Gaczkowski aus Posen schwer verletzt.
Stemken selbst blieb unverletzt.
Arsvinz $ad?leri.
S e n a A u e v o n i e
nach Arneburg führenden Chaussee
ereigneten sich in der Nähe der bei
Stendal gelegenen Stärkefabriken
zwei schwere Unglücksfalle durch
scheugewordene Pferde. Tie vor ei
nen mit Steinen beladenen Wagen
gespannten Pferde eines Landwirtes
aus dem benachbarten Dorfe Beelitz I
scheuten vor einem Zuge der Sten
dal-Arneburger Kleinbahn. Der
Hyrmaa Bxöler, noch
im jugendlichen Alter stand, geriet
dabei unter die Räber, die seinen
Kopf zermalmten. Der Tot trat auf
der Stelle ein.
S e u i n e n e i e v e
storbene Pastor Diezel vermachte
den Armen seiner Ephorie Schleu
singen 75.000 Mark.
a e e i S e n e n v o n
Eisenschlacken wurden vor einiger
Zeit aus dem hiesigen Eisenhütten
werk mehrere Arbeiter von Spreng
ftiieken getroffen. Einer von ihnen
namens Seil war sofort tot. Mehrere
andere wurden teils leicht, teils
schwer verwundet. Die Sprengung
war nötig, um das Gelände auf der
Schlackenholde zu ebnen, auf der das
Anschlußgeleise für den neuen Bahn
anschluß an die Blankenburg-Halber
städter Bahn gelegt werden soll,
iyroviri,} jbtmnover.
a n n o v e e n E e e u e n
Fifcher und B"ckmann ist am 8. Fe
bruar aus Anlaß ihrer goldenen
Hochzeit durch Pastor Oppermann ein
Gnadengeschenk des Königs übergeben
worden den Eheleuten Büsig wurde
aus dem gleichen Anlaß hutch Pastor
Oppermann die Ehejubiläumsmedaille
überreicht.
e e k e s a S e i n a i e k a
Backhaus beging seinen 70. Geburts
tag. Dem Jubilar wurden zahlreiche
Ehrungen zuteil. Das Lehrerkolle
gium überreichte ihm ein iverwolles
Album mit Abbildungen vom Semi
nar, Bederkesa und Umgegend. Am
Nachmittag traf mit dem Zuge von
Geestemünde eine größere Anzahl sei
ner ehemaligenSchüler ein. Sie über
reichten dem verehrten Lehrer einen
Strauß von 70 Rosen.
u e u e I A e v o n
83 Jahren starb hier der Kaufmann
Carl Hermann Richter. Der Verstor
bene war Ehrenbürger der Stadt
Buxtehude er gehörte lange Jahre
der Handelskammer Harburg an.
Sein ersprießliches Wirken nicht nur
zum Wohle der Stadt Buxtehude
allein, sondern auch des Alten Landes
hat ihn zu einer Vr populärsten und
geartetsten Persönlichleiten der gan
zen Gegend gemacht.
a e n Z u e i e s e i n e s 7 0
Geburtstags empfing Professor Dr.
Max Schneidewin von nah und fern
die ehrendsten Beweis, herzlicher An
teilnahme. Zu seiner persönlichen
Beglückwünschung fanden sich außer
einer Abordnung des Lehrerkollegiums
des Gymnasiums, das ein prachtvolles
Blumenarrangement überreichen ließ,
zahlreiche Damen und Herren in der
Wohnung des Jubilars ein: u. a. war
aus Berlin Geh. Regierungsrat Prof.
Jmmelmann erschienen.
Krc»rinz Wlettsnlen.
u k a e E u n k e n i s e
cn der Emscherregulierung beschäf
tigte 20jährige Zuschläge? Anton
Geis von hier, der sich erst einige Tage
bier aufhielt. G. mußte beim Was
serschöpfen aus einem hinter der Ze
che Hanse belegenen Tümpel das
Gleichgewicht verloren haben und,
ohne daß es jemand bemerkt hat, er
trunken sein. Er wurde schon seit
einigen Tagen vermißt, man nahm
aber an, daß er gefeiert habe.
a n e n e e A u S a
2 der Zeche Oespel stürzte der Berg
mann Berk aus Stokum 60 Meter
tief in einen Ueberbau hinab. Er
blieb mit zerschmetterten Gliedern tot
liegen. Dem Knappen war bei der
Arbeit ein Schraubenschlüssel in den
Ueberbau gefallen. Bei dem Ver
such. den Schlüssel wiederzuerlangen,
trat er fehl.
e n o u n A u e
Kreuzung der Sambomer- und der
Bahnhofstraße Hierselbst wurde der
zehnjährige Schüler Reinhold Otto
von einem Automobil der Westfäli
schen Automobilgesellschaft übersah
ren und so schwer verletzt, daß er
kurze Zeit daraus gestorben ist.
U n n a a s o v o n V e s e n o n n
te auf eine 25jährige Tätigkeit als
Seelsorger der hiesigen evangelischen
Kirchengemeinde zurückblicken. Er
wähnt sei. daß der Jubiliar der drit
te Geistliche seines Namens in Unna
ist. Es würde zu weit führen, alle
Ehrungen hier aufzuführen doch bo
ten diese den besten Beweis für die
große Verehrung, denen sich Pastor
v. Velsen in den weitesten Kreisen er
freut.
Wheinprsvinz.
K ö n A u i s e n o u n a u f
geklärte Weise entstand in einem frü
heren Militärschuppen am Aachener
Tor Feuer. Der Schuppen ist von
der Stadt Köln gepachtet und war
voll gefüllt mit Theaterkulissen und
ähnlichen Theaterrequisiten, woran
das Feuer reiche Nahrung fand. Der
ganze Schuppen nebst Inhalt ist ver
brannt.
a e n e a n i e V o
sitzende der Sterbekasse „Einheit",
Stadtassistent Karl Witt, hat der
Kasse 600 Mark unterschlagen und
ist damit flüchtig geworden.
o n n e k z i i e e s o s
sen aufgefundene junge Mann ist der
28 Jahre alte Bergpraktikant E.Len
ze aus Gelsenkirchen. Es scheint,
daß er die Tat aus Lebensüberdruß
begangen hat.
u i s u Ein schweres
Schisssunglück ereignete fich in der
Nähe der Essenberger Fähre. Ein
Kiesnachen der Firma Holzmann u.
Cie kippte dort infolge des starken
Wellenschlages um, der Führer des
Bootes, Schott, geriet hierbei zwischen
Erdboden und Schiss, wobei ihm ein
Bein säst vollständig abgequetscht
wurde. Er wurde ins Krankenhaus
gebracht, wo er nach kurzer Zeit sei
nen Verletzungen erlag. Auch der
Matrose Gutschmidt erlitt Ichwere
Verletzungen und mußte ins Kran
kenhaus eingeliefert werden.
Provinz Kesser».Kassau.
a n k u a M. Eine
Schwindlerin namens Elise Leinböck
aus Linz an der Donau, die Karten
füt.xin Blindenkor^ert, das von einer
in Berlin wohnenden und aus Ruß
land stammenden blinden Sängerin
veranstaltet werden sollte, verkaufte,
und nachdem sie 300 Mark Erlös
hatte, an das Arrangement des Kon
zertes nicht mehr dachte, wurde ver
haftet.
i e n a e 61jährige
Landwirt Johann Heil (Lanaenrö
ther) zu Gichenbach wurde in einem
Wassergraben zwischen Gichenbach
und Schmalnau tot aufgefunden. Er
hatte am Abend einer Kriegerver
sammlung beigewohnt, auf dem Heim
wege ist er in der stockfinsteren Nacht
wahrscheinlich vom Weg abgekommen,
in den Graten gestürzt und. da nur
das Gesicht im Wasser lag. erstickt.
K ö e e e e i e n s t
knecht Heinrich, der bei seinem Bruder
in Diensten stand, hat Selbstmord
begangen, indem er in die Fulda
sprang. Die Leiche konnte noch nicht
geborgen werden. Der Lebensmüde
war 58 Jahre alt.
W i z e n a u s e n i e s a
die älteste Einwohnerin unserer
Stadt, die Witwe Barbara Koch im
Alter von 91 Jahren. Seit Jahren
schon war sie erblindet und wegen
Altersschwäche sehr hinfällig.
Mitteldeutsche
u o s a e N e u a u e i
Landeskrankenhauses erregt gegen
wärtig hier die Gemüter. Es sollte,
nachdem man seit 20 Jahren dafür
gestrebt und projektiert hatte, im
Osten der Stadt, in die
Nähe der Gasanstalt. kommen.
Dorthin wird aber auch
der neue Güterbahnhof gelegt, und
man erhofft in Verbindung damit
große Industrieanlagen in der Ge
gend. Gleichwohl sind schon 100,000
Mark in Bauland für das Kranken
haus in dieser Gegend gesteckt. Nun
hat aber auf einmal der Landtag
Bedenken gegen den Bau des Kran
kenhauses in einer für die Industrie
bestimmten Gegend, und trotzdem
die Bauprojekte für die Anlage im
Osten schon drei Jahre fertig sind,
ist man jetzt auf der Suche nach neu
en Plätzen.
Sachsen.
a n s a u a s
Herrn Tippmann gehörige Gasthaus
„Zur guten Quelle" ist bis auf die
Umfassungsmauern niedergebrannt.
Es wird Brandstiftung vermutet.
Der Besitzer war versichert. Eine
Verhaftung wurde bereits vorgenom
men.
K e i s a A s N a o e e s
in den wohlverdienten Ruhestand tre
tenden Vorstehers unseres Postamtes.
Herrn Postverwalter Leuthold, wurde
der seitherige Postverwalter in Lauen
stein, Herr Postsekretär Dreis, er
nannt. Derselbe tritt am 1. Mai
sein Amt hier an.
e i e n I 5 3 e e n s a e
starb der Porzellanmaler Ernst Wink
ler, der langjährige Vorsitzende des
Männergesangvereins „Immergrün"
und seit einer Reihe von Jahren auch
Vorsitzender der Ortsgruppe Meißen,
des Elbau Sängerbundes.
a k w i z K z i e i e e a s
Ehepaar Kölling die goldene Hochzeit.
Die Eheleute wurden durch den Orts-
geistlichen, Pfarrer Becher, eingeseg
net, wobei ihnen eine vom König ver
liehene Ehrenbibel überreicht wurde.
a e e e e e a n
jährige Stadtverordneten Vorsteher
und Ehrenbürger, Oberjustizrat Oer
tel, beging feinen 80. Geburtstag.
Eine Abordnung des Rates und der
Stadtverordneten überbrachte ihm die
Glückwünsche bei Stadt.
S a s e n u a n k e n e
Postagent und Standesbeamter Kubn
beging mit seiner Ehefrau die gol
dene Hochzeit.
W z e n Herr Karl Gottlob
Steinacker feierte mit seiner Ehefrau
das goldene Ehejubiläum.
Kessen-AarnlNadt.
i n e n Im Bauerschen
Steinbruch lösten sich neulich grö
ßere Gesteinsmassen ab und stürz
ten in die Tiefe. Dabei wurde der
Steinhauer Menges begraben und le
bensgefährlich verletzt.
s a A s e 2 5 i e
Arbeiter Kohl, der mit dem Arbeiter«
ug zwischen 6 und 7 Uhr von
Mannheim kam, die Kupeetüre zu
früh öffnete, wurde er durch den
Ruck den der Zug beim Halten
machte, aus dem Zuge geschleudert,
kam unter die Räder und wurde
vollständig zermalmt.
Wayern.
e a u s e n e v e e i a e e
Weber Ludwig Erd sprang bei dem
Werk Proviantbach der Mechanischen
Baumwollweberei und -Spinnerei
hinter der Turbine in den Leerschuß
und konnte 25 Meter unterhalb nur
mehr als Leiche aus dem Wasser ge
zogen werden. Der Selbstmörder
hatte sich schon längere Zeit trüb
sinnig gezeigt.
e i n e n i e e i n e
Getreidehändler Johann Mühl
tchtegel mit seiner Gattin die gol
dene Hochzeit.
e 5 e u Hier starb der
Besitzer der Messerschmwmühle, Jgnaz
Garhammer, im Alter von 81 Jah
ren.
e e n s u A u i e i e
Pfarrftefle der protestantischen Kirche
oberer Stadt wurde Pfarrer Johann
Endres von Maßbach, Dek. Schwein
furt. berufen.
a e i s e i n 4 0 Jahre zur.»
Wohle der Stadt amtiert nunmehr
Bürgermeister Senger in ©tassel
stein. Bürgerschaft, Gemeinde und
Bezirksamt beglückwünschten au8 die
sem Anlaß den Jubilar.
W e i e n s a Hier hat sich
der 71 Jahre alte, an Schwermut
leidende Kommunebierbrauer Christ.
Bahn im Friedhof neben dem Grabe
feiner Eltern zwei lebensgefährliche
Revolverschüsse beigebracht.
•gBtlrttem&erg.
a w I n e i e n e i s a s
AnwAn des MatthsuH Kraus aus
unbekannter Ursache vollständig nie
dergebrannt.
e u e a I n e a e
sabrik Siegle & Cie. entstand durch
Selbstentzündung von Blaurnafi?
ein Brand, durch den ein Ofen zer
stört und auch im Fabrikgebäude
großer Schaden angerichtet wurd,
Die Feuerwehr hatte große Müh
ten Brand auf seinen Herd zu be
schränken. Der Schaden dürfte fit
ctif rund 10,000 Mark belaufen.
a z e n a K i e n e k n
Lechler mit Gattin feierte in kör per
Itcher und geistiger Frische das Fe4?
der goldenen Hochzeit.
a s s e n a a u s e n Der
in de? ganzen Umgebung wohlb-kanr
te frühere Postbote Karl Baum
gärtner beging im Kreise von 5 Kin
dern und 18 Enkeln das Fest drr
goldenen Hochzeit. Der Jubelbrän
tigam ist 82, die Jubelbraut 70 Jal
re alt. Baumgärtner war 40 Iah
Postbote, und zwar von 1863 b.•
1904.
Jßaben.
älteste Person unserer Gemeinde,
96 Iahte alte Witwe Th. Weingär
ner.
o z e i e a n i e
tor August Kayser feierte seinen 8".
Geburtstag. Der Jubilar hat sich
V e i e n s e u e i n e V a e s a
worden, der er auch schon verschie
dene Stiftungen gemacht hat.
S u z e A E i n e n e
Zweitälteste Mann unserer Gemeinde,
Privatier Joh. Frank sen. von hier,
ist unerwartet schnell im 90. Lebens
jähre gestorben.
S i n e n E i n s e e n e s u i u
konnte die Arbeiterin Witwe Xaveria
Kommayet hier begehen. Sind es
doch volle sechzig Jahre, daß ste in
der Spinnerei von Troetschler &
Ehinger hier beschäftigt ist. nachdem
sie seit dem 10. Jahre tagtäglich den
Gang in die Fabrik macht. Von der
Fabrikleitung wurde ihr ein ansehn
Itches Geldgeschenk zuteil. Großher
zogin Luise ließ ihr durch den Frau
enverein das goldene Kreuz und ein
Handschreiben überreichen.
Vheinpfatz.
ö a n n s O s
Der hier im Ruhestande lebend:
Major Gustav v. Gernler. von 1868
bi» 1888 aktiver Offizier, feierte am
122. Februar seinen 70. Geburtstag
Er hat bei den Königs Ulanen, de
I nen er bis 1870 angehörte, die beider
Kriege mitgemacht und wirkte daraus
bis zum Herbst 1888 als Swa
I
dronsches und Stabsmajor bei den 1.
Chevm^egers.
^lsah ^Lothringen.
a u s e n e A e
Engel, der frühere Chef der Firma
Dollsus-Mieg & Co. und ehemaliger
Vizepräsident der industriellen Ge
sellschaft in Mülhausen, ist in San
Salvador (Dep. Alpes Maritimes)
gestorben. Engel war als großer Phi
lanthrop bekannt. Vor einigen Jah
ren zog er sich in das Privatleben zu
rück.
S a a u e Werkmeister
des Steinbruchs Biebelsbau kam zwi
schen zwei mit Steinen belogene Wa
gen und wurde schwerverletzt in seine
Wohnung getragen.
a s e I S o s s e e s
Marquis de Liniers. französischer
Oberst a. D. hier, entstand ein
Brand. Das Schloß liegt auf einet
höhe, wo fein Wasser zu haben ist,
daher war keine Möglichkeit, zu lö
schen. gegeben. Nur die Möbel des
untersten Stockes konnten gerettet wer
den. Sonst ist alles verbrannt.
Mecklenburg.
S w e i n a s e s i e o l
denen Hochzeit feierten Lokomotivfüh
rer a. D. Wilhelm Klingner und
Frau Hierselbst ,owie Schmiedemeister
Helmuth Schmidt und Frau zu Gioß
Wockern, denen Se. Köngl. Hoheit der
Großherzog mit einem Glückwunsch
schreiben fein Bildnis übermitteln
ließ.
o e a n e Senat der Stadt
Lübeck hat dem Besitzer des hiesigen
Tempel Restaurants. Herrn Klaßen,
die Bewirtschaftung des Opernhaus
Restaurants und der Prunksäle da
selbst pachtlich auf die Dauer von zehn
Jahren übertragen. Wie man wei
ter hört, beabsichtigt Herr Klaßen das
hiesige Tempel Restaurant zu behal
ten und weiter selbst zu bewirtschaf
ten.
i e 1 a n ö i v e u n
glückt ist der frühere Leitet unserer
Ueberlandzentrale. jetziger Direktor
der Bergmannschen Elektrizitätswerke
in Goslar Wolfenbüttel, Paul
Kundt, am Geburtstage seiner Gat
tin bei einer Fahrt in seinem Dienst
automobil. Direktor Kundt, der nur
26 Jahre alt geworden ist, hinterläßt
eine Witwe und -wei Kinder.
Ireie Ktädte.
Delfs, Inhaber einer Wagenfabrik,
vergiftete infolge geschäftlicher Sorgen
feine Frau und zwei kleine Kinder
und erhängte dann sich selbst mit sei
ner zu Besuch anwesenden Nichte.
Kchiveiz.
e i u e e e a i e i
rcltor der Hypothekenkasse dahier,
Herr Leo Müller-Guidi, wurde zur
ewigen Ruhe gebettet. Er starb nach
langer, geduldig ertragener Krankheit
im Alter von 74 Jahren.
2 i ch e n ft e i g. Die ehemalige
Bierbrauerei „zur Hoffnung" ist aus
unbekannter Ursache teilweise abge
brannt.
N i a e n In Beckenried
starb plötzlich an einem Schlagan
fall der Ratsherr I. Amstad, Metz
germeister. Der Tod hat ihn mitten
aus dem Kreise der fröhlichen Aelp
ler weggerissen. Die Trauerkunde
von dem tragischen Tode des Rats
Herrn hat sich mit Windeseile bis in
das entlegenste Berghäuschen verbrei
tet, überall dieselben Gefühle der
Trauer und des Mitleids weckend.
MM5M
4 CI
II
Biels Tausends unserer Leser und Leserinnen wurden §w
Tränen gerührt beim Lesen der Geschichte über den Untergang der
Titanic. Eb?nso herzergreifend, wenn nicht noch ergreifender, sind
„fcie lebenswahren Uluftrirtcu Beschreibungen über die
Rasende»» Fluten
welche Ohio und Indiana verheerte»
und über den
Wirbel stnrm
welcher Omaha und andere Ortschafte» i» Nebraska und Iowa ver
wüstete.
Eine Geschichte von schreckensvollen Tatsachen, bezeugt durch
fliehende Menschen und Lebensretter. Flüsse weren zu reißenden
Strömen. Feste Dämme krochen und ganze Städte, Dörfer und
Farmen werden von wirbelnden Wassern überflutet. Tausende kom
men um in Sturm und Fluren und Hunderttausende werden ob
dachlos. Leichen von Opfern schwimmen in d?n Straßen.
Truppen und Soldaten weeden in die überschwemmten Distrikte
zum Hilfsdienst geschickt. Diebisches Gesindel von Truppen er
schossen.
Dies?s Buch ist in deutscher Sprache gedruckt. Es ist mit
vielen Bildern geschmückt, die nach der Natur phvtographirt wur»
den.
Das griihte Unglück, das die Bereinigte« Staate» je betroffen.
*3» Preis 30 Cents
als Prämie zugesandt gegen Einsendung eines »eue»
Lesers. Da der Vorrat dieser interessanten Prämie ein be
schränktet ist, so bestelle man sofort!
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„Deutscher Herold", Donnerstag, den 16. Oktob?r 1913.
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C. W. Anderson
Agent. Sivnx Falls, S. D. New State 681 N W. 241
Pub]. Co., Sioux Falls, S. D.

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